Statistiken aus Bayern

Weniger Gewaltkriminalität


Oberbürgermeister Thumann und Polizeidirektor Danninger trafen sich zum „Sicherheitsgespräch“
Foto: Käsewieter
NEUMARKT. In der Stadt Neumarkt gab es im letzten Jahr weniger Gewaltkriminalität aber mehr Firmeneinbrüche.

Das sagte Neumarkts Polizeichef Michael Danninger bei einem „Sicherheitsgespräch“ zu Oberbürgermeister Thomas Thumann. Die Gesamtzahl der Straftaten im Stadtgebiet ist deutlich um über zwölf Prozent gefallen.

In absoluten Zahlen bedeutet dies einen Rückgang von 1681 Delikten im Jahre 2020 auf 1477 Delikte im Jahre 2021. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl gab es im letzten Jahr 36,7 Straftaten pro 1000 Einwohner im letzten Jahr; ein Jahr zuvor waren es noch 41,74. Zum Vergleich: diese sogenannte Häufigkeitszahl liegt im Gesamt-Einzugsbereich der Neumarkter Polizei bei 23,67, in der Oberpfalz bei 35,57 und in Bayern bei 41,38 Straftaten.

Die Aufklärungsquote konnte von 67,6 auf 73,3 Prozentpunkte gesteigert werden, sagte Polizeidirektor Danninger. Die Quote für die Stadt Neumarkt liege damit deutlich über dem bayernweiten Durchschnitt von 69 Prozent.


In den Bereichen Gewaltkriminalität, Straßenkriminalität und Rauschgiftkriminalität, aber auch bei Fahrraddiebstählen und Wohnungseinbrüchen konnte eine Reduzierung der Straftaten festgestellt werden. Steigerungen ergaben sich im Bereich der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, worunter auch das Verbreiten pornographischer Schriften zählt, und bei Einbrüchen in Firmen.

Insgesamt kann die Sicherheitslage in Neumarkt als „sehr gut“ bewertet werden, hieß es. Dies sei auch dem guten Austausch und der Zusammenarbeit zwischen Stadt und Polizei zu verdanken.

In den nächsten Tagen und Wochen sind weitere Sicherheitsgespräche mit den Bürgermeistern der umliegenden Städten und Gemeinden geplant.
22.04.22

So sicher wie nie zuvor


NEUMARKT. Das Leben im Raum Neumarkt ist so sicher wie nie zuvor: die Kriminalitätsrate im Bereich der Neumarkter Polizei sank auf einen neuen Tiefstand.

Pro 1000 Einwohner zählte man im letzten Jahr nur 23,67 Straftaten; ein Jahr zuvor waren es noch 24,78. Zum Vergleich: in der Oberpfalz kommen auf 1000 Einwohner 35,57, in Bayern 41,38 Straftaten.

Was Innenminister Joachim Herrmann für Bayern sagte - „in Bayern leben heißt sicherer leben“ - lasse sich laut Danninger gleichermaßen für den Dienstbereich der Inspektion Neumarkt sagen. Sie ist für die Gemeinden Neumarkt, Berching, Berg, Berngau, Deining, Freystadt, Lauterhofen, Mühlhausen, Pilsach, Postbauer-Heng, Pyrbaum und Sengenthal zuständig. Die restlichen Gemeinden im südlichen und östlichen Landkreis werden von der Polizeiinspektion Parsberg betreut.

Die niedrigen Zahlen würden von einer sehr guten Sicherheitslage im Bereich Neumarkt zeugen, sagte Danninger bei der Vorstellung des Sicherheitsberichts 2021. Auch die Aufklärungsquote konnte von 67 Prozent im Jahre 2020 auf über 71 Prozent im Jahre 2021 gesteigert werden - was die höchste Aufklärungsquote der letzten zehn Jahre bedeutet.

Der Polizeichef hob hervor, daß die Zahl der Wohnungseinbrüche als Teil der Diebstahlkriminalität nach einem Anstieg 2020 wieder auf den niedrigsten Wert der letzten Jahre sank. neumarktonline berichtete bereits vor einer Woche über den landkreisweiten Rückgang bei den Einbruchs-Zahlen im letzten Jahr.


Stiegen die Zahlen im Bereich der Rauschgiftkriminalität in den letzten Jahre kontinuierlich an, so verringerte sich diese Zahl im Jahr 2021 wieder. Allerdings handelt es sich dabei um ein sogenanntes Kontrolldelikt - wenn also während der Pandemie weniger kontrolliert wird gehen auch die Zahlen zurück.

lm Bereich der Straßenkriminalität, die zum Beispiel den Diebstahl von Fahrrädern und Sachbeschädigungen auf Straßen, Wegen und Plätzen umfasst, wurden die wenigsten Delikte seit zehn Jahren angezeigt, die Aufklärungsquote konnte auf ein Zehn-Jahres-Hoch gesteigert werden. Gerade die Aufklärungsquote von über 36 Prozent in diesem Bereich zeige die Unterstützung aus der Bevölkerung mit Hinweisen, aber auch das Engagement der eingesetzten Beamten.

Eine Steigerung der Fallzahlen ergab sich bei den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Die Steigerung ist hauptsächlich auf den Anstieg der Verbreitung, Erwerb, Besitz und Herstellung kinderpornographischer Schriften zurückzuführen. lm Dienstbereich der Neumarkter Inspektion heißt das in absoluten Zahlen eine Steigerung im Bereich "Verbreitung pornographischer Schriften" von 17 Delikten im Jahre 2020 auf 41 Delikte im Jahre 2021. Im Sommer letzten Jahres fand in diesem Zusammenhang eine größere Razzia (wir berichteten) statt.

neumarktonline-Leser können den Sicherheitsbericht 2021 hier herunterladen
23.03.22

Sehr viele Wildunfälle


In über der Hälfte der Unfälle im Süden und Südosten des Landkreises waren Wildtiere verwickelt
Foto: Polizei
NEUMARKT. Vor allem im Süden des Landkreises sind Wildunfälle für mehr als die Hälfte aller „Schadensereignisse im Straßenverkehr“ verantwortlich. Das wurde bei der Vorstellung der Verkehrsstatistik für den Bereich der Polizeiinspektion Parsberg deutlich. Die Zahl der Unfälle stieg um 6,12 Prozent, die Zahl der Verletzten sogar um 14,91 Prozent.

Und auch ein tödlicher Verkehrsunfall verdarb im Dezember noch die Verkehrsstatistik der Parsberger Polizei für 2021: In Dietfurt wurde eine 75jährige Fußgängerin auf einem Supermarktparkplatz von einem Sattelzug erfasst und überrollt. Sie erlag in einem Krankenhaus ihren schweren Verletzungen (wir berichteten).

Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle stieg um 6,12 Prozent und folgte somit dem bayernweiten Trend (3,38 Prozent), sagte der Parsberger Polizeichef Erster Polizeihauptkommissar Karlheinz Dietl. Diese Entwicklung liegt auf dem Niveau der Vorjahre, ausgenommen dem Jahr 2020, das wegen der Corona-Beschränkungen deutlich geringere Unfallzahlen aufwies.

Die Parsberger Polizei nahm im Jahresverlauf insgesamt 971 Verkehrsunfälle auf. Bemerkenswert ist, dass mehr als die Hälfte aller Schadensereignisse im Straßenverkehr (55,82 Prozent) auf einen Zusammenstoß mit Wildtieren zurückzuführen sind, sagte Dietl. Die Anzahl der verletzten Verkehrsteilnehmer stieg mit 131 Personen deutlich um 14,91 Prozent an.

Im Kalenderjahr 2021 ereigneten sich insgesamt 538 (542) Wildunfälle. Somit blieb die Anzahl nahezu gleich.


Die Anzahl der gemeldeten „Unfallfluchten“ stieg um 4,05 Prozent von 74 auf 77 Unfälle. Davon konnten 26 Fälle und damit 34 Prozent geklärt werden. Die Zahl der Verkehrsunfälle mit der Ursache Alkoholeinwirkung stieg von zehn auf 15 . Zudem ereigneten sich im Bereich der Parsberger Polizei noch 3 (4) Unfälle unter Einwirkung von anderen berauschenden Mitteln. Bei diesen Unfallsituationen wurden insgesamt 12 (6) Personen verletzt.

Bei 19 (12) Motorrad-Unfällen wurden 19 (11) Personen verletzt, 9 (5) davon schwer. Die Steigerung der Unfallzahl ist auch darauf zurückzuführen, dass 2020 im pandemiebedingten Lockdown das Motorradfahren stark eingeschränkt war. Diese Maßnahmen waren 2021 nicht mehr notwendig, so dass wieder wesentlich mehr Motorradfahrer unterwegs waren.

Deutlich weniger Fahrradfahrer 19 (30) waren in Unfallgeschehen verwickelt: 18 (28) wurden verletzt, 11 (11) davon schwer. Konstant blieben im Zuständigkeitsbereich der Parsberger Polizei Unfälle von Verkehrsteilnehmern mit sogenannten Pedelecs. Aus dieser Gruppe ereigneten sich im Jahr 2021 insgesamt 12 (13) Verkehrsunfälle mit drei schwer- und acht leichtverletzten Personen.

So entwickelten sich die Unfallzahlen in den zum bereich der Parsberger Polizei gehörenden Gemeinden (die Zeile „VUP/VUS“ zählt dabei Fälle mit Personenschäden oder gravierenden Verkehrsverstößen auf):


15.03.22

Weniger Straftaten


Die Polizei zählte weniger Straftaten im Landkreis Neumarkt
Symbolbild: Pixabay
NEUMARKT. Die Polizei verzeichnete im letzten Jahr im Landkreis deutlich weniger Straftaten - und gleichzeitig eine höhere Aufklärungsquote.

Die Zahl der Straftaten sank im letzten Jahr um 3,2 Prozent auf 3076; erwischt wurden dabei 70,8 Prozent der Täter - fünf Prozent mehr als im Jahr zuvor. Das wurde bei der Vorstellung des „Berichts zur Sicherheitslage in der Oberpfalz“ am Dienstag in Regensburg bekannt, bei der auch Zahlen aus dem Landkreis Neumarkt genannt wurden.

So ging zum Beispiel die Zahl der Wohnungseinbrüche im Landkreis Neumarkt wie in der ganzen Oberpfalz stark zurück: um 53 Prozent von 41 auf 19 Fälle.


Bei der Vorstellung der oberpfalzweit spektakulärsten Straftaten waren auch zwei Beispiele aus dem Landkreis Neumarkt vermerkt: der Messerangriff in einem ICE bei Seubersdorf, bei dem im November 2021 vier Menschen schwer verletzt wurden (wir berichteten), und die geglückte Festnahme eines Enkeltrick-Betrügers im Januar 2021, als eine 72jährige Neumarkterin den Ganoven austrickste (wir berichteten).
15.03.22


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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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