Landwirtschaft
Kooperation gelobt
NEUMARKT. Als Motor und Impulsgeber der Entwicklung des flachen Landes bezeichnete Landrat Albert Löhner das Amt für ländliche Entwicklung Regensburg beim Arbeitsgespräch für das Jahr 2006.
So konnten trotz Finanzknappheit im abgelaufenen Jahr im Landkreis wichtige Maßnahmen der Dorferneuerung und Flurneuordnung durchgeführt werden.
Der Leiter des Amtes, Präsident Peter Czommer und der zuständige Sachgebietsleiter für den Landkreis, Baudirektor Werner Penth, erläuterten dem Landkreischef sowie seinem Referenten Michael Gottschalk und Regionalmanager Gero Wieschollek die im letzten Jahr durchgeführten und für dieses Jahr vorgesehenen Projekte. Gerade die Gemeinden des strukturschwächeren südlichen und östlichen Landkreises wie Velburg, Seubersdorf, Deining, Breitenbrunn etc. versuchen verstärkt mit Hilfe des Amtes für ländliche Entwicklung, ihre Dörfer zu stärken und gezielte Regionalentwicklung zu betreiben.
Einen wichtigen Schwerpunkt seiner Tätigkeit sieht das Amt in der Förderung und Stärkung von regionalen Allianzen. Präsident Czommer hob dabei besonders die gemeindlichen Kooperationen
Jura 2000 mit Berching, Beilngries, Breitenbrunn und Dietfurt sowie die Arbeitsgemeinschaft der acht Gemeinden des östlichen Landkreises (Berg, Pilsach, Lauterhofen, Velburg, Seubersdorf, Parsberg, Lupburg und Hohenfels) hervor. Hier befasse man sich mit den Herausforderungen der demographischen Entwicklung und versuche Lösungen für die Entwicklung der Dörfer und Ortskerne der Hauptorte zu erarbeiten. Diese wichtige strategische Arbeit wolle das Amt auch im Sinne von Landrat Albert Löhner besonders fördern.
Für das Jahr 2006 sind trotz drastischer Kürzung der Finanzmittel noch Maßnahmen in den laufenden Dorferneuerungen in Pyrbaum-West, Reichertshofen-Forst, Mühlhausen-Ost, Engelsberg, Herrnried und Willenhofen vorgesehen. Geplant ist eine neue Dorferneuerung in Röckersbühl. In den
Jura 2000-Gemeinden finden 2006 ökologische Wegebaumaßnahmen statt.
Die Anzahl der Projekte müßten wegen der Sparmaßnahmen "leider drastisch reduziert" werden. Die genannten Maßnahmen seien jedoch noch möglich, weil "wir in unserer jährlichen Grundsatzbesprechung von Amt und Landkreis eine in allen Bereichen vorbildliche Kooperation entwickelt haben", zeigten sich Landrat Löhner und Präsident Czommer einig.
Auch für die nächsten Jahre habe man sich vorgenommen, "trotz des immens gekürzten Fördermittelbudgets die Lebensqualität für unsere Bevölkerung weiter zu verbessern", so der Landrat. Dazu brauche man aber das Amt für ländliche Entwicklung als "eigenständigen und damit starken Partner".
Insgesamt gesehen wollen der Landkreis und das Amt bei der Regionalentwicklung des Landkreises und bei der Umsetzung des Regionalentwicklungskonzeptes eng zusammenarbeiten.
09.06.06
"Rückgrat des ländlichen Raums"
NEUMARKT. MdEP Albert Deß nannte zum bevorsteheden Weltbauerntag den "Bauernstand das Rückgrat des ländlichen Raums".
Und dies sei in vielen Staaten der Erde so. Bäuerliche Betriebe würden für Stabilität im Gefüge der Gesellschaft sorgen und erfüllten sehr wichtige Aufgaben. Landwirte würden Lebensmittel von höchster Qualität erzeugen und unsere Kulturlandschaft erhalten und pflegen.
Albert Deß: "Damit der ländliche Raum Europas auch in Zukunft lebenswert bleibt, brauchen wir die Landwirtschaft als wichtigste Form der Landnutzung". Die Unterstützung der öffentlichen Hand helfe dem bäuerlichen Familienbetrieb, auch künftig seine Existenz aus der Landwirtschaft zu bestreiten. Sie sei ein gerechter Ausgleich für die Leistungen der Landwirtschaft, die jedem zu Gute komme.
Der Weltbauerntag gäbe auch Anlass, über den europäischen Tellerrand hinauszublicken. In etlichen Teilen der Welt, besonders in Südamerika und der Dritten Welt, sei die Situation der Bauern nach wie vor katastrophal. Dazu Albert Deß: "Die Welthandelsorganisation WTO mit ihrer kompromisslosen Handelsliberalisierung trägt eine große Mitschuld an der Armut der Kleinbauern und Arbeiter". Gewinner des Freihandels seien in erster Linie Großkonzerne und Plantagenbesitzer, die sehr oft Mensch und Natur vor Ort ausbeuten würden. Deß: "Ich fordere die WTO auf, endlich das Thema Standards für Mensch, Tier und Umwelt ernsthaft in die Verhandlungen einzubeziehen".
27.05.06
"Vorschriften praxistauglicher"
NEUMARKT. Das Europäische Parlament setzt sich für ein gemeinsames Vorgehen gegen BSE ein. "Die Vorschriften zur Bekämpfung der Rinderseuche werden gestrafft und praxistauglicher gestaltet", so Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der CSU-Europagruppe.
Mit großer Mehrheit wurde beschlossen, die Anzahl der BSE-Risikoklassen von fünf auf drei zu vermindern und Überwachungsstandards für BSE bei Rindern und Scrapie bei Schafen festzulegen.
Maßnahmen gegen bestimmte Tierkrankheiten sollen in Zukunft länderübergreifend besser abgestimmt werden und unter der Regie des Internationalen Tierseuchenamtes erfolgen.
Die neue Verordnung bekräftigt das Verfütterungsverbot von Fischmehl. Wiederkäuer als reine Pflanzenfresser müssen auch ihrer Art entsprechend gefüttert werden. Deshalb haben tierische Proteine im Futtertrog von Rindern nichts verloren.
Als besonderen Erfolg bezeichnete Albert Deß die praxisnahe Ausgestaltung. So spricht sich das Parlament für eine Neufassung der Keulungspolitik aus. Demnach können Kohortentiere weiter im landwirtschaftlichen Betrieb verbleiben und zur Milchgewinnung und Kälbernachzucht genutzt werden. Für Milchviehbetriebe und Rinderzüchter sei dies eine gute Nachricht.
"Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass selbst bei BSE-Tieren keine Übertragung auf deren Milch oder Kälber erfolgt. Damit bleibt höchstmöglicher EU-weiter Verbraucherschutz auch in Zukunft gewährleistet", so der Agrarpolitiker Albert Deß.
Damit die Verordnung im Sommer in Kraft treten kann, ist noch die formelle Zustimmung des Rates erforderlich.
18.05.06
"Eklatante Benachteiligung"
NEUMARKT. "Auch in Deutschland muss EU-Recht 1:1 umgesetzt werden, fordert MdEP Albert Deß. Das müsse auch beim BSE-Testalter gelten, sagte der agrarpolitischer Sprecher der CSU-Europagruppe an die Adresse der Bundesregierung.
Die Bundesregierung ist aufgefordert, die längst überfällige Angleichung beim BSE-Testalter baldmöglichst zu verwirklichen, damit eine eklatante Benachteiligung für die deutsche Landwirtschaft beendet wird. Es ist an der Zeit, dass die europäische Regelung - Testpflicht für alle Schlachtrinder ab 30 Lebensmonaten - auch in Deutschland umgesetzt wird, erklärte Deß.
"Höchstmögliche Lebensmittelsicherheit sei auch bei einem BSE-Testalter von 30 Monaten gewährleistet. Um fairen Wettbewerb im EU-Binnenmarkt zu ermöglichen, muss das Testalter EU-weit einheitlich sein, so der Agrarpolitiker Albert Deß.
21.04.06
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