Infos zum „Holodomor“

Im Münster wurde eine Ausstellung eröffnet
Foto: Claus Schweinheim
NEUMARKT. Nach einem Gedenken wurde im Neumarkter Münster eine Informationsausstellung zum „Holodomor“ 1932/33 in der Ukraine gestartet.
Der von der stalinistischen Sowjetunion begangene „Völkermord durch Hunger“ forderte in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts zwischen drei und sieben Millionen Todesopfer.
Mit einer ökumenischen Andacht wurde den Opfern des
Holodomor gedacht, der vom deutschen Bundestag als Genozid am ukrainischen Volk anerkannt wurde. Die Moskauer Führung wollte damit die Unabhängigkeitsbestrebungen des ukrainischen Volkes und den Widerstand gegen die Zwangskollektivierung brechen, hieß es.
Die Andacht im Neumarkter Münster wurde von der römisch-katholischen Kirche und der ukrainisch griechisch-katholischen Kirche gemeinsam organisiert und geleitet von Pfarrer Norbert Winner und Pfarrer Andriy Dmytryk. Die musikalische Begleitung kam vom Vyshyvanka-Ensemble unter der Leitung von Bill Holler.
Die Andachtsfeier war der Auftakt einer Ausstellung der ukrainischen Gemeinde zum Holodomor, der über die Hintergründe und den Verlauf des Genozids mit Schautafeln im Münster St. Johannes informiert. Die Ausstellung kann noch in den nächsten zwei Wochen besucht werden, sagte Tetiana Aristarkhova, die Sprecherin der ukrainischen Gemeinde in Neumarkt.
23.11.25
neumarktonline: Infos zum „Holodomor“
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