Bald neue Anlagen?


Werden im Landkreis Neumarkt bald wieder neue Windkraftanlgen gebaut ?
Foto: Archiv
NEUMARKT. Die Bürgerenergiegenossenschaft „Jurenergie“ ist zuversichtlich, im nächsten Jahr wieder die ersten Projekte beginnen zu können.

Die beiden Vorstände Carsten Borrmann und Michael Vogel trugen den Geschäftsbericht der Genossenschaft vor. Geprägt war das Geschäftsjahr 2021 in wirtschaftlicher Hinsicht vor allem durch einen starken Rückgang des Windaufkommens. Das schwächste Windjahr in der Geschichte der Genossenschaft führte zu einem deutlichen Umsatzrückgang.

Inklusive der Ergebnisbeiträge der Minderheitsbeteiligungen und sonstigen Anlagen wurden in der Gruppe trotzdem Erlöse von knapp 3,01 Millionen Euro erzielt. Wesentliche Einnahmen konnten durch die Entscheidung zur Direktvermarktung des erzeugten Grünstroms an der Strombörse erzielt werden. Die konservativen Annahmen bei den Investitions- und Geschäftsführungsentscheidungen führen dazu, daß die Genossenschaft auch in einem schwierigen Umfeld stabile Ergebnisse erwirtschaftet, hieß es.


Auch in der Verwendung des Gewinns bleibe die Genossenschaft konservativ. Nach einer deutlichen Zuführung in die Rücklagen beschloß die Generalversammlung eine Ausschüttung von 2,5 Prozent Dividende auf das Geschäftsguthaben, das fast 10 Millionen Euro beträgt.

Seit ihrer Gründung hat die Genossenschaft bereits über 2 Millionen Euro Dividende an ihre Mitglieder als echte Gewinne ausgeschüttet. Zusätzlich wurden die erforderlichen Rücklagen gebildet. Außerdem flossen schon über eine Million Gewerbe- und Körperschaftsteuer in die Region.

Die turnusgemäß anstehenden Neuwahlen bestätigten die bisherigen Funktionsträger. Nachdem alle Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrates einstimmig entlastet worden waren, wurden Carsten Bormann und Michael Vogel als Vorstände sowie Dr. Wolfgang Fruhmann, Conny Zeidler, Andreas Westiner, Michael Harteis und Dr. Erwin Schmidbauer als Aufsichtsräte einstimmig wiedergewählt.

Schwerpunkt der weiteren Tätigkeit bleibe weiterhin die Entwicklung von Photovoltaik–Freiflächenanlagen und die Errichtung von Windmühlen, so der Vorstand in seinem Ausblick. Wenn der Stop durch 10-H de facto wegfalle, ergäben sich auch hier wieder neue Chancen. Die letzten Monate hätten einen spürbaren Schub gebracht, was die Akzeptanz von Anlagen für regenerative Energie und die aktive Gestaltung der Energiewende auf kommunaler Ebene angehe.

Man sei zuversichtlich, im nächsten Jahr neue Projekte zu beginnen, um dann auch wieder Beteiligungsmöglichkeiten vorrangig für die Bürger rund um die Standorte zu schaffen.
19.07.22
neumarktonline: Bald neue Anlagen?
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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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