Statistiken aus Bayern

Kein Gedrängel vor Standesamt


Der Andrang vor dem Neumarkter Standesamt hält sich in Grenzen
Foto: Pixabay
NEUMARKT. Trotz Frühling und Hochzeit-Saison vor der Haustür: in Neumarkt hält sich der Andrang vor dem Standesamt durchaus in Grenzen.

Selbst die eigentlich sehr beliebten „Schnaps-Zahl“-Daten im Februar lockten nicht: am 22.2.2022 gab es nur zwei Trauungen, am 2.2.2022 überhaupt keine, obwohl bis zu acht Eheschließungen möglich gewesen wären.

„Es scheint, dass sich die Neumarkter lieber bei Sommer und Sonnenschein trauen lassen“, sagte Leiterin des Neumarkter Standesamtes Christina Fink. Über 70 Prozent der 150 bis 200 jährlichen Trauungen im Standesamt gehen in den Monaten zwischen Mai und Oktober über die Bühne. Im letzten Jahr waren es 126 Trauungen in diesen sechs Monaten, während in den restlichen sechs Monaten lediglich 51 Eheschließungen stattgefunden haben.

Nach den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie und der für viele Brautpaare unsicheren Situation hofft man für heuer, dass man sich bei den Eheschließungen dem Niveau der Jahre vor der Pandemie annähern kann, sagte Oberbürgermeister Thomas Thumann, der auch selbst immer wieder Eheschließungen durchführt. Die Zweite Bürgermeisterin Gertrud Heßlinger ist ebenfalls im Rahmen von Eheschließungen im Standesamt Neumarkt tätig.


Neben dem Trauungssaal beim Standesamt im Bürgerhaus in der Fischergasse können sich in Neumarkt Paare auch in den Festsälen der Residenz das Jawort geben. Nähere Infos dazu gibt es in der Broschüre „Heiraten in Neumarkt“, die neumarktonline-Leser hier herunterladen können.

Die Zahl der Eheschließungen in Neumarkt hatte trotz der nach wie vor zu beachtenden Corona-Pandemie im Jahr 2021 gegenüber dem vorhergehenden Corona-Jahr 2020 wieder von 143 auf 177 zugenommen, was einen Anstieg von rund 21,4 Prozent bedeutete. Dies dürfte auch auf die im Jahr 2020 unsichere und zeitweise massiv eingeschränkte Situation für Eheschließungen angesichts der Corona-Pandemie zurückzuführen sein, hieß es. Im Jahr 2021 hätten daher auch viele ihre eigentlich 2020 geplanten, aber wegen Corona abgesagten Hochzeiten nachgeholt. Das Vor-Corona-Niveau wurde allerdings noch nicht erreicht, 2019 hatte es 209 Trauungen im Standesamt Neumarkt gegeben, im Jahr davor waren es 193 gewesen.
06.03.22

Mehr Verkehrstote


Kaum zu glauben: auch aus diesem Wrack wurde der Fahrer lebend geborgen
Foto: Archiv
NEUMARKT. Die Zahl der Verkehrstoten ist im Bereich der Neumarkter Polizei von einem auf drei gestiegen - im ganzen Landkreis von fünf auf sechs.

Auch die Zahl der Verkehrsunfälle insgesamt stieg 2021 im Vergleich zu den niedrigen Werten im ersten Corona-Jahr 2020 um 4,7 Prozent an, heißt es in der Verkehrsstatistik der Neumarkter Polizei.

Über die Entwicklung der Verkehrsstatistik im Gesamt-Landkreis hat neumarktonline bereits im Januar berichtet.

Jetzt stellte auch der Neumarkter Polizei-Chef Polizeidirektor Michael Danninger die aktuellen Zahlen für den Bereich der Neumarkter Polizeispektion vor, der neben der Stadt Neumarkt die Gemeinden Berching, Berg, Berngau, Deining, Freystadt, Lauterhofen, Mühlhausen, Pilsach, Postbauer-Heng, Pyrbaum und Sengenthal umfaßt. Für die übrigen Landkreisgebiete sind die Polizeiinspektion Parsberg oder die Autobahnpolizei zuständig.

Die Corona-Pandemie habe im Jahr 2020 das Verkehrsaufkommen und das Verhalten der Verkehrsteilnehmer zum Teil geändert und grundsätzlich zu einer gesunkenen Anzahl an Verkehrsunfällen geführt, sagte Danninger. Im Jahr 2021 habe sich das Verkehrsaufkommen zum Teil wieder auf Werte des Zeitraums vor der pandemischen Lage angenähert. Und dies wirke sich auch auf die lokale Unfallstatistik aus.




