Statistiken aus Bayern

Weniger Sterbefälle


Der Friedhof in Labersricht
Foto: Archiv
NEUMARKT. Nach deutlichen Anstiegen in den beiden Corona-Jahren 2020 und 2021 sind die Zahlen der Sterbefälle im letzten Jahr wieder leicht gesunken.

Die Vor-Corona-Zahlen im Neumarkter Stadtgebiet wurden damit aber längst nicht wieder erreicht - auch wenn man im Rathaus einen direkten Zusammenhang mit der Pandemie nicht ableiten will.

Eine Besonderheit im Stadtgebiet: das gewöhnlich ständig steigende Durchschnitts-Sterbealter ist in der Stadt Neumarkt im Jahr 2021 bei den Männern um weit über ein Jahr und im Jahr 2022 bei den Frauen um ein halbes Jahr zurückgegangen.


Die Zahl der Sterbefälle nahm in der Stadt Neumarkt im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr geringfügig ab, geht aus den internen Aufzeichnungen des Neumarkter Standesamtes hervor. Insgesamt wurde bei 1100 Verstorbenen im letzten Jahr Neumarkt als Sterbeort eingetragen. 2021 waren es 1110 Sterbefälle gewesen.

Im ersten Corona-Jahr 2020 lag die Zahl der Sterbefälle bei 1033; ein Jahr zuvor noch bei 939.

Unter den im letzten Jahr Verstorbenen waren 577 Männer und 523 Frauen. 500 der 2022 in Neumarkt Verstorbenen hatten ihren Wohnsitz in der Stadt, 348 im Landkreis und 252 Verstorbene stammten von außerhalb des Landkreises.

Im Durchschnitt waren die 2022 in Neumarkt verstorbenen Frauen 80,98 Jahre alt und die verstorbenen Männer im Durchschnitt 76,97. Im Jahr davor lag das Durchschnittsalter der verstorbenen Frauen noch bei 81,60 und das der Männer 75,38. 2020 waren die verstorbenen Frauen durchschnittlich 81,22 und die Männer 76,51 Jahre alt, im Jahr 2019 lagen diese Werte bei 81,65 (Frauen) und 76,72 Jahren (Männer).
25.01.23

Wieder mehr Hochzeiten


Im letzten Jahren nahm die Zahl der Eheschließungen wieder zu, allerdings wurden die Zahlen vor Corona nicht erreicht
Foto: Pixabay
NEUMARKT. Die Zahl der Eheschließungen in Neumarkt hat im Jahr 2022 gegenüber dem vorhergehenden Jahr deutlich von 178 auf 201 zugenommen.

Das bedeutet einen Anstieg von rund 12,9 Prozent. Das Vor-Corona-Niveau wird allerdings noch nicht ganz erreicht: 2019 hatte es 213 Trauungen im Neumarkter Standesamt gegeben.

Die unsichere und zeitweise massiv eingeschränkte Situation für Eheschließungen während der Corona-Pandemie hatte in den beiden letzten Jahren bei vielen Paaren dafür gesorgt, daß die Hochzeit verschoben wurde - und jetzt nachgeholt wird.


Haupttrauungstag bleibt der Freitag mit 72 vormittags und zwölf nachmittags durchgeführten Eheschließungen im letzten Jahr. 74 Trauungen fanden 2022 an einem Samstag statt, 36 Paare entschieden sich 2022 für den Donnerstag als Hochzeitstag. Somit haben 86 Brautpaare also 43 Prozent außerhalb der eigentlichen Öffnungszeiten des Standesamtes geheiratet.

Der Wonnemonat Mai war mit 21 Trauungen übrigens längst nicht der beliebteste „Heiratsmonat“. Heiratswillige in Neumarkt bevorzugten im Jahr 2022 eher den Juli mit 31 Eheschließungen, den August mit 26 und den Dezember mit 24 Trauungsterminen. 178 der Ehen wurden dabei im eigentlichen Trauungssaal in der Fischergasse geschlossen, 22 Paare wählten die Festsäle der Residenz als Ambiente für ihre Zeremonie.

