Jobsuche: Internet überholt Zeitungen
NEUMARKT. Die Mitarbeitersuche via Internet hat die klassische Stellenanzeige in Tages- und Wochenzeitungen überholt. So nutzen 80 Prozent der Unternehmen ihre eigene Homepage häufig oder sehr häufig zur Anwerbung von Personal. Online-Stellenmärkte werden von fast der Hälfte der Großunternehmen aufgesucht, um qualifiziertes Personal zu gewinnen. Mit Hilfe von klassischen Stellenanzeigen suchen dagegen nur 30 Prozent der Firmen oft und 24 Prozent sehr oft nach neuen Mitarbeitern. Zu diesem Ergebnis gelangt eine Studie über Trends und Verfahren der Personalbeschaffung.
Die Studie wurde vom Institut für Wirtschaftsinformatik der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main gemeinsam mit dem Internet-Stellenmarkt Monster Deutschland durchgeführt. Analysiert wurde dabei die Einstellungspraxis der 1.000 größten deutschen Unternehmen. Nach den Ergebnissen der Studie zeigt sich ein eindeutiges Ranking: Demnach liegt die Beliebtheit der eigenen Homepage für die Personalsuche an erster Stelle, danach folgen Online-Stellenmärkte und schließlich Stellenanzeigen in Printmedien. Lediglich gut ein Zehntel der Firmen engagiert Personalberater.
Obwohl Personalberater also relativ wenig genutzt werden, wissen die Verantwortlichen in den Betrieben die Dienste der Berater offenbar dennoch zu schätzen: Bei der Frage nach der Effektivität liegen die Personalberater mit 62 Prozent vorne. Die vergleichbaren Online-Werte liegen dagegen nur bei 54 Prozent (eigene Firmen-Homepage) bzw. 38 Prozent (Online-Stellenbörsen). Am schlechtesten schneiden laut Untersuchung firmeneigene Recruiting-Veranstaltungen ab: Nur zwei Prozent der Unternehmen führen sie häufig durch und nur 20 Prozent halten sie für effektiv.
23.05.05
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