Statistiken aus Bayern

Mehr Unfälle mit E-Bikes


Auch in Neumarkt hat die Zahl der Elektro-Fahrräder stark zugenommen
Foto: Polizei
NEUMARKT. Die Zahl der Elektro-Fahrräder in Neumarkt nahm in den letzten Jahren deutlich zu - doch gleichzeitig stieg auch die Zahl der Probleme.

Die Unfallzahlen bei Beteiligung von Radfahrern insgesamt gingen im Raum Neumarkt 2021 - nach einem deutlichen Anstieg im ersten Pandemie-Jahr - zurück, doch gab es gleichzeitig mehr Unfälle mit Elektro-Fahrrädern.

Ein Kernziel der Polizei sei es, Verkehrsunfälle und deren oftmals gravierenden Folgen zu vermeiden, hieß es vom auch für Neumarkt zuständigen Polizeipräsidium Oberpfalz. Dafür überwache die Polizei die Regeln des Straßenverkehrs und informiere über potentielle Gefahren, um eine regelkonformes Bewusstsein bei Verkehrsteilnehmenden zu schaffen.

In über 1000 Fällen waren Radfahrer im Jahr 2021 in der Oberpfalz an Verkehrsunfällen beteiligt. In 70 Prozent der Fälle wurde der Unfall vom Radler verursacht. Bei 236 dieser Verkehrsunfälle waren Elektro-Fahrräder beteiligt. 221 von ihnen wurden dabei verletzt, wobei in zwei Drittel der Fälle der Unfall vom Pedelec-Fahrenden verursacht wurde.


„Für ein sicheres Miteinander im Straßenverkehr ist Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme geboten. Die E-Mobilität macht Spaß, doch Übung und Eigenverantwortung sind dabei unbedingt erforderlich“, sagte Polizeivizepräsident Thomas Schöniger.

Nutzer von Elektro-Fahrrädern müssen sich der – im Vergleich zu Autos – eingeschränkten Wahrnehmbarkeit ihrer Fahrzeuge und des höheren Sturz- und Verletzungsrisikos bewusst sein. Mit gut sichtbarer Kleidung, einer defensiven Fahrweise und Schutzausstattung könne dem entgegengewirkt werden. Auch Übung, gerade beim erstmaligen Umstieg auf eine E-Fahrzeug, könne dem Sturz vorbeugen. Die Polizei empfiehlt deshalb dringend die Handhabung zu trainieren und eventuell sogar an einem Fahrtraining teilzunehmen.

Nicht sehr hilfreich ist die rechtliche Unterscheidung der verschiedenen Elektro-Fahrräder, die mit der Bezeichnung durch den Normal-Nutzer nicht viel zu tun hat. Selbst Wikipedia vermerkt, daß eine eindeutige Abgrenzung der Begriffe E-Bike und Pedelec schwierig sei, da sich „allgemeiner Sprachgebrauch und Definitionen aus Richtlinien und Verordnungen nicht decken“.

So ist das gewöhnlich als Elektrofahrrad bezeichnete Gefährt rechtlich ein „Pedelec“, ein „E-Bike“ ist dagegen ein Fahrgerät, das auch ohne Treten elektrisch vorankommt. Zusätzlich gibt es dann auch noch das „S-Pedelec“, das statt 25 bis zu 40 Stundenkilometer schnell fahren kann

10.08.22

Weniger Straftaten


Wer für die Sicherheit im Landkreis Verantwortung trägt war bei dem Treffen im Landratsamt dabei
Foto: Rita Pirkl
NEUMARKT. Deutlich weniger Straftaten und gleichzeitig eine höhere Aufklärungsquote - der Landkreis Neumarkt ist im letzten Jahr „sicherer“ geworden.

Was neumarktonline-Leser schon seit März wissen (wir berichteten) wurde jetzt noch einmal bei einem Sicherheitsgespräch zwischen Polizeipräsident Norbert Zink vom Polizeipräsidium Oberpfalz und Landrat Willibald Gailler bestätigt.

Man könne nach einem erneuten Rückgang der Straftatzahlen im letzten Jahr sicher und ruhig leben, hieß es. Denn 2021 sank die sogenannte „Häufigkeitszahl“ von 2362 auf 2275. Das bedeutet 22,75 registrierte Straftaten pro 1000 Einwohner und damit die niedrigste Zahl an Straftaten in den letzten zehn Jahren im Landkreis. Zum Vergleich: in der Oberpfalz kommen auf 1000 Bewohner 33,09, in Bayern 38,69 Straftaten.

