Ex-Neonazi berichtete
BERG/
Ein Ex-Neonazi sprach bei den Schülern in Berg
NEUMARKT. In Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert-Stiftung organisierte die Schwarzachtal-Schule Berg eine Informationsveranstaltung mit einem Aussteiger aus der rechten Szene.
Mit Interesse lauschten die Schüler der Mittelschule – und mit ihnen Rektorin Theres Altmann, Konrektor Michael Palmer, Verbindungslehrer Markus Fügl und Bürgermeister Helmut Himmler sowie Detlev Staude von der Friedrich-Ebert-Stiftung – den Schilderungen aus dem Leben von Manuel Bauer.
Bauer ist heute für "EXIT-Deutschland" mit Vorträgen an Schulen tätig und vermittelt jungen Menschen Einblicke in die menschenverachtende rechte Szene im Land. "Ich habe es in meinen jugendlichen Jahren genossen, Angst, Schrecken und Gewalttätigkeit zu verbreiten!", so Bauer. Heute spreche er offen über seine Irrtümer und deren Folgen sowie darüber hinaus über den "schweren Weg" aus der Welt der Rechtsradikalen in Deutschland.
Das Bestreben der Schule ist es, mit der Friedrich-Ebert-Stiftung Schüler über die Rechtsszene zu informieren und eine souveräne Haltung gegenüber dieser Szene aufzubauen, hieß es.
Bürgermeister Helmut Himmler lobt das Engagement der Schule zur Persönlichkeitsstärkung der Schüler, denn nur eine kritisch-selbstbewusste Haltung sei die Basis für ein selbstbestimmtes demokratisches zukünftiges Leben. Offene Information über Neonazis sei zugleich die beste Immunisierung.
30.11.11
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