Gesundheit
Praxen bleiben zu
NEUMARKT. Etliche niedergelassene Ärzte in Neumarkt und im Landkreis wollen am Freitag ihre Praxen geschlossen halten.
Sie wollen damit gegen überbordende Bürokratie und für mehr wohnortnahe medizinische Versorgung protestieren. Einige Ärzte demonstrieren sogar auf der Straße: Genau "fünf vor zwölf" wollen sie sich am Johannesznetrum treffen, wo sie zu einer Demonstration nach Berlin aufbrechen.
23.03.06
Heuer schon sechs TBC-Fälle
NEUMARKT. Im Landkreis Neumarkt scheint es zu einer leichten Zunahme bei der Zahl von Tuberkulose-Fällen zu kommen. Das sagte Gesundheitsamts-Chef Dr. Heinz Sperber kurz vor dem "Welt-Tuberkulosetag". Im letzten Jahr gab es acht Tbc-Erkrankungen; heuer sind es schon sechs.Im Jahre 2005 mussten sich 674 Neumarkter wegen der meldepflichtigen Krankheit untersuchen lassen.
Am 24. März 1882 teilte Robert Koch der Öffentlichkeit die Entdeckung des Erregers der Tuberkulose mit und erhielt für diese Entdeckung den Nobel-Preis.
Daher wird am 24. März der Welt-Tuberkulosetag begangen, um auf die weltweite Situation und die Bedeutung dieser Infektionskrankheit aufmerksam zu machen.
Ein Drittel der Weltbevölkerung ist mit Tuberkulose infiziert. Etwa acht bis neun Millionen Menschen erkranken jährlich neu an Tuberkulose. Etwa zwei Millionen Menschen sterben pro Jahr an dieser Erkrankung.
Die Hauptursachen für die Tuberkulose sind Armut und schlechte medizinische Versorgung. Deshalb sind die hauptbetroffenen Länder in Afrika, in Südostasien und in Osteuropa.
In Deutschland nimmt die Zahl der Erkrankungen kontinuierlich ab. Im vergangenen Jahr gab es 6583 Neuerkrankungen, damit setzte sich der rückläufige Trend in Deutschland weiter fort.
"In Neumarkt hatten wir 2005 acht Neuerkrankungen", erklärte Gesundheitsamts-Chef Dr. Heinz Sperber. Um die Quelle der Infektion zu finden und um weitere Ansteckungen zu verhindern, mussten sich 674 Personen einer Kontrolluntersuchung unterziehen.
Die Schwindsucht habe bei uns immer noch einen sozialen Makel, man spreche nicht gerne darüber. Die Krankheit sei jedoch bei frühzeitiger Erkennung gut mit Medikamenten zu behandeln.
Für das Jahr 2006 scheint es zu einer leichten Zunahme der Erkrankung zu kommen, sagte Sperber weiter. "Bereits im März 2006 hatten wir im Landkreis Neumarkt sechs Neuerkrankungen".
22.03.06
Gesundbrunnen im Klostergarten

Die Buben und Mädchen des Klosterkindergartens können sich an der gesunden Quelle laben, aus
der bald alle Neumarkter trinken dürfen. Hier mit Provinzoberin Schwester Maria Petra Beck, Lamms-
bräu-Chef Dr. Franz Ehrnsperger und Kloster-Verwaltungsleiter Gundekar Fürsich.
Foto: Erich Zwick
NEUMARKT. Eher ganz beiläufig gab es am Vortag zum "Tag des Wassers" am Mittwoch eine kleine Sensation zu vermelden: Im Garten des Klosters St. Josef entsteht ein Pavillon mit einer Zapfstelle für Heilwasser, aus der "ihr werdet Wasser schöpfen voll Freude aus den Quellen des Heils", wie es der Prophet Jesaja im 12. Kapitel verheißt.
"Wir Schwestern wollen alle Menschen an unseren Quellen teilhaben lassen", erklärte Schwester Marie Petra Beck, die Provinzoberin der Niederbronner Schwestern im Beisein von Dr. Franz Ehrnsperger, dessen Lammsbrauerei die amtlich anerkannte Mineralquelle seit geraumer Zeit als "Kloster St. Josef Tafelwasser" abfüllt und im Getränkehandel anbietet.
Während am Vorabend der "Lammsbräu Bock" das Getränk des Tages war -
neumarktonline berichtete vom Anstich -, wandte sich am Morgen danach das "Klosterwasser" hauptsächlich an die kindliche Zielgruppe. Die Frage, warum wohl "Kloster St. Josef Tafelwasser" für Kinder sehr gut geeignet ist, ließ sich sehr rasch beantworten.
Das Dortmunder Forschungsinstitut für Kinderernährung weist seit Jahren darauf hin, dass Kinder und Jugendliche - besonders die Mädchen - zu wenig trinken. Damit steigt schon bei Kindern das Risiko, Harnsteine, Krebs am Dickdarm oder an den Harnwegen zu bekommen. Um dem, und auch der Fettsucht vorzubeugen, empfiehlt das Institut folgende Trinkmengen pro Tag: Kleinkinder 1,3 Liter, Kindergartenalter 1,6 Liter, Grundschüler 1,8 Liter, ab dem 10. Lebensjahr 2,1 Liter, ab 13 etwa 2,4 Liter und ältere Jugendliche 2,8 Liter.
Allerdings: Nur wenn Wasser gut schmeckt, trinken es die Kinder auch gerne und auch in den erforderlichen Mengen. Kloster St. Josef Tafelwasser erfüllt diesen hohen Anspruch und schon drei 0,5-Liter-Flaschen reichen aus, um 60 Prozent des Tagesbedarfs an Calcium und Magnesium zu decken.
Und worauf Provinzoberin Schwester Marie Petra Beck besonders stolz ist: das Kloster-Wasser enthält weder Arsen, Blei, Cadmium, Nickel, Uran noch sonstige Umweltverschmutzungsparameter wie Pestizide, Lösungsmittel oder Ähnliches. Nicht ohne Grund bezeichnet die Ordensfrau den Gesundbrunnen als eine "Quelle des Heils" - und aus ihr sollen bald alle trinken können.
Erich Zwick
21.03.06
Übrigens: Sie können jetzt alle Themen aus
neumarktonline auch im
NEUMARKTER FORUM diskutieren