Statistiken aus Bayern

Weniger Geburten


In Neumarkt wurden im letzten Jahr 1020 Babys geboren
Foto: Pixabay
NEUMARKT. Laut Angaben des städtischen Standesamtes wurden 2021 in Neumarkt 1020 Geburten verzeichnet - das sind etwas weniger als im Vorjahr.

2020 hatte es mit 1042 Geburten den höchsten Wert seit 1993 gegeben. Im letzten Jahr ist die Zahl der Neugeborenen mit Geburtsort Neumarkt um 22 oder 2,1 Prozent zurückgegangen.

Allerdings liegt die Geburtenzahl 2021 noch weit über den Werten der letzten Jahrzehnte. So hatte es etwa vor zehn Jahren, im Jahr 2011, lediglich 638 Kinder mit dem Geburtstort Neumarkt gegeben.

Die Zahl von 1020 für die im letzten Jahr in Neumarkt zur Welt gekommenen Kinder setzt sich dabei zusammen aus 306 Geburten, bei denen die Eltern ihren Wohnsitz in der Stadt Neumarkt haben, aus 510 Eltern aus dem Landkreis Neumarkt und aus 204 neugeborenen Kinder, bei denen die Eltern außerhalb des Landkreises wohnen.


Die Jungs hatten beim Geschlechterverhältnis der 1020 Neugeborenen die Nase vorn: 514 Jungen und 506 Mädchen wurden geboren. Blickt man allerdings auf das Geschlechterverhältnis unterteilt nach dem Wohnort der Eltern, zeigt sich eine interessante Tatsache: bei den Neugeborenen mit in der Stadt wohnenden Eltern bleibt es beim Überhang für männliche Nachkommen, wobei 156 Jungen und 150 Mädchen zur Welt kamen. Anders verhält es sich bei den aus dem Landkreis Neumarkt stammenden Eltern. Ihnen wurden 243 Jungen und 267 Mädchen geboren, und damit ergibt sich ein Überhang bei den weiblichen Neugeboren.

Bei den Kindern von Eltern außerhalb des Landkreises findet sich wieder ein männlicher Überhang, der mit 115 Jungen und 89 Mädchen sogar besonders deutlich ausfällt.

Annähernd gleichgeblieben ist der Anteil von neugeborenen Kindern, bei denen einer oder beide Elternteile ausländischer Herkunft waren. Er lag heuer bei 17,2 Prozent, 2020 hatte er 17,9 Prozent betragen.

457 der 2021 Neugeborenen sind dabei die Erstgeborenen in ihrer Familie gewesen. Bei 397 Neugeborenen war bereits ein Geschwisterkind vorhanden. 125 der 2021 in Neumarkt Neugeborenen treffen in der Familie auf zwei Geschwisterkinder, 24 Neugeborene haben drei Geschwister und 14 Neugeborene treffen auf vier oder mehr Geschwister in ihren Familien.

Auch vier Zwillingsgeburten sind für 2021 verzeichnet.

Bei 911 der in Neumarkt geborenen Kindern sind die Mütter laut Statistik zwischen 25 und 39 Jahre alt. Das sind 89,3 Prozent aller Geburten. Bei 76 Geburten und damit 7,5 Prozent aller Neugeborenen sind die Mütter unter 25 Jahre alt, bei 33 Kindern oder 3,2 Prozent weisen die Mütter zum Geburtszeitpunkt ein Alter von 40 oder mehr Jahre auf.
17.01.22

Neumarkter trauten sich wieder


Im letzten Jahren nahm die Zahl der Eheschließungen wieder zu, allerdings wurden die Zahlen vor Corona nicht erreicht
Foto: Pixabay
NEUMARKT. Die Zahl der Eheschließungen in Neumarkt hat im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahr deutlich zugenommen, liegt aber viel niedriger als vor Corona.

Im letzten Jahr stieg die Zahl von 143 auf 177; das bedeutet einen Anstieg von rund 21,4 Prozent. Im Jahr 2019 trauten sich allerdings noch viel mehr Paare: da wurden 209 Ehen im Standesamt geschlossen.

Die im Vergleich zu früheren Jahren niedrige Zahl dürfte auch auf die „unsichere und zeitweise massiv eingeschränkte Situation für Eheschließungen“ angesichts der Corona-Pandemie zurückzuführen sein, hieß es aus dem Neumarkter Rathaus.

