Kirchen
"Sterne für Europa"
NEUMARKT/KASTL. (pde) 700 Frauen aus allen Teilen der Diözese Eichstätt konnte die Diözesanvorsitzende des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB), Rita Niedermayer, zur Diözesanfrauenwallfahrt in Kastl mit anschließendem Europatag begrüßen.
Die Fußwallfahrt unter dem Motto „ ... denn sie sind Sterne für Europa“ startete am Alten Bahnhof und führte über den Marktplatz zur Klosterburg. Auf dem Weg wurden Texte des Geistlichen Beirats Konrad Herrmann vorgetragen, die über das Leben und das Denken der Tagesheiligen und Patronin Europas, der heiligen Birgitta von Schweden, Aufschluss gaben.
Am Ziel angelangt begrüßte Jochen Kubosch, der Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in München, im Innenhof der Klosterburg die Wallfahrerinnen. Er lobte die Verantwortlichen des KDFB-Diözesanverbands, deren Überzeugungskraft dazu führte, dass seine Behörde nun erstmals eine Wallfahrt mitveranstaltete. Anschließend sprach die Vertreterin der Weltunion der Katholischen Frauenorganisation (WUCWO) im Europarat, Helga Sourek, bei ihrem Impulsreferat über die christlichen Wurzeln Europas. Ihr Vortrag war überschrieben mit „Europa: Eine mühvolle, aber anregende Spurensuche“.
In einem „Ländergarten“ stellten die KDFB-Zweigvereine die 25 Mitgliedsländer der Europäischen Union vor. An Ständen boten die Frauen kulinarische Köstlichkeiten dieser Länder an und präsentierten landestypische Gebrauchsgegenstände und Tracht.
Den Festgottesdienst in der bis auf den letzten Platz gefüllten Klosterkirche zelebrierte der Delegat für die Seelsorge ungarischer Katholiken in der Bundesrepublik, Dr. Franz Cserháti, zusammen mit dem Geistlichen Beirat Konrad Herrmann, Seelsorgeamtsleiter Domkapitular Rainer Brummer, Ortspfarrer Stefan Brand und Diakon Michael Sauer.
25.07.05
Mehr Lebensqualität
NEUMARKT. Eine Schulung für Kursleiterinnen des Bildungsprojektes "Mehr Lebensqualität fürs Alter" findet in Neumarkt statt.
Das Projekt "Lebensqualität fürs Alter" bietet ein Trainingsprogramm für Körper, Seele und Geist. Es hilft Hochbetagten, Pflegebedürftigkeit zu vermeiden und erhält "Jüngeren" die Selbstständigkeit.
Die Ausbildungsreihe für Kursleiterinnen, die seit fünf Jahren vom Bayerischen Landesverband des Katholischen Deutschen Frauenbundes durchgeführt wird, umfasst vier Blöcke zu je zwei Tagen, die über mehrere Monate verteilt stattfinden. Ziel ist die Befähigung zur Leitung von Kursgruppen. Diese Schulungsblöcke führen in die Grundkenntnisse von Gedächtnistraining, psychomotorischem Training, Kompetenztraining sowie Sinn- und Glaubensfragen ein.
Die Absolventinnen dieser Schulung bauen innerhalb der Katholischen Erwachsenenbildung Kursgruppen für Personen ab 60 Jahren auf. Die Gruppen treffen sich wöchentlich ca. eineinhalb Stunden und trainieren jeweils die vier Bereiche des Projekts. Über einen längeren Zeitraum durchgehalten, zeigt diese Art des kombinierten Trainings Erfolge für körperliches, seelisches und geistiges Wohlbefinden.
Termine:
- Donnerstag, 15.09.2005, 10.00 Uhr bis Fr. 16.09.2005, 16.00 Uhr
- Donnerstag, 20.10.2005, 10.00 Uhr bis Fr. 21.10.2005, 16.00 Uhr
- Donnerstag, 10.11.2005, 10.00 Uhr bis Fr. 11.11.2005, 16.00 Uhr
- Montag, 28.11.2005, 10.00 Uhr bis Dienstag 29.11.2005, 16.00 Uhr
Schulungsort ist das Kloster St. Josef in Neumarkt
Anmeldung bis 29.Juli bei: Bayerischer Landesverband des Katholischen Deutschen Frauenbundes, Schraudolphstr. 1, 80799 München, Tel. 089 / 28 623 713 (Renate Schlecht); E-Mail:
schlecht@frauenbund-bayern.de.
25.07.05
Gottesdienst im TV
NEUMARKT. Stadtpfarrer Norbert Winner hielt den Sonntagsgottesdienst in St. Johannes diesmal vor einem Millionenpublikum.
Der Gottesdienst wurde in der Reihe "Gottesdienstübertragungen im ZDF" am Sonntag ab 9.30 Uhr live im Zweiten Deutschen Fernsehen gezeigt.
Wir veröffentlichen die Predigt des Neumarkter Stadtpfarrers:
Liebe Brüder und Schwestern hier in unserer Pfarrkirche und zuhause am Bildschirm!
Wie oft erzählt Jesus vom Reich Gottes in Gleichnissen. Heute hören wir, wie
Menschen zu Gott finden und teilhaben dürfen an seinem Reichtum.
Der eine, der einen Acker umgräbt stößt wie zufällig, mitten in seiner Arbeit, auf
einen vergrabenen Schatz, ganz unvermutet. Der andere, der Kaufmann, der war
ganz gezielt auf der Suche nach schönen Perlen. Aber auch er findet viel mehr als er
gesucht hat.
Für beide ist es ein unverdientes Geschenk, das sie da entdecken und das ihr Leben
entscheidend verändert.
