Statistiken aus Bayern

Weniger Einsätze


Die Feuerwehrleute aus der ganzen Oberpfalz trafen sich im Raum Velburg
Foto: Gottschalk
NEUMARKT. In der Oberpfalz gab es im letzten Jahr weniger Feuerwehreinsätze als in den Jahren zuvor, hieß es bei einer Tagung im Raum Velburg.

Dort zogen bei einer Versammlung des Bezirksfeuerwehrverbandes die Wehrleute aus der ganzen Oberpfalz Bilanz. Insgesamt leisteten 42.954 Ehrenamtliche 21.051 Einsätze.

Der Bezirksfeuerwehrverband Oberpfalz ist der Dachverband, in dem alle Oberpfälzer Wehren organisiert sind. Bezirksvorsitzender Jürgen Kohl stellte die Jahresstatistik 2025 vor. Von den 21.051 Einsätzen waren 3.839 Brandeinsätze, 12.354 Technische Hilfeleistungen, 348 Einsätze mit Gefahrstoffen und 1.569 Sicherheitswachen.

Landrat Willibald Gailler und Bürgermeister Christian Schmid zollten in ihren Grußworten den in Hollerstetten versammelten 80 Delegierten Respekt für den geleisteten Einsatzdienst und schlossen in diesen Dank auch die Familien und Arbeitgeber ein, die aktive Feuerwehrleute bei ihrer wichtigen Tätigkeit zugunsten des Gemeinwohls unterstützen.

In seinem Jahresrückblick ging Bezirksvorsitzender Kohl auch auf einige besondere Ereignisse im abgelaufenen Jahr ein. So wurden im Verband die Fachbereiche Gefahrstoffe und Feuerwehrhistorie neu etabliert. Beim Ostbayerischen Feuerwehrpreis erhielt die Feuerwehr Demling aus dem Landkreis Regensburg den ersten Preis.


Mit den Atemschutz-Leistungsbewerben in Neumarkt und Amberg und dem Bayerischen Landesfeuerwehr-Leistungsbewerb fanden 2025 auch teilnehmerstarke Wettbewerbe statt, die nicht zuletzt auch der Fortbildung der Teilnehmer dienen.

Durchwegs positiv entwickelte sich die Nachwuchsarbeit in den Kinder- und Jugendfeuerwehren, die mit ihrem wichtigen Dienst für eine stabile Zahl an engagiertem und gut ausgebildetem Nachwuchs für die Wehren sorgen. Bezirksjugendwart Fabian Kaptein berichtete von 9.775 engagierten Jugendlichen in 938 Jugendfeuerwehren sowie zwischenzeitlich stolzen 6.830 Kindern, die in 319 Kinderfeuerwehren an das Ehrenamt Feuerwehr herangeführt werden.

Zusammen mit den Ehrengästen konnte Bezirksverbandsvorsitzender Kohl für ihre Verdienste um das Feuerwehrwesen im Bezirk Rainer Emmerich und Walter Nöhrig mit der Ehrenmedaille des Bezirksfeuerwehrverbandes Oberpfalz auszeichnen.

Alle kreisfreien Städte und Landkreise in der Oberpfalz erhielten einen neuen Brandschutz-Erziehungskoffer. Die Kosten der neu konzipierten Koffer werden von der Versicherungskammer Bayern übernommen.
25.03.26

55 Prozent mehr Einbrüche


Die Zahl der Wohnungseinbrüche stieg im letzten Jahr im Landkreis stark an
Symbolfoto: Steffen Salow/Pixabay
NEUMARKT. Die Zahl der Straftaten ging im Landkreis Neumarkt deutlich zurück - allerdings stieg die Zahl der Einbrüche um über 55 Prozent an.

Oberpfalzweit gab es dagegen 17 Prozent weniger Wohnungseinbrüche.

Auf 1000 Einwohner kamen im letzten Jahr im Landkreis 25 bekanntgewordene Straftaten, ein Jahr zuvor waren es noch 28.

Das wurde aus dem am Montag in Regensburg vorgestellten Sicherheitsbericht des Polizeipräsidiums Oberpfalz bekannt.

Für den Landkreis Neumarkt wurde dort ein Rückgang der sogenannten „Häufigkeitszahl“ von 2807 auf 2498 gemeldet. Bezogen auf die Bevölkerungszahl im Landkreis bedeutet dies im letzten Jahr 24,98 Straftaten pro 1000 Einwohner. Im Jahr 2024 waren es noch über 28.

In absoluten Zahlen registrierte die Polizei im Landkreis im letzten Jahr 3464 Straftaten - das sind 446 oder 11,4 Prozent weniger als im Jahr 2024 (3910 Straftaten). Zusätzlich sank auch noch die Aufklärungsquote im Landkreis geringfügig um 1,3 Prozent auf 65,2 Prozent.

Beim Anteil von Straftaten pro tausend Einwohner liegt der Landkreis Neumarkt hinter den Nachbarlandkreisen Regensburg (19,49) und Amberg (19,99) an der drittbesten Stelle. In der Oberpfalz beträgt dieser Wert 36,46 und in Bayern gar 40,95 Straftaten pro tausend Einwohner.


Einen besorgniserregenden Ausreißer bei der eher positiven Kriminalstatistik gab es im Landkreis bei den Wohnungseinbrüchen, wo die absoluten Zahlen eher niedrig, die prozentualen Steigerungen aber gewaltig sind: im letzten Jahr zählte die Polizei im Landkreis Neumarkt 28 Wohnungseinbrüche oder Einbruchsversuche, das sind 55,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (18). Die Aufklärungsquote stieg bei diesen Delikten zwar um 4,8 Prozent an, liegt damit aber immer noch bei mageren 14,3 Prozent.