Im Jahr 2021 hätten viele ihre eigentlich 2020 geplanten, aber wegen Corona abgesagten Hochzeiten nachgeholt.


Trotz der niedrigen Zahlen in den letzten beiden Jahren glaubt man im Rathaus zu erkennen, dass sich die seit Jahren ausgeweiteten Angebote der Stadt bei den Trauungsterminen und der zusätzliche Trauungsort bemerkbar machen. Waren es vor 2014 im Durchschnitt um die 150 Trauungen jährlich, so habe nach der Ausweitung der Terminangebote die Zahl um rund 30 Prozent zugenommen.

Schon lange werden in Neumarkt einmal im Monat auch am Samstag Trauungen durchgeführt. Wegen der großen Nachfrage hatte sich die Stadt im Jahr 2014 entschlossen, die Zeiten noch auszuweiten: Am ersten Samstag im Monat sind Trauungen seither von 9 bis 14 Uhr möglich und zudem können an dem jeweiligen Freitag, der diesen Samstags-Trauungstagen vorausgeht, zusätzlich von 14 bis 16 Uhr Trauungen stattfinden. Außerdem gibt es seither auch die Möglichkeit für Brautpaare, an bestimmten Terminen in den Festsälen der Residenz zu heiraten.

Haupttrauungstag bleibt allerdings der Freitag mit 78 im letzten Jahr durchgeführten Eheschließungen. 54 Trauungen fanden 2021 an einem Samstag statt, drei an einem Dienstag, acht an einem Mittwoch und 33 Paare haben sich 2021 für den Donnerstag als Hochzeitsstag entschieden.

Der „Wonnemonat Mai“ war übrigens im letzten Jahr mit 17 Trauungen nicht der beliebteste „Heiratsmonat“. Heiratswillige in Neumarkt bevorzugten im Jahr 2021 den August mit 33 Eheschließungen, den Juli mit 23 und den Oktober mit 20.

162 der Ehen wurden dabei im eigentlichen Trauungssaal in der Fischergasse geschlossen, 14 Paare wählten die Festsäle der Residenz als Ambiente für ihre Zeremonie.
15.01.22

Weniger Neumarkter


Während die Einwohnerzahl im Landkreis stieg ging sie in der Stadt Neumarkt in den ersten sechs Monaten zurück
Foto: Archiv/Jonas Gronau
NEUMARKT. Die Einwohnerzahlen im Landkreis Neumarkt haben in den ersten sechs Monaten des Jahres wie in ganz Bayern deutlich zugenommen.

In der Stadt Neumarkt wurde dagegen ein Einwohnerschwund verzeichnet - vor allem im ersten Quartal. Das geht aus den jetzt vorgelegten aktuellen Zahlen des Bayerischen Landesamts für Statistik hervor.

Im Landkreis Neumarkt stieg die Einwohnerzahl von 135.225 (Stand: 31.12.2020) auf 135.410 (31.3.2021) und sogar 135.484 (30.6.2021). In der Stadt Neumarkt zählte das Landesamt zum Jahresbeginn 40.243 Einwohner. Diese Zahl sank zum Ende des ersten Quartals auf 40.222 und stieg dann zum Ende des zweiten Quartals wieder auf 40.236 an - unterm Strich verlor die Stadt also entgegen dem bayerischen Trend in den ersten sechs Monaten leicht.

In Bayern leben am 30. Juni rund 13,15 Millionen Menschen. Nach Mitteilung der Experten des Bayerischen Landesamts für Statistik verzeichnet der Freistaat damit im ersten Halbjahr einen Anstieg um 14.555 Einwohner. Das entspricht damit schon fast dem gesamten Vorjahreswert. Im ganzen Jahr 2020 wuchs Bayern um knapp 15.500 Personen. Nach den Corona-Beschränkungen im letzten Frühjahr - Grenzschließungen stoppten hier das Wachstum - sei der positive Aufwärtstrend zurück, hieß es von den Statistikern.


Denn Bevölkerungszunahmen gibt es Bayern praktisch nur durch Wanderungsüberschüsse: im ersten Halbjahr 2021 lag das Geburtendefizit im Freistaat bei gut 8000 Personen. Zwischen Januar und Juni betrug heuer der Wanderungsgewinn in Bayern etwa 29.600 Personen. Das Wanderungsplus stamme aus Zuzügen aus den anderen Bundesländern sowie eine Nettozuwanderung aus dem Ausland.

