Gesundheit
Tote Wildvögel entdeckt

Im Landkreis wurden bereits mehrere infizierte Tiere entdeckt
Symbolfoto: Pixabay
NEUMARKT. Vogelgrippe-Gefahr im Landkreis Neumarkt: in Freystadt und Mühlhausen wurden tote Schwäne und Gänse entdeckt, die infiziert waren.
Die Tiere lagen jeweils im Bereich des Main-Donau-Kanals, teilte das Landratsamt mit. Die Kadaver wurden positiv auf das hochpathogene aviäre Influenzavirus getestet.
Inzwischen liegen die Ergebnisse der Untersuchungen durch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit vor.
Aviäre Influenza (von lateinisch avis, Vogel), umgangssprachlich auch Vogelgrippe genannt, ist eine durch Viren ausgelöste Infektionskrankheit, die ihren natürlichen Reservoirwirt im wilden Wasservogel hat. Diese Viren treten in zwei Varianten (gering/hochpathogen) und verschiedenen Subtypen (H1-16 in Kombination mit N1-9) auf. Geringpathogene aviäre Influenzaviren (LPAIV) der Subtypen H5 und H7 verursachen bei Hausgeflügel, insbesondere bei Enten und Gänsen, kaum oder nur milde Krankheitssymptome. Allerdings können diese Viren spontan zu einer hochpathogenen Form (hochpathogene aviäre Influenzaviren, HPAIV) mutieren, die sich dann klinisch als Geflügelpest zeigt. Geflügelpest ist für Hausgeflügel hochansteckend und verläuft mit schweren allgemeinen Krankheitszeichen.
Seit Anfang des Jahres wurden bereits mehrere tote Schwäne und Gänze im Bereich des Main-Donau-Kanals in den Gemeinden Freystadt und Mühlhausen gefunden. Deutschlandweit wurden bereits über 500 Fälle der aviären Influenza bei wildlebenden Tieren gemeldet. Bei den betroffenen Wildvogelarten handelt es sich zumeist um Wildgänse, Wildenten, Schwäne, Greifvögel und Reiher.
Um die Hausgeflügelbestände vor einem HPAIV-Eintrag zu schützen, sind die bekannten Präventions- und Biosicherheitsmaßnahmen durch die Tierhalter entscheidend. In Geflügelhaltungen, insbesondere mit Auslauf- und Freilandhaltung, sollten daher diese Maßnahmen dringend überprüft und wenn nötig optimiert werden, hieß es.
Im Umfeld von Fundorten HPAIV-infizierter Wildvögel sei eine risikobasierte Einschränkung der Freilandhaltung (Aufstallung) von Geflügel zu empfehlen. Alternativ können auch Teile des Auslaufs abgetrennt und mit einer Abdeckung versehen werden, um die Stallfläche durch eine Art „Wintergarten“ zu vergrößern.
Direkte oder indirekte Kontaktmöglichkeiten zwischen Geflügel und wildlebenden Wasservögeln oder natürlichen Gewässern sollten vollständig vermieden werden, um eine Einschleppung zu verhindern. Tierhalter wurden deshalb aufgefordert, auf mögliche Erkrankungen beim Geflügel zu achten und bei Auffälligkeiten in jedem Fall einen Tierarzt hinzuzuziehen. Bei Vorliegen erhöhter Tierverluste oder deutlichen Leistungseinbußen im Bestand müssen Untersuchungen zum Ausschluss der Geflügelpest eingeleitet und im Falle eines Seuchenverdachts das Veterinäramt informiert werden.
Geflügelhalter können zum Beispiel mit Hilfe der sogenannten
AI-Risikoampel der Universität Vechta das individuelle Risiko für einen Eintrag von Geflügelpest in den eigenen Tierbestand einschätzen und Optimierungsempfehlungen erhalten.
18.02.26
Diakonie übernimmt Suchtberatung
NEUMARKT. Die Diakonie hat die Suchtberatungsstelle in Parsberg von der Caritas übernommen und will sie im Parsberger Rathaus weiterführen.
Ansprechpartnerin vor Ort ist die Sozialpädagogin Gina Lübbecke.
Das Beratungsangebot richtet sich an Betroffene und Angehörige. Am häufigsten wenden sich Menschen wegen Alkoholproblemen an die Beratungsstelle, doch auch Abhängigkeiten von illegalen Substanzen, Glücksspiel, Internet oder Smartphones spielen eine Rolle, hieß es.
Die Beratung ist kostenlos und unterliegt der erweiterten Schweigepflicht. Termine werden nach vorheriger Vereinbarung vergeben, die Wartezeit beträgt in der Regel etwa eine Woche.
09.02.26
Spatenstich am Klinikum

Eine Visualisierung der „Baulichen Zielplanung 29+-x“ am Neumarkter Klinikum
Grafik: Sander-Hofrichter Architekten
NEUMARKT. Im Rahmen der „Baulichen Zielplanung 29+x“ für das Klinikum fand der erste Spatenstich für die Hauptmaßnahme des 2. Bauabschnittes statt.
Gleichzeitig konnte das neue Vinzenz-von-Paul-Haus eingeweiht werden, dessen gleichnamiges Vorgänger-Gebäude abgerissen wurde. Festgäste sprach von „zwei Meilensteinen“.
Mit den vorbereitenden Arbeiten wurde das Baufeld für die „Hauptmaßnahme zur Zukunftssicherung der Patientenversorgung im Klinikum Neumarkt“ freigemacht, hieß es beim ersten Spatenstich, an dem auch Finanzminister Albert Füracker und
Ministerialdirektor Dr. Rainer Hutka, der Amtschef beim Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention, teilnahmen.
Landrat Willibald Gailler zeigt sich hocherfreut über den Fortschritt bei dieser sehr komplexen Baumaßnahme. Mit dem im Rahmen des 2. Bauabschnitts zu errichtenden Neubaus werde es zu einer „weiteren Verbesserung“ in der Patientenversorgung kommen. Und das helfe auch bei der langfristigen Sicherung der Klinikstandortes Neumarkt im Hinblick auf die bevorstehende Krankenhausstrukturreform.
Durch den Ausbau von Einzel- und Isolierzimmern, eine leistungsfähige Notaufnahme und optimierte Abläufe entstünden deutlich spürbare Verbesserungen für Patienten, sagte Finanzminister Albert Füracker. Die Menschen vor Ort würden von einer erstklassigen medizinischen Versorgung profitieren, die Sicherheit, Qualität und Menschlichkeit in den Mittelpunkt rücke.
Dr. Rainer Hutka nannte die Umsetzung von Umbau und Erweiterung in weniger als einem Jahr als „rekordverdächtig“. Das Klinikum sei mit rund 280 Ausbildungsplätzen in der Berufsfachschule für Pflege und Krankenpflegehilfe für die Nachwuchsgewinnung bestens vorbereitet.
Mit dem Erweiterungsbau in moderner Holzmassivbauweise wurde die ehemalige Pflegeschule zu einem L-förmigen Gebäude weiterentwickelt. Künftig stehen hier moderne Räume für die Klinikleitung und der Administration zur Verfügung. Dank eines hohen Vorfertigungsgrades konnte das Gebäude in deutlich verkürzter Bauzeit von 10 Monaten realisiert werden.
Mit dem nächsten Bauabschnitt entsteht westlich des Hauptgebäudes ein Erweiterungsbau. Dafür wurde das bestehende Vinzenz-von-Paul-Haus abgerissen und die Liegendkrankenvorfahrt neu organisiert. Der Neubau ist baulich und städtebaulich dahingehend konzipiert, dass eine spätere Aufstockung um mehrere Geschosse möglich ist. In seiner Gestaltung und Materialität soll sich das Gebäude an den bestehenden Strukturen orientieren und harmonisch in das Gesamtbild des Klinikums einfügen. 2028 soll es fertig werden und in die Nutzung übergehen.
06.02.26
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