Besonders fällt die starke Zunahme bei Einbruchsdelikten im Landkreis deshalb auf, weil oberpfalzweit „die Zahl der Diebstahlsdelikte deutlich zurückging, auch beim Wohnungseinbruchsdiebstahl“, wie Polizeipräsident Thomas Schöniger bei der Vorstellung der Kriminalstatistik in Regensburg sagte.

Die öffentliche Sicherheit sei „kein einmal errungener Zustand, sondern ein kontinuierlicher Prozess“, sagte der Polizei-Chef. „Nur wenn wir diese Verantwortung gemeinsam wahrnehmen, bleibt die Oberpfalz weiterhin eine attraktive Heimat für alle“.

Übrigens wurde mit der Kriminalstatistik auch bekannt, an welchen Wochentagen Kriminelle in der Oberpfalz besonders aktiv sind: die meisten Straftaten wurden oberpfalzweit an Freitagen gezählt, die wenigsten an Sonntagen.
16.03.26

Zwölf Tote in zwölf Monaten


Die Zahl der schweren Verkehrsunfälle stieg im Landkreis Neumarkt im letzten Jashr stark an
Foto: Archiv
NEUMARKT. Ein „Schwarzes Jahr“ in der Verkehrsstatistik: im Landkreis Neumarkt starben im letzten Jahr zwölf Menschen im Straßenverkehr.

Das ist der höchste Wert seit zehn Jahren - nur im „Horrorjahr 2015“ verunglückten sogar 14 Menschen tödlich.

Zeitgleich mit den Vorstellungen der Straßenverkehrsstatistik für Bayern durch Innenminister Joachim Herrmann und für die Oberpfalz durch das Polizeipräsidium in Regensburg wurde ein Bericht in neumarktonline bestätigt. Wir hatten bereits im Dezember berichtet, dass auf den Landkreis Neumarkt ein Negativ-Rekord bei den Verkehrstoten zukommt.

neumarktonline berief sich dabei auf Zahlen des Statistischen Landesamtes für die ersten zehn Monate des Jahres 2025. Dort wurden zu diesem Zeitpunkt bereits zwölf Todesopfer im Landkreis Neumarkt gezählt. Zum Glück stieg in den letzten Wochen des Jahres diese Zahl nicht noch weiter an.

Besonders der Oktober war im letzten für die negative Statistik verantwortlich: Auf der Autobahn bei Parsberg starben am 4.Oktober eine 32jährige Frau und ihr wenige Wochen altes Baby (wir berichteten).


Am 27.Oktober verloren zwischen Dietfurt und Breitenbrunn bei einem Frontalzusammenstoß zwei 59 und 34 Jahre alte Männer ihre Leben (wir berichteten).

Auch im Land und im Bezirk stiegen die Zahlen der schweren Verkehrsunfälle und der Verkehrstoten an - jedoch nicht so dramatisch wie im Landkreis Neumarkt. Hier stieg die Zahl der getöteten Verkehrsteilnehmer im letzten Jahr von fünf auf zwölf an. 541 Unfälle mit Verletzten (2024:475) zählte man im letzten Jahr; dabei wurden 709 (609) Menschen verletzt, 126 (128) schwer und 571 (476) leicht.
25.02.26

31 Prozent über 60 Jahre


Neumarkt hat jetzt über 42.000 Einwohner
Foto: Archiv/Benedikt Schnuchel
NEUMARKT. Auch wenn Fachleute das Gegenteil prognostizierten: in Neumarkt ist die Zahl der Einwohner angestiegen - auf jetzt über 42.000.

Man wolle das positive Wachstum der Stadt nachhaltig unterstützen, sagte Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn zu den neuesten Zahlen, die das Einwohnermeldeamt vorlegte.

Mittlerweile haben genau 42.007 Menschen Neumarkt als ihren Hauptwohnsitz gewählt. Die positive Entwicklung der Einwohnerzahlen ist natürlich auf Zuzüge zurückzuführen - beim alleinigen Vergleich von Geburts- und Sterbezahlen wären seit vielen Jahren starke Rückgänge unumgänglich.

Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn konnte gemeinsam mit dem Leiter des Einwohnermeldeamtes Alfred Frauenknecht die Nachricht verkünden, dass Neumarkt erneut bei der Einwohnerzahl zugelegt hat.

Bei der Religionszugehörigkeit und den Kirchenaustritten verzeichnete die Stadt mit 413 Austritten nicht mehr ganz so viele wie in den letzten Jahren. Katholiken gibt es in Neumarkt noch 20.694, das sind 47,32 Prozent der Bevölkerung. Der evangelischen Kirche gehören 5.447 Christen an, was einem Anteil von 12,45 Prozent entspricht.


Die Zahl der Geburten mit Wohnsitz im Stadtgebiet lag im vergangenen Jahr mit 339 etwas höher als im Jahr 2024, als 319 Geburten verzeichnet wurden. Die Zahl der Sterbefälle blieb mit 514 gegenüber dem Vorjahr (512) nahezu gleich.

Inzwischen leben in Neumarkt 13.574 Menschen, die 60 Jahre und älter sind; das entspricht 31,04 Prozent der Gesamtbevölkerung. Der Anteil der Kinder und Jugendlichen liegt mit 6.790 bei 15,53 Prozent. Die früher einmal als Pyramide darstellbare Altersverteilung habe diese Form längst verloren.

Erfreulich sei jedoch, dass mehr Menschen länger leben. Neumarkt habe schon seit langem zahlreiche Bürger im Alter von 100 Jahren und darüber. Aktuell sind es zwölf Hundertjährige. Die älteste Neumarkterin wurde heuer 106 Jahre alt.
17.02.26


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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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