Pfleiderer
Wechsel im Aufsichtsrat
NEUMARKT. Die Gewerkschafterin Dr. Astrid Ziegler wird neues Aufsichtsrats-Mitglied beim Neumarkter Holzwerkstoffhersteller Pfleiderer.
Die promovierte Ökonomin, die seit vier Jahren im Vorstandsbüro der IG Metall für Grundsatzfragen der Industrie zuständig ist, übernimmt den Arbeitnehmer-Aufsichtsrats-Posten von Wolfgang Rohde.
Rohde, langjähriges Mitglied und stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats, legte sein Amt zum 30. November im Zuge seiner Pensionierung nieder.
In seiner jüngsten Sitzung hat der zwölfköpfige, paritätisch besetzte Aufsichtsrat außerdem Reinhard Hahn, Gewerkschaftssekretär des Vorstands der IG Metall in Frankfurt, zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Das bereits seit 2002 im Aufsichtsrat der Pfleiderer GmbH sowie der Vorgängergesellschaft Pfleiderer AG tätige Mitglied verfüge über tiefgehende Branchen- und Unternehmenskenntnisse und gewährleistee damit Kontinuität in dem Kontrollgremium, hieß es.
13.12.13
Spanplatten gespendet

Mit rund 2.000 Quadratmetern Nut- und Federplatten hilft Pfleiderer den Gemeinden Kamern und Schönfeld
NEUMARKT. Auch fünf Monaten nach der Hochwasser-Katastrophe stellt das Neumarkter Unternehmen Pfleiderer in Sachsen-Anhalt Hilfe zur Verfügung.
Unmittelbar nach der Katastrophe, von der
weite Teile Deutschlands betroffen waren, hatte der Holzwerkstoffhersteller
Materialspenden bereitgestellt: Menschen, deren Häuser vom Hochwasser zerstört oder
beschädigt waren, konnten aus Neumarkt kostenlose Nut- und Feder-Verlegeplatten
beziehen.
Auch jetzt, rund fünf Monate später, hält Pfleiderer an seinem Angebot fest: ein vollbeladener Lkw fuhr in der Gemeinde Kamern vor.
Der beliebte Erholungsort in Sachsen-Anhalt, zwischen Elbe und Havel, war besonders
schwer vom Hochwasser im Juni betroffen. Dort und in der Nachbargemeinde Schönfeld
haben die Wassermassen unter anderem zwei Bungalowsiedlungen und Campingplätze
in Mitleidenschaft gezogen.
Um diese wiederherstellen zu können, waren die haupt- und
ehrenamtlichen Mitglieder des DRK Kreisverband östliche Altmark e. V. auf Spenden
angewiesen.
11.11.13
15 Kündigungen in Neumarkt

Pfleiderer baut rund 100 Stellen ab
Foto: Pfleiderer AG
NEUMARKT. Von den 40 geplanten Kündigungen bei Pfleiderer entfallen etwa 15 auf Neumarkt. Insgesamt baut das Unternehmen rund 100 Stellen ab.
Diese Zahlen bestätigte ein Pfleiderer-Sprecher am Freitag-Nachmittag gegenüber
neumarktonline. Unsere Zeitung hatte zuvor über die Personalabbau-Pläne des Unternehmens in einer
Eil-Meldung berichtet. Derzeit hat das Unternehmen rund 2000 Arbeitsplätze
Man werde versuchen, den Job-Abbau weitgehend "sozialverträglich" zu gestalten, hieß es. Dazu zählt man bei Pfleiderer "Einstellungsstopp und das Auslaufen von befristeten Stellen".
In "nahezu 40 Fällen" seien allerdings "Kündigungen unumgänglich", davon etwa 15 am Standort Neumarkt, wie der Pfleiderer-Sprecher auf Nachfrage von
neumarktonline sagte.
Man stelle sich mit einer "flexibleren Personalpolitik" auf das "unverändert
volatile Marktumfeld" ein, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens. Ziel sei es, kurzzeitig Schwankungen von bis zu 20 Prozent bei den benötigten Arbeitskapazitäten auszugleichen. Dies will Pfleiderer künftig offenbar verstärkt über "Zeitkonten oder andere flexiblere Arbeitszeitmodelle" und bei Spitzen direkt über Zeitarbeiter erreichen.
Das Neumarkter Unternehmen, das in den letzten Jahren nur knapp an der kompletten Pleite vorbeigeschlittert ist und zuletzt mehr als 25 Millionen Euro in seine neue Spanplatten-Produktionshalle investierte, hat offenbar mit der "anhaltenden Volatilität" der Nachfrage auf dem westeuropäischen Holzwerkstoffmarkt zu kämpfen. Zudem könnten Steigerungen bei den Material- und Personalkosten derzeit nur bedingt über den Verkaufspreis ausgeglichen werden.
Die Anfang 2013 erfolgte neue strategische Aufstellung habe bereits "gute Fortschritte" erzielt. Allerdings sei eine weitere Straffung der Strukturen und Prozesse notwendig, was schließlich zum Abbau von rund 100 Arbeitsplätzen führte. Im Manager-Deutsch wird der Job-Verlust als "Flexibilisierung der Personalpolitik" bezeichnet.
Pfleiderer müsse sich "proaktiv" - so Unternehmenssprecher Michal Wolff - darauf einstellen, daß die hohen Nachfrageschwankungen in der Branche anhalten werden. Flexibilität bei den Kosten sei dabei unverzichtbar. Die nun beschlossenen Maßnahmen seien ein "weiterer wichtiger Schritt, um schneller auf Marktveränderungen reagieren zu können und damit unsere Wettbewerbsfähigkeit zu sichern".
27.09.13
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