Kneipenbühne Oberweiling

"Bezwingende Natürlichkeit"

NEUMARKT. Sobald ihr herzhaftes Lachen verklingt und Solly ihre Stimme zur Gitarre erhebt, beginnen ihre gefühlvollen Songtexte zu leben. Sie wird das "Girl In The Middle", zu "Just A Fool" und den "Six Strings" ihrer Gitarre und leidenschaftlichen Liebe zur Musik - mal sprühend, mal tieftraurig.

Nach beachtlichen In- und Auslandserfahrungen legt die Münchner Sängerin, Musikerin und Songwriterin mit "Miles" ihr offzielles Debütalbum mit 13 Eigenkompositionen vor, eingespielt mit versierten Studiomusikern und dem international renommierten Schlagzeuger und Produzenten Stephan Ebn (u. a. Gianna Nannini). Mühelos moduliert sie darauf fließend jazzige und folkige Passagen und singt bisweilen so fordernd und provokant wie Pink oder einst Janis Joplin.

Die Tochter eines syrischen Immigranten und einer Deutschen brachte sich zwar erst mit 21 Jahren das Gitarrenspiel bei und beherrscht inzwischen auch die anspruchsvolle Slide Guitar. Doch die musikbegabte Solly genoss von Kindesbeinen an eine fundierte Klassikausbildung, lernte Klavier, Violine, Bratsche und trat mit einem Kammerorchester, Sinfonieorchester und einem Chor auf.

Fast fünf Jahre verbrachte sie später im Ausland, tourte mit dem amerikanischen Bluesmusiker und 3-fachen Grammy-Gewinner Keb' Mo' durch die USA, Kanada und Australien und erprobte sich in Los Angeles als Solistin auf Open Stages, was auch zu ersten, eigenen Songs führte.

Zurück in München machte sich die bühnenerprobte und vielseitige Solly schnell einen Namen. Sie komponierte die Musik zum Kurzfilm "Schlafende Gesichter" des Filmhochschülers Mike Viebrock, gewann den "Trossinger-Blues-Contest", bestritt das Vorprogramm zu Fools Garden und John Lee Hooker Jr. und trat mehrmals bei "Songs Wanted" im Münchner Schlachthof auf. Die Presse verglich ihre eindringliche Stimme mit Sheryl Crow ebenso wie mit Norah Jones und Katie Melua.

Solly zwingt zum Zuhören und besitzt das, was nur wenigen in die Wiege gelegt wurde - Persönlichkeit, Ausstrahlung, Intensität, eine bezwingende Natürlichkeit und ganz persönliche Note. Solly - das ist Neo-Folk mit dem warmherzigen Pulsschlag des Blues: Solly gibt es am Samstag in der Kneipenbühne zu erleben.
03.12.09

Chansonabend fällt aus

NEUMARKT. Der für Samstag in der Oberweilinger Kneipenbühne angekündigte Chansonabend mit "Gosch& Klimpa" fällt kurzfristig aus.

Wie es am Freitag aus Oberweiling hier, muß die Veranstaltung wegen einer Erkrankung abgesagt werden.
27.11.09

"Am Strand der Dinge"


"gosch&klimpa"
NEUMARKT. "Am Strand der Dinge" ist das Motto des Chansonabends mit Michaila Kühnemann (Gesang) und Susanna Klovsky (Klavier): Was es da so alles zu finden gibt an diesem Strand? Dinge, die uns stören, und Dinge, die wir lieben. Dinge, die wir haben und die wir gerne hätten. Dinge, die wir gerne los wären, und welche, die wir uns ganz dringend wünschen. Dinge, von denen wir uns nicht trennen können; und natürlich Glück, das darf auf keinen Fall fehlen, sonst wäre es nicht das Chansonprogramm von gosch&klimpa, wie sich die beiden sympathischen Münchnerinnen nennen.

Sie entführen in ihre Welt voller Musik. Bekannte und auch weniger bekannte Lieder (u.a. von Brel, Tucholsky, Fanny van Dannen und Element of Crime), moderne Chansons und eigene Stücke dienen als Vorlage für ihre Geschichten über Dinge und deren Menschen.