Das ist das Resümee aus dem diesjährigen Sicherheitsgespräch, zu dem Landrat Willibald Gailler Neben Polizeipräsident Norbert Zink und Landrat Willibald Gailler nahmen an dem Sicherheitsgespräch auch Polizeivizepräsident Thomas Schöniger, Ersten Polizeihauptkommissar Heiko Sedelmaier als Leiter des Präsidialbüros, Polizeidirektorin Ursula Fendl von der Verkehrspolizeiinspektion Regensburg sowie die drei Chefs der drei Polizeiinspektionen im Landkreis, Polizeidirektor Michael Danninger von der PI Neumarkt, Erster Polizeihauptkommissar Karlheinz Dietl von der PI Parsberg und Polizeihauptkommissar Jörg Zitzelsberger von der Autobahnpolizeistation Parsberg teil.


Zusammen mit dem Abteilungsleiter Kreisentwicklung, Michael Gottschalk, und den für Sicherheit zuständigen Abteilungsleitern Dr. Anna Scharl und Björn Dünzkofer sowie den Sachgebietsleitern Stefan Berner und Christian Mader wurde die Sicherheitslage im Landkreis erörtert.

Deutlich rückläufig ist die Entwicklung im Bereich der Wohnungseinbrüche. Auch in den Bereichen Gewaltkriminalität, Straßenkriminalität und Rauschgiftkriminalität sowie bei Fahrraddiebstählen konnte eine Reduzierung der Straftaten festgestellt werden.

Mit 70,8 Prozent an geklärten Fällen gelang bei der Aufklärungsquote der höchste Wert in den vergangenen zehn Jahren. Damit liegt die Aufklärungsquote im Landkreis Neumarkt 3,9 Prozentpunkte über dem bayernweiten Ergebnis.

Trotz dieser guten Zahlen bleibe Prävention sehr wichtig, hieß es. Polizeipräsident Zink verweist in diesem Zusammenhang auf die Beratungsangebote der Polizeiinspektionen und Kriminalpolizeiinspektionen. Die geben beispielsweise auch wichtige Tipps zum Schutz der eigenen vier Wände, Infos gegen perfide Callcenter-Betrugsmaschen und bieten auch viele andere Beratungsleistungen zu verschiedensten Themen aus dem Bereich der Kriminalitätsvorbeugung an.

Zwei spektakuläre Straftaten sorgten im letzten Jahr für deutschlandweite Beachtung: der Messerangriff in einem ICE bei Seubersdorf, bei dem im November 2021 vier Menschen schwer verletzt wurden (wir berichteten), und die geglückte Festnahme eines Enkeltrick-Betrügers im Januar 2021, als eine 72jährige Neumarkterin den Ganoven austrickste (wir berichteten).

Bei den Verkehrsunfallzahlen mußte im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um 8,8 Prozent auf 3726 Unfälle verzeichnet werden. Dabei stieg auch die Zahl der Verkehrstoten im Landkreis von fünf auf sechs an (neumarktonline berichtete bereits im Januar).

Im Zehnjahresvergleich kam es 2021 auf den Straßen des Landkreises Neumarkt aber erfreulicherweise zu dem zweitniedrigsten Wert an Verkehrsunfällen mit Personenschäden. So ereigneten sich 454 Verkehrsunfälle mit Personenschäden und insgesamt 603 verletzten Personen.
12.06.22

Weniger Gewaltkriminalität


Oberbürgermeister Thumann und Polizeidirektor Danninger trafen sich zum „Sicherheitsgespräch“
Foto: Käsewieter
NEUMARKT. In der Stadt Neumarkt gab es im letzten Jahr weniger Gewaltkriminalität aber mehr Firmeneinbrüche.

Das sagte Neumarkts Polizeichef Michael Danninger bei einem „Sicherheitsgespräch“ zu Oberbürgermeister Thomas Thumann. Die Gesamtzahl der Straftaten im Stadtgebiet ist deutlich um über zwölf Prozent gefallen.

In absoluten Zahlen bedeutet dies einen Rückgang von 1681 Delikten im Jahre 2020 auf 1477 Delikte im Jahre 2021. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl gab es im letzten Jahr 36,7 Straftaten pro 1000 Einwohner im letzten Jahr; ein Jahr zuvor waren es noch 41,74. Zum Vergleich: diese sogenannte Häufigkeitszahl liegt im Gesamt-Einzugsbereich der Neumarkter Polizei bei 23,67, in der Oberpfalz bei 35,57 und in Bayern bei 41,38 Straftaten.

