Statistiken aus Bayern
"Tendenz steigend"
NEUMARKT. Die Zahl der Pflegeheim-Bewohner ist im Landkreis Neumarkt innerhalb von zwölf Jahren um 71 Prozent gestiegen.
Das geht aus den aktuellen Zahlen des Bayrischen Landesamts für Statistik hervor. nach Angaben von Josef S. Mirbeth von der IKK classic in Neumarkt stieg die Zahl von 721 Menschen Ende 1999 auf 1233 im Dezember 2011. Die Anzahl der Pflegeheime hat sich in diesem Zeitraum von 15 auf 24 erhöht. "Durch den demographischen Wandel ist davon auszugehen, dass in Zukunft noch mehr Menschen in Pflegeheimen betreut werden müssen, darauf muss sich auch der Landkreis Neumarkt einstellen", so Mirbeth weiter.
Allerdings werden rund 65 Prozent der Pflegebedürftigen im Landkreis in den eigenen vier Wänden betreut, mehr als zwei Drittel von den eigenen Angehörigen. Viele Menschen, die sich um pflegebedürftige Angehörige kümmern, verzichten allerdings aus Sorge um deren Wohlergehen auf Erholungsurlaub. Dabei sind Auszeiten von der Pflege wichtig.
"Oft wissen Betroffene nicht, dass die gesetzliche Pflegeversicherung für so eine Situation mit der Verhinderungspflege Hilfe anbietet", sagte Mirbeth. Die Verhinderungspflege kann für maximal 28 Tage im Jahr in Anspruch genommen werden, wenn eine Pflegebedürftigkeit mindestens sechs Monate ununterbrochen besteht. Bis zu 1550 Euro stehen dem Pflegebedürftigen für diese Zeit zur Verfügung.
Mit dem Geld kann die Ersatzpflege entweder durch einen professionellen Pflegedienst oder durch eine Privatperson finanziert werden. Wird die Pflege von einem nahen Verwandten oder einer im Haushalt des Pflegebedürftigen lebenden Person sichergestellt, beträgt die Ersatzleistung die Höhe des üblichen Pflegegelds. Das sind je nach Pflegestufe 235 Euro, 440 Euro oder 700 Euro im Monat.
Daneben können auch Aufwendungen geltend gemacht werden, die im Zusammenhang mit der Versorgung notwendig werden. Das können beispielsweise Fahrtkosten oder Verdienstausfall sein.
06.05.13
Zahlen für alle Lebenslagen

Jetzt wurde der neue "Regionatlas vorgestellt
NEUMARKT. Im Landkreis Neumarkt sterben jährlich 94,5 Menschen pro 10.000 Einwohner, während gleichzeitig nur 78,9 Leute geboren werden. Diese etwas schrägen Zahlen lassen sich im neuen "Regionalatlas" nachlesen und vergleichen.
Anfang der Woche haben die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder den neuen Regionalatlas freigeschaltet. Damit lassen sich über 80 Indikatoren in Form thematischer Karten zu unterschiedlichsten gesellschaftlichen Fragestellungen abrufen. Dazu zählen zum beispiel die Bevölkerungsdichte (Einwohner je Quadratkilometer), die Zahl der Straßenverkehrsunfälle je Einwohner und das verfügbare Einkommen je Einwohner.
Der Regionalatlas wird gemeinsam von den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder betrieben und ist kostenfrei im Internet abrufbar. Die Karten stehen sowohl auf Ebene der Bundesländer, der Regierungsbezirke, der statistischen Regionen wie auch für die Landkreise und kreisfreien Städte Deutschlands zur Verfügung. Das interaktive Informationsangebot des Regionalatlas erstreckt sich dabei über 15 Themenbereiche, hierunter fallen zum Beispiel die Bereiche Bevölkerung, Bautätigkeit und Wohnen, Tourismus und Landwirtschaft.
Der neue Regionalatlas bietet viele bereits aus der Vorgängerversion bekannte Funktionen wie die Darstellung der Daten in Tabellenform. Neu hinzugekommen sind die thematischen Karten auf Ebene der Bundesländer, der Regierungsbezirke und der statistischen Regionen. Darüber hinaus bietet der neue Atlas auch die Möglichkeit, die Einteilung der Größenklassen in der Kartenlegende selbst zu definieren und die erzeugten Karten direkt im PDF-Format abzuspeichern und auszudrucken.
Das Zahlenmaterial der dargestellten Indikatoren des Regionalatlas basiert auf der Regionaldatenbank Deutschlands.
Link zum Thema: Regionalatlas09.04.13
Statistiken präsentiert

