Gesundheit

312 Krebs-Opfer


Im Gesundheitsamt liegen kostenlose Broschüren zum Thema
"Krebs" auf
NEUMARKT. 312 Neumarkter starben zuletzt jährlich an Krebs, hieß es am Donnerstag in einer Mitteilung des Neumarkter Gesundheitsamtes.

Entgegen der häufig gehörten Einschätzung gibt es keine Zunahme der Krebse. "Die Tatsache, dass wir immer älter werden, bedingt jedoch, dass im hohen Altern Krebse häufiger entstehen können", erkärte der Leiter der Behörde, Medizinaldirektor Dr. med. Heinz Sperber, zujm bevorstehenden "Welt-Krebs-Tag" am Samstag.

Bei Krebs handelt es sich um einen Sammelbegriff für verschiedenste Krebsarten, teils harmlos, teils jedoch auch sehr aggressiv und tödlich. Die meisten Krebse sind eine Erkrankung des hohen und sehr hohen Lebensalters. "Ein Paradefall hierfür ist der Prostatakrebs, der bei alten Männern sehr häufig diagnostiziert wird, die meisten der Betroffenen sterben jedoch nicht daran", sagte Sperber.

Viele Krebse in jungem Alter und auch im Kindesalter, zum Beispiel Leukämie, können "dank der modernen Medizin meist sehr gut behandelt werden".

Im Jahr 2010 gab es im Landkreis 312 Krebs-Todesfälle, betroffen waren 187 Männer und 125 Frauen. Die drei häufigsten Krebserkrankungen, die zum Tode führen können, sind - in dieser Reihenfolge - bei Männern der Lungenkrebs, der Darmkrebs und der Prostatakrebs, bei Frauen der Brustkrebs, der Darmkrebs und der Lungenkrebs.

Darmkrebs ist sowohl bei Männern wie auch bei Frauen die zweithäufigste Todesursache. Im Landkreis Neumarkt verstarben 2010 insgesamt 112 Menschen an Darmkrebs, 69 Männer und 43 Frauen.

Fachleute gehen davon aus, dass ein großer Teil der Krebs-Neuentstehungen vermeidbar wäre. Unbestreitbar sei das Rauchen die Hauptursache für die meisten Lungenkrebse. Sehr viele Darmkrebse könnten zum Beispiel durch eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung frühzeitig erkannt werden.

Im Eingangsbereich des Gesundheitsamtes liegen mehrere kostenlose Broschüren zum Thema "Krebs" auf.
02.02.12

"Von Frau zu Frau"

NEUMARKT. Am Mittwoch um 19 Uhr startet im Konferenzraum des Neumarkter Klinikums eine neue Veranstaltungsreihe. "Von Frau zu Frau" behandelt Fragen über Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Begleitung von Brustkrebs.

Die Veranstaltung soll Patientinnen, deren Angehörigen sowie Interessierten die Möglichkeit und den Raum bieten, im Rahmen eines Forums mit Brustkrebsspezialistinnen der Frauenklinik Neumarkt zu sprechen, Fragen zu stellen und auch zu diskutieren. Als Referentinnen stehen mit Dr. Diana Buss, Dr. Laura Kahmann und Tina Schnitzbauer Ärztinnen aus dem Brustzentrum Neumarkt zur Verfügung.

Insgesamt ist eine Veranstaltung in kleinem Rahmen geplant, die somit Raum für Fragen und Diskussion zulässt. Der geplante zeitliche Rahmen beträgt etwa eineinhalb Stunden. Gestartet wird mit kurzen Infovorträgen, die Besucher können jederzeit Fragen stellen und Diskussionen anregen. Die Kooperationspartner, wie beispielsweise Selbsthilfegruppen, sind in die Veranstaltung eingebunden.

Bei einer entsprechenden Resonanz soll die Veranstaltungsreihe "Von Frau zu Frau" mit verschiedenen Themen aus der Frauenheilkunde ein fester Bestandteil im öffentlichen Veranstaltungskalender des Klinikum Neumarkt werden.

Beginn der Veranstaltung ist am Mittwoch, um 19 Uhr im Konferenzraum des Klinikum Neumarkt (Untergeschoss, über die Treppe in der Eingangshalle leicht zu finden). Der Besuch der Veranstaltung ist kostenlos.
31.01.12

Was Hänschen nicht lernt...


Die Teilnehmer am Azubi-Workshop konnten auch an einem Quiz teilnehmen. Die Preise übergaben (hinten von links) Andreas Götz, Reinhard Härtel, Helga Arlitt, Günther Schubert und Brigitte Eichhammer an (sitzend) Sabina Reber, Anja Stadlbauer und Julian Steuer

NEUMARKT. In zwei Schulungen bei der AOK sollten Azubis von Wodego, Europoles und Railone Gesundheitsbewußtsein lernen.

Das Thema "Gesundheit" steht für junge Leute nicht an erster Stelle. Doch gerade in jungen Jahren werden die Weichen dafür gestellt, ob später einmal gesundheitliche Probleme auftreten, hieß es.

Marion Schmidt, Bewegungsfachkraft bei der AOK in Neumarkt, arbeitete in zwei Schlungen mit allen 58 Azubis der Firmen Wodego, Europoles und Railone. "Die AOK will Fehlhaltungen vorbeugen und bei den Jugendlichen ein Gesundheitsbewußstein schaffen."

In der Werkstatt wurde rückengerechtes Heben und Tragen geübt. Vor allem auch das Stehen an der Werkbank und die richtige Haltung wurden ausprobiert, zum Beispiel an der Bohrmaschine und am Schweißarbeitsplatz.

"Wir üben gleich alles in der Werkstatt am echten Arbeitplatz, reine Theorie bringt nicht viel", so Marion Schmidt. Auch für die kaufmännischen Ausbildungsberufe wurde gezeigt, wie ein ergonomisch optimaler Bildschirm-Arbeitsplatz eingerichtet wird. Hier kommt es auch auf die Einstellung des Bürostuhles oder den richtigen Abstand zum Bildschirm an.

"Die Workshops kamen bei unseren Auszubildenen gut an. Oft sind es nur Kleinigkeiten, die verändert werden müssen und wenn man gut informiert ist, sind sie ganz leicht umzusetzen", so Brigitte Eichhammer von Wodego, die die firmenübergreifenden Schulungen zusammen mit Reinhard Härtel von der AOK organisiert hat.

Die Azubi-Schulungen sind seit Jahren Bestandteil der betrieblichen Gesundheitsförderung. "Die Schulungen finden in jedem Jahrgang gleich zu Beginn der Ausbildung statt, damit sich die jungen Leute nichts Falsches aneignen, was später zu Gesundheitsschäden führen kann", so Eichhammer.
26.01.12
[1] - 2 - 3 - 4 ... Ende

Übrigens: Sie können jetzt alle Themen aus neumarktonline auch im NEUMARKTER FORUM diskutieren
Telefon Redaktion

Bürgerstiftung Neumarkt

Burgis

Stadt Neumarkt

Link zum Forum

Link zum Landkreis Neumarkt

MdEP Albert Deß

Rechtsanwälte Fessmann - Glatthaar

Berg im Internet - die Lokalausgabe der Internet-Tageszeitung neumarktonline. Aktuelle Berichte, Meldungen und News aus Berg im Internet
ISSN 1614-2853
11. Jahrgang
Berg im Internet - die Lokalausgabe der Internet-Tageszeitung neumarktonline. Aktuelle Berichte, Meldungen und News aus Berg im Internet
ISSN 1614-2853
11. Jahrgang