Bürgerhaus Neumarkt
"Nachhaltig wirtschaften"

Ralf Mützel, Ruth Dorner und Ob Thumann stellten die Pläne
am Montag vor.
NEUMARKT. Die Kommunen sind der größte öffentliche Auftraggeber - und die Stadt Neumarkt will jetzt zusammen mit dem
Eine-Welt-Laden Vorreiter werden, die "Nachhaltigkeit" der Ausgaben zu unterstützen. Deshalb findet im Rathaus eine Tagung mit vielen Fach-Referenten statt.
Oberbürgermeister Thomas Thumann stellte am Montag zusammen mit der Stadträtin und Agendabeauftragten Ruth Dorner und Ralf Mützel vom Bürgerhaus die geplanten Aktivitäten vor, die bei der Umsetzung des Stadtleitbildes "Zukunftsfähiges Neumarkt" - hier beim Punkt "Global denken – lokal handeln" - helfen sollen.
"Ich hoffe, dass wir hier einen ersten Anstoß für ein Umdenken geben", sagte OB Thumann. Denn vieles werde oftmals einfach deswegen nicht gemacht, "weil man gar nicht weiß, dass es anders auch gehen würde". Er hoffe sehr, daß durch die geplante Veranstaltung eine "Bewusstseinsänderung" mit in die Wege geleitet werden könne.
Die Fachveranstaltung "Nachhaltigkeit in der öffentlichen Beschaffung" soll am Dienstag nächster Woche von 14 bis 16.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses stattfinden und wird von der Stadt Neumarkt in Kooperation
mit dem
Eine Welt Netzwerk Bayern e.V durchgeführt. Die Veranstaltung wird gefördert aus Mitteln
des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
sowie der Bayerischen Staatskanzlei.
Gerichtet ist die Veranstaltung an Politiker, Entscheidungsträger und Verwaltungsmitarbeiter in den Kommunen, aber auch an Mitarbeiter von nichtbehördlichen Organisationen. Anmelden kann man sich übrigens noch bis Freitag im Bürgerhaus bei Ralf Mützel.
Jahr für Jahr erteilen Bund, Länder und Kommunen Aufträge in Höhe von 250 Milliarden Euro.
Das entspricht zwölf Prozent des Bruttoinlandproduktes. Im Jahr 2003 entfielen 50 Prozent
davon auf die Kommunen, was diese zum bedeutendsten öffentlichen Auftraggeber macht.
Ob für Güter, Dienstleistungen oder Bauaufträge - Kommunen geben gewaltige Summen aus,
um ihre Verwaltungsaufgaben zu erfüllen und Leistungen für ihre Bürger zu
erbringen. Als Großverbraucher können sie ihre gewichtige Marktstellung zu einer
Umorientierung von Konsummustern nutzen und als verantwortungsbewusste Verbraucher
agieren, die soziale, ökologische und ethische Anliegen in öffentliche Ausschreibungen
integrieren.
In vielen Kommunen nehmen Aspekte der Nachhaltigkeit in der Beschaffung
bereits einen hohen Stellenwert ein. Diese Vorreiter fungieren als Vorbild für Bürger und
andere öffentliche Auftraggeber.
Die Stadt Neumarkt hat im Stadtleitbild "Zukunftsfähiges Neumarkt" ein eigenes
Leitbild "Global denken – lokal handeln" verabschiedet. Die Stadt Neumarkt selbst, aber
auch viele Akteure wie zum Beispiel der
Eine-Welt-Laden Neumarkt wollen dieses Leitbild aktiv umsetzen.
Im Herbst 2006 erhielt die Stadt Neumarkt für diese Aktivitäten die UN-Auszeichnung "Stadt
der Weltdekade 2007/2008". Dies sei Ansporn für die weitere Umsetzung des Stadtleitbildes.
Bei der Fachveranstaltung "Nachhaltigkeit in der
öffentlichen