Waren es vor 2014 im Durchschnitt um die 150 Trauungen jährlich, so hat nach einer Ausweitung der Terminangebote die Zahl um rund 30 Prozent zugenommen. Schon lange werden in Neumarkt einmal im Monat auch am Samstag Trauungen durchgeführt. Wegen der Nachfrage hatte sich die Stadt im Jahr 2014 entschlossen, die Zeiten auszuweiten: Am ersten Samstag im Monat sind Trauungen seither von 9.30 bis 13.30 Uhr möglich und zudem können an dem jeweiligen Freitag, der diesen Samstagstrauungstagen vorausgeht, zusätzlich nachmittags von 14 bis 15.30 Uhr Trauungen stattfinden. Außerdem gibt es seither auch die Möglichkeit für Brautpaare, an bestimmten Terminen in den Festsälen der Residenz zu heiraten.
20.01.23

Mehr Unfälle mit E-Bikes


Auch in Neumarkt hat die Zahl der Elektro-Fahrräder stark zugenommen
Foto: Polizei
NEUMARKT. Die Zahl der Elektro-Fahrräder in Neumarkt nahm in den letzten Jahren deutlich zu - doch gleichzeitig stieg auch die Zahl der Probleme.

Die Unfallzahlen bei Beteiligung von Radfahrern insgesamt gingen im Raum Neumarkt 2021 - nach einem deutlichen Anstieg im ersten Pandemie-Jahr - zurück, doch gab es gleichzeitig mehr Unfälle mit Elektro-Fahrrädern.

Ein Kernziel der Polizei sei es, Verkehrsunfälle und deren oftmals gravierenden Folgen zu vermeiden, hieß es vom auch für Neumarkt zuständigen Polizeipräsidium Oberpfalz. Dafür überwache die Polizei die Regeln des Straßenverkehrs und informiere über potentielle Gefahren, um eine regelkonformes Bewusstsein bei Verkehrsteilnehmenden zu schaffen.

In über 1000 Fällen waren Radfahrer im Jahr 2021 in der Oberpfalz an Verkehrsunfällen beteiligt. In 70 Prozent der Fälle wurde der Unfall vom Radler verursacht. Bei 236 dieser Verkehrsunfälle waren Elektro-Fahrräder beteiligt. 221 von ihnen wurden dabei verletzt, wobei in zwei Drittel der Fälle der Unfall vom Pedelec-Fahrenden verursacht wurde.


„Für ein sicheres Miteinander im Straßenverkehr ist Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme geboten. Die E-Mobilität macht Spaß, doch Übung und Eigenverantwortung sind dabei unbedingt erforderlich“, sagte Polizeivizepräsident Thomas Schöniger.

Nutzer von Elektro-Fahrrädern müssen sich der – im Vergleich zu Autos – eingeschränkten Wahrnehmbarkeit ihrer Fahrzeuge und des höheren Sturz- und Verletzungsrisikos bewusst sein. Mit gut sichtbarer Kleidung, einer defensiven Fahrweise und Schutzausstattung könne dem entgegengewirkt werden. Auch Übung, gerade beim erstmaligen Umstieg auf eine E-Fahrzeug, könne dem Sturz vorbeugen. Die Polizei empfiehlt deshalb dringend die Handhabung zu trainieren und eventuell sogar an einem Fahrtraining teilzunehmen.

Nicht sehr hilfreich ist die rechtliche Unterscheidung der verschiedenen Elektro-Fahrräder, die mit der Bezeichnung durch den Normal-Nutzer nicht viel zu tun hat. Selbst Wikipedia vermerkt, daß eine eindeutige Abgrenzung der Begriffe E-Bike und Pedelec schwierig sei, da sich „allgemeiner Sprachgebrauch und Definitionen aus Richtlinien und Verordnungen nicht decken“.

So ist das gewöhnlich als Elektrofahrrad bezeichnete Gefährt rechtlich ein „Pedelec“, ein „E-Bike“ ist dagegen ein Fahrgerät, das auch ohne Treten elektrisch vorankommt. Zusätzlich gibt es dann auch noch das „S-Pedelec“, das statt 25 bis zu 40 Stundenkilometer schnell fahren kann

10.08.22

Weniger Straftaten


Wer für die Sicherheit im Landkreis Verantwortung trägt war bei dem Treffen im Landratsamt dabei
Foto: Rita Pirkl
NEUMARKT. Deutlich weniger Straftaten und gleichzeitig eine höhere Aufklärungsquote - der Landkreis Neumarkt ist im letzten Jahr „sicherer“ geworden.

