Grüne
„Verkehrssituation überprüfen“
NEUMARKT. Die Stadtratsfraktion der Grünen will in Neumarkt die Verkehrssicherheit vor Kindergärten und Schulen überprüfen lassen.
Zum „Tag der Verkehrssicherheit“ am 18. Juni stellten sie einen entsprechenden Antrag im Stadtrat. Auch Verkehrsreferent Olaf Böttcher sprach sich für diese Überprüfung und eine klare Ausrichtung aller Verkehrsplanungen am Konzept der "Vision Zero" aus. Das Ziel müsse sein, jeden Unfall zu vermeiden.
Die Verwaltung solle beauftragt werden, die Ist-Situation vor Kindergärten, -krippen, -horte und
Schulen in Bezug auf die Verkehrssicherheit zu überprüfen, um
Gefährdungssituationen und Konfliktsituationen zu entdecken. Danach sollen Verbesserungsvorschläge vorgestellt werden.
Die Referentin für Kindergärten, - krippen, -horte, sowie der Referent für Schulen und auch
der Referent für Verkehr, Sicherheit und Ordnung sollen in diesem Prozess eingebunden und
regelmäßig von Seiten der Verwaltung informiert werden.
Gerade vor Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen komme es häufig zu
Konfliktsituationen zwischen Fußgängern und dem Straßenverkehr, heißt es in der Begründung des Antrags. Zum Einen sei zu
beobachten, dass immer mehr Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Einrichtung bringen und
damit vor allem die Kinder, die zu Fuß zur Einrichtung unterwegs sind, gefährden. Durch das
Parken „direkt vor der Eingangstür“, würden so unübersichtliche und
gefährliche Situationen für Kinder geschaffen.
Zum Anderen trügen auch vorbeifahrende Autos, die „meist zu schnell und
rücksichtslos vorbeifahren“, zu einer weiteren Gefahrenlage bei.
18.06.22
Für Radweg nach Höhenberg
NEUMARKT. Die Stadtratsfraktion der Grünen hält eine gut ausgebaute Radwegverbindung nach Höhenberg für zwingend erforderlich.
Das erklärte die Fraktion jetzt in einem Schreiben an Oberbürgermeister Thomas Thumann. Für derartige
Vorzeigeprojekte aus dem Bereich Radverkehr seien beim Freistaat Förderquoten von bis zu 80 Prozent erzielen, hieß es weiter.
Seit vielen Jahren würden sich die Bewohner der
Ortsteile Höhenberg und St.-Helena für einen solchen Radweg aussprechen. Mit der Erschließung eines weiteren Baugebiets in
Höhenberg habe sich auch der Anteil junger Familien mit gewandeltem Mobilitätsverhalten in den
östlichen Ortsteilen noch einmal vergrößert. Damit erhöhe sich der Bedarf für eine alltagstaugliche
Radwegverbindung zusätzlich.
Das Versäumnis, beim Ausbau der Staatsstraße vor einigen Jahren keinen Radweg angelegt zu
haben, räche sich jetzt: Einzige direkte Verbindungen von Höhenberg zur Neumarkter Innenstadt
seien eine nachweislich für Radfahrende gefährliche Staatsstraße, ein steiler Fußweg nach
Höhenberg im Tal, sowie unbefestigte, in großen Teilen ebenfalls sehr steile Waldwege.
Von den in der Machbarkeitsstudie „Radverbindung Höhenberg“
vorgestellten neun Varianten seien realistisch nur die Varianten eins und vier diskutabel. Nur diese
seien aufgrund der Steigungsverhältnisse mit zumutbarem Aufwand bergauf befahrbar und bergab
sicherheitstechnisch vertretbar. Gegen die Variante eins spreche allerdings die Unattraktivität
sowohl für den Alltags- wie für den Freizeit- und touristischen Radverkehr. Man favorisiere deshalb
eindeutig die Variante vier.