Nach einem Anstieg der Verkehrsunfälle im Jahr 2019 wurde im Jahr 2020 mit „lediglich“ 2148 Unfällen das geringste Unfallaufkommen seit 2006 registriert. Im Jahr 2021 wurden insgesamt 2249 Verkehrsunfälle aufgenommen, was zum Vorjahr einen Anstieg von 4,7 Prozent bedeutet. Erfreulich sei jedoch, dass im Vergleich zum Vorjahr ein deutlicher Rückgang der Verkehrsunfälle mit Personenschaden von 345 auf 327 und somit um 5,2 Prozent festgestellt wurde.

Mit insgesamt 422 Verletzten zählte man den niedrigsten Stand der letzten zwei Jahrzehnte. Die Zahl der Verkehrstoten im Zuständigkeitsbereich der Neumarkter Polizei stieg mit zwei Fußgänger-Unfällen und einem Motorrad-Unfall auf drei. Im Jahr zuvor hatte es in diesem Bereich nur einen Verkehrstoten gegeben, vor zehn Jahren im Jahr 2011 aber beispielsweise noch 13.

Nach einem deutlichen Anstieg der Verkehrsunfallfluchten im Jahr 2020 ist 2021 wieder ein Rückgang von 314 auf 298 und somit um 5,1 Prozent festzustellen - meistens handelt es ich dabei um Parkplatz-Unfälle mit Schwerpunkten in Neumarkt, Berg und Postbauer-Heng.


2021 wurden im Bereich der Polizeiinspektion Neumarkt 54 Unfälle mit der Unfallursache Geschwindigkeit registriert. 38 Unfälle ereigneten sich davon außerhalb geschlossener Ortschaften. Im Vergleich zum Jahr 2020 blieb die Anzahl der Geschwindigkeitsunfälle konstant. 2019 lag der Wert mit 67 deutlich höher. Bei 26 dieser Unfälle wurden 33 Personen verletzt. Die überwiegende Mehrheit der Verursacher von Geschwindigkeitsunfällen ist den Altersgruppen 18 bis 24 Jahre und 25 bis 44 Jahre zuzurechnen.

Im Jahr 2021 kam es zu 37 Verkehrsunfällen, die auf Alkoholkonsum zurückzuführen sind. Dabei wurden 26 Personen verletzt. Nach einem deutlichen Rückgang im Jahr 2020 ist hier wieder ein Anstieg zu verzeichnen. Ein Großteil der Unfälle ereignete sich im Stadtgebiet Neumarkt, weitere Häufungen seien nicht erkennbar. Außerdem gab es Verkehrsunfälle nach dem Konsum von illegalen Drogen; dabei wurden drei Menschen verletzt.




Nach drei Schulwegunfällen im Jahr 2020 ereignete sich 2021 lediglich ein Unfall mit Beteiligung eines Schülers - als alleinbeteiligter Radfahrer, der dabei leicht verletzt wurde.

Nach einem Rückgang der Wildunfälle im Jahr 2020 auf 712 ist 2021 wieder ein Anstieg der Wildunfälle auf 731 zu verzeichnen. Bei Wildunfällen wurden 2021 insgesamt 14 Menschen verletzt.

2021 wurden bei 36 Motorradunfällen 39 Biker verletzt. Im Vergleich zum Vorjahr, mit 42 Verletzten bei 41 Verkehrsunfällen, ist dies ein leichter Rückgang. Ein 22jähriger Motorradfahrer wurde bei einem unverschuldeten Unfall getötet.

Die Anzahl der Radfahrer ist wie im Jahr 2020 auch 2021 „wahrnehmbar gestiegen“. Der Trend des Anstieges der Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Radfahrern hat sich 2021 dagegen glücklicherweise nicht fortgesetzt. Nachdem im Vorjahr die Zahl dieser Verkehrsunfälle von 104 auf 131 gestiegen war, wurden im letzten Jahr 108 Unfälle mit Radbeteiligung aufgenommen. Die Unfallzahlen bei Beteiligung von E-Bikes stieg darunter von 26 auf 28 leicht an.

Um die Unfallzahlen weiter zu senken sind umfangreiche polizeiliche Kontrolltätigkeiten des ruhenden und fließenden Straßenverkehrs und auch Schwerpunktaktionen geplant, sagte Danninger. Dies soll zum einen durch polizeiliche Präsenz und die Präsenz der eingesetzten Sicherheitswacht, zum anderen durch Überwachung und Schwerpunktsetzung in der Kontrolle des Zweiradverkehrs sowie hinsichtlich der einzuhaltenden Geschwindigkeit und der Kontrolle der Teilnahme unter dem Einfluss von Alkohol, illegalen Drogen und Medikamente erreicht werden.




