SPD Neumarkt

Das SPD-Bürgerbüro

in der Ringstraße 5a in Neumarkt ist geöffnet :
Montag - Mittwoch - Freitag jeweils von 10 bis 12 und von 14 bis 16 Uhr.
Dienstag und Donnerstag bleibt das Büro bis auf weiteres geschlossen.
Das Büro ist erreichbar unter Telefon 09181/500 990, Fax 09181/29 88 00

Keine PV-Anlage aufs Dach

NEUMARKT. „Nachhaltige Stadt“ hin oder her: auf dem Dach des Pöllinger Bürgerhauses wird es voraussichtlich keine Photovoltaikanlage geben.

Ein entsprechender Antrag der SPD wurde in der Stadtratssitzung am Mittwochabend mit Mehrheit - aber gegen immerhin 13 Stimmen - abgelehnt. Vor allem Oberbürgermeister Thomas Thumann erinnerte in der Diskussion immer wieder daran, daß bei einem Entschluß für die PV-Anlage auf dem Dach des Pöllinger Millionenprojekts die ganze Finanzierung ins Schleudern kommen könnte.

Nachdem sich mehrere Stadträte von der im Stadtrat vorgetragenen - ziemlich negativen - Wirtschaftslichkeits-Berechnungen zu einer Photovoltaikanlage nicht abhalten ließen, trotzdem teils leidenschaftlich für eine Energiegewinnung auf dem Dach zu plädieren, verwies der Stadtchef immer wieder auf die ungewöhnlich hohen Fördersummen für das Millionen-Projekt in Pölling. Die ständen nämlich auf dem Spiel, soll es von der Regierung der Oberpfalz geheißen haben.


Eine solche PV-Anlage widerspreche dem Bewilligungsbescheid, wird die Regierung zitiert. Der müsse dann aufgehoben und neu erlassen werden. Gleichzeitig sei aber das Förderprogramm bereits ausgelaufen, so daß die Stadt das Risiko einginge, daß die bereits bewilligten Mittel gekürzt und „im ungünstigsten Fall nicht mehr abgerechnet werden könnten“.

Bürgermeisterin Gertrud Heßlinger (SPD) wollte aber nichts von dem Vorwurf wissen, daß man jetzt zu spät dran sei mit der Forderung nach einer umweltfreundlichen Energiegewinnung: ihre Partei habe genau das bereits 2019 beantragt und sei damit abgeblitzt. Leidenschaftlich plädierte sie dafür, in der "nachhaltigen Stadt" nicht den Klimawandel gegen Wirtschaftslichkeitsberechnungen abzuwägen. Mit Verweis auf die Verwüstung durch Unwetter auch in der Stadt Neumarkt in den letzten Tagen sagte sie: „Die Verwaltung tut so, als hätten wir alle Zeit der Welt“.

08.07.21

Bürgerbüro wieder geöffnet

NEUMARKT. Der SPD-Ortsverein hat die Zeit der coronabedingten Kontaktreduzierung genutzt, das in die Jahre gekommene Bürgerbüro in der Ringstraße neu zu gestalten.

Nach zahlreichen Arbeitsdiensten stehen nun helle und freundliche Räumlichkeiten zur Verfügung, hieß es.


Zur Wiedereröffnung am Samstag, 17.Juli, haben sich MdB Uli Grötsch. MdEP Ismail Ertug, der Generalsekretär der Bayern-SPD, Arif Tasdelen, die Bezirksvorsitzende Dr. Carolin Wagner und Bezirksgeschäftsführerin Sabrina Schlecht-Wanderer angekündigt.

Zum offiziellen Teil ab 17 Uhr sind auch interessierte Bürger willkommen.

07.07.21

„Aus Dornröschenschlaf holen“


Der Alte Kanal im Neumarkter Stadtgebiet soll aus seinem „Dornröschenschlaf“ aufgeweckt werden
Foto: Jan Seibel
NEUMARKT. Die Neumarkter SPD möchte den alten Ludwig-Donau-Main-Kanal im Stadtgebiet aus seinem „Dornröschenschlaf“ erwecken.

Die Genossen haben mit einer Planerin ein städtebauliches Konzept erarbeitet, wie der Kanal als zentraler Aufenthalts- und Erlebnisort für Neumarkter und Fahrradtouristen „attraktiv aufgewertet“ werden könnte.

Der Ludwig-Donau-Main-Kanal führt auf sieben Kilometer Länge als „Grünes Band“ durch die Stadt Neumarkt. Bisher ist sein „enormes Potenzial als Naherholungsgebiet und Begegnungsstätte“ jedoch nur wenig erschlossen – eine wirkliche Anbindung ans städtische Leben gäbe es nicht, hieß es.

Als Teil des überregionalen Rad- und Wanderwegenetzes spielt der 1846 fertiggestellte Alte Kanal zwar als Bewegungsraum für den Tourismus eine Rolle, für Bürger und Radtouristen fehlen aber Punkte und Plätze, die zum Verweilen einladen und eine Anbindung der Stadt an das Gewässer schaffen. Dieses Manko will das städtebauliche Konzept der SPD aufgreifen, das der Ortsverein gemeinsam mit der Neumarkter Ingenieurin für Stadt- und Regionalplanung Susanne Müller earbeitet hat.


Nach den SPD-Plänen soll es mehrere „schwimmende Stege“ geben, die den Kanal zwischen St.- Florian-Straße und Berliner Ring begeh- und erlebbar machen. Man wolle den Kanal zu einem Ort der Begegnung aber auch der Erholung entwickeln und dabei die Menschen „an, auf und sogar in den Kanal bringen“.

Das Konzept setzt in vier Teilabschnitten des Kanals gestalterische Höhepunkte, die auch an die Geschichte des Kanals als Transportweg und Wasserstraße anknüpfen sollen. Die Ideen reichen von einer Ansiedlung vermietbarer Hausboote im bisher völlig ungenutzten Kanalhafen, über einen „schwimmenden Biergarten“ auf Höhe des Seecafés, bis hin zu einem Kanuverleih im nördlichen Kanalbereich.

Eine ins Wasser abgesenkte „Entdeckerstation“ auf Höhe der Holzheimer Grundschule sowie ein Minitreidelschiff könnten dabei auch Kindern ermöglichen, den Kanal aktiv zu erleben.

Mit ihrem Konzept sind die Sozialdemokraten inzwischen an die zuständigen Stellen in Stadt und Land herangetreten. Gespräche mit allen verantwortlichen Behörden sollen folgen, um die Möglichkeiten einer umfangreichen Aufwertung des Gewässers auszuloten.

Die Aufwertung des Alten Kanals ist ein Teil der Strategie der Neumarkter SPD, den Freizeitwert der Stadt weiter zu erhöhen, um die Stadt für alle Bevölkerungsgruppen attraktiver zu gestalten und den Tourismus in der Region zu stärken.

Der Bereich Freizeit war eines der vier Kernthemen im vergangenen Kommunalwahlkampf, hieß es von Ortvereinsvorsitzendem Matthias Sander und Fraktionsvorsitzendem Günther Stagat. Auch weitere Konzepte sind bereits in Planung. Dazu gehören beispielsweise ein Kultursteg im Kanalabschnitt zwischen Kurt-Romstöck-Ring und Mistelbacher Allee sowie eine attraktive Überplanung des Faberparks.

17.06.21


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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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