Statistiken aus Bayern

Weniger Verkehrs-Tote


Mehr Schwerverletzte, weniger Tote auf den Straßen des Landkreises
Foto: Archiv
NEUMARKT. In den ersten sieben Monaten des Jahres hat sich die Zahl der Verkehrstoten im Landkreis Neumarkt mehr als halbiert.

Dafür stieg die Zahl der Schwerverletzten deutlich an - obwohl es von Januar bis August weniger Verkehrsunfälle gegeben hat als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Das Bayerische Landesamts für Statistik legte jetzt einen Zwischenbilanz für den Raum Neumarkt vor.

Demnach ereigneten sich in den ersten sieben Monaten des Jahres im Landkreis Neumarkt 334 Verkehrsunfälle - ein Jahr zuvor waren es im gleichen Zeitraum noch 346 gewesen. Bei 68 (2018: ebenfalls 68) Unfällen gab es Personenschaden, bei neun (2018: elf) ungewöhnlich hohe Sachschäden. Die Zahl der Unfälle, bei denen Alkohol oder illegale Drogen im Spiel waren, stieg im letzten Jahr von 459 leicht auf 463 an.


Insgesamt gab es bei den Unfällen im Landkreis von Januar bis August 463 (2018: 459) Opfer: drei (2018: sieben) Menschen starben, 113 (2018: 76) wurden schwer und 347 (2018: 376) leicht verletzt.

Im Gegensatz zum Landkreis Neumarkt ereigneten sich bayernweit in den ersten sieben Monaten des Jahres mehr Unfälle als im Vorjahr: in Bayern wurden 274 494 Unfälle gezählt, das sind 1,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Andererseits sank in der gleichen Zeit bayernweit die Zahl der Verunglückten um 6,5 Prozent, während sie im Landkreis Neumarkt leicht anstieg.
20.10.19

Weniger Urlaubsgäste


Ein Vier-Sterne-Hotel in Neumarkt
Foto: Günter Standl
NEUMARKT. Erneut schlechte Touristik-Zahlen: im Landkreis Neumarkt wurden im ersten Quartal des Jahres deutlich weniger Gäste registriert.

Während bayernweit ein geringer Anstieg verzeichnet wurde, sank hier die Zahl der Urlaubsgäste um 5,9 Prozent, die Zahl der Übernachtungen um vier Prozent.

Wenigstens stieg die durchschnittliche Verweildauer geringfügig auf zwei Tage - doch auch damit ist man noch immer Schlußlicht aller oberpfälzischen Landkreise.


Wie das Bayerische Landesamt für Statistik nach vorläufigen Ergebnissen der Monatserhebung im Tourismus mitteilt, kletterte die Zahl der Gästeankünfte im ersten Quartal 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in Bayern um 1,6 Prozent auf 7,6 Millionen, die Zahl der Übernachtungen nahm um 0,7 Prozent auf 19,1 Millionen zu.

Im Landkreis Neumarkt zählte man in den ersten drei Monaten 39.430 Gäste, die 78.589 Nächte blieben - das sind Rückgänge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 5,9 und 4.0 Prozent. Im Landkreis boten im März 68 Betriebe zusammen 3135 Betten an. Die Auslastung lag in den ersten drei Monaten bei 28,4 Prozent. Damit liegt man unter den oberpfälzischen Landkreisen gar nicht so schlecht - allerdings ist hier Neumarkt bei der durchschnittlichen Verweildauer trotz einer Steigerung von 1,9 auf 2,0 Tagen noch immer das klare Schlußlicht.

Im Inländerreiseverkehr stieg die Zahl der Gästeankünfte in Bayern von Januar bis März 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,6 Prozent auf gut 5,7 Millionen, die Zahl der Übernachtungen nahm um 0,4 Prozent auf nahezu 15,2 Millionen zu. Im Ausländerreiseverkehr fielen die Zuwächse leicht höher aus. Hier wuchs die Zahl der Gästeankünfte ebenso um 1,6 Prozent auf rund 1,9 Millionen, die Zahl der Übernachtungen um 1,7 Prozent auf gut 3,9 Millionen.

Das Gästeaufkommen in der Landeshauptstadt München war im ersten Quartal 2019 sehr erfreulich, hieß es vom Bayerischen Landesamt für Statistik. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum kamen 5,2 Prozent mehr Gäste an, die Übernachtungen stiegen um 6,0 Prozent. Dies hatte zur Folge, dass der Regierungsbezirk Oberbayern sich ebenfalls über gestiegene Ankunfts- und Übernachtungszahlen freuen konnte (Gästeankünfte: +4,1 Prozent; Übernachtungen: +3,6 Prozent). Die Zahl der Gästeankünfte stieg – bei gleichzeitig rückläufigen Übernachtungszahlen - in Unterfranken um 1,0 Prozent (Übernachtungen: -0,7 Prozent), in Niederbayern um 0,5 Prozent (Übernachtungen: -1,4 Prozent) und in Oberfranken um 0,3 Prozent (Übernachtungen: -0,6 Prozent). In der Oberpfalz, in Mittelfranken und in Schwaben gingen sowohl die Gästeankünfte als auch die Übernachtungen zurück.
07.05.19

179.000 Hektoliter getrunken


Im Landkreis Neumarkt wurden im letzten Jahr 179.000 Hektoliter Bier getrunken
Foto: NGG
NEUMARKT. Im Landkreis Neumarkt wurden im letzten Jahr rund 179.000 Hektoliter Bier getrunken, hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten ausgerechnet.

Die Zahl wurde passend zum "Tag des Bieres" am Dienstag bekanntgegeben. Die Gewerkschafter gingen dabei von einem Pro-Kopf-Verbrauch von 135 Litern pro Jahr aus.

