Pfleiderer
Masten aus Neumarkt
NEUMARKT. Das Reitstadion in Aachen, das in Fachkreisen gerne als "heiliger Rasen" oder Wimbledon des Reitsports bezeichnet wird, wurde von
Pfleiderer Europoles für die Reitsport WM 2006 mit Flutlichtmasten ausgestattet. Dort werden unter Flutlicht die Entscheidungen im Springreiten sowie der Dressur zur besten Fernesehzeit und vor 40.000 begeisterten Zuschauern ausgetragen.
Die Anforderungen, optimale Bedingungen für die aktiven Teilnehmer, bestmögliche Sicht für alle Zuschauer und brillantes, blendfreies Licht für die Fernsehübertragungen zu bieten, werden erfüllt. Darüber hinaus ermöglicht eine so genannte Spidercam besondere Kamera-Einstellungen, da sie frei über dem Stadion schwebt. Dafür sorgen Drahtseile, die an allen vier Masten mit speziellen Halterungen befestigt sind. Weiterhin liefert ein Kameramann des WDR außergewöhnliche Fernsehbilder. Zu diesem Zweck wurde eine extra konstruierte Bühne auf 35 Metern Höhe am Flutlichtmast angebracht.
Die bis in die Nacht hinein dauernden Entscheidungen der Wettkämpfe laufen dank der Flutlichtanlage reibungslos ab und müssen sich keinerlei Einschränkungen beugen. Denn mit Einbruch der Dunkelheit tauchen die Masten das Stadion in strahlendes Licht und ermöglichen brillante Fernsehbilder.
Zusätzlich wurde neben der Fertigung und Montage der Maste auch der Bau der Fundamente von
Pfleiderer Europoles durchgeführt.
"Unsere Ingenieure können für jegliche Bodenverhältnisse die wirtschaftlichste Gründungsvariante berechnen. In Aachen wurde auf Grund des recht weichen Bodens eine Bohrpfahlgründung ausgewählt", erklärt Klaus Dengler, Projektleiter von
Pfleiderer Europoles. Für diese Gründungsvariante konnte auf kleinstem Raum, ohne großflächige Erdarbeiten, das Fundament erstellt werden. "Wir konnten ja nicht die halbe Tribüne untergraben, um das Fundament für die Maste zu erstellen", ergänzt Klaus Dengler.
Darüber hinaus wurden die Maste nach Vorgaben des Büros des Farbphilosophen Friedrich Ernst von Garnier im Werk von Pfleiderer Europoles mit speziellen Farbtönen beschichtet.
Die Generalprobe der Flutlichtanlage bekam bereits vor der Eröffnung der Pferdesport-WM die volle Punktzahl der Wertungsrichter. Tausende Besucher verfolgten in der Woche vor der Eröffnungsfeier am späten Abend das Training der deutschen Springreiter-Mannschaft unter Flutlicht. Dabei ließ sich bereits erahnen, wie stimmungsvoll die berühmteste Reitsport-Arena der Welt durch die insgesamt vier 45 Meter hohen Flutlichtmasten mit jeweils 64 Scheinwerfern, wird.
Die fünfte Pferdesport-WM 2006 in Aachen wurde vor über einer Woche eröffnet und ist nach der Fußball-WM das größte Sportereignis, das Deutschland in diesem Jahrzehnt erlebt. 800 Sportler aus über 60 Nationen machen die 16 Goldmedaillen in sieben Disziplinen unter sich aus. 600.000 Besucher aus aller Welt werden in Aachen erwartet.
Als einer der Marktführer in Europa produziert
Pfleiderer Europoles an Standorten in Deutschland (Neumarkt, Dinkelsbühl und Regensburg) und Polen (Breslau) Masten, Stützen und Türme aus Schleuderbeton, Stahl und glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) für vielfältigste Anwendungsmöglichkeiten.
28.08.06
Vorsteuer-Gewinne verdoppelt
Pfleider kauft zu
NEUMARKT. Pfleiderer plant eine weitere Produktionsstätte für Laminatfußböden in Nordamerika.
"Wir sondieren derzeit verschiedene Alternativen", erklärte Vorstands-Specher Hans Overdiek am Dienstag in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Weitere Details nannte er nicht.
Außerdem erneuerte Overdiek die Ankündigung eines "Zukaufs in Europa". Der solle in den nächsten sechs bis zwölf Monaten erfolgen, sagte er.
NEUMARKT. Die Pfleiderer AG hat im zweiten Quartal ihre Vorsteuer-Gewinne mehr als verdoppelt. Das sogenannte EBITDA-Ergebnis liegt um 113,5 Prozent über dem Vorjahreswert liegt. Die Umsatzerlöse stiegen um 81,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.
Die Pfleiderer AG
berichtet im abgelaufenen zweiten Quartal 2006 sowie im zugrunde liegenden
Berichtszeitraum der ersten sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres über einen
sehr positiven Geschäftsverlauf. "Wir haben im ersten Halbjahr 2006 erneut unser
Ergebnis kräftig gesteigert und damit neue Rekorde in Umsatz und EBITDA erzielt",
sagte Hans H. Overdiek, Sprecher des Vorstands am Dienstag in
Neumarkt. Der Konzern ist voll auf Kurs, um die für 2006 gesetzten Zielvorgaben zu
erreichen. "Die Pfleiderer AG strebt im laufenden Geschäftsjahr bei Umsatzerlösen in
Höhe von 1,4 Milliarden Euro ein EBITDA in Höhe von mindestens 200 Millionen Euro an,
sodass wir für 2006 die besten Ergebnisse in der Unternehmensgeschichte erwarten",
bekräftigte Overdiek.
Die positiven Zahlen beeindruckten allerdings die Börse nicht nachhaltig. "Als "unspektakulär" wurden sie von Händlern bezeichnet. Die Pfleiderer-Aktie verlor bis zum Dienstag-Mittag um 0,9 Prozent auf 18,73 Euro.
Bei Umsatzerlösen in Höhe von 344,4 Millionen Euro im Zeitraum April bis Juni
(+81,1 Prozent), erwirtschaftete der Konzern ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 48,4 Millionen Euro, das damit 113,5 Prozent über dem Vorjahreswert liegt.
Entsprechend deutlich stieg auch die EBITDA-Marge, die mit 14,1 Prozent izweiten Quartal 2006 um
2,2 Prozentpunkte über dem Vergleichswert des Vorjahres liegt. Insgesamt verbesserte
der Konzern im ersten Halbjahr 2006 bei einem Umsatz von 679,3 Millionen Euro
(+77,5 Prozent) die Profitabilität abermals deutlich. Das EBITDA stieg um 102,4
Prozent auf 90,1 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge kletterte folglich in den ersten
sechs Monaten 2006 auf 13,3 Prozent (H1/05: EBITDA 44,5 Millionen Euro bei 11,6
Prozent Marge).
Die deutliche Ergebnisverbesserung im Vergleich zum Vorjahr sowie zum Vorquartal ist
getrieben von einer anhaltenden und sehr positiven Geschäftsentwicklung sowohl in
Westeuropa sowie in den Wachstumsmärkten Nordamerika und Osteuropa. Im Business
Center Osteuropa stieg die EBITDA-Marge im Vergleich zum ersten Quartal 2006 zweiten Quartal deutlich auf 22,2 Prozent, so dass die Marge in den ersten sechs Monaten des
laufenden Jahres auf 19,2 Prozent gesteigert werden konnte.
Das Business Center
Nordamerika profitierte im abgelaufenen Quartal von den positiven Effekten der
abgeschlossenen Restrukturierung im Panelbereich, die zu einer Anpassung der
Kapazitäten auf der Angebotsseite sowie zu deutlich verbesserten Kostenstrukturen
geführt haben. Analog stieg die EBITDA-Marge im zweiten Jahresviertel auf
14,5 Prozent.
Zusätzliche Absatzchancen, die sich durch den andauernden,
explosionsbedingten Ausfall eines Mitbewerbers in Nordamerika ergeben, wurden bereits
im abgelaufenen Quartal konsequent genutzt.
Vor diesem Hintergrund hat Pfleiderer in
Nordamerika kurzfristig auf die veränderte Marktsituation reagiert und an einem
kanadischen Standort die Produktionskapazität im Panelbereich erhöht. Für den Zeitraum
Januar bis Juni 2006 stieg die EBITDA-Marge in Nordamerika, trotz investitionsbedingter
Stillstände im Flooringbereich, die sich auch noch im zweiten Quartal auswirkten, bereits
auf 13,4 Prozent.
Im Business Center Westeuropa konnte die EBITDA-Marge im
Zeitraum April bis Juni 2006 aus dem einstelligen Bereich im vergleichbaren
Vorjahreszeitraum deutlich auf 12,8 Prozent gesteigert werden. Die neu
hinzugewonnenen Kunz Standorte in Deutschland weisen mit Margen oberhalb von
15 Prozent deutlich höhere Profitabilitäten aus, als die "Pfleiderer-alt"-Standorte. Aus den Benchmarkvergleichen, die in den letzten Monaten abgeschlossen werden konnten,
ergibt sich für diese Standorte weiteres Ergebnisverbesserungspotenzial sowohl bei den
Sach- als auch bei den Personalkosten. Bis Ende 2007 sollen auch diese Standorte die
Zielmarge von 15 Prozent erreichen.
Erwartungsgemäß stieg das Eigenkapital des Pfleiderer Konzerns infolge der
erfolgreichen Veräußerung der Pfleiderer track systems und dem daraus resultierenden Mittelzufluss sowie der erfolgreich platzierten Kapitalerhöhung auf 497,1 Millionen Euro
(274,2 Millionen Euro im Vorquartal). Die Eigenkapitalquote im Konzern verbesserte sich
damit ebenfalls signifikant und stieg auf 35,1 Prozent der Bilanzsumme zum
Quartalsstichtag 30. Juni 2006. Zum Jahresende hatte dieser Wert noch bei 19,1 Prozent
gelegen.
Dies unterstreiche die hervorragende Finanzbasis des Pfleiderer Konzerns.
Analog sank auch die Konzernettoverschuldung zum Bilanzstichtag 30. Juni 2006 auf
insgesamt 341,5 Millionen Euro (Q1/06: 651,6 Millionen Euro). Wie erwartet konnte im
Zeitraum April bis Juni 2006 die Eigenkapitalbasis deutlich gestärkt und die
Finanzierungsstruktur als Basis für den weiteren ertragsorientierten Ausbau des
Konzerns nachhaltig verbessert werden.
Der Vorstand bekräftigt vor dem Hintergrund einer weiterhin stabilen
Geschäftsentwicklung in den Holzwerkstoffmärkten in Ost- und Westeuropa sowie Nordamerika seine Zielvorgabe im Gesamtjahr 2006 Umsatzerlöse in Höhe von
1,4 Milliarden Euro und ein EBITDA in Höhe von mindestens 200 Millionen Euro erwirtschaften zu können. Dabei wird eine durchschnittliche EBITDA-Marge von
14,3 Prozent angestrebt.
08.08.06
Russisches Werk läuft an
NEUMARKT. Während in Neumarkt noch Unklarheit über den geplanten Stellenbau herrscht lief in Rußland ein neues Pfleiderer-Werk an.
Die Pfleiderer AG teilte am Montag mit, daß die Produktion der ersten Pfleiderer-Spanplatte in Russland früher beginnt als zunächst erwartet.
Erst vor wenigen Tagen hatte das Unternehmen den Abbau von rund 200 Stellen in Deutschland angekündigt, aber noch offen gelassen, in welchen Werken dies geschehen soll (
wir berichteten).
Die Pfleiderer
Aktiengesellschaf hat am Sonntag früher als erwartet mit
dem Beginn der Rohspanproduktion im neuen Werk in Novgorod, Russland, begonnen.
Damit ist nach dem im Februar 2006 erfolgten Start der Oberflächenbeschichtung der
Gesamtbetrieb der in den letzten 18 Monaten errichteten Anlage angelaufen.
"Mit dem Beginn der Spanplattenproduktion in Russland erschließen wir einen weiteren
großen, wachsenden Markt in Osteuropa und betreiben nach dem aktuellen Stand die
derzeit modernste Spanplattenfertigung und -beschichtung im russischen Markt", sagte Vorstandssprecher
Hans H. Overdiek. "Wir sehen
diesen Markt aufgrund der Wachstumsperspektiven als sehr ertragreich an und wollen hier in
den nächsten Jahren gezielt wachsen", so Overdiek weiter.
Ursprünglich war der Start der Produktion in Rußland für das erste Halbjahr 2006 angekündigt. Im Mai war es dann jedoch wegen eines Getriebeschadens zu einer Verzögerung gekommen.
10.07.06
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