Mit viel melancholischem Witz und noch mehr Charme werden Text und Musik vereint mit einer Stimme, die Gänsehaut garantiert, und einem Klavier, das verführt.

gosch&klimpa werden am Samstag unter Garantie das Publikum in der Kneipenbühne mit wunderbaren Stücken beglücken. Wer im vergangenen Jahr das Oberweiling-Debüt der beiden erlebt hat, kann dem nur voll und ganz zustimmen.

2010 wird es übrigens endlich Premiere vom neuen Programm geben: "Von Eseln und Brücken".

Wie man am Titel schon merkt wird es darin viel um Architektur und tierische Probleme gehen, die sich natürlich - wie sollte es auch anders sein - nicht ohne den Menschen und mittels sehr viel Liebe zum Detail lösen lassen. Es wird wieder ein schönes Requisit geben, das schon mit seinen Hufen scharrt, weil es endlich auf der Bühne zwischen diesen unglaublich gutaussehenden Damen stehen möchte. Teile dieses neuen Programms gibt es übrigens als eine Art Vorpremiere schon in der Kneipenbühne.
25.11.09

Musikalische Reise


Norbert Vollath und Anka Draugelates
NEUMARKT. Zwei indische Shruti-Boxen, zwei mit Wasser gefüllte Schüsseln auf geheimnisvollen Gestellen, ein paar Steine, eine Viola, eine Gitarre, eine Kalimba, eine Bassklarinette und ein Sopransaxophon stehen auf der Bühne, und man ist schon vor Beginn des Konzerts in Oberweiling gespannt, was einen da wohl erwarten wird.

Dann betreten Norbert Vollath und Anka Draugelates als "Duo Extrakt" die Szenerie, und während ein spätes, verirrtes Pfauenauge seine melancholischen Runden um die kleinen künstlichen Energiesparlampen-Sonnen im Klassenzimmer dreht, beginnen den unscheinbaren fernöstlichen Blasebalg-Instrumenten sphärische Klänge zu entströmen.

Die beiden wunderbaren Musiker treten ihre musikalische Reise an und nehmen ihr Publikum, bevor sie ferne Galaxien besuchen, erst einmal mit nach Irland, indem sie zutiefst rührende Balladen wie "The Lonesome Boatsman" oder "Foggy Dew" interpretieren.

Norberth Vollath, mittlerweile bekennender Fan der Kunst, die von der Grünen Insel kommt, vertont Teile aus James Joyces "Finnegans Wake" - und wie von selbst, auf zauberhafte Weise, lässt sich das Ohr des überraschten und begeisterten Publikums auf die obskuren Texte ebenso ein wie auf die dazugehörigen experimentellen Klänge.

Anka Draugelates stimmlicher Facettenreichtum spannt sich dabei von dunkel-sonoren Bereichen über warm-raues Timbre, sie singt in unerhört hohen Tönen "nach innen" und präsentiert an anderer Stelle einen erstaunlichen Obertonreichtum. Klar und sanft interpretiert sie, indem sie sich auf der Shruti-Box begleitet, das Liebeslied "Black is the color of my true loves hair", einen Song, der so manchem Zuhörer Tränen in die Augen treibt, nicht zuletzt wegen der wunderbar einfühlsamen Bassklarinette des "Negerländers" Norbert Vollath. Dann wieder fetzt das Duo mit unisono-Melodien los oder präsentiert traumhaft saubere Bicinien (Sopransax plus Stimme) im Terzabstand.

Kurzweilig, lustig und immer mit überraschenden Wendungen warten die beiden Ton-Zauberer auf, wenn zum Beispiel Vollath mit dem Geigenbogen eine Butzelkuh zum Singen bringt, während die hervorragende Bratschistin Draugelates dazu dem afrikanischen Daumenklavier Streicherklänge entlockt; oder wenn die beiden mit Posaunen- und Klarinettenmundstück ihre "Waterphone" zu einer verspielten, reizenden Blubbermusik anregen; dann wieder werden sie lyrisch, wenn Draugelates zu ihrer gestrichenen oder wie eine Gitarre (die sie übrigens auch vorzüglich bedient) gezupften Viola singt.

Vollath übrigens ist immer auf selber Augenhöhe mit der charmanten und sympathischen Performance-Künstlerin, die ganz zum Schluss mit einem mittelalterlichen Tanzstück aus dem Llibre Vermell de Montserrat zur "Party auf katholisch" einlädt.
23.11.09


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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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