Statistiken aus Bayern
Zahl der Straftaten stieg

Nur mehr 18 Wohnungseinbrüche wurden im letzten Jahr im Landkreis gezählt - und die allermeisten Täter wurden nicht erwischt
Symbolfoto: Steffen Salow/Pixabay
NEUMARKT. Die Zahl der Straftaten nahm im Landkreis im letzten Jahr um über neun Prozent zu - in Bayern und der Oberpfalz gingen die Zahlen zurück.
Die Polizei zählte im Landkreis im letzten Jahr 3910 Straftaten - 330 Fälle oder 9,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Pro 1000 Landkreis-Bewohner sind das laut aktueller Kriminalstatistik mehr als 28 Delikte.
Die Zahl der Straftaten stieg im Landkreis Neumarkt um 330 Fälle oder 9,2 Prozent von 3580 auf 3910 an, hieß es bei der Vorstellung der Kriminalstatistik für die ganze Oberpfalz.
Davon wurden zwei Drittel (genau: 66,5 Prozent) aufgeklärt. Die Aufklärungsquote ist damit im Landkreis gestiegen, liegt aber immer noch an zweitletzter Stelle in der Oberpfalz.
Auf 1000 Einwohner kamen im letzten Jahr im Landkreis Neumarkt mehr als 28 Straftaten; ein Jahr zuvor waren es nicht einmal 26. Die sogenannte Häufigkeitszahl zeigt die Zahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner an und kletterte im letzten Jahr von 2593 auf 2807. Das ist aber immer noch der zweitniedrigeste Wert in der Oberpfalz. In ganz Bayern zählte man über 42 Straftaten pro 1000 Einwohner, in der Oberpfalz 38.
Einen deutlichen Rückgang gab es bei den Wohnungseinbrüchen: hier zählte die Polizei im Landkreis 18 Fälle, acht Fälle oder 30 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Allerdings ging bei dieser Deliktart auch die Aufklärungsquote stark zurück: nur 5,6 Prozent der Fälle wurden geklärt, der mit Abstand niedrigste Wert in der Oberpfalz.
Bei der Vorstellung der Kriminalstatistik für die Oberpfalz wiesen Polizeipräsident Thomas Schöniger und Leitenden Kriminaldirektor Michael Danninger auch auf ein großangelegtes,
behördenübergreifendes Präventionsprojekt in Neumarkt in Zusammenarbeit
mit dem Weißen Ring, der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth, dem
Kreisjugendamt sowie den Amtsgerichten in Neumarkt und
Nürnberg hin (
wir berichteten). An verschiedenen Örtlichkeiten im Stadtgebiet Neumarkt
wurden etwa 450 Schüler über die Gefahren
der sorglosen Handynutzung aufgeklärt. In Workshops wurde den Jugendlichen
unterschiedliche Gefahren und mögliche Konsequenzen durch sachkundige
Ansprechpartner aufgezeigt.
In der Oberpfalz sank die Zahl der Straftaten um -0,9 Prozent auf 44.126. Die Aufklärungsquote stieg auf 70,6 Prozent, ein Spitzenwert im bayernweiten Vergleich. Besonders rückläufig waren Betrugsdelikte (-50 Prozent) und die Rauschgiftkriminalität (-34,5 Prozent), während die Sicherstellungsmengen von Betäubungsmitteln, insbesondere Methamphetamin, stark zunahmen.
Im Blick auf einzelne Phänomene sind Sexualdelikte um 28,1 Prozent angestiegen, wozu vor allem der Anstieg der Verbreitung von pornographischen Inhalten geführt hat.
21.03.25
Weniger Todesopfer

