Pfleiderer
"Nicht im Fokus"

Die Pfleiderer-Firmenzentrale in Neumarkt.
Foto: Pfleiderer AG
NEUMARKT. Der größe Pfleiderer-Aktionär hat eine Übernahme des Neumarkter Konzerns "nicht im Fokus", hieß es am Montag.
Am Montag wurde bekannt, daß die Europäische Kommission die Anteilsaufstockung des Finanzinvestors
One Equity Partners (OEP) an Pfleiderer genehmigt. OEP hatte im September seine Beteiligung von 20 auf fast 27 Prozent aufgestockt (
wir berichteten) und eine weitere Erhöhung nicht ausgeschlossen.
Bei der ersten Beteiligung des Finanzinvestors im Januar war von einer "langfristigen strategischen Beteiligung" die Rede. Dabei tauchten immer wieder Übernahme-Gerüchte auf (
wir berichteten).
Vor einigen Wochen hieß es von
One Equity Partners , daß eine Übernahme oder ein Delisting von Pfleiderer "nicht im Fokus" stehe.
Unterdessen heißt es in Fachkreisen, das Unternehmen werde wegen der Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf die Realwirtschaft Schwierigkeiten haben, die Ziele für das laufende Jahr zu erreichen. Daher werde sich Vorstands-Chef Hans H. Overdiek "für die Krise rüsten" und weniger auf Wachstum setzten, sondern "seine Hausaufgaben" machen - die Kosten reduzieren und die Produktivität verbessern.
Analysten stuften die Pfleiderer-Aktie am Montag mit dem Rating "verkaufen" ein.
20.10.08
Projekterfolg in Spanien
NEUMARKT. Im Auftrag der spanischen Eisenbahnbehörde ADIF liefert die
Rail.One-Gruppe für den Bau der Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Madrid und Valencia rund 120.000 Betonschwellen.
Auf der insgesamt rund 430 Kilometer langen Strecke werden insgesamt 14 Tunnels mit dem Festen Fahrbahn-System
Rheda 2000 ausgestattet. Darüber hinaus liefert das Unternehmen die Betonschwellen für die Übergangsbereiche zwischen Schotteroberbau und Fester Fahrbahn.
Die ersten Betonschwellen werden noch im Oktober dieses Jahres an die Baustelle geliefert. Ende 2010 soll die Bahnlinie Madrid- Valencia fertig gestellt sein und die Fahrzeit zwischen beiden Städten von bislang knapp 3,5 Stunden auf unter zwei Stunden verringern.
Die Produktion der Zweiblockschwellen des Systems
Rheda 2000 erfolgt in dem spanischen Werk in Toro, etwa 200 Kilometer nördlich von Madrid. Darüber hinaus wird ein Großteil der Monoblockschwellen für die Übergangsbereiche aus Constantí geliefert. Seit 1994 wird dieses Werk gemeinsam mit dem heimischen Bauunternehmen
Comsa als Partner betrieben.
Die iberische Halbinsel ist für die
Rail.One Gruppe ein wichtiger Markt mit attraktiven Wachstumspotenzialen. Nach den Plänen der spanischen Regierung soll die Verkehrsinfrastruktur eine gründliche Modernisierung erfahren. Schwerpunkt der Investitionsoffensive bildet der Eisenbahnsektor. Bis 2020 sollen in den Ausbau des Schienenfernverkehrs über 120 Milliarden Euro investiert werden.
Mit dem erneuten Zuschlag für die Lieferung des Fahrbahnsystems für die Strecke Madrid-Valencia kann das Unternehmen ihre Marktposition weiter ausbauen. Bereits über 100.000
Rheda 2000-Schwellen wurden für den Neubau des Guadarrama-Tunnels auf der Fernverkehrsverbindung Madrid-Valladolid geliefert. Darüber hinaus stattete das Unternehmen über 15 Kilometer Gleis im Rahmen der Eje Atlantico-Projekte mit ihrem patentierten Fahrbahnsystem aus.
14.10.08
Stolz auf Verbundausbildung

Im Ausbildungszentrum in der Ingolstädter Straße konnten sich
am Samstag junge Leute informieren.
NEUMARKT. Während der Ausbildung lernt man
gewöhnlich eine einzelne Firma recht gut kennen. Christine Stampfer
hat die Möglichkeit, im selben Zeitraum Erfahrungen in drei Unternehmen
zu sammeln: Die Auszubildende zur Industriekauffrau lernt bei der
Pfleiderer-Tochter
wodego, kann jedoch auch Stationen bei den Neumarkter
Firmen
Europoles und
Rail.One durchlaufen. Sie profitiert von
der Verbundausbildung, die diese Unternehmen realisieren.
Am Azubi-Infotag informierten die Firmen über die Stärken dieser Verbundausbildung.
Im Ausbildungszentrum in der Ingolstädter Straße zeigten die Jugendlichen
ihr individuelles Arbeitsumfeld. Persönliche Gespräche und Illustrationen
auf Pinwänden, Schautafeln und Broschüren sowie Filme und ein
kleines Rollenspiel halfen den Besuchern, sich einen Überblick über die
Ausbildungsmöglichkeiten bei der Pfleiderer AG und deren Verbundfirmen
zu verschaffen. Führungen durch die Verwaltungsräume vermittelten
einen ersten Eindruck vom möglichen künftigen Arbeitsplatz.
Die Verbundausbildung, die die Pfleiderer AG und deren Tochter
wodego
sowie die Firmen gemeinsam realisieren,
gibt den Jugendlichen die Chance, auch bereichs- und themenübergreifend
zu arbeiten. Die Auszubildenden lernen verstärkt, Abläufe im Zusammenhang
zu betrachten und Projekte zu gestalten – Fähigkeiten, die sowohl Motivation wie auch Qualifikation nachhaltig fördern.
Ein weiterer
Vorteil: "Wir profitieren von einem umfangreichen Weiterqualifizierungsangebot
– schließlich gibt es in jedem der Verbundunternehmen ganz
unterschiedliche Experten. Die Themen unserer internen Workshops
sind daher sehr vielseitig", sagt die Auszubildende Christine Stampfer.
Das garantiert den Erfolg der Verbundausbildung: 2008 haben die Pfleiderer-
Tochter
wodego sowie die Firmen
Europoles und
Rail.One erneut
den kompletten Abschlussjahrgang übernommen. Beste Aussichten
also für die 47 jungen Frauen und Männer, die Anfang September ihre
Ausbildung begonnen haben. Insgesamt bildet die Pfleiderer-Tochter
Europoles und
Rail.One momentan 82 Jugendliche im Unternehmen aus; bei
Europoles
sind es 56 und 15 bei
Rail.One.
Ein weiterer Anreiz neben der Vielseitigkeit der Verbundausbildung: Alle
Azubis der Pfleiderer-Tochter
wodego und der Neumarkter Unternehmen
Europoles und
Rail.One freuen sich seit dem 1. September 2008
über mehr Geld auf dem Konto. Die Firmen haben die Vergütung der
Ausbildungsgehälter sowohl im kaufmännischen wie auch im gewerblichen
Bereich um rund 40 Prozent erhöht.
Seit August präsentiert sich die Verbundausbildung auch online (
wir berichteten).
27.09.08
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