SPD Neumarkt

Das SPD-Bürgerbüro

in der Ringstraße 5a in Neumarkt ist geöffnet :
Montag - Mittwoch - Freitag jeweils von 10 bis 12 und von 14 bis 16 Uhr.
Dienstag und Donnerstag bleibt das Büro bis auf weiteres geschlossen.
Das Büro ist erreichbar unter Telefon 09181/500 990, Fax 09181/29 88 00

"Kein Ruhmesblatt"

NEUMARKT. Kreisrat Josef Mayer bezeichnete die Ergebnisse im jüngst veröffentlichten "Prognos-Familienatlas" des Bundesministeriums in Berlin als "Bankrotterklärung für eine fortschrittliche Familienpolitik" im Landkreis Neumarkt: "Da werden wir als passiver Landkreis eingestuft", so Mayer, "das ist doch kein Ruhmesblatt".

Vor allem, weil der Landkreis ja sonst vor allem finanziell auch gut da stehe ist man bei der SPD enttäuscht, daß Neumarkt von den 439 Landkreisen vor allem in den Bereichen Vereinbarkeit von Familie und Beruf und Kleinstkinderbetreuung einen der letzten Ränge einnimmt.

"Traurig", fand das auch die Sprecherin der Kreistagsfraktion, Carolin Braun. Da müsse man sich dann nicht wundern, wenn gerade hoch qualifizierte junge Leute abwandern, weil man hier seine Kinder nicht gut aufgehoben wisse: "Wir müssen auch als Landkreis endlich vorangehen, mit gutem Beispiel."

Die SPD Kreistagsfraktion forderte in dem Zusammenhang wiederholt die Einrichtung eines Kinderhortes für das Personal im Klinikum. Gerade dort sei Bedarf gegeben durch die Arbeitszeiten und den hohen Frauenanteil bei den Beschäftigten. Als einer der größten Arbeitgeber sei der Landkreis als Vorbild in Zugzwang. "Die Demografie können wir nicht aufhalten, aber wir sind in der Pflicht, unsere Attraktivität als Wohn- und Lebensort zu steigern," erklärte Carolin Braun.

Auch der Landratskandidat André Radszun sprach sich dafür aus, dass Familien unterstützt werden müssten, wo immer dies möglich sei. Es sei auch Aufgabe der Kommunalpolitik, diese Unterstützung zu gewährleisten.

Barbara Schierl kämpft in Berching schon lange um eine kommunale, bezahlbare Kinderbetreuung auch für Kinder unter drei Jahren. Tagesmütter seien als zusätzliches Angebot schon gut, aber man müsse doch gerade auch für geringer verdienende berufstätige Mütter ein kommunales Angebot schaffen, das nicht gleich den halben Verdienst wieder auffrisst.

Bedenklich sei, dass man sich auch in den Landkreiskommunen auf diese "teure Kleinstkinderbetreuung des Landkreises" zurückziehe - so zuletzt auch in Velburg geschehen.

In dem Bericht des Bundesministeriums wurde auch deutlich, dass Neumarkt bei den Klassenstärken in den Schulen fast Schlusslicht ist (Rang 414 von 439 ). Das fand Dirk Lippmann als weiteres Signal, dass auf alle Fälle auch in Schulbauten investiert werden müsse. "Wenn, wie an der Knabenrealschule geschehen, aufgrund von Raumnot Klassen nicht geteilt werden können, wenn schon mal die Lehrerzuweisung funktionieren würde - dann ist doch auch der Landkreis zu spät dran mit dem Erweiterungsbau."

Wir wollen unseren Landkreis nicht schlecht reden, sagte Carolin Braun als Fazit: "Aber man sollte auch Handlungsbedarf dort erkennen, wo tatsächlich Defizite sind - und endlich handeln!"

30.10.07

Huber tritt an


Andrea Huber
NEUMARKT. Andrea Huber tritt in Postbauer-Heng für die SPD als Bürgermeisterkandidatin an.

Der SPD-Vorstand des Ortsvereines Postbauer-Heng zeigte sich hinsichtlich der bevorstehenden Kommunalwahl einig: Andrea Huber, ehemals Appelt, soll wieder an der Spitze der SPD-Liste stehen und für das Amt der Bürgermeisterin kandidieren.

Andrea Huber, sichtlich erfreut über diese einstimmige Empfehlung, möchte hoch motiviert in den kommenden Wahlkampf gehen. "Bereits bei der vergangenen Bürgermeisterwahl gegen den amtierenden Bürgermeister Hans Bradl, habe ich sehr viele positive Erfahrungen machen dürfen", so Huber.

30.10.07

"SPD-Oscar" nach Dietfurt


Die "Crew der MS Demokratie" und die Ministerin: Carolin Braun, Oliver Daller, Gerd Lindl, Juliane Braun, Andreas Haußner, Heidemarie Wieczorek-Zeul und Matthias Meier (von links) am Stand in Hamburg.

NEUMARKT. Die Dietfurter Jusos haben beim SPD-Bundesparteitag in Hamburg einen der angesehenen Wilhelm-Dröscher-Preise gewonnen.

Benannt ist der Preis nach dem verstorbenen ehemaligen Schatzmeister, Landtagsabgeordneten und Europäer, Wilhelm Dröscher. Mit dem Preis möchte die Bundes-SPD die vielfältigen Aktionen und Initiativen in Ländern und Kommunen aus dem Verborgenen einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden, hieß es in Hamburg.

Die Dietfurter Jungsozialisten nahmen am Bundesparteitag in Hamburg vier Tage lang teil. Der Stress der langen Tage im Messestand haben sich gelohnt. Die JusoAG Dietfurt wurde mit dem dritten Preis ausgezeichnet. Aus den Händen von Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul und Parteivorsitzendem Kurt Beck konnte das Team aus Dietfurt den Preis auf der großen Parteitagsbühne entgegennehmen.

Unter der Federführung von Juliane Braun hat die JusoAG Dietfurt vor drei Jahren das Aktionsbündnis gegen Rechtsextremismus in Dietfurt ins Leben gerufen. Nun haben sich die Jusos in Hamburg um den Wilhelm-Dröscher-Preis "Der lebendige Ortsverein" in der Kategorie Öffentlichkeitsarbeit beworben.

Die wochenlange Vorbereitung hat sich für die Dietfurter Jugendlichen gelohnt. Matthias Meier und Andreas Haußner jun. haben zusammen mit Juliane Braun und dem Ortsvereinsvorstand eine pfiffige Präsentation des Messestandes ausgearbeitet. "Wir sind das Bündnis" und "Wir sind in der Gesellschaft verankert", waren die Kernaussagen, mit denen die Jusos letztendlich bundesweit ausgezeichnet wurden.

Die Jusos ( verstärkt vor Ort in Hamburg durch Bundesdelegierte Carolin Braun, Kreis-Organisationleiter Gerd Lindl und Oliver Daller vom SPD Unterbezirk Amberg) hatten in Hamburg die "MS Demokratie" aufgebaut. Stilecht mit Mast, Anker und Steuerrad wurden alle Standbesucher "Willkommen an Bord der Demokratie" geheißen. Dort gab es Informationen über die Aktionen des Bündnisses in den letzten zwei Jahren, sowie über die Probleme, die von der rechtsradikalen Kameradschaft vor Ort immer wieder verursacht werden.

"Es war schon ein Erlebnis, so viele Spitzenpolitiker hautnah erleben zu können, " sagte Matthias Meier, 17. Auch der Medienrummel mit Fernsehen, Presse und Sicherheitsvorkehrungen im Umfeld der "Promis" hat die jungen Leute beeindruckt. Man konnte Kurt Beck die Hand schütteln, Klaus Wowereit informieren und mit "Münte", Minister Wolfgang Tiefensee oder Hans-Jochen Vogel "einfach so reden".

"Leider haben wir von Hamburg selber nicht viel gesehen," ergänzte Andreas Haußner, 24, "weil wir teilweise 15 Stunden täglich am Stand den vielen Besuchern unser Projekt erklärt haben."

Dennoch hat sich alle Mühe gelohnt. Unter den Preisträgern sind außer Dietfurt fast ausschließlich größere Parteigliederungen. Umso mehr freut sich Juliane Braun über die Auszeichnung auf Bundesebene. "Es macht Mut, soviel Anerkennung zu erleben. Wir bleiben dran an dem Thema, denn es lohnt sich, für unsere Demokratie einzutreten."

29.10.07


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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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