Gesundheit

Sinnvoll oder umstritten

NEUMARKT. Selbsttests können nach Meinung der Neumarkter Apotheker sinnvoll sein - viele sind aber auch umstritten.

Wie Michael Popp in seiner Eigenschaft als Pressesprecher der Apotheker im Landkreis mitteilte, können Selbsttest aus der Apotheke hilfreich sein, wenn sie leicht zu handhaben sind und eine eindeutige Aussage haben. Im Hinterkopf sollte man dabei aber immer haben, dass auch der beste Test keine ärztliche Diagnose ersetzen kann.

Die gängigsten Untersuchungen, die in der Apotheke durchgeführt werden, sind die Bestimmung des Blutzuckerwertes und des Blutdruckes. Sie liefern schnell eine Aussage über aktuelle Werte und können, bei mehrmaliger Durchführung über einen bestimmten Zeitraum, als Screening-Methode nützliche Hinweise auf Grunderkrankungen geben.

Ebenso dient die Kontrolle des (Gesamt-)Cholesterins der eventuellen Entdeckung einer Fettstoffwechselstörung und der Patient kann so rechtzeitig zum Arztbesuch animiert werden. Die Bestimmung der einzelnen Bestandteile des Cholesterins liefert zwar wesentlich genauere Aussagen, ist jedoch aufwändiger und teurer.

Tests, die zu Hause durchgeführt werden, sollen einfach zu handhaben sein und eindeutige Ergebnisse liefern. Bewährt haben sich zum Beispiel Analysen von Nierenwerten, bei denen man schnell auf Blut im Urin oder eventuelle Blaseninfektionen aufmerksam wird. Der Urintest ist schnell durchführbar und es lassen sich eine Vielzahl von Parametern bestimmen. Auch die Bestimmung des pH-Wertes des Urins läßt sich schnell und einfach durchführen. Hiermit werden häufig Diäten kontrolliert oder Hinweise auf eine chronische Entzündung erhalten.

Nicht jeder Selbsttest, den man kaufen kann, ist auch sinnvoll und empfehlenswert. Viele sind umstritten, etwa weil der Rückschluss vom Messergebnis auf eine Krankheit schwer fällt. Hier vier Beispiele für umstrittene Tests:
09.08.06

Häusliche Krankenpflege

NEUMARKT. Das Neumarkter Diakonische Werk führt ein Pflegeseminar für "Häusliche Krankenpflege" durch.

Mutter oder Vater, vielleicht die Nachbarin, sind alt geworden. Sie brauchen zunehmend Hilfe im Haushalt und beim Waschen und Anziehen. Hier greift die Diakonie-Sozialstation im Diakonie-Zentrum Neumarkt ein und bietet weitumfassende Hilfen mit einem zehn Abende umfassenden Seminar für pflegende Angehörige, immer Montags ab dem 4.September.

Im Zuge der Gesundheitsreform und der laufend steigenden Kosten wird es immer wichtiger selbst Angehörigen bei der Pflege helfen zu können. Die durch die Erkrankung und Pflege eines Familienmitgliedes oftmals schwere körperliche und seelische Belastung ist dabei nicht zu unterschätzen. Sowohl der Pflegebedürftige, als auch die Angehörigen stehen vor neuen Anforderungen und einer sich ständig veränderten Lebenssituation. Da die Pflege sehr lange dauern kann, die Kräfte der Pflegenden aber begrenzt sind, bietet die Pflegekasse zur Unterstützung Pflegepersonen und Angehörigen die Möglichkeit, an einem Pflegekurs teilzunehmen.

Das Team der Diakoniesozialstation (Pflegefachkräfte- Krankenschwestern, Altenpflegerinnen und Gerontopsychiatrische Fachkräfte) bietet den Kursteilnehmern grundlegende Kenntnisse der häuslichen Pflege in Theorie und Praxis.

Schwerpunkte sind Krankenbeobachtung, Pflegehilfsmittel (in Zusammenarbeit mit einem Sanitätshaus), Ernährung im Alter, Pflege bei speziellen Krankheitsbildern (z.B. Demenzerkrankungen). Ziel des Seminares ist es, praktische Pflegeanleitungen zu geben, aber auch seelische Erleichterungen und Unterstützung aufzuzeigen. Dies soll dazu beitragen, dauerhaft gute Pflege zu gewährleisten und einer körperlichen wie seelischen Überbelastung vorzubeugen.

Der Kurs wird von Krankenschwester Brigitte Hofmann, Elfriede Zenglein von der Beratung für pflegende Angehörige) und Altenpflegerin Ursula Pantze durchgeführt. Bei regelmäßiger Teilnahme werden die Kursgebühren von 65 Euro von der Pflegekasse übernommen.

Seminarbeginn ist am Montag, 4.September, um 19.30 Uhr im Wintergarten des Diakonie-Zentrums im Martin-Schalling-Haus, Seelstraße 15 in Neumarkt. Anmeldung und weitere Informationen unter Telefon 09181/4058-0 oder 09181/44 02 66.
25.07.06

Farbe ins Krankenzimmer


Am Mittwoch wurden die Kunstwerke im Neumarkter Klinikum überreicht.

NEUMARKT. "Der Alltag ist oft trist und grau, so lange wir keinen Pinsel nehmen und ihn bunt anmalen!" Nach diesem Motto haben sich Schüler der 3. und 5. Klasse der Theo-Betz-Schule Neumarkt unter Leitung von Cäcilia Stadler aufgemacht und viele bunte Kunstwerke angefertigt.

Sehr zur Freude des Klinikums Neumarkt. Auf der Station 3b sollen die Bilder direkt in den Krankenzimmern die Patienten erfreuen. Hintergrund dieser Aktion ist die "Basale Stimulation". Im Vordergrund steht hier die Anregung und Wahrnehmung der Sinne mit einfachsten Mitteln. Neben Bildern können dies auch Aromen und Düfte oder Entspannungsmusik sein. Das Konzept kommt sowohl bei den Patienten als auch beim Personal gut an, hieß es am Mittwoch im Klinikum.

Die jungen Künstler übergeben ihre gemalten Bilder an die Initiatorin, Krankenschwester Gudrun Schmidt von der Station 3b. Sie hatte für jeden eine kleine Anerkennung parat. Vorstand Peter Weymayr und der Leiter des Pflegedienstes, Werner Bierschneider, waren ebenfalls angetan von der Idee.
19.07.06
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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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