Der Großteil davon stammt aus regionalen Brauereien.

„Der Bierdurst führt zu steigenden Umsätzen in der Branche. Davon sollen jetzt auch die Beschäftigten etwas haben“, sagt Gewerkschafterin Regina Schleser. Für die Mitarbeiter in den 79 Oberpfälzer Brauereien fordert die NGG ein Lohn-Plus von 6,5 Prozent.


„Von Branchengrößen wie Neumarkter Lammsbräu über Mittelständler wie Drexler-Bräu in Pösing bis hin zur Hausbrauerei vor Ort – die Betriebe machen gute Geschäfte“, sagte die Geschäftsführerin der NGG Nürnberg-Fürth. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes setzten die bayerischen Brauer im vergangenen Jahr knapp 24 Millionen Hektoliter ab – ein Plus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Damit stammt mehr als jedes vierte in Deutschland gebraute Bier aus Bayern. „Hinzu kommt der wachsende Markt mit alkoholfreien Sorten, die in der Bilanz nicht enthalten sind“, erklärt Schleser. Laut Bayerischem Brauerbund dürfte der Gesamtbierabsatz bei 26,7 Millionen Hektolitern gelegen haben.

„Ob Helles, Weißbier oder eines der vielen Spezialbiere – unsere Sorten stehen weltweit für Qualität und einzigartigen Geschmack“, sagte Schleser. Mittlerweile gehen 23 Prozent aller bayerischen Biere in den Export – die Sparte legte im Vergleich zu 2017 laut Brauerbund abermals um zwei Prozent zu.

Die Zahlen zeigten, dass die Geschäfte der Brauer auch jenseits von Rekordsommer und Fußball-WM gut laufen, hieß es von der Gewerkschaft. Doch wo die Kassen klingeln, müsse für die Mitarbeiter mehr drin sein. „Die Beschäftigten klagen schon lange über eine steigende Arbeitsbelastung“, so Schleser. Die Jobs in der Brauerei seien oft hoch technisiert und setzten immer höhere Anforderungen voraus. Das müsse sich für die Beschäftigten lohnen. „Andernfalls wird es für Braumeister zunehmend schwerer, Azubis und Fachkräfte zu gewinnen.“

Nach ersten Gesprächen gehen die Tarifverhandlungen zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern am 2. Mai in München in die nächste Runde.
23.04.19

Mehr Straftaten

NEUMARKT. Pilsach bleibt mit weniger als einer Straftat pro 100 Einwohner das sicherste Pflaster im Landkreis. Jetzt liegen auch die Zahlen aus dem Süden vor.

Im Bereich der Parsberger Polizei - also im südlichen und östlichen Landkreis Neumarkt - ist wie im Raum Neumarkt (wir berichteten) die Zahl der Straftaten deutlich von 471 auf 617 angestiegen. Doch auch hier könnten sich „die Bürger sicher fühlen, aber auch darauf vertrauen, dass im Ernstfall ihre Polizei parat steht“, sagte am Mittwoch der Parsberger Polizei-Chef Erster Polizeihauptkommissar Peter Gotteswinter. Trotz des Anstiegs der Kriminalität im letzten Jahr unterstreiche eine „seit Jahren günstige Entwicklung die gefestigte Situation der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Dienstbereich“ , sagte er.


Die Statistik der letzten Jahren soll dies durch Zahlen belegen:


(Zur Vergrößerung auf die Grafik klicken)
Für den Zuständigkeitsbereich der Parsberger Polizei mit den Gemeinden Breitenbrunn, Dietfurt, Hohenfels, Lupburg, Parsberg, Seubersdorf und Velburg ergibt sich danach eine Kriminalitätsbelastungsziffer von 1843 (Vorjahr: 1664) Delikten auf je 100.000 Einwohner. Im Vergleich dazu liegt diese Häufigkeitsziffer im Landkreis Neumarkt im Jahre 2018 bei 3064 (2696), im Bereich des Regierungsbezirks Oberpfalz bei 4056 (4040) und bayernweit bei 4571 (4533).

Von den erfassten 617 (562) Straftaten wurden 471 (405) Fälle aufgeklärt. Die diesjährige Aufklärungsquote liegt damit bei außergewöhnlichen 76,3 Prozent (72,2). Die Quote der Oberpfalz liegt bei 68,3 Prozent, die bayerische Quote bei 64,5 % (64,4).

Das „gefährlichste“ Pflaster im Bereich der Parsberger Polizei liegt in Parsberg, der statistisch sicherste Ort ist gleich die Nachbargemeinde Lupburg. In der folgenden Tabelle wurde die Häufigkeitszahl (HZ) auf Straftaten pro 1000 Einwohner heruntergebrochen:

Delikte 2017 HZ 2017 Delikte 2018 HZ 2018
Breitenbrunn
18
5
41
12
Dietfurt
105
17
74
12
Hohenfels
40
18
61
28
Lupburg
39
16
27
11
Parsberg
210
30
275
39
Seubersdorf
68
13
70
13
Velburg
82
15
69
13

Die vergleichsweise hohe Häufigkeit von Straftaten in der Gemeinde Hohenfels liegt an einem Statistik-Handicap der Gemeinde: bei der Einwohnerzahl werden die (nicht dem Melderecht unterliegenden) US-Soldaten, US-Zivilbeschäftigten und deren Angehörige - immerhin eine hohe vierstellige Zahl - nicht mitgerechnet. Von dieser Personengruppe begangene Straftaten tauchen aber natürlich in der Polizistatistik auf.
04.04.19


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