Bürgerhaus Neumarkt
Delphi besucht

Werksleiter Johann Lang (rechts) begrüßt die Besucher im Neumarkter "Delphi"-Werk Süd
NEUMARKT. Das Bürgerhaus hat in Kooperation mit dem Umweltzentrum Haus am Habsberg am Dienstag die Vorzeigefirma
Delphi im Werk Süd in Neumarkt besucht.
Werksleiter Johann Lang begrüßte die 30 Teilnehmer und stellte die Produktionsschwerpunkte vor. In der Kontaktteilfertigung für die Automobilindustrie werden zum Beispiel 500 bis 3000 Teile pro Minute hergestellt.
Der legendäre Ruf des Neumarkter Werks beruht auf der Qualitätssicherung: bei einer Jahresproduktion von etwa 2,4 Milliarden Teilen gibt es "Null" Kundenreklamationen (
wir berichteten). Dies ist auch ein Grund für die zahlreichen Auszeichnungen des Delphi-Werkes in Neumarkt, zum Beispiel als "Fabrik des Jahres 2005" (
wir berichteten).
Der Umweltbeauftragte des Delphi Werkes, Bernhard Meyer, ging vor allem auch auf den Bereich Umweltschutz ein und verdeutlichte die enormen Einsparpotenziale durch ein systematisches Energiemanagement. Das
Delphi Werk in Neumarkt besitzt ein dauerhaft angelegtes Umweltmanagementsystem und ist entsprechend international zertifiziert. Beim Rundgang durch die Produktion konnten sich die Teilnehmer von der hohen Qualität der Produktionsabläufe und der Produkte überzeugen. Eine Besonderheit bei
Delphi ist zum Beispiel eine eigene Abteilung für die Werkzeugfertigung.
Das Bürgerhaus hat die Reihe "Identifikation mit unseren Betrieben" im Herbst 2007 gestartet. Gemeinsam mit dem "Haus am Habsberg" werden die Türen bei heimischen Unternehmen geöffnet und den Bürgern Einblicke in den Betriebsablauf ermöglicht. Bisher wurden auch die Firmen
Bionorica AG in Neumarkt und
Huber AG in Berching besucht.
Die nächsten Termine finden am 26. Mai bei
Variotec und am 10. Juni bei der
Lammsbrauerei statt. Interessenten können sich im Bürgerhaus unter Telefon 09181/511038 anmelden.
15.04.08
Erlöse gespendet

Dem "Neumarkter Bürgerbuch" eine märchenhafte Fortsetzung hinzugefügt: Aus dem Verkaufserlös erhielten Susanne Kurzendörfer und Dr. Heinz Sperber für ihre sozialen Einrichtungen je tausend Euro von Stadträtin Ruth Dorner und Bürgerhaus-Chef Ralf Mützel.
Foto: Erich Zwick
NEUMARKT. Dem ersten Bürgerbuch der Stadt unter dem Titel "Neumarkt erzählt" wurde am Montag ein märchenhaftes Kapitel hinzugefügt. Bei dichtem Schneetreiben vor den Fensterscheiben des Bürgerhauses wirbelten drinnen nicht etwa Frau Holle, sondern Stadträtin Ruth Dorner und Hausherr Ralf Mützel mit zwei flockigen Schecks.
Als "Goldmarie" fühlen durfte sich Susanne Kurzendörfer, die Vorsitzende des Vereins Familienzentrum, und - ein geeignete männliche Märchenfigur fällt einem auf Anhieb nicht ein - Dr. Heinz Sperber, der Vorstandsvorsitzende Bürgerstiftung Region Neumarkt. Beide erhielten je eintausend Euro für ihre sozialen Einrichtungen.
Während Susanne Kurzendörfer auf Anhieb kein konkretes Projekt einfiel, das sie mit der Finanzspritze beglücken könnte, hat Dr. Heinz Sperber die Sonderschule in Parsberg ins Auge gefasst, die mit warmen Mittagessen versorgt werden soll.
Das Buch "Neumarkt erzählt", aus dessen Verkaufserlös nach einem ersten "Kassensturz" schon einmal je tausend Euro an das "Familienzentrum e.V." und an die "Bürgerstiftung Region Neumarkt" ausgeschüttet werden konnten, ging inzwischen 1.100mal über den Tresen.
Es ist weiterhin zum Preis von zwölf Euro erhältlich im Neumarkter Buchhandel, in der Tourist-Info in der Rathauspassage, im Bürgerhaus, im Eine-Welt-Laden in der Klostergasse, im Laden "Im Klostertor" und in der Bäckerei Düring.
Am 130 starken Bürgerbuch arbeiteten 55 Autoren mit. Sie beschrieben Lustiges, Nachdenkliches und Kurioses und machten damit, angereichert mit zum Teil bislang unveröffentlichten Fotos aus Privatsammlungen, Neumarkt in allen seinen Facetten "unsterblich".
E.Z.
07.04.08
Übrigens: Sie können jetzt alle Themen aus
neumarktonline auch im
NEUMARKTER FORUM diskutieren