Bürgerhaus Neumarkt
Neumarkter Familienforum
NEUMARKT. Am Dienstag, 6. März, findet um 19.30 Uhr im Bürgerhaus Neumarkt das nächste Treffen des Familienforums der Stadt Neumarkt statt.
Bei diesem zweiten Treffen wird zum einen eine Übersicht über die Angebote für Familien in Neumarkt präsentiert, zum anderen werden Methoden einer familien- und mitarbeiterfreundlichen Unternehmenspolitik, zum Beispiel durch das Familienaudit vorgestellt. Neben der Information sollen auch dieses Mal wieder konkrete weitere Schritte besprochen werden, insbesondere werden Ideen für den bundesweiten Aktionstag am 15. Mai zum Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ gesammelt.
Im letzten Herbst haben über 100 Bürger in den Festsälen der Residenz das „Bündnis für Familien“ ins Leben gerufen. Anschließend hat das Neumarkter Familienforum seine Arbeit aufgenommen. Beim ersten Treffen im November 2006 wurden eine Bestandsaufnahme durchgeführt und erste Schwerpunkte ausgewählt.
Interessierte Bürger werden gebeten, sich bis spätestens 2. März für das Neumarkter Familienforum anzumelden. Kontakt: Ralf Mützel, Tel. 09181/511038, E-Mail:
buergerhaus@neumarkt.de26.02.07
"Engagement-Lawine" erwartet

"Rahmenbedingungen für nachhaltige Beschaffung in Kommunen" zeigt Vivien Führ, "Earthlink e.V.", vor aufmerksamen Zuhörern im Rathaussaal auf.
Fotos: Erich Zwick

Dr. Alexander Fonari bei seinem Einführungsvortrag. Links Agen-
da-Beauftragte Ruth Dorner neben OB Thomas Thumann.
NEUMARKT. Als "Stadt der Weltdekade 2007/2008" traut Dr. Alexander Fonari vom "Eine-Welt-Netzwerk Bayern" den Entscheidungsträgern von Neumarkt zu, eine "bayerische Engagement-Lawine" loszutreten. Er gab die Einführung zu einer Fachveranstaltung zum Thema "Nachhaltigkeit in der öffentlichen Beschaffung" im Sitzungssaal des Rathauses.
Unter "öffentlicher Beschaffung" ist die Auftragsvergabe durch Bund, Länder und Gemeinden zu verstehen, die jährlich 250 Milliarden Euro dafür aufwenden, wobei rund die Hälfte auf die Kommunen entfällt und ihnen eine Vorreiterrolle zukommt.
Als Großverbraucher können sie ihre gewichtige Marktstellung zu einer Umorientierung von Konsummustern nutzen und als verantwortungsvolle Abnehmer agieren, die soziale, ökologische und ethische Anliegen in öffentliche Ausschreibungen integrieren.
Als Beispiel führte Dr. Fonari den Bau eines öffentlichen Gebäudes mit edlen Granitsteinen an. Den Bauherren, in diesem Fall den Kommunen, dürfe es nicht einerlei sein, ob die Steine unter humanen Arbeitsbedingungen gewonnen werden oder aus einem Steinbruch in Indien stammen, wo Kinder Hand anlegen mussten.
In seinem Grußwort schloss sich Oberbürgermeister Thomas Thumann der Forderung von Entwicklungsministerin Heide Wieczorek-Zeul an, dass Bund, Länder und Gemeinden beim Einkauf von Materialien und Dienstleistungen künftig nicht nur auf den Preis achten sollen, sondern auch darauf, ob Anbieter soziale und ökologische Mindestnormen erfüllen. "Ganz besonders wichtig ist es, dass Produkte ohne ausbeuterische Kinder- oder Zwangsarbeit hergestellt wurden", appellierte das Stadtoberhaupt.
Die Thematik vertieften Vivien Führ (Earthlink e.V.) und Richard Geiger vom Umweltamt der Stadt Landshut, der einen Einblick in die Praxis gab. Ralf Mützel vom Bürgerhaus, der zusammen mit Agenda-Beauftragter Ruth Dorner die Veranstaltung vorbereitet hatte, wird "weitere Schritte nach vorne" wagen, und die Ergebnisse im Herbst auf einen bayernweiten "runden Tisch" legen.
Erich Zwick
06.02.07
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