Wo lebt man gefährlich, wo sicher ? Die Statistik der Landkreis-Gemeinden
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Stellvertretenden Dienststellenleiter Jörg Degenkolb (l.) und der
Leiter der Ermittlungsgruppe Konrad Fersch stellten die Zahlen
vor
NEUMARKT. Die gut informierten Bürgermeister aus dem Landkreis Neumarkt wurden von die Kriminalstatistik ihrer Gemeinde nicht mehr überrascht.
Sie hatten schon vor anderthalb Wochen in
neumarktonline (
Bericht hier) gelesen, wieviele Straftaten pro Einwohner in ihren Gemeindegrenzen im letzten Jahr gezählt wurden. Am Donnerstag wurden die Zahlen - jedenfalls für den Bereich der Polizeiinspektion Neumarkt - offiziell vorgestellt.
Nicht überraschend war der traditionelle Spitzenplatz der großen Kreisstadt Neumarkt als "gefährlichstes Pflaster": hier wurden 4,94 Straftaten pro 100 Einwohner gezählt. Die nächsten Plätze belegen mit den südöstlichen Landkreis-Orten Parsberg (4,48), Hohenfels (4,24) und Velburg (4,02) Gemeinden, die nicht zum Gebiet der Neumarkter Polizei zählen.
Bei den "Inseln der Glückseligen" sind dagegen drei der vier sichersten Orte im Neumarkter Bereich: in Berngau wurden pro 100 Einwohner nur 1,23 Straftaten gezählt. Die "nächst-sicheren" Orte sind Breitenbrunn (1,35), Sengenthal (1,41) und Deining (1,51).
Die Zahl der Straftaten im Bereich der Neumarkter Polizei ging insgesamt von 3128 im Jahr zuvor auf 3081 im Jahr 2012 zurück. Zum Vergleich: im Jahr 2004 lag diese Zahl noch bei 4393.
Aufgeklärt wurden davon 62 Prozent.
Die Zahlen bei Gewaltkriminalität - dazu zählen Mord, Totschlag, Vergewaltigung , Raubdelikte oder gefährliche Körperverletzung - stiegen dagegen von 81 auf 87 an. Hier wurden 73 Prozent der Fälle geklärt.
Zunahmen gab es auch bei der sogenannten Straßenkriminalität, die alle Straftaten im öffentlichen Verkehrraum umfaßt: sie stiegen von 683 auf 728 an.
Dagen war die Diebstahlskriminalität rückläufig: hier zählte man einen Rückgang von 1151 auf 118. Schwere Diebstähle gingen dabei zurück. Ladendiebstähle stiegen leicht an.
Angestiegen auf die Werte zu Beginn dieses Jahrhunderts sind auch wieder die Zahlen bei der Rauschgiftkriminalität: hier zählte die Polizei 220 Fälle gegenüber 189 ein Jahr zuvor.
Sorgen bereitet eine Zunahme bei den gefährlichen und schweren Körpververletzungen: ihre Zahlen stiegen von 67 auf 79 an.
1911 der insgesamt 3081 Straftaten wurden geklärt, 1511 Straftäter ermittelt. 1178 von ihnen waren Männer, 333 Frauen.

Am Donnerstag wurde die Statistik auch offiziell vorgestellt
14.03.13
Wieder mehr Straftaten

Am Dienstag wurden bei einer Pressekonferenz auch die aktuellsten Neumarkter Zahlen vorgestellt (v.l.): Polizeirat Robert Fuchs, Leitender Kriminaldirektor Klaus Bachl, Polizeipräsident Rudolf Kraus, Polizeivizepräsident Michael Liegl und Leitender Polizeidirektor Stephan Kirsch
NEUMARKT. Die Zahl der Straftaten im Landkreis Neumarkt ist nach einem starken Rückgang im Jahr 2011 wieder leicht angestiegen.
Das "gefährlichste Pflaster" im Landkreis blieb dabei traditionell die Stadt Neumarkt mit 1931 Straftaten im letzten Jahr - auch wenn hier die Kriminalität leicht zurückgegangen ist. Statt 5,1 Straftaten pro 100 Einwohner wie im Jahr zuvor wurden 2012 nur mehr 4,94 Straftaten pro 100 Einwohner gezählt.
An der zweiten Stelle im Landkreis liegt hier Parsberg (4,48) vor Hohenfels (4,24) und Velburg (4,02).
Die "Insel der Glückseligen" findet man dagegen in Berngau, wo pro 100 Einwohner nur 1,23 Straftaten gezählt wurden. Die "nächst-sicheren" Orte sind Breitenbrunn (1,35), Sengenthal (1,41) und Deining (1,51).
Die sogenannte Häufigkeitszahl im Gesamt-Landkreis liegt übrigens bei 3,129 Straftaten pro 100 Landkreis-Bürgern. Insgesamt geht es um 4002 Fälle, von denen 2521 (63 Prozent) aufgeklärt wurden. Die Zahl der Straftaten ist dabei - nach einem Rückgang von 13 Prozent ein Jahr zuvor - um rund ein Prozent angestiegen. Die Aufklärungsquote ging dabei um rund zwei Prozent zurück.
In der gesamten Oberpfalz und in Bayern liegt diese Häufigkeitszahl übrigens deutlich höher: in der Oberpfalz gab es im letzten Jahr 4,4, in Bayern sogar 4,9 Straftaten jeweils pro 100 Einwohner.
Diese Zahlen nannte am Dienstag Polizeipräsident Rudolf Kraus bei der Vorstellung des Sicherheitsberichts.
Anders als im Landkreis Neumarkt sind in der Gesamt-Oberpfalz allerdings zum fünften Mal in Folge die erfassten Straftaten rückläufig. Mit 47503 Straftaten wurden 219 Fälle (0,5 Prozent) weniger gemeldet als 2011. Damit sind die Fallzahlen im Verlauf der letzten Dekade um über 16 Prozent gesunken, hieß es.
Geklärt werden konnten 64,5 Prozent der Straftaten. Damit ist die oberpälzer Aufklärungsquote im Vergleich zum Vorjahr leicht, um 0,2 Prozent gesunken.

Wo lebt man gefährlich, wo sicher ? Die Statistik der Landkreis-Gemeinden
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05.03.13
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