Die Zahl der schweren Verkehrsunfälle ging im Landkreis Neumarkt zurück
Foto: Archiv
NEUMARKT. Die Zahl der Todesopfer bei Verkehrsunfällen im Landkreis Neumarkt ist im letzten Jahr deutlich von neun auf fünf gesunken.
Überhaupt ging die Zahl der Unfälle mit Verletzten zurück, allerdings stieg im letzten Jahr die Zahl der Schwerverletzten auf den Straßen des Neumarkter Landkreises.
neumarktonline-Leser wurden über den Trend bereits im Dezember letzten Jahres informiert (
Bericht hier). Diese Zahlen wurden jetzt am Rande eines Pressetermin von Innenminister Joachim Herrmann in Nürnberg auch offiziell bekannt.
Demnach sank die Zahl der tödlich verletzten Verkehrsopfer im letzten Jahr im Landkreis Neumarkt von neun auf fünf. Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Verletzten ging von 486 auf 475 zurück, die Zahl der Verletzten von 663 auf 609. Allerdings stieg die Zahl der Schwerverletzten im letzten Jahr von 115 auf 128 an; folglich ging die Zahl der Leichtverletzten stark von 539 auf 476 zurück.
Wie im Landkreis Neumarkt sanken auch in ganz Bayern die Zahl der Verkehrstoten, der Verkehrsunfälle und die Zahl der Verletzten. Allerdings sei die Zahl der getöteten Radfahrer (94) gestiegen (2023: 85). Und natürlich gab es nach der Teil-Freigabe von Marihuana etwas mehr Unfälle (717) unter Drogeneinfluss (2023: 685).
"495 Verkehrstote und rund 62.000 Verletzte auf Bayerns Straßen sind noch immer viel zu viel" sagte Herrmann und kündigte eine Reihe von Schwerpunktmaßnahmen für 2025 an, um Bayerns Straßen sicherer zu machen.
Im letzten Jahr gab es bayernweit insgesamt 381.063 Verkehrsunfälle (-2,0 Prozent). Die Zahl der bei Verkehrsunfällen Verletzten reduzierte sich auf 62.191 (2023: 62.359). Erfreulich sei vor allem die Entwicklung bei der Gruppe der Schwerverletzten, die - anders als im Landkreis Neumarkt - mit 9.024 ein Allzeittief erreichte (2023: 9.257).
495 Menschen kamen letztes Jahr auf bayerischen Straßen ums Leben und damit vier Verkehrstote weniger als 2023. "Das ist von den beiden Corona-Jahren 2020 und 2021 abgesehen der niedrigste Stand bei der Zahl der Verkehrstoten in Bayern seit Beginn der Unfallaufzeichnungen vor 70 Jahren", sagte Herrmann.
20.02.25
Mehr Trauungen im letzten Jahr

Die Zahl der Trauungen stieg leicht an, liegt aber noch unter den Vor-Corona-Zeiten
Foto: Pixabay
NEUMARKT. Die Zahl der Eheschließungen in der Stadt Neumarkt ist im Jahr 2024 leicht gestiegen, liegt aber noch unter den Vor-Corona-Zeiten.
Waren 2023 vor dem Neumarkter Standesamt 198 Ehen geschlossen worden, so wurden im letzten Jahr 207 Eheschließungen verzeichnet. Im Vor-Corona-Jahr 2019 trauten sich noch 213 Paare.
Unter den 207 Eheschließungen im Jahr 2024 gab es 25 Eheschließungen, bei denen einer oder beide Ehegatten ausländische Mitbürger sind.
Der beliebteste Trauungstag bleibt übrigens der Freitag mit 72 vormittags und zwölf nachmittags durchgeführten Eheschließungen im letzten Jahr. 76 Trauungen fanden 2024 an einem Samstag statt, 26 Paare haben sich im vergangenen Jahr für den Donnerstag als Hochzeitstag entschieden. Somit haben 88 Brautpaare also 42,5 Prozent außerhalb der eigentlichen Öffnungszeiten des Standesamtes geheiratet.
Entgegen der allgemeinen Meinung war auch im Jahr 2024 nicht der angebliche „Wonnemonat“ Mai mit 24 Hochzeiten der beliebteste „Trauungsmonat“. Heiratswillige in Neumarkt bevorzugten im Jahr 2024 eher den August mit 28 Eheschließungen, den Juni mit 22 und den Oktober mit 21 Trauungsterminen.
186 der Ehen wurden dabei im eigentlichen Trausaal in der Fischergasse geschlossen, 20 Paare wählten die Festsäle der Residenz als Ambiente für ihre Zeremonie.
13.01.25
Weniger Todesopfer

Die Zahl der getöteten Menschen im Straßenverkehr sank in den ersten zehn Monaten im Landkreis
Foto: Archiv
NEUMARKT. Die Zahl der Todesopfer bei Verkehrsunfällen im Landkreis Neumarkt ist in den ersten zehn Monaten des Jahres deutlich gesunken.
Von Januar bis Oktober starben im letzten Jahr sieben Menschen; heuer waren es im gleichen Zeitraum vier. Insgesamt gab es im Jahr 2023 neun Todesopfer; heuer sind es bisher fünf.
Das geht aus den neuen Zahlen des Statistischen Landesamtes hervor. In den ersten zehn Monaten des Jahres ging demnach die Zahl der Verkehrstoten im Landkreis deutlich von sieben auf vier zurück, allerdings stieg zur gleichen Zeit die Zahl der Schwerverletzten von 102 auf 114 an. Die Zahl der Unfälle mit Verletzten ging von 416 auf 414, die Zahl der Verunglückten von 563 auf 528 und die Zahl der Leichtverletzten von 454 auf 410 zurück.
Nichts verschreien: im letzten Jahr stieg die Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr nach Oktober noch von sieben auf neun an. Auch heuer kam noch im Dezember ein tragischer Unfall hinzu, bei dem eine 17jährige Jugendliche starb (
wir berichteten) und die vorläufige Zahl von vier auf fünf kletterte.
Bayernweit ereigneten sich von Januar bis Oktober 2024 316.685 Unfälle und damit 1,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Auch die Anzahl der Verunglückten sank um 2,3 Prozent auf 53.174.
17.12.24
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