Gesundheit
Hausmittel Wickel
NEUMARKT. Bei Erkältungen sind Wickel um Hals, Brust oder Waden wertvolle Hausmittel, raten die Apotheker des Landkreises Neumarkt.
Allerdings gibt es Unterschiede, was wann hilft. Besonders bei Kindern sollte man sich zuerst professionellen Rat in der Apotheke holen, denn nicht immer reichen Hausmittel aus.
Halswickel wirken gegen Entzündungen, einen verschleimten Hals oder geschwollene Lymphknoten. Zuerst wird ein Leinentuch in kaltes Wasser getaucht, ausgewrungen und um den Hals gelegt. Darüber ein trockenes Leinentuch wickeln, mit einem Wolltuch abschließen. Der Wickel bleibt etwa eine Stunde liegen und kann bis zu sechsmal täglich angewendet werden. Aber Vorsicht: Nur bei einer chronischen Entzündung ist Wärme ratsam.
Brustwickel helfen gegen Husten. Bei krampfartigem Husten wird ein Leintuch in warmes, sonst in kaltes Wasser getaucht, ausgewrungen und um die Brust geschlagen. Der Wickel sollte von den Achselhöhlen bis zu den Rippenbögen reichen, aber nicht zu streng gewickelt werden. Über das feuchte Leinentuch kommt ein trockenes, abgeschlossen wird mit einem Wolltuch. Nach etwa 90 Minuten, wenn der Schweiß ausbricht, wird der Wickel entfernt. Anschließend tut eine weitere Stunde Ruhe im Bett gut. Brustwickel können ein- bis zweimal täglich angewendet werden.
Wadenwickel senken Fieber. In kaltes Wasser getauchte Handtücher um die Unterschenkel wickeln und mit einem trockenen Handtuch abschließen. Kein Wolltuch zum Abschluss, das würde zu stark wärmen. Die Tücher bleiben auf der Haut, bis sie sich erwärmt hat.
Zwiebelwickel helfen bei Hals- und Ohrenschmerzen. Gemüsezwiebeln werden klein gehackt und ohne Öl in einer Pfanne leicht erwärmt. Das handwarme Gemüse wird in ein Tuch geschlagen und um den Hals oder die Ohren gewickelt. Anschließend mit einem Schal fixieren.
Link zum Thema:
www.aponet.de23.11.05
Teilnehmer an Studie gesucht
NEUMARKT. Das Klinikum Neumarkt sucht Teilnehmer an einer großen wissenschaftlichen Studie über Prostatavergrößerung.
Von einer Prostatavergrößerung ist nahezu jeder ältere Mann in Deutschland betroffen. Beschwerden wie verzögertes Wasserlassen, plötzlicher starken Harndrang oder Nachtröpfeln können die lästigen Folgen sein.
Die Urologische Klinik am Neumarkter Klinikum nimmt jetzt an einer großen wissenschaftlichen Studie teil, in der untersucht wird, ob ein in Deutschland noch nicht zugelassenes Medikament eine Besserung bewirkt.
Zu diesem Zweck ist das Klinikum auf der Suche nach betroffenen Männern im Alter zwischen 50 und 60 Jahren, die an dieser Studie teilnehmen wollen. Die studiengebundenen Leistungen sind kosten- und zuzahlungsfrei.
Interessierte können sich an die Urologische Klinik im Klinikum unter der Telefonnummer 09181/420-2902 wenden. Ansprechpartner ist Oberarzt Olaf Ledwig.
16.11.05
Thema: Patientenverfügung
NEUMARKT. Beim
6. Neumarkter Gesundheitsgespräch geht es um "Selbstbestimmen in Alter und Krankheit".
"Selbstbestimmen in Alter und Krankheit - Patientenverfügung - Vorsorgevollmacht" heißt das Thema der Veranstaltung am Mittwoch, 16.November, in der Aula des Landratsamtes.
Beginn ist um 19.30 Uhr, der Eintritt ist frei.
Das Thema Patientenverfügung wird von den Medien, aber auch von vielen Organisationen in der letzten Zeit aufgegriffen, auch der Gesetzgeber hat sich damit beschäftigt, heißt es in der Einladung des Neumarkter Gesundheitsamtes. Viele Fragen werden dabei aufgeworfen: Ist es für mich persönlich wichtig, dass ich festlege, was mit mir geschehen soll, wenn ich durch Alter, Krankheit und Unfall endgültig zu einem Pflegefall geworden bin? Oder kann ich das, was dann auf mich zukommt, getrost den behandelnden Ärzten und meinen nahen Angehörigen überlassen?
Das Gesundheitsamt möchte in diesem Grenzbereich von Recht und Medizin fachkompetente Informationen anbieten und hat dabei mehrere Fach-Referenten aus Neumarkt eingeladen.
- Welche Möglichkeiten habe ich überhaupt, im Voraus für mich zu entscheiden. In welcher Form muss das geschehen? Wer ist dann an meine Vorgaben gebunden? Diesen Themenkomplex wird der Leiter des Amtsgerichts Neumarkt, Dr. Baier, fachkompetent erörtern.
- Dr. Bauer, Arzt für Allgemeinmedizin, wird dann aus der Sicht des Hausarztes darstellen, für wen eine Patientenverfügung sinnvoll sein kann, welche Hilfestellung der Arzt geben kann bei der Erstellung einer Patientenverfügung und wie eine vorliegende Verfügung die Behandlung eines Patienten beeinflusst.
- Prof. Thympner, Chefarzt der medizinischen Klinik II am Klinikum Neumarkt, wird dann berichten, wie die Klinikärzte, auch die Intensivmediziner, mit vorliegenden Patientenverfügungen umgehen, wie sie ihre Entscheidungen beeinflussen und auch welche Probleme sich dabei ergeben.
10.11.05
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