Aber wir? Wer findet schon einen Schatz im Acker? Wer hat schon so viel Glück?
Und wenn dieses Gleichnis stimmt, kann man dann überhaupt noch was anderes tun
als warten? Warten, bis wir zufällig auf einen solchen Schatz stoßen? Sicherlich
nicht. Wir können durchaus etwas tun. Um das deutlich zu machen, folgt dem
Gleichnis vom Schatz im Acker das von der kostbaren Perle. Wir müssen nicht
warten, bis wir zufällig auf den Schatz des Himmelreiches stoßen, also auf Gott in
unserem Leben. Wir können ihn auch suchen! Aber wenn wir ihn gefunden haben,
heißt das nicht, dass wir in hektische Aktivität verfallen, dass wir alles verkaufen
sollen und ein Büßerleben auf der Straße führen sollen. Nein es geht nicht um
Heldentaten. Vielmehr steht da noch ein Satz, und der steht sicher nicht zufällig da:
„... in seiner Freude ...“ In seiner Freude verkaufte er alles was er besaß und kaufte
die Perle.
Liebe Brüder und Schwestern, wenn uns Menschen große Freude erfasst, dann reißt
sie uns mit und erfasst uns ganz und gar. Dann verblasst alles vor dem Glanz
solcher Freude. Sicher kennen Sie das alle: In Zeiten froher und freudiger Erwartung
geht einem vieles leichter von der Hand. Sogar Dinge, die man ungern tut, sind auf
einmal kein Problem mehr. Und man ist sogar zu Menschen freundlich, die einem
nicht so liegen.
Um genau diese Haltung geht es heute im Evangelium. Es geht nicht darum, dass
wir uns von allem trennen und unser Leben auf den Kopf stellen. Es geht darum,
dass diese Freude über die Botschaft Jesus, die Freude darüber, dass wir von Gott
angenommen sind und geliebt werden, dass diese Freude unser ganzes Leben
durchdringt. Wie das dann ausschaut, das kann sehr unterschiedlich sein: Das kann
berufliche Folgen haben oder auch eine Partnerschaft verändern, es kann sein, dass
ich meine Zeit ganz anders einteile; oder wird sich was ändern bei meinen Hobbys
oder ich überlege mir genauer was ich mir kaufe oder nicht kaufe oder ich überdenke
so manche liebgewonnene Gewohnheiten und so fort. Es kommt einfach darauf an,
dass wir wahrnehmen, wie sehr Gott uns liebt und uns nahe sein will, das ist der
Schatz in unserem Leben; und dass wir die Freude darüber andere spüren lassen
und sie anstecken. Amen.24.07.05
Hilfe für Kinder
NEUMARKT. Vier Neumarkter Pfarreien helfen mit, daß sozial benachteiligte Kinder zur Sommererholung fahren können.
Rund 165 Kinder haben sich bisher für die in rund zwei Wochen beginnenden Kindererholungen des Caritasverbandes für die Diözese Eichstätt in Südtirol, im Allgäu, in Pfünz im Altmühltal und auf dem Habsberg bei Velburg in der Oberpfalz angemeldet. Nach Erfahrung der meisten Vermittlerinnen in den sieben Caritas-Kreisstellen im Bistum ist die Frage der Finanzierung durch gestrichene Fördergelder komplizierter geworden. Für viele Kinder aus sozial schwachen Familien konnten dennoch Lösungen gefunden werden. In einigen Fällen sei dies allerdings auch nicht gelungen. Für manche Kinder hoffen die Caritas-Mitarbeiterinnen noch auf die nötige Hilfe.
Auch in Neumarkt haben vier Pfarreien dazu beigetragen, dass Kinder aus sozial schwachen Familien mitfahren können. Dass hier nach Angaben von Gudrun Eichenseer mit 24 Kindern sogar acht mehr als im vergangenen Jahr angemeldet sind, verdanke man zudem der Förderung durch eine Stiftung.
Die meisten Kinder sind mit jeweils 46 bei den Kreisstellen Eichstätt und Ingolstadt angemeldet worden. „Fünf Eltern haben wieder abgesagt, weil sie ihre Eigenleistung nicht aufbringen konnten“, erklärt Gerda Müller aus Ingolstadt. Froh ist sie, dass bei vielen Kindern aus Ingolstadt die Erholung dank der Fördergelder des städtischen Jugendamtes gesichert werden konnte. Auf einige Zusagen des Kreisjugendamtes für Familien in Problemsituationen wartet derzeit noch Maria Krieglmeyer von der Kreisstelle Eichstätt. In immerhin vier Fällen von Bedürftigkeit sei es gelungen, dank Förderungen aus Pfarrgemeinden Teilnahmen für Kinder zu erreichen.
Auf Stiftungsgelder für zwei Halbwaisen konnte auch Ilona Nagy von der Nürnberger Caritas zurückgreifen. Nur wenige Anmeldungen gab es dagegen bei der Caritas-Kreisstelle in Roth. In Weißenburg und Herrieden konnten 14 sowie 18 Kinder vermittelt werden. Rita Herde berichtet, in Herrieden hätten einige Kommunionkinder Kerzen gebastelt und verkauft und den Erlös zugunsten sozial benachteiligter Kinder für Kindererholungen gestiftet.
Dorothea Göbl, die beim Diözesan-Caritasverband für Kuren und Erholungen zuständig ist, hat in einer Statistik festgestellt, dass im vergangenen Jahr mit 67 Prozent der beteiligten 176 Kinder acht Prozent mehr „aus einem belasteten familiären und sozialen Umfeld“ stammten als im Jahr zuvor. Über die Hälfte der Kinder seien aus Teilfamilien gekommen, also von allein erziehenden Müttern oder Vätern.
20.07.05
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