16.04.22
Energieversorgung und E-Mobilität
NEUMARKT. Um einen intensiven Austausch mit Nutzern und Experten für nachhaltige Energieversorgung und E-Mobilität geht es bei einer Grünen-Veranstaltung.
Sie findet am Donnerstag, 28. April, um 19 Uhr im Stollensepfelhaus in Seligenporten statt. Die Teilnahme ist kostenlos.
Vor Ort bietet sich die Möglichkeit, Informationen von erfahrenen Nutzern und von Ansprechpartnern regionaler Firmen einzuholen. Die Teilnehmer sollen von Erfahrungsberichten mit Kostenaufstellungen aus teilweiser und völlig autarker Energieversorgung mit Strom von PV-Anlagen auf dem Dach profitieren. Alternativen wie Pachtmöglichkeiten und der Betrieb von Balkonkraftwerken kommen ebenfalls zur Sprache.
Auch der Einsatz von Wärmepumpen wird thematisiert. Darüber hinaus werden Versorgungslösungen, auch für Mehrparteienhäuser und Quartierslösungen, und Möglichkeiten zur Gründung und Beteiligung an regionalen, genossenschaftlichen Ökostrom-Projekten erörtert.
Anmeldung sind bis spätestens 27.April per
Email erforderlich.
10.04.22
Zu viel für Straßen
NEUMARKT. Bei der Bewertung des Haushaltsplanes für den Landkreis Neumarkt kritisierten die Grünen die „enormen Ausgaben für neue Straßen“.
Die Kreistagsfraktion traf sich bei ihrer Sitzung mit Jürgen Lang von der Kreiskämmerei.
Auch dieses Jahr konnte Lang in Vertretung des Kreiskämmerers Hans Ried wieder einen Rekordhaushalt präsentieren.
„Es ist schön zu sehen, dass viel in unsere Schulen investiert wird“, so Arno Klappenberger. In das bereits dichte Straßennetz sollen aber ebenfalls wieder 5,85 Millionen Euro in Ausbauten gesteckt werden. Das entspreche mehr als dem Doppelten von dem, was der Landkreis jährlich dem ÖPNV zuschießt. Und es handele sich hier nur um Erweiterungsmaßnahmen. Dazu kämen noch fast 3,7 Millionen Euro für die Erneuerung bereits vorhandener Straßen, sagte Fraktionssprecher Stefan Haas.
Außerdem wäre es angebracht ein Budget einzustellen um den Kreisbauhöfen die Umstellung auf artenschutzgerechte Pflege der Böschungen und Grünstreifen zu ermöglichen, sagte Josef Guttenberger.
Die in diesem Jahr stark fallende Bezirksumlage ermögliche es dem Landkreis die Kreisumlage auf 35 Prozent zu senken. Das sei natürlich eine freudige Mitteilung für alle Gemeinden und man habe außerdem wohl die niedrigste Umlage in ganz Bayern. Schön wäre es allerdings gewesen zumindest einen Teil dieses Geldes zum Beispiel in die Regina GmbH zu stecken, um aus der Halbtagsstelle für die Klimaschutzbeauftragte eine Vollzeitstelle machen. Klimaschutz sei die wichtigste Investition in die Zukunft folgender Generationen und müsse daher endlich auch vollwertig im Haushalt Einzug erhalten, sagte Stefan Haas.
Die deutlichen Mehrausgaben im Personalwesen konnte Jürgen Lang begründen. „Motiviertes Personal ist das höchste Gut einer jeden Behörde. Die Mehrbelastungen durch Corona und nun die Aufnahme und Integration der Geflüchteten aus der Ukraine aber auch die Digitalisierung müssen aufgefangen werden“, sagte Kreisrätin Sigrid Steinbauer-Erler.
Nach wie vor habe aber der Landkreis vergleichsweise niedrige Personalausgaben.
Der Haushalt sei „gewohnt hervorragend“ von der Kreiskämmerei aufgearbeitet worden. Allerdings sehe man in einigen Dingen die Prioritäten einfach anders, hieß es.
31.03.22
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