Was neumarktonline-Leser schon seit März wissen (wir berichteten) wurde jetzt noch einmal bei einem Sicherheitsgespräch zwischen Polizeipräsident Norbert Zink vom Polizeipräsidium Oberpfalz und Landrat Willibald Gailler bestätigt.

Man könne nach einem erneuten Rückgang der Straftatzahlen im letzten Jahr sicher und ruhig leben, hieß es. Denn 2021 sank die sogenannte „Häufigkeitszahl“ von 2362 auf 2275. Das bedeutet 22,75 registrierte Straftaten pro 1000 Einwohner und damit die niedrigste Zahl an Straftaten in den letzten zehn Jahren im Landkreis. Zum Vergleich: in der Oberpfalz kommen auf 1000 Bewohner 33,09, in Bayern 38,69 Straftaten.

Das ist das Resümee aus dem diesjährigen Sicherheitsgespräch, zu dem Landrat Willibald Gailler Neben Polizeipräsident Norbert Zink und Landrat Willibald Gailler nahmen an dem Sicherheitsgespräch auch Polizeivizepräsident Thomas Schöniger, Ersten Polizeihauptkommissar Heiko Sedelmaier als Leiter des Präsidialbüros, Polizeidirektorin Ursula Fendl von der Verkehrspolizeiinspektion Regensburg sowie die drei Chefs der drei Polizeiinspektionen im Landkreis, Polizeidirektor Michael Danninger von der PI Neumarkt, Erster Polizeihauptkommissar Karlheinz Dietl von der PI Parsberg und Polizeihauptkommissar Jörg Zitzelsberger von der Autobahnpolizeistation Parsberg teil.


Zusammen mit dem Abteilungsleiter Kreisentwicklung, Michael Gottschalk, und den für Sicherheit zuständigen Abteilungsleitern Dr. Anna Scharl und Björn Dünzkofer sowie den Sachgebietsleitern Stefan Berner und Christian Mader wurde die Sicherheitslage im Landkreis erörtert.

Deutlich rückläufig ist die Entwicklung im Bereich der Wohnungseinbrüche. Auch in den Bereichen Gewaltkriminalität, Straßenkriminalität und Rauschgiftkriminalität sowie bei Fahrraddiebstählen konnte eine Reduzierung der Straftaten festgestellt werden.

Mit 70,8 Prozent an geklärten Fällen gelang bei der Aufklärungsquote der höchste Wert in den vergangenen zehn Jahren. Damit liegt die Aufklärungsquote im Landkreis Neumarkt 3,9 Prozentpunkte über dem bayernweiten Ergebnis.

Trotz dieser guten Zahlen bleibe Prävention sehr wichtig, hieß es. Polizeipräsident Zink verweist in diesem Zusammenhang auf die Beratungsangebote der Polizeiinspektionen und Kriminalpolizeiinspektionen. Die geben beispielsweise auch wichtige Tipps zum Schutz der eigenen vier Wände, Infos gegen perfide Callcenter-Betrugsmaschen und bieten auch viele andere Beratungsleistungen zu verschiedensten Themen aus dem Bereich der Kriminalitätsvorbeugung an.

Zwei spektakuläre Straftaten sorgten im letzten Jahr für deutschlandweite Beachtung: der Messerangriff in einem ICE bei Seubersdorf, bei dem im November 2021 vier Menschen schwer verletzt wurden (wir berichteten), und die geglückte Festnahme eines Enkeltrick-Betrügers im Januar 2021, als eine 72jährige Neumarkterin den Ganoven austrickste (wir berichteten).

Bei den Verkehrsunfallzahlen mußte im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um 8,8 Prozent auf 3726 Unfälle verzeichnet werden. Dabei stieg auch die Zahl der Verkehrstoten im Landkreis von fünf auf sechs an (neumarktonline berichtete bereits im Januar).

Im Zehnjahresvergleich kam es 2021 auf den Straßen des Landkreises Neumarkt aber erfreulicherweise zu dem zweitniedrigsten Wert an Verkehrsunfällen mit Personenschäden. So ereigneten sich 454 Verkehrsunfälle mit Personenschäden und insgesamt 603 verletzten Personen.
12.06.22


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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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