Pfleiderer
Verzögerung beim Bau

Pfleiderer-Vorstandsmitglied Dr. Robert Hopperdietzel (rechts)
und Radoslaw Wierzbicki, Geschäftsführer der russischen Ein-
heiten des Pfleiderer Konzerns, bei der Grundsteinlegung für
das neue Werk, dessen Bau sich jetzt verzögert.
NEUMARKT. Der Neumarkter Pfleiderer-Konzern hat Probleme mit den Baufortschritten für ein neues Werk in Rußland.
Wie das Unternehmen am Mittwochabend mitteilte, gibt es Verzögerungen beim Bau des neuen Werks für Mitteldichte- und Hochdichte (MDF/HDF) Faserplatten am russischen Standort Podberesje (Novgorod).
Wegen "erheblicher Verzögerungen" beim Baufortschritt, die vom Generalunternehmen Bau zu verantworten sind, mache die Pfleiderer AG gegenüber den Maschinenlieferanten von vertraglich fixierten Unterbrechungsklauseln Gebrauch, hieß es.
Über den weiteren Fortgang des Projekts werde nach entsprechenden Fortschritten der Bautätigkeit entschieden, frühestens jedoch zum Ende des 1. Quartals 2009.
Die neue Fertigungsstätte mit einer Jahreskapazität von bis zu 500.000 Kubikmeter sollte eigentlich während des dritten Quartals 2009 in Betrieb gehen. Mit der 144 Millionen-Investition wollte der Pfleiderer-Konzern Synergiepotenziale mit seinen bestehenden Werken in Osteuropa vollumfänglich ausschöpfen, hieß es bei der Grundsteinlegung für das neue Werk im Juli (
wir berichteten).
05.11.08
Gold und Bronze

Florian Regnet, Beate Federhofer und Wolfgang Stiegler wollen
mit ihrem preisgekrönten "Parkettrüttler" Handwerkern die Arbeit
erleichtern.
NEUMARKT. Eine Fachjury der Nürnberger Erfindermesse würdigt Ideen der Neumarkter Verbund-Azubis mit Gold und Bronze.
Erneut haben junge Tüftler der Neumarkter Verbundausbildung der Firmen
wodego,
Europoles und
Rail.One Preise für ihre Erfindungen erhalten: Während der IENA, der internationalen Leitmesse für Erfindungen, zeichnete eine Fachjury die besten Ideen der Aussteller aus.
Gold durften die Erfinder des "Parkettrüttlers" mit nach Hause nehmen, Bronze- Medaillen erhielten Auszubildende, die ein Gurtschneide-System für den Notfall entwickelt hatten. Zudem gab es Sonderpreise.
Mit dem "Parkettrüttler" und dem "Save-Live-System" präsentierten sich zwei Teams der Verbundausbildung der Pfleiderer-Tochter
wodego sowie der Firmen
Europoles und
Rail.One auf der IENA. Beim Regionalentscheid Oberpfalz von "Jugend forscht" hatten sie als Sonderpreis die Teilnahme an der Messe gewonnen.
Mit einem eigenen Stand inmitten von rund 700 hochkarätigen Ausstellern aus aller Welt hatten sie die seltene Gelegenheit, einem internationalen Fachpublikum ihre praktischen Erfindungen für den Alltag auf dem Nürnberger Messegelände vorzustellen. Die IENA gilt als weltweit wichtigster Marktplatz für Erfindungen und Innovationen.
Bereits seit 13 Jahren fördert der Holzwerkstoffhersteller Pfleiderer den Regionalwettbewerb "Jugend forscht" in der Oberpfalz. Seit Anfang an gibt das Unternehmen zusammen mit der Tochter
wodego sowie den Neumarkter Unternehmen
Rail.One und
Europoles den Auszubildenden der drei Firmen die Chance, auch am Wettbewerb teilzunehmen.
Dabei fließen meist ganz praktische Ideen aus dem Arbeitsumfeld der Jugendlichen in den Wettbewerb ein. Die Berufsanfänger lernen, ihre Projekte von der Idee bis zur Umsetzung selbstständig zu entwickeln.
03.11.08
Zeugnisse überreicht

Die jungen Leute erhielten ihre Prüfungs- und Ausbildungs-
zeugnisse überreicht
NEUMARKT. Auf diesen Tag haben die 20 jungen
Frauen und Männer die letzten Jahre über hingearbeitet: Nachdem sie
im Sommer 2008 ihre Verbundausbildung bei der Pfleiderer-Tochter
wodego sowie den Firmen
Europoles und
Rail.One abgeschlossen
hatten, bekamen sie im Gästehaus der Pfleiderer
AG ihre Prüfungs- und Ausbildungszeugnisse überreicht.
Ihre Ausbildung hat sich gelohnt – auch für die Verbundfirmen: 16 der
frisch gebackenen kaufmännischen Absolventen konnten sie übernehmen.
Vier sind auf eigenen Wunsch ausgeschieden, die meisten
davon beginnen ein weiterführendes Studium.
Dass die jungen Männer
und Frauen leistungsbereit sind, macht sich nicht zuletzt auch an ihren
Abschlussnoten bemerkbar. Neun Absolventen erhielten zusammen
mit ihren Zeugnissen auch Auszeichnungen für ihre herausragenden
Prüfungsleistungen überreicht. Mit der Note 1,4 hat Judith Werner in ihrem
Jahrgang am besten abgeschnitten.
Die 22jährige Frau konnte ihre Auszeichnung allerdings nicht persönlich
entgegennehmen, da sie inzwischen für
Europoles in Madrid (Spanien)
arbeitet – passend zu ihrer Ausbildung als Eurokauffrau, die in diesem
Jahrgang drei junge Frauen absolviert haben.
Besonders zahlreich waren
die Industrie- und Bürokaufleute bei der Abschlussfeier der Verbundausbildung
vertreten, sie stellen mehr als die Hälfte der Absolventen.
Außer ihnen bekamen auch jeweils ein Informatikkaufmann, Elektroniker,
Fachinformatiker, Mechatroniker sowie eine Kauffrau für Bürokommunikation,
eine Betriebswirtin (Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie) und eine Diplom-Betriebswirtin (Berufsakademie) ihre
Zeugnisse überreicht.
Mit den 20 jungen Männern und Frauen feiert einer der ersten Jahrgänge
seinen Abschluss, die die Verbundausbildung der Firmen
wodego,
Europoles und
Rail.One durchlaufen haben. Den Jugendlichen
gibt das die Chance, auch firmen- und themenübergreifend zu arbeiten.
Sie lernen verstärkt, Abläufe im Zusammenhang zu betrachten
und Projekte zu gestalten – Fähigkeiten, die sowohl Motivation als
auch Qualifikation nachhaltig fördern. Dieser integrative Aspekt und
der Einblick in drei verschiedene Firmen erhöhen die Chancen auf dem
Arbeitsmarkt, hieß es.
24.10.08
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