Sternwarte Neumarkt

Drei mächtige Krater

NEUMARKT. Schon am frühen Freitagabend steht er hoch am Himmel: Ab 21 Uhr, nachdem es ausreichend dunkel geworden ist, kann unser Mond von Kindern mit ihren Eltern oder Großeltern durch die Sternwartenteleskope beobachtet werden.

An der Tag- und Nachtgrenze, dort wo man sich auf dem Mond gute Nacht sagen würde, fallen drei mächtige Krater auf. Alle drei tragen klassische Namen Theophilus, Cyrillus und Catharina.

Theophilus befindet sich nahe der sichtbaren Mondmitte. Etwa fünf Kilometer groß war der Asteroid, der diesen 105 Kilometer weiten Krater in die Mondoberfläche geschlagen hat. Der Rand des Kraters steigt in Terrassen bis auf eine Höhe von 5000 Metern an; höher als der Montblanc. Im Teleskop entdeckt man ein Zentralmassiv, das von drei kleineren Bergen flankiert wird. Als wäre es eine Treppe Riesen, so schmiegen sich die drei Berge an das Zentralmassiv an.

An Theophilus schließt sich der Krater Cyrillus mit 100 Kilometer Durchmesser und einer Wallhöhe von 3000 Metern an, gefolgt vom Krater Catharina dessen Durchmesser 98 Kilometer misst.

Lässt man das Teleskop noch weiter schweifen, so rücken der rote Mars und der herrliche Ringplanet Saturn ins Blickfeld. Noch tief am Osthorizont ist der Gasriese Jupiter zu entdecken, der im Laufe der Nacht immer höher steigen wird.
04.05.06

Offene Sternwarten-Tür

NEUMARKT. Der geplante Vortrag am Freitag fällt aus, dafür ist am Montag in der Sternwarte "Tag der offenen Tür".

Der für Freitag angekündigte Vortrag über "Eine Reise durch unser Planetensystem" von Hans-Werner Neumann in der Sternwarte Neumarkt muss wegen Erkrankung des Referenten ersatzlos ausfallen. Bei klarem Himmel ist jedoch Himmelsbeobachtung möglich.

Am Montag, 1.Mai, findet in der Sternwarte von 14 bis 17 Uhr ein "Tag der Offenen Tür" statt. Wenn die Sonne scheint, können mit dem Protuberanzenansatz gewaltige Gasausbrüche auf der Sonne beobachtet werden, die sich über mehr als 100.000 Kilometer über den Sonnenrand erheben. Auch Sonnenflecken zeigen, dass unsere Sonne sehr aktiv ist.

Im Vortragsraum werden Dias und Filme gezeigt. Die Mitglieder der Sternwarte geben Auskünfte über astronomische Fragestellungen und Probleme.
26.04.06

Pechschwarzer See

NEUMARKT. Pünktlich um 20 Uhr werden am Freitagabend wieder die Tore der Sternwarte geöffnet, die Abdeckungen der Teleskope heruntergezogen und die empfindlichen Optiken in den Nachthimmel gerichtet. Alle Kinder, Eltern und Großeltern sind zu einem Ausflug in den Frühlingssternenhimmel eingeladen.

Nahe der Tag- Nachtgrenze des Mondes fällt im oberen Teil ein prächtiger Krater namens Plato auf. Sein pechschwarzer, rund 100 Kilometer messender Grund hebt sich auffällig von den umliegenden Bergen ab. Erst zu Zeiten, als die Qualität der Teleskope weit fortgeschritten war, erkannte man in den dunklen Stellen Gesteinsflächen; bis dahin ging man von Wasserflächen aus. Das erstarrte Gestein hat die ungewöhnliche Eigenschaft, sich zu verdunkeln, wenn die Sonne aufgeht.

Dem Krater Plato werden zudem mehrere Leuchterscheinungen, wie Schleier und Wolken nachgesagt, die auf eine eventuelle tektonische Aktivität schließen lassen. Möglicherweise steigen Gasblasen zuweilen aus Bodenrissen auf.
06.04.06

"Wunderbare Sicht"

NEUMARKT. Der wolkenverhangene Himmel täuschte: Von der Volkssternwarte aus konnte man für einige Minuten die Sonnenfinsternis "wunderbar" sehen.

Regen und tiefhängende Wolken über Neumarkt - kaum jemand kam am Mittwoch-Mittag auf die Idee, der Einladung der Neumarkter Volkssternwarte zu folgen, und vom Mariahilfberg aus einen Blick auf die Sonnenfisnternis zu werfen. Drei Gäste und einige Mitglieder der Sternwarte zählte Schriftführer Dieter Wotschke.

Doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt - und am Mittwoch-Mittag wurde sie auch noch belohnt. Ziemlich genau zum Höhepunkt der partiellen Sonnenfinsternis riß plötzlich der Himmel einige Minuten auf und gab den Blick auf die vom Mond zu etwa 34 Prozent abgedunkelte Sonne frei. Durch ein Teleskop mit Spezialfolie und ein Teleskop mit Protuberanzenfilter konnte das Naturereignis beobachtet werden. "In den Wolkenlücken hatten wir eine wunderbare Sicht", sagte Wotschke zu neumarktonline.

Das war freilich kein Vergleich zu den Sichtmöglichkeiten in der Türkei und in weiten Bereichen Afrikas, wo dieser außergewöhnliche Neumond zum Megaereignis wurde. Ohne große Reisekosten blieb allerdings auch noch der Fernseh-Bildschirm und das Internet, wie die Sonnenfinsternis natürlich live übertragen wurde.
29.03.06


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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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