Zwischen Januar und Juni zogen 49.400 Bürger aus dem übrigen Bundesgebiet nach Bayern, über 48.300 Bayern wandern dorthin ab. Aus dem Ausland zogen im gleichen Zeitraum knapp 95.300 Menschen nach Bayern; etwa 66.700 Personen wandern ins Ausland ab.
29.09.21

Zahl der Sterbefälle stieg


Das Statistische Landesamt veröffentlichte ein Übersicht nach Monaten für die Jahre 2021, 2020 und die Durschschnittswerte 2016 bis 2019
(Zur Vergrößerung auf die Grafik klicken) Grafik: Landesamt
NEUMARKT. Im Landkreis Neumarkt sind im Mai 41 Prozent mehr Menschen gestorben als durchschnittlich im gleichen Zeitraum vor Corona.

Der Landkreis weist damit laut Statistischem Landesamt in Bayern die zweithöchste Steigerung nach der Stadt Schweinfurt (+44 Prozent) auf. Negativ fiel auch die Stadt Amberg mit einer Zunahme von 37 Prozent auf.

Bayernweit lag die Zahl der Sterbefälle im Mai 2021 „nur“ sieben Prozent über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019 und in etwa auf dem gleichen Niveau wie im Mai 2020.

Für die beiden letzten Monate des Jahres 2020 sowie für den Januar 2021 registrierte das Bayerische Landesamt für Statistik deutlich erhöhte Sterbefallzahlen in Bayern. Die Entwicklung folgte dabei dem Corona-Infektionsgeschehen und lag im Dezember 2020 bayernweit gut 35 Prozent und im Januar 2021 rund 22 Prozent über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019, hieß es.

Im Februar und März 2021 lag die Zahl der Sterbefälle dann bayernweit leicht unter dem Durchschnitt der Vorjahre. Eine Auswertung aktueller vorläufiger Daten zeigt, dass sich die Zahl der Verstorbenen im April 2021 (11 530) und Mai 2021 (11.317) auf einem ähnlichen Niveau bewegte wie in den Jahren 2016 bis 2019 (Durchschnitt: 10.769 und 10.624).

Während im November 2020 etwas über 13 Prozent, im Dezember 2020 gut 35 Prozent und im Januar 2021 rund 22 Prozent mehr Menschen verstarben als durchschnittlich in den Jahren 2016 bis 2019, lag die Zahl der Sterbefälle im Februar 2021 bayernweit rund drei Prozent, im März 2021 sogar acht Prozent unter dem Durchschnitt der Vorjahre.


Im April 2021 sind im Freistaat mit 11.530 Personen deutlich weniger Menschen verstorben als zu Zeiten der ersten Corona-Welle im April 2020 (13.088) und damit ähnlich viele Personen wie in den Jahren 2016 bis 2019 (10.769).

Eine vom Bayerischen Landesamt für Statistik durchgeführte Sonderauswertung vorläufiger Sterbefalldaten ermöglicht nun erste Aussagen zur Entwicklung der Sterbefallzahlen im Mai 2021.

Eine Differenzierung nach Altersgruppen zeigt, dass im Mai 2021 in der Gruppe der 80jährigen und älteren Menschen erhöhte Sterbefallzahlen vorlagen: die Zahl der Verstorbenen in dieser Altersgruppe überstieg den Vergleichswert aus den Vorjahren um neun Prozent. Bei Menschen unter 60 Jahren sowie zwischen 60 und 80 Jahren starben im Mai 2021 ähnlich viele Personen wie in den Jahren 2016 bis 2019.

Regional sind nach wie vor große Unterschiede festzustellen: Während die Sterbefallzahl im Landkreis Wunsiedel im Mai 2021 gut 25 Prozent unter dem Durchschnittswert der Vorjahre lag, wiesen einige kreisfreie Städte und Landkreise eine Erhöhung der Sterbefallzahlen um mehr als 30 Prozent auf: so zum Beispiel die Städte Schweinfurt (+44 Prozent) und Amberg (+37 Prozent). Deutlich höhere Sterbefallzahlen als in den Jahren 2016 bis 2019 hatten auch die Landkreise Neumarkt (+41 Prozent), Kronach und Neuburg-Schrobenhausen (jeweils +38 Prozent).
01.07.21


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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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