26.02.22

Mehr tödliche Unfälle


Die Zahl der schweren Unfälle ging zurück; die Zahl der Todesopfer stieg jedoch
Foto: Archiv/Polizei
NEUMARKT. Die Zahl der Verkehrstoten im Landkreis ist im letzten Jahr von fünf auf sechs gestiegen. Die Zahl der schweren Unfälle ging aber zurück.

Das geht aus den neuesten Angaben des statistischen Landesamtes für die ersten elf Monate des Jahres 2021 hervor. In dieser Zeit wurden 112 Menschen bei Verkehrsunfällen schwer verletzt; ein Jahr zuvor waren es noch 134.

Die Statistiker meldeten von Januar bis einschließlich November letzten Jahres 421 Unfälle mit Personenschäden im Landkreis (2020: 458). Dabei starben vier Menschen. Im Dezember mußten im Landkreis aber noch zwei weitere tödliche Verkehrsunfälle verzeichnet werden, bei denen eine Fußgängerin in Dietfurt und ein Lastwagenfahrer auf der Autobahn bei Parsberg starben. 2020 endeten im ganzen Jahr für fünf Menschen Unfälle auf Straßen im Landkreis Neumarkt tödlich.


Bei den 421 (Vergleichzeitraum 2020: 458) Verkehrsunfällen mit Personenschaden wurden in den ersten elf Monaten des letzten Jahres im Landkreis Neumarkt 557 (2020: 592) Menschen verletzt, 112 (134) von ihnen schwer, 441 (453) leicht. Allerdings stieg im gleichen Zeitraum die Zahl der Unfälle mit hohen Sachschäden von 79 auf 106 an.

Von Januar bis November 2021 stieg die Zahl der Straßenverkehrsunfälle in ganz Bayern gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht um 1,8 Prozent auf 326.088 Unfälle. Die Anzahl der Verunglückten sank dagegen um 3,8 Prozent auf 52.447.
23.01.22

Sterbezahlen in Neumarkt stiegen


Der Friedhof in Labersricht
Foto: Archiv
NEUMARKT. Die 213 Corona-Todesfälle der letzten beiden Jahre im Landkreis wirken sich offenbar auch auf die Sterbe-Statistik in der Stadt Neumarkt aus.

Im letzten Jahr wurde bei 1110 Verstorbenen Neumarkt als Sterbeort eingetragen; ein Jahr davor waren es 1033 - jeweils deutlich mehr als im Vor-Corona-Jahr 2019.

Ob die Zunahme der Zahl der Verstorbenen in den beiden letzten Jahren mit der Corona-Pandemie zusammenhängt lasse sich aber aus den Zahlen des Standesamtes nicht direkt ableiten, hieß es aus dem Neumarkter Rathaus. Der Vergleich zum letzten Vor-Corona-Jahr 2019 zeigt zwar eine deutliche Zunahme: Waren es damals 933 Verstorbene in Neumarkt, so sind nun mit den 1110 Todesfällen immerhin 177 Verstorbene mehr zu verzeichnen, was einer Zunahme von 18,97 Prozent in nur zwei Jahren entspricht.

Im Lauf der letzten Jahrzehnte hätte es aber auch ohne Corona immer wieder markante Steigerungen der Sterbezahlen von einem zum anderen Jahr gegeben: So war zum Beispiel die Zahl im Jahr 2016 (831) um 96 Fälle im nächsten Jahr auf 927 Verstorbene angewachsen; immerhin eine Steigerung um 11,45 Prozent in einem Jahr.


Unter den 1110 im letzten Jahr Verstorbenen waren 558 Männer und 552 Frauen. Bei 531 der im letzten Jahr dem Standesamt Neumarkt gemeldeten Todesfällen hatten die Verstorbenen ihren Wohnsitz in der Stadt, bei 364 im Landkreis und bei 215 Fällen stammten die Verstorbenen von außerhalb des Landkreises.

Im Durchschnitt waren die im letzten Jahr in Neumarkt verstorbenen Frauen 81,60 Jahre alt, das Durchschnittsalter der 2021 verstorbenen Männer betrug 75,38. Im Jahr davor lag das Durchschnittsalter der verstorbenen Frauen bei 81,22 und das der verstorbenen Männer bei 76,51. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren, im Jahr 2011, waren 826 Personen in Neumarkt verstorben und das Durchschnittsalter der verstorbenen Frauen in Neumarkt hatte 79,28 Jahre, das der verstorbenen Männer 72,81 Jahre betragen.

855 der 1110 in Neumarkt im letzten Jahr verstorbenen Menschen waren über 70 Jahre alt, das sind mit 77,03 Prozent mehr als drei Viertel aller Todesfälle.
21.01.22


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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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