Die Aufklärungsquote konnte von 67,6 auf 73,3 Prozentpunkte gesteigert werden, sagte Polizeidirektor Danninger. Die Quote für die Stadt Neumarkt liege damit deutlich über dem bayernweiten Durchschnitt von 69 Prozent.


In den Bereichen Gewaltkriminalität, Straßenkriminalität und Rauschgiftkriminalität, aber auch bei Fahrraddiebstählen und Wohnungseinbrüchen konnte eine Reduzierung der Straftaten festgestellt werden. Steigerungen ergaben sich im Bereich der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, worunter auch das Verbreiten pornographischer Schriften zählt, und bei Einbrüchen in Firmen.

Insgesamt kann die Sicherheitslage in Neumarkt als „sehr gut“ bewertet werden, hieß es. Dies sei auch dem guten Austausch und der Zusammenarbeit zwischen Stadt und Polizei zu verdanken.

In den nächsten Tagen und Wochen sind weitere Sicherheitsgespräche mit den Bürgermeistern der umliegenden Städten und Gemeinden geplant.
22.04.22

So sicher wie nie zuvor


NEUMARKT. Das Leben im Raum Neumarkt ist so sicher wie nie zuvor: die Kriminalitätsrate im Bereich der Neumarkter Polizei sank auf einen neuen Tiefstand.

Pro 1000 Einwohner zählte man im letzten Jahr nur 23,67 Straftaten; ein Jahr zuvor waren es noch 24,78. Zum Vergleich: in der Oberpfalz kommen auf 1000 Einwohner 35,57, in Bayern 41,38 Straftaten.

Was Innenminister Joachim Herrmann für Bayern sagte - „in Bayern leben heißt sicherer leben“ - lasse sich laut Danninger gleichermaßen für den Dienstbereich der Inspektion Neumarkt sagen. Sie ist für die Gemeinden Neumarkt, Berching, Berg, Berngau, Deining, Freystadt, Lauterhofen, Mühlhausen, Pilsach, Postbauer-Heng, Pyrbaum und Sengenthal zuständig. Die restlichen Gemeinden im südlichen und östlichen Landkreis werden von der Polizeiinspektion Parsberg betreut.

Die niedrigen Zahlen würden von einer sehr guten Sicherheitslage im Bereich Neumarkt zeugen, sagte Danninger bei der Vorstellung des Sicherheitsberichts 2021. Auch die Aufklärungsquote konnte von 67 Prozent im Jahre 2020 auf über 71 Prozent im Jahre 2021 gesteigert werden - was die höchste Aufklärungsquote der letzten zehn Jahre bedeutet.

Der Polizeichef hob hervor, daß die Zahl der Wohnungseinbrüche als Teil der Diebstahlkriminalität nach einem Anstieg 2020 wieder auf den niedrigsten Wert der letzten Jahre sank. neumarktonline berichtete bereits vor einer Woche über den landkreisweiten Rückgang bei den Einbruchs-Zahlen im letzten Jahr.


Stiegen die Zahlen im Bereich der Rauschgiftkriminalität in den letzten Jahre kontinuierlich an, so verringerte sich diese Zahl im Jahr 2021 wieder. Allerdings handelt es sich dabei um ein sogenanntes Kontrolldelikt - wenn also während der Pandemie weniger kontrolliert wird gehen auch die Zahlen zurück.

lm Bereich der Straßenkriminalität, die zum Beispiel den Diebstahl von Fahrrädern und Sachbeschädigungen auf Straßen, Wegen und Plätzen umfasst, wurden die wenigsten Delikte seit zehn Jahren angezeigt, die Aufklärungsquote konnte auf ein Zehn-Jahres-Hoch gesteigert werden. Gerade die Aufklärungsquote von über 36 Prozent in diesem Bereich zeige die Unterstützung aus der Bevölkerung mit Hinweisen, aber auch das Engagement der eingesetzten Beamten.

Eine Steigerung der Fallzahlen ergab sich bei den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Die Steigerung ist hauptsächlich auf den Anstieg der Verbreitung, Erwerb, Besitz und Herstellung kinderpornographischer Schriften zurückzuführen. lm Dienstbereich der Neumarkter Inspektion heißt das in absoluten Zahlen eine Steigerung im Bereich "Verbreitung pornographischer Schriften" von 17 Delikten im Jahre 2020 auf 41 Delikte im Jahre 2021. Im Sommer letzten Jahres fand in diesem Zusammenhang eine größere Razzia (wir berichteten) statt.

neumarktonline-Leser können den Sicherheitsbericht 2021 hier herunterladen
23.03.22


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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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