Freie Liste Zukunft

Gegen "Wolken-Kuckucks-Heime"

NEUMARKT. FLitZ befürchtet, daß der Kinderhort am Hofplan der Spitzhacke zum Opfer fällt.

Die CSU-Fraktion hatte sich geweigert, im Bausenat eine Fotodokumentation von Stadtrat Hans Walter Kopp (FLitZ) zur Kenntnis zu nehmen, aus der hervorgehe, dass am Kinderhort dringender Sanierungsbedarf besteht, heißt es in einer Presse-Mitteilung von FLitZ. Offenbar halte die CSU-Mehrheit eine Renovierung für nicht notwendig.

Dieter Ries, Vorsitzender des Vereins FLitZ bezeichnete das Verhalten der CSU-Stadträte im Bausenat als "beschämend und zugleich entlarvend". Immer mehr Anzeichen sprächen nämlich dafür, dass auch dieses Gebäude, ebenso wie das bereits geschlossene Altenheim am Residenzplatz, bald der Spitzhacke zum Opfer fallen solle.

"Vorrangiges Ziel" sei für die CSU die "Stadthalle mit dem gewünschten, sündteuren Drumherum." Stadtrat Hans-Jürgen Madeisky pocht darauf, die im Alltag notwendigen Dinge und vor allem die Menschen nicht zu vernachlässigen. Kinder sind seiner Meinung nach wichtiger und vorab zu betreuen - "Wolken-Kuckucks-Heime" seien höchstens zweitrangig.
26.10.05

FLitZ begrüßt Passagen

NEUMARKT. FlitZ begrüsst ausdrücklich die Initiative der Sparkasse, Ladenpassagen im ehemaligen Kaufhaus der Mitte zu errichten.

Oberbürgermeisterkandidat Johann Georg Glossner nannte dies "einen positiver und zukunftsweisender Beitrag zur Stadtentwicklung" geleistet. Der Untere Markt werde hier nachhaltig gestärkt.

In Anspielung auf den Wechsel in der Neumarkter Rathaus-Spitze fügte Gloßner noch an: " Somit bewahrheite sich der Spruch, in Neumarkt wird mehr gehen, wenn mehr gegangen wird.
25.10.05

"Besonders hart betroffen"

NEUMARKT. Wie sehr die neue Gesetzeslage zur Untersuchung der Kanalisationsanschlüsse die Bürger der Hasenheide bewegt, sah man an der Teilnehmerzahl einer Infoveranstaltung, zu der die Stadträte der Freie Liste Zukunft, allen voran OB-Kandidat Johann Georg Gloßner ins Heim des FC-Süd geladen hatten.

Etwa 100 Hasenheidener waren gekommen, um den Sachverhalt zu diskutieren; die Gaststätte war voll besetzt.

Bis spätestens 2010 wird es nach Auskunft Gloßners alle Neumarkter Hauseigentümer treffen, dass sie ihre Abwasserleitung auf Dichtheit untersuchen müssen - ein kostenaufwändiges Verfahren, vor allem dann, wenn die Untersuchung ergeben sollte, dass die Leitung repariert werden muss.

Schwer ließen sich hier Kostenprognosen abgeben. Teile der Bewohner in der Hasenheide seien nun im wahrsten Sinne des Wortes doppelt und damit noch härter betroffen. Werde ihnen doch abverlangt, dass sie nicht nur alle zehn Jahre, sondern als Anlieger im Wasserschutzgebiet alle fünf Jahre die Untersuchungen vornehmen lassen müssen. Ähnliches gelte für die Heizöltanks.

Grünen-Stadtrat und FLitZ-OB-Kandidat Johann Georg Gloßner sieht darin für die Betroffenen eine nicht hinnehmbare Härte, dies insbesondere, da zu Zeiten, als die Eigenheimbesitzer bauten, der Tatbestand noch nicht bekannt war, dass man dereinst im Wasserschutzgebiet liegen wird. Denn viele der Bürger in der Hasenheide kamen mit ihrem Anwesen erst 1998 in die damals neu erweiterte Wasserschutzzone, rechtswirksam im Jahre 1999 .

Nutznießer dieser kostenintensiven Untersuchungen seien ohne Frage etwa 95 Prozent der Wasserbezieher in Neumarkt, nämlich all die, die aus der Miss ihr "dann besser geschütztes Wasser" beziehen, sagte Gloßner.

Leider, so Stadtrat Johann Georg Gloßner, wurde der von Flitz und den Grünen gestellte Antrag, die besonderen Härten für Bewohner des Wasserschutzgebietes in der Hasenheide durch Umlegung auf alle Wasserbezieher abzufedern, von der CSU-Mehrheit abgelehnt.

Lediglich bei der nächsten fälligen Untersuchung in etwa fünf Jahren wolle die Stadtratsmehrheit überlegen, ob man Zuschüsse gewähren könne, so Ex-Oberbürgermeister Alois Karl laut Gloßner in der Sitzung des Bausenats.

Gloßner bedauerte, dass der Antrag zu helfen "wie so viele unserer Anträge von der CSU abgeschmettert wurde". Es stelle sich ohnehin die Frage nach der Rechtswidrigkeit der Kostenauferlegung. Er riet zur Wachsamkeit, dass dieses von Alois Karl "leider sehr unverbindliche Versprechen" nicht vergessen werde.

Sehr wichtig ist es nach seiner Ansicht, Politiker aller Fraktionen im Rathaus über die angesprochene "unbillige Härte" verstärkt zu informieren. "Wir drei Stadträte und FLitZ", so der Versammlungsleiter und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Hans-Jürgen Madeisky, würden dieses Bemühen mit aller Kraft unterstützen und zu gegebener Zeit erneut einen Antrag auf Förderung stellen.

Nicht umhin kommen alle Bewohner der Hasenheide nun, die vom Gesetz geforderte Dichtheitsprüfung jetzt vornehmen zu lassen. Eine größere Gruppe hat bereits Eigeninitiative entwickelt und Angebote verschiedener Firmen eingeholt, die in Einzelpositionen zum Teil erheblich voneinander abweichen.

Stadtrat Hans Walter Kopp (FLitZ) riet den Anwohnern, von der Stadtverwaltung rechtsgültige Bescheide einzufordern, in denen die Stadt die Dichtheitsprüfung verlangt. Zum weiteren sollte man eventuell notwendig werdende Baumaßnahmen mit Metermaß und Foto und eventueller Probennahme, von zum Beispiel Wurzelwerk, dokumentieren, um im Falle eines eventuell aufkommenden Rechtsstreits um den Verursacher des Schadens auf der sichereren Seite zu sein.
24.10.05

Freundeskreis für Senioren

NEUMARKT. Lichte Räume, ein einladender Empfangsbereich mit riesiger Sitzgruppe, ein Speiseplan, "daß einem das Wasser im Munde zusammenläuft". Die Bewohner im zentral und wunderbar am Schlossweiher gelegenen, evangelischen Altenheim sind auch durchweg zufrieden. Davon konnte sich Stadtrat Hans-Jürgen Madeisky (Freie Liste Zukunft) anlässlich seines Besuchs, der mit einem mehrstündigen Arbeitseinsatz verbunden war, überzeugen. Er war einer der Politiker, allerdings nach seinem Bekunden der einzige "politische Nichtprofi", die im Rollentausch "Seitenwechsel" (wir berichteten) ein Altenheim näher kennenlernen wollten.

Harte Arbeit leisten seiner Meinung nach die Beschäftigten dort, in kleinen Detailbereichen von einigen noch sehr rüstigen Bewohnern unterstützt. Abwechslungsreich wird das Zusammenleben gestaltet: Diavorträge, gemeinsame Gottesdienste, Gymnastikstunden, Weinfest, Sommerfest, Adventsfeiern, Spaziergänge, allein oder in Gruppen.

Besuche durch Personen von außerhalb verschönern das Leben, sind Höhepunkte für die Bewohner. Ein nicht unerheblicher Teil der mehr als 80 Bewohner, überwiegend Frauen, sind aber in ihren Aktionsmöglichkeiten, sei es geistig oder körperlich, mehr oder weniger beeinträchtigt. "Gerade für diese Mitbürger ist der Kontakt mit uns Menschen von draußen sehr wichtig", sagte Madeisky.

"Man erlebt viel Mitgefühl und erfährt Dankbarkeit für die Gespräche", meinte Madeisky, "hier besteht offensichtlich Handlungsbedarf." Da ist beispielsweise die betagte Neumarkterin, jetzt an den Rollstuhl gebunden, die sich wünscht und hofft, mal wieder in die Stadt kommen zu können: "Das letzte Mal war vor bestimmt einem halben Jahr". Verwandte hat sie nicht.

Und spätestens hier stellte sich für den FLitZ-Stadtrat die Frage, "ob nicht der eine oder andere Mitbürger durchaus die Zeit aufbringen könnte zu einem ungezwungenen Plausch hin und wieder. Und ob nicht mancher "junge Pensionist" noch die Kraft hat, einen Rollstuhl durch Neumarkt zu schieben".

Also regt Stadtrat Hans-Jürgen Madeisky an, zu überlegen, eventuell einen Freundeskreis für die älteren Mitbürger im Martin-Schalling-Haus - so heißt das evangelische Altersheim offiziell - zu gründen, "ohne dass daraus gleich eine "erdrückende Verpflichtung" für den Einzelnen erwächst" .

Stadtrat Madeisky bot an, die Sache mit anzustoßen und auch mitzuwirken: "Als erstes können mich Interessierte ja anrufen, dann sollten wir uns mit dem Heimleiter und Leiter des Diakoniezentrums, Stefan Krusche mal zusammensetzen und überlegen, wie wir den Menschen im Alter helfen können." (Madeiskys Telefonnummer: 9562)
24.10.05


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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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