Kirchen

Berater aus Eichstätt

NEUMARKT. Acht Verwaltungskoordinatoren wollen die Kirchenstiftungen in den Dekanaten ab sofort bei Rechts- und Verwaltungsfragen unterstützen.

Sie greifen den ehrenamtlichen Kirchenverwaltungen und dem Pfarrer vor Ort beispielsweise bei der Erstellung der Haushaltspläne oder im Bereich der Kindertagesstätten unter die Arme, hieß es aus Eichstätt.


Die Verwaltungskoordinatoren sollen auch Schnittstelle zwischen den Verantwortlichen in den Kirchenstiftungen und den Dienststellen des Bischöflichen Ordinariats sein.

Die Verwaltungskoordinatoren sind jeweils für ein Dekanat zuständig. Reinhard Weidinger unterstützt bereits seit dem Frühjahr das Dekanat Habsberg. Ab Juli ist Ina Lang für das Dekanat Neumarkt beratend im Einsatz.
06.07.20

Diözese will „klimaneutral“ werden


Bischof Gregor Maria Hanke (2.v.r.) zusammen mit Umweltexperten beim Startschuss zur „Klimaoffensive2030 Plus“
Foto: Geraldo Hoffmann/pde
NEUMARKT. Als zweite Diözese in Deutschland soll Eichstätt nach Wunsch von Bischof Gregor Maria Hanke klimaneutral werden.

Ein Maßnahmenkatalog und einen Zeitplan, um die CO2-Emissionen in Einrichtungen und Kirchengemeinden der Diözese rechnerisch auf Null zu senken, werden zusammen mit der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) Heidelberg erarbeitet.

„Für mich hängt Klimaneutralität zusammen mit einem solidarischen Lebensstil“, sagte Hanke zum Start des Projektes „Klimaoffensive 2030 Plus“. „Wir bekennen uns damit dazu, dass uns diese Erde nicht zur Ausbeutung gegeben ist, sondern ein Garten ist, den es zu pflegen und zu hegen gilt.“

Der weltweite CO2-Austoß bedeute eine Gefährdung der Erde und der Lebensgrundlagen der Menschen. „Unser christlicher Glaube lädt uns ein zu einem solidarischen Lebensstil, zum Maßhalten“, sagte der Bischof.


Vor Eichstätt hatte das Erzbistum Freiburg angekündigt, die Klimaneutralität anzustreben. Bereits 2011/2012 hatte die Diözese Eichstätt ein integriertes Klimaschutzkonzept erstellen lassen und sich das Ziel gesetzt, ihre Kohlenstoffdioxid-Emissionen bis 2030 im Vergleich zu 2010 zu halbieren. Durch Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen im Rahmen der „Klimaoffensive 2030“ konnte das Bistum in den zurückliegenden Jahren seine CO2-Emissionen um rund 20 Prozent senken und somit ein Zwischenziel erreichen. Verringert habe sich der Treibhausgasausstoß hauptsächlich durch Steigerung der Energieeffizienz und durch die Erhöhung des Ökostromanteils von 25 auf über 60 Prozent des Gesamtverbrauchs.

„Nach dieser ersten Umsetzungsphase ist es nun an der Zeit, zu bewerten, was ist gut gelaufen und wo muss nachjustiert werden“, sagt Nachhaltigkeitsreferentin Lisa Amon. „Insbesondere verlangt die Klimakrise nach noch stärkeren Ambitionen, die CO2-Belastung gegen Null zu fahren“.

Gemeinsam mit den Experten Oliver Foltin und Volker Teichert soll in den kommenden zwölf Monaten die bestehende Klimaoffensive 2030 zur „Klimaoffensive 2030 Plus“ weiterentwickelt werden. Neben der Anpassung der Treibhausgasminderungsziele soll dabei ein ganzheitlicher Blick auf alle Bereiche kirchlichen Handelns gelegt werden.

Das Bischöfliche Ordinariat Eichstätt hat in Zusammenhang mit der Klimaoffensive 2030 ein Umweltmanagementsystem eingeführt und ist seit fünf Jahren EMAS-zertifiziert. Unabhängige Umweltprüfer attestierten ihm bei der erneuten Zertifizierung im vergangenen Mai „eine Vorbildfunktion für andere Einrichtungen des Bistums und darüber hinaus“.
pde

01.07.20

Geld für Baudenkmäler

NEUMARKT. Die Landesstiftung fördert acht Baudenkmäler im Landkreis Neumarkt - darunter drei Kirchen - mit über 200.000 Euro.

Das teilte Finanzminister Albert Füracker mit.

Zu den geförderten Objekten zählt die „Alte Mälze“ in Lauterhofen, deren Umbau und Sanierung mit 86.000 Euro, und das ehemalige Gasthaus „Bräustuben“ in Pyrbaum, dessen Sanierung mit 10.000 Euro gefördert wird. Der Gesamtzuschuss allein für das Projekt in Pyrbaum beträgt rund 100.000 Euro.


Gut 19.000 Euro gibt es für die Sanierung eines Anwesens am Reichenauplatz in Berching und gut 4000 Euro für der Bundestraße in Willenhofen. Für die Sanierung des historischen Pfarrhauses in Traunfeld gibt die Bayerische Landesstiftung einen Zuschuss von gut 2000 Euro.

Die Sanierung der Kirche Heilig Dreifaltigkeit in Granswang bei Hohenfels wird mit 65.000 Euro gefördert. 15.500 Euro erhält die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Sulzbürg für die Sanierung der Schäden an der Stuckdecke der Schlosskirche und 10.000 Euro die Katholische Kirchenstiftung St. Michael Thann für die Stabilisierung des Fundaments ihrer Kirche in Thann.
24.06.20

In „Strohbauweise“ geplant


Bürgermeister Ludwig Eisenreich (l.) und Abt Beda M. Sonnenberg (3.v.l.) an der Baustelle für das „europaweite Referenzprojekt im Bereich klimaschonendes Bauen“
Foto: König
NEUMARKT. Ein neues Mehrzweckgebäude im Kloster Plankstetten soll in Deutschland und Europa ein Vorbild für Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen werden.

Am 11. Juli, dem Hochfest des Heiligen Benedikt, dem Patron Europas und Gründer des Benediktinerordens, wird in der Benediktinerabtei der Grundstein für den Neubau „Haus St. Wunibald“ gefeiert. Es wird in „Strohbauweise“ errichtet.

Zum Festakt sind neben der Staatsministerin Kerstin Schreyer, die Vertreter der Fördergeber und der beteiligten Behörden, die Planer und Baufirmen eingeladen.

Das Hochfest des Heiligen Benedikt wird mit einem Gottesdienst um 9.30 Uhr in der Klosterkirche begangen. Anschließend wird nach der Begrüßung durch Abt Dr. Beda M. Sonnenberg, der Festansprache und Grußworten der Grundstein im Eingangsbereich des neuen Mehrzweckgebäudes gelegt.


„Die Bauleute und Projektbeteiligten sind in besonderer Weise zu würdigen, da sie – ganz im Sinne unserer Ausrichtung auf den Erhalt der Schöpfung - einen großen Beitrag dazu leisten, dass hier ein Beispiel für klimaschonendes Bauen entsteht, von dem wir hoffen, dass es viele Nachahmer findet“, sagte der Abt.

Beim anschließenden Mittagessen soll es Gelegenheit geben, sich im Gespräch mit den Bauverantwortlichen und Strohbauexperten über das Projekt und die Bauweise zu informieren. Die Vorfertigung der tatsächlichen Wandelemente für das Haus St. Wunibald findet derzeit in einer Zimmerei in Freihausen statt.

Zum Abschluss des offiziellen Teils sind die Gäste eingeladen, sich in den Werkhallen der Zimmerei die Produktion der Wandmodule persönlich anzusehen.

Die Benediktinerabtei Plankstetten ist Partnerin im Projekt „Up Straw“, mit dem die EU das Bauen mit Stroh fördert. Ziel ist es, gerade im öffentlichen Bauwesen die Nutzung dieses nachwachsenden Rohstoffs zu steigern und so die hohen CO2-Emissionen im Baubereich zu verringern. Strohballenbau trage wie kaum eine andere Bauweise dazu bei, das Klima zu schonen, weil Stroh im Wachstum CO2 binde, in der Herstellung kaum Energie benötige und durch hervorragende Wärmedämmung CO2-Emissionen durch reduzierten Heizbedarf vermeidet, hieß es.
05.07.20


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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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