Gesundheit

Neuer Chefarzt vorgestellt


Beim Symposium wurde auch der künftige Chefarzt der Abteilung Nephrologie und Leiter des KfH-Nierenzentrums Dr. Fieras Dahhan (2. v.l.) vorgestellt. Neben ihm Vorstand Markus Graf (l.), Ärztliche Direktorin Dr. Ute Meister und Landrat Willibald Gailler
Foto: Julia Scherer
NEUMARKT. Zum einjährigen Bestehen des „Shunt“-Referenzzentrums am Neumarkter Klinikum fand ein Symposium mit Workshop für ärztliches uns pflegerisches Fachpersonal statt.

Dabei wurde auch der künftige Chefarzt der Abteilung Nephrologie und Leiter des KfH-Nierenzentrums Neumarkt Dr. Fieras Dahhan vorgestellt.

Ein „Shunt“ oder Dialysezugang ist eine operativ angelegte Kurzschlussverbindung zwischen einer Schlagader und einer Vene, über die Blut bei der Blutwäsche entnommen, gereinigt und wieder in den Körper zurückgegeben werden kann. Oft wird sie als „Lebensader“ für Menschen bezeichnet, deren eigene Nieren nicht mehr ausreichend arbeiten und die auf die lebensnotwenige Blutwäschebehandlung angewiesen sind.

Das Symposium mit etwa 60 Teilnehmern stand unter dem Motto „Wir brauchen die ganze Truppe, jeden Spieler des Teams, wenn wir erfolgreich sein wollen“, einem Zitat von Fußballtrainer Pep Guardiola. Von den Referenten wurde immer wieder die Zusammenarbeit zwischen den Disziplinen hervorgehoben.

Ergänzend zum wissenschaftlichen Programm fanden zwei Workshops mit praktischen Übungen statt. Am Ultraschallgerät wurde ein zertifizierter Kurs zur Shunt-Sonographie für Ärzte angeboten. Dialysepflegekräfte und ärztliches Personal konnten sich parallel an Modellen in sonografisch gestützter Shunt-Punktion schulen lassen.


Landrat Willibald Gailler zeigte sich bei der Begrüßung erfreut, dass das Shunt-Referenzzentrum weit über die Landkreisgrenzen hinaus einen exzellenten Ruf genieße. Die Zertifizierung zeuge von der Expertise des Teams, von der schlussendlich die Patienten im gesamten Landkreis Neumarkt profitierten.

Dr. Ute Meister, Chefärztin der Abteilung Gefäßchirurgie, Leiterin des Shunt-Zentrums und ärztliche Direktorin, bedankte sich bei allen Beteiligten für das Engagement und die gute Zusammenarbeit. Erstmals in Neumarkt präsentieren konnte sich auch der zukünftige Chefarzt der Abteilung Nephrologie und Leiter des KfH-Nierenzentrums Neumarkt, Dr. Fieras Dahhan. Er wird ab 1. April die Nachfolge von Dr. Randolf Seitz antreten.

Das Klinikum Neumarkt wurde im vergangenen Jahr als „Interdisziplinäres Shunt-Referenzzentrum“ von vier Deutschen Fachgesellschaften zertifiziert. Damit ist das Klinikum das zweite in Bayern und das einzige in Nord- und Ostbayern.

Seit der Gründung des KfH-Nierenzentrums und der Nephrologie am Klinikum vor 37 Jahren besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen Ärzten der Nephrologie und Shunt-Chirurgen. Die Initiative zur Zertifizierung von Interdisziplinären Zentren für Dialysezugänge wurde gegründet, um die Qualität von Gefäßzugängen zur Hämodialyse u.a. durch Implementierung von Leitlinien zu verbessern und messbar zu machen.

Möglichst wohnortnah soll flächendeckend die Erstanlage optimaler Dialysezugänge gewährleistet und gleichzeitig die Komplikationsbehandlung auf hohem fachlichem Niveau und rund um die Uhr sichergestellt werden.
09.02.24

 Doch noch ein Masken-Prozeß


Bei der Masken-Affäre im Landkreis Neumarkt kommt es nun wohl doch zu einem Betrugs-Prozeß
Foto: Pixabay (Symbolbild)
NEUMARKT. Die beiden Geschäftsleute aus dem Landkreis, die wegen des Handels mit Corona-Masken in U-Haft saßen, kommen wohl doch noch vor Gericht.

Der Fall hatte in Neumarkt großes Aufsehen erregt, weil einer der beiden Beschuldigten ein Lokalpolitiker und dritter Bürgermeister im Landkreis war. Der 31jährige Mann und sein 33 Jahre alter Geschäftspartner mußten lange Zeit in Untersuchungs-Haft (wir berichteten vielfach).

Im Juni letzten Jahres schien es so, als würde es keinen Prozeß gegen die beiden Männer geben: die 16. Strafkammer des Landgerichts Nürnberg-Fürth hatte die Eröffnung des Hauptverfahrens weitgehend abgelehnt.

Doch damit wollte sich die Staatsanwaltschaft nicht abfinden: sie legte sofort gegen die Nichteröffnungsentscheidung des Landgerichts Beschwerde ein. Dieses Rechtsmittel war zum großen Teil erfolgreich. Das Oberlandesgericht Nürnberg als Beschwerdegericht hat nun das Hauptverfahren eröffnet und die Anklage zur Hauptverhandlung vor der 16. Strafkammer des Landgerichts Nürnberg-Fürth weitgehend zugelassen. Hinsichtlich des Vorwurfs der gemeinschaftlichen Urkundenfälschung bestätigte es aber die ablehnende Entscheidung des Landgerichts.


Die Angeklagten sollen während der Corona-Pandemie Mund-Nasen-Schutzmasken chinesischer Herstellung zum medizinischen Gebrauch an das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, an Apotheken und Unternehmen verkauft haben, die nicht der vereinbarten Qualität entsprachen.

Nach Auffassung des Strafsenats liefert das Ermittlungsergebnis zahlreiche Indizien, dass den Angeklagten die Qualität der aus China bezogenen Masken gleichgültig war. Auch wenn ein Teil der an die verschiedenen Abnehmer veräußerten Schutzmasken tatsächlich die vereinbarte Qualität aufwies und es verschiedene Berechnungen der Fehlerquote sowie unterschiedliche Bewertungen der Schadenshöhe gibt sieht der Strafsenat in Gesamtwürdigung des Akteninhaltes einen „hinreichenden Tatverdacht gegen die Angeklagten wegen gemeinschaftlichen Betruges und versuchten Betruges“.

Die Akten werden nun an das Landgericht Nürnberg-Fürth zurückgegeben, das im Rahmen der Hauptverhandlung aufzuklären hat, ob sich die Taten, so wie angeklagt, zugetragen und sich die Angeklagten strafbar gemacht haben. Ein Termin zur Hauptverhandlung steht noch nicht fest.
05.02.24

Noch fünf Termine

NEUMARKT. Im Landkreis Neumarkt finden im Februar noch fünf Blutspendetermine statt. BRK-Kreisgeschäftsführer Klaus Zimmermann rief zur Teilnahme auf.

Im Landkreis hat man außerdem die Möglichkeit, sich als Blutspender zwischen 18 und 45 Jahren auf allen Terminen des Blutspendedienstes des Bayerischen Roten Kreuzes als Stammzellspender registrieren zu lassen.


Das sind die Termine im Februar:
04.02.24
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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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