SPD Neumarkt
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"Andersgläubige" wohlgelitten

Vom Vorstand des SPD Ortsvereins und des Kreisverbandes in die Mitte genommen: Landesgruppen- Vorsitzender Florian Pronold. Links Oberbürgermeister Thomas Thumann (UPW); rechts Charly Brandenburger.
Fotos: Erich Zwick

Oberbürgermeister Thomas Thumann überreicht dem Gast aus
Niederbayern einen Neumarkter Bierkrug.

SPD-Kreisvorsitzende Carolin Braun zusammen mit ihren dienst-
baren Geistern, die ein leckeres wie üppiges Büfett "zauberten".

CSU-Stadtverbandsvorsitzender Helmut Jawurek unterhielt sich
prächtig mit Klebl-Betriebsratsvorsitzendem Peter Prison (rechts).
Dazwischen SPD-Orga-Leiter Gerd Lindl und Kreisvorsitzende
Carolin Braun.

Ortsvereinsvorsitzender Charly Brandenburger bedenkt den Stell-
vertretenden Landesvorsitzenden der SPD, Florian Pronold, mit
einer Neumarkter Armbanduhr, damit er in Berlin weiß, wie seine
niederbayerischen und Oberpfälzer Wähler "ticken".

Ein stilechtes Prost auf die Gewerkschaftsvertreter Michael Meier
(rechts) und Peter Prison. Links SPD-Ehrenmitglied Karl Schmidt.
NEUMARKT. Eingeladen hatten die SPD und die Gewerkschaften zur Feier des heraufdämmernden 1. Mai, aber gekommen waren nicht nur deren Mitglieder, sondern auch die "Andersgläubigen", wie der Vorsitzende der bayerischen SPD-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Florian Pronold, die Vertreter aus anderen politischen Lagern und Gesellschaftsgruppen im Foyer der Residenz scherzhaft anredete.
Er war der mit Spannung erwartete Hauptreferent des Abends, und er wurde seiner ihm zugewiesenen Rolle voll gerecht. Der gelernte Bankkaufmann, Jahrgang 1972, und spätere Rechtsanwalt sprach dem aufmerksamen Auditorium voll aus der Seele, was der häufige Beifall bewies.
Um vorab das Rätsel um die "Andersgläubigen" zu lösen: Es waren dies u.a. Oberbürgermeister Thomas Thumann - "das erste Stadtoberhaupt, das zu einem derartigen Maiempfang erschien", wie Ortsvereinsvorsitzender Karlheinz "Charly" Brandenburger anerkennend hervorhob und CSU-Stadtverbandsvorsitzender Helmut Jawurek, der sich am anschließenden köstlichen Kalten Büfett, angerichtet von den Dietfurter Genossinnen, prächtig mit Klebl-Betriebsratsvorsitzendem Peter Person und SPD-Orga-Leiter Gerd Lindl unterhielt.
Bei der Begrüßung der großen Zahl an Ehrengästen hätte SPD-Kreisvorsitzende Carolin Braun beinahe den Überblick verloren - so viele Namen musste sie aufzählen - angefangen von SPD-Ehrenmitglied Karl Schmidt über die Betriebratsvorsitzenden bei Bögl, Josef Brandl bis hin zu den Parteifreunden aus Amberg mit Uli Hübner an deren Spitze.
Die "Vergessenen" schob dann noch Charly Brandenburger nach, der in seinen Grußworten auf das aktuelle Anliegen des 1. Mai hinführte: die Bekämpfung der Massenarbeitslosigkeit. Ihr könne nur dadurch begegnet werden, dass die Wirtschaft für den Menschen da sein müsse. Dazu gehöre allerdings auch, dass es sich wieder lohnen müsse, hart zu arbeiten und nicht jede Lohnerhöhung von den steigenden Sozialabgaben gleich wieder aufgezehrt wird.
Launig-humorvoll fielen die Grußworte des UPW-Oberbürgermeisters aus. Die Zuhörer merkten ihm förmlich an, dass er sich in der SPD-Gesellschaft sichtlich wohl fühlt, und so lobte er die Neumarkter SPD, die als "folgsam" bekannt sei. Sie wird nämlich einer Forderung des früheren bayerischen Ministerpräsidenten Wilhelm Hoegner gerecht, der gesagt hat, "ein Sozialdemokrat, der unter hundert Jahren stirbt, handelt parteischädigend." Die Neumarkter SPD hätte es inzwischen auf 102 Jahre gebracht. "Aber" - so ergänzte der zum DGB-Kreisvorsitzenden avancierte Michael Meier - "der steinige Weg geht weiter."
Diese Steine gelte es aus demWeg zu räumen, knüpfte der Stellvertretende Landesvorsitzende der bayerischen SPD, Bundestagsabgeordneter Florian Pronold, an, der die Koalition mit der "anderen großen Volkspartei" als eine Herausforderung für die SPD betrachtet. Die vermeintlichen Zugeständnisse im Koalitionspapier hätten keineswegs zu Nachteilen für die Arbeitnehmer geführt.
Damit aber die mit dem Regierungsauftrag ausgestatteten Abgeordneten nicht die Bodenhaftung mit der Basis verlieren und immer wissen, was die Uhr geschlagen hat, überreichte Charly Brandenburger dem Gast aus Niederbayern eine Neumarkter SPD-Armbanduhr. Den gleichen Zeitmesser bekam übrigens auch Oberbürgermeister Thomas Thumann, der mit dem Monat Mai auch einem neuen kommunalpolitischen Frühling das Wort geredet hatte: "Der Mai lässt Altes vergessen und Neues entstehen", sagte er vieldeutig.
Erich Zwick
28.04.06
Pronold spricht
NEUMARKT. Der stellvertretende Bayerische SPD-Vorsitzende Florian Pronold spricht beim Mai-Empfang der SPD.
"Arbeitnehmer, Angestellten, Betriebs-und Personalräte, Jugendvertreter, Schwerbehinderten-Vertreter, Gewerkschaftler, Vertrauensleute, Ortsvereinsvorsitzende der SPD, Kommunalpolitiker, sowie alle an Arbeitnehmerfragen Interessierten" sind zu der Traditionsveranstaltung am Freitag, 28. April, um 18 Uhr in die Säle der Neumarkter Residenz eingeladen.
Nach einigen Grußworten wird ein Referat des Sprechers der Bayerischen Landesgruppe im Bundestag und stellvertretenden Bayerischen Landesvorsitzenden der SPD, MdB Florian Pronold, erwartet.
Anschließend können im Gespräch bei einem regionalen Buffet Meinungen ausgetauscht werden.
Veranstalter sind die SPD-Kreistagsfraktion, der SPD-Kreisverband und der SPD-Ortsververein Neumarkt.
22.04.06
"Test ist ein Hohn"
NEUMARKT. Der SPD-Kreisvorstand befaßte sich in einer Sitzung mit dem Problem der Integration von Kindern und Jugendlichen an den Schulen.
Als "unsäglich" bezeichnete Kreisvorsitzende Carolin Braun das Verhalten des Bayerischen Ministerpräsidenten.
"Seit Jahren fordern wir mehr Geld für die Bildungspolitik und für Schulen und Kindergärten," sagte Braun. Die Schulpolitik der CSU sei von Anfang an gekennzeichnet gewesen von früher Auslese und wirke damit der Integration entgegen. "In den letzten Jahren hat Stoiber mit seinem Kürzungswahn die Problematik an den bayerischen Schulen noch massiv verstärkt!" betonte Carolin Braun.
Und es gehe nicht nur um ausländische Kinder, unterstrich Ludwig Hahn aus Seubersdorf die Aussage. Sogar hier in Neumarkt weisen Pädagogen und Schulleiter von Hauptschulen darauf hin, dass auch deutsche Kinder aus sozialen Randgruppen Probleme mit Integration haben.
In keinem anderen deutschen Bundesland werde so früh getrennt und sei Bildung so stark vom Geldbeutel der Eltern abhängig wie in Bayern.
Wenn sich jetzt gerade die CSU "auf Stammtischniveau" zum Verfechter der Integration mache, sei dies Zynismus.
Wenn Stoiber von "integrationsunwilligen Ausländern" spreche, dann bewege er sich "am äußersten rechten Rand des Grundgesetzes".
Der nun von Teilen der CSU geforderte Einbürgerungstest sei ein Hohn. Man solle solche Tests erst einmal von Deutschen absolvieren lassen, bevor man wegen einiger "fehlender Mittelgebirge" Leute ausweisen wolle.
Einzig und allein durch Investitionen im Schul- und Vorschulbereich sei es möglich, Probleme in Bayern zu verhindern. "Wir brauchen mehr Deutschkurse für Kinder und deren Mütter" forderte Lothar Braun, Neumarkt. Die SPD Neumarkt habe bereits ein kostenfreies Vorschuljahr für alle Kinder gefordert. Dort könnten Kinder spielerisch miteinander Deutsch lernen, und nicht wieder ausgegrenzt werden.
Katja Vogel(Freystadt) berichtete, dass in Ländern wie Finnland oder Frankreich Sozialpädagogen und Psychologen an Schulen fester Bestandteil seien. Dies - zusammen mit kleineren Klassen - sei auch in Bayern nötig.
Andrè Radszun bezeichnete auch die Forderung der Kultusministers nach einem Handyverbot als "populistisch". Der Lehramtsstudent sagte, dass ein Benutzungsverbot ohnehin während des Unterrichts seit langem üblich sei. Dies sei ausreichend.
"Verbote nützen nicht", sagte Radszun. Das Problem von Gewaltvideos habe seine Ursachen woanders, und könne nicht durch ein simples Verbot bekämpft werden.
Die SPD Kreisvorstandschaft will sich nun mit dem Thema auch weiter beschäftigen.
Vor allem wolle man überprüfen, ob sich auch im ländlichen Bereich Sprachkurse verwirklichen lassen. "In kleineren Gemeinden sind es halt oft nur ganz wenige Nicht-Muttersprachler. Aber auch die dürfen wir nicht vergessen", sagte Kreisrätin Utha Lippmann.
21.04.06
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