Pfleiderer
Noch kein Zeitplan
NEUMARKT. Es sei noch nicht bekannt, wann und wie stark Neumarkt vom geplanten Arbeitsplatz-Abbau betroffen sei, sagte am Freitag ein Pfleiderer-Sprecher zu
neumarktonline.
neumarktonline hatte am Donnerstagabend darüber berichtet, daß das Neumarkter Unternehmen 200 Arbeitsplätze streichen will. Diese Zahl hatte Vorstandssprecher Hans H. Overdiek in einem Gespräch mit der
Financial Times Deutschland (Freitagsausgabe) genannt.
Gegenüber
neumarktonline sagte am Freitag Unternehmens-Sprecher Richard Berg, für den geplanten Stellenabbau gäbe es bisher keinen Zeitrahmen. Es sei auch noch nicht bekannt, welche Standorte in welchem Ausmaß davon betroffen seien.
Somit könne auch noch nicht gesagt werden, ob und in welcher Größenordnung in Neumarkt Stellen gestrichen werden. Berg wies darauf hin, daß bereits am Rande der letzten Pfleiderer-Hauptversammlung über das Thema Stellenabbau gesprochen wurde (
neumarktonline berichtete). Neu sei, daß man jetzt erstmals Zahlen genannt habe.
Die weiter steigenden Rohstoffpreise würden sich belastend auf die Ertragskraft auswirken. Vorstandssprecher Overdiek erklärte damals, man werde auch vor "Personalanpassungen" nicht zurückschrecken. Eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit diene nicht zuletzt auch der Standortsicherung der Werke in Deutschland, sagte Berg am Freitag zu unserer Zeitung.
07.07.06
Stellenabbau bei Pfleiderer !
NEUMARKT. Pfleiderer will 200 Stellen streichen ! Wie stark Neumarkt betroffen sein wird, ist noch nicht bekannt.
Vorstandsvorsitzender Hans Overdiek kündigte den Stellenabbau in einem Gespräch mit der
Financial Times Deutschland an: Wegen steigender Holzpreise und zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit müßten rund 200 der 2630 Arbeitsplätze in Deutschland abgebaut werden.

Hans H. Overdiek
Foto: Pfleiderer AG
Die Pfleiderer-Pläne dürften damit auf harten Widerstand der Gewerkschaften stoßen, die erst Mitte letzten Jahres einem Sanierungstarifvertrag zum Erhalt der acht deutschen Pfleiderer-Werke zugestimmt haben. Die IG Metall hatte dafür Standortgarantien und Kündigungsschutz erhalten, der freilich an wirtschaftliche Bedingungen geknüpft ist.
Die Pfleider AG nimmt nach den Worten des Vorstandssprechers den vor einem Jahr aufgekauften Laminathersteller
Kunz als Maßstab: Der Personalkostenanteil liege bei Pfleiderer doppelt so hoch, die Rendite mit etwa zehn Prozent viel niedriger als bei
Kunz (über 15 Prozent). Die mittelfristige Rendite solle bei Pfleiderer auf über 16 Prozent klettern, hieß es.
Festhalten will das Neumarkter Unternehmen an den ehrgeizigen Plänen, den Umsatz im laufenden Geschäftsjahr von 831 Millionen auf 1,4 Milliarden, bis 2008 sogar auf zwei Milliarden zu steigern. Overdiek wies auch auf den "Renditedruck" durch die Aktionäre hin, die zu über 50 Prozent aus dem Ausland kämen.
Wie der geplante Abbau von 200 Arbeitsplätzen ablaufen soll und welche Standorte betroffen sind wurde nicht mitgeteilt.
06.07.06
Werbung belohnt
NEUMARKT. Pfleiderer Europoles ist heuer in der "Jahrbuch der Werbung" aufgenommen worden.
Jetzt übergab Wolfgang Müller von der Werbeagentur Müller aus Coburg - mit der Europoles seit dem vergangenen Jahr zusammenarbeitet - das aktuelle Buch an Sabine Schneider und Karl Wimmer. Die Herausgeber stellen darin die besten Kampagnen des vergangenen Jahres vor und blicken auf die Ereignisse des Werbemarktes zurück.
Nach der erfolgreichen Ausgliederung des Mastengeschäftes aus der Pfleiderer AG Ende 2004 steht das Neumarkter Unternehmen inzwischen mit einem neuen Markenauftritt auf eigenen Beinen.
Als einer der Marktführer in Europa produziert
Pfleiderer Europoles an drei Standorten in Deutschland (Neumarkt, Dinkelsbühl und Regensburg) Maste, Stützen und Türme aus Beton, Stahl und glasfaserverstärktem Kunststoff für vielfältigste Anwendungsmöglichkeiten. Das umfangreiche Produkt- und Dienstleistungsspektrum umfasst Masten und Türme, die in den Bereichen Beleuchtung, Energietransport, Werbung und Telekommunikation eingesetzt werden.
30.06.06
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