Kirchen
Pfarrer Decker tot
NEUMARKT. Der in den 60er Jahren als Aushilfspriester in Pölling wirkende Pfarrer Eugen Decker ist in Neumarkt im Alter von 93 Jahren gestorben.
Decker wurde 1932 in Premeischl im Landkreis Cham geboren und war nach seiner Priesterweihe als Kooperator in Burgoberbach, ab 1960 als Aushilfspriester in Pölling und ab 1964 als Kooperator in Beilngries eingesetzt. 1967 wurde er Pfarrprovisor in Zandt, 1976 Pfarrer von Aurach.
2003 trat Eugen Decker in den Ruhestand, den er seit 2008 in Neumarkt verbrachte.
25.03.25
Pater Manickathan tot
NEUMARKT. Der frühere Kaplan in den Pfarreien Deining, Döllwang, Großalfalterbach und Oberwiesenacker, Pater Sibi Joseph Manickathan, ist tot.
Der indische Geistliche starb im Alter von 54 Jahren. Er war von 2001 bis 2012 an verschiedenen Stellen im Bistum Eichstätt tätig.
Pater Manickathan wurde 1997 für den Orden der Missionaries of St. Francis des Sales, Mysore (Indien), zum Priester geweiht. 2001 wurde er in das Förderprogramm für ausländische Geistliche im Bistum Eichstätt aufgenommen.
Er war zunächst Kaplan in der Pfarrei St. Maximilian Kolbe in Nürnberg-Langwasser und von 2003 bis 2007 in den Pfarreien Deining, Döllwang und Großalfalterbach. Ab Herbst 2007 war er als Kaplan der Pfarrei Oberwiesenacker zugewiesen mit dem Auftrag, die Seelsorge an der Wallfahrtskirche und im Diözesanjugendhaus Habsberg wahrzunehmen. Ein Jahr später wurde er Kaplan in Ochsenfeld und Meilenhofen.
2012 ging er zurück in seine Heimat Indien, wo er die ordenseigene Schule in Ettumanoor leitete. 2017 ging er erneut nach Deutschland und wirkte bis zu seinem Tod als Seelsorger im Bistum Regensburg.
21.03.25
„Frust“ wegen Schließungen

Der Diözesanrat kam zu seiner Frühjahrs-Vollversammlung nach Postbauer-Heng
Foto: Gabi Gess
NEUMARKT. Die angekündigte Schließung von Jugendstellen und Dekanatsbüros (
wir berichteten) wurde auch bei der Frühjahrs-Vollversammlung des Diözesanrats kritisiert.
Man hätte sich im Vorfeld eine stärkere Einbindung in diese Entscheidung gewünscht, hieß es sehr höflich formuliert bei der Tagung in Postbauer-Heng, zu der auch Bischof Hanke gekommen war.
Neben dem Thema Migration war der geplante Kahlschlag bei den Jugendstellen und Dekanatsbüros in der Diözese das zweite „heiße Eisen“, mit dem man sich bei der Zusammenkunft beschäftigte. Dabei rückte vor allem das Selbstverständnis des obersten Laiengremiums der Diözese in den Blick.
Kritik wurde nicht nur in einem angenommenen Antrag formuliert, sondern auch in zahlreichen Wortmeldungen der Delegierten deutlich. Bischof Gregor Maria Hanke sagte, er sei „dankbar für die offenen Worte“, die in der Aussprache fielen. Er war ebenso wie Generalvikar Michael Alberter, Amtschef Thomas Schäfers, Dr. Benedikt Rodler, Leiter der Abteilung Seelsorge und Evangelisierung im Bischöflichen Ordinariat, und Pia Dyckmans, Leiterin der Stabsstelle Kommunikation, zu Gast bei der Versammlung.
„Wir haben die Zeichen verstanden“, sagte der Bischof und versicherte, wie wichtig das „gemeinsame konstruktive Ringen“ sei. Auch Diözesanratsvorsitzender Christian Gärtner hatte zuvor betont: „Wir wollen dieses Bistum mit Ihnen gemeinsam in eine nicht einfache Zukunft führen.“
Gärtner hatte eingangs den Begriff „Zusammenhalt“ in den Blick gerückt. So dürfe sich – wie etwa beim Thema Migration – die Gesellschaft nicht auseinanderdividieren lassen und „in die Falle der Spalter tappen“. Aber auch in der Kirche sei der Zusammenhalt wichtig – ebenso wie die Einbindung der Ehrenamtlichen in Verbänden und Pfarrgemeinden, die im Diözesanrat repräsentiert seien.
Bei seiner letzten Vollversammlung habe das Gremium beschlossen, „einen Weg zu gehen, auch in Absprache mit dem Bischof, wie wir Partizipation stärken“. Seither sei schon einiges auf den Weg gebracht worden. So gebe es seit Anfang des Jahres eine Arbeitsgruppe, die ein Modell für noch breitere Beteiligung entwickeln soll – mit Einbindung des Ordinariats und weiterer Gremien wie etwa dem Diözesansteuerausschuss. Rückenwind hätten diese Pläne auch durch das Abschlussdokument der Weltbischofssynode erhalten, meinte Gärtner.
Umso größer sei jetzt der Frust nach der Ankündigung zur Schließung von Jugendstellen und Dekanatsbüros, die den Diözesanrat ebenso wie den Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) unvorbereitet getroffen habe. Der Diözesanratsvorsitzende bat eindringlich darum, dass gerade bei künftigen Überlegungen zu einer Verringerung der Pfarreien nicht erneut „eine einsame Entscheidung“ getroffen werde. Grundsätzlich sei ihm bewusst, dass das Bistum vor schwierigen Zeiten stehe und Einsparungen nötig seien.
„Wir stehen unter einem gewaltigen Druck“, gab auch Bischof Hanke mit Blick auf die schwindende Zahl von Gläubigen und den Rückgang von Ressourcen zu. „Unser Ziel ist, die Versorgung in der Fläche möglichst gut zu gewährleisten“. Bei der Frage: „Wovon müssen oder können wir uns trennen?“ seien viele Szenarien durchgespielt worden – von den Bildungshäusern über die Schulen bis zur IT-Abteilung. Auch das Bischöfliche Bauamt habe man zur Disposition gestellt. Die Konsequenzen wären aber für die Kirchenpfleger untragbar gewesen, die als Ehrenamtliche auf fachliche Unterstützung angewiesen seien.
Entscheidungen müssten manchmal schnell gefällt werden. Das Handeln der Bistumsleitung sei jedoch nicht „als Gleichgültigkeit gegenüber den Betroffenen zu verstehen und auf gar keinen Fall als böser Wille“. Vielmehr sei es „die Verantwortung, die uns bewegt, das Bistum manövrierfähig zu halten“.
Was die Jugendstellen betreffe, „so war mit keinem Gedanken gedacht, die dahinter stehende Organisationseinheit und deren Aufgaben zu beenden“ sagte Generalvikar Michael Alberter. Damit widersprach er „jeder Aussage, dass wir im Bereich Jugend Personal abbauen wollen“. Ziel sei es gewesen, „erst den Rahmen zu setzen und dann in einem Beteiligungsprozess die Strukturen zu organisieren“.
Erste Termine zu Workshops mit den Hauptamtlichen gebe es bereits, weitere Treffen mit Ehrenamtlichen seien in Planung. Benedikt Rodler beschrieb die Notwendigkeit einer Umstrukturierung. Er verwies in der Diskussionsrunde auf Veranstaltungen und Schulungen einzelner Jugendstellen, die mangels Teilnehmerzahl ausfielen und Stornokosten verursachten. Deshalb plädierte er für eine Bündelung von Aktivitäten.
pde
19.03.25
„Poetry & Charity“
NEUMARKT. Am 22. März um 19 Uhr veranstaltet die Diakonie im Klostersaal eine Benefizveranstaltung "Poetry & Charity" zugunsten der Generalsanierung des Martin-Schalling-Hauses.
Mit dabei ist die Poetry-Slammerin, Autorin und „Spoken-Word-Künstlerin“ Leah Weigand.
Die geplante Sanierung stellt die Diakonie vor große Herausforderungen, ist jedoch unumgänglich, um die gesetzlich vorgeschriebene Barrierefreiheit zu gewährleisten, hieß es. Darüber hinaus sollen energetische und technische Modernisierungen das Haus fit für die Zukunft machen.
Leah Weigand stammt aus Marburg und ist seit 2017 auf den Bühnen des deutschsprachigen Raums unterwegs. 2021 gewann sie die hessischen Meisterschaften im Poetry Slam, 2022 erreichte sie das Finale der deutschsprachigen Meisterschaften in Wien.
16.03.25
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