Brücke wird neu gebaut


So soll die Talbrücke Pilsach einmal aussehen
Grafik: Krebs und Kiefer
NEUMARKT. Die Verkehrsbehinderungen auf der Autobahn im Raum Neumarkt werden noch etliche Jahre anhalten: die Talbrücke Pilsach wird neu gebaut.

Ab heuer soll in sechsjähriger Bauzeit die 54 Jahre alte Brücke abgerissen und durch zwei neue Brückenbauwerke - eines für jede Fahrtrichtung - ersetzt werden.

Die Firmengruppe Max Bögl zog den Großauftrag an Land - die Kosten sind mit rund 170 Millionen Euro veranschlagt. Das Sengenthaler Unternehmen wurde mit der Komplettleistung für den Abbruch und den betriebsbereiten Neubau der Großbrücke beauftragt. Der Auftrag umfasst die Erd- und Fundamentarbeiten sowie die Beton- und Stahlbetonarbeiten für die Pfeiler und Widerlager. Außerdem gehört die Fertigung und Montage der Stahlkonstruktion für die Überbauten zum Leistungsumfang.

Die neue Talbrücke ersetzt das bestehende Bauwerk aus dem Jahr 1971, das den gestiegenen Verkehrsbelastungen auf Dauer nicht mehr gewachsen ist. Der Neubau wird im Gegensatz zum einteiligen Bestandsbauwerk aus zwei getrennten Teilbauwerken bestehen – eines für jede Fahrtrichtung. Die Gesamtlänge der Brücke beträgt 645 Meter.

In einem ersten Schritt entsteht unmittelbar neben der Bestandsbrücke das Teilbauwerk in Fahrtrichtung Nürnberg, über das der Verkehr während der Bauzeit umgeleitet wird. Anschließend wird die alte Brücke vollständig abgerissen und das zweite Teilbauwerk in Fahrtrichtung Regensburg errichtet. Das erste Teilbauwerk wird dann zum Abschluss der Maßnahme in Querrichtung in seine Endlage verschoben.


Die beiden getrennten Überbauten werden als Stahlhohlkästen ausgebildet. Die dafür benötigen Stahlbauteile werden von Bögl in Sengenthal vorgefertigt und mit eigenen Schwertransportern auf die Baustelle transportiert. Die Endmontage der über 10.000 Tonnen Konstruktionsstahl erfolgt in einem sogenannten Taktkeller hinter dem Widerlager Nürnberg. Von dort aus wird der fertig montierte Überbau im Taktschiebeverfahren über das Tal in Richtung Regensburg eingeschoben.

Man freue sich sehr, dass man so nah beim Hauptsitz in Sengenthal den Auftrag für dieses anspruchsvolle Brückenbauwerk erhalten haben, sagte Vorstandsvorsitzender Stefan Bögl. Man wolle mit modernster Technik ein hochwertiges und langlebiges Bauwerk errichten.

Derzeit laufen vorbereitende Maßnahmen am Bauwerk. Die Hauptarbeiten beginnen noch heuer. Die Fertigstellung der neuen Talbrücke ist für 2032 vorgesehen.
13.01.26
neumarktonline: Brücke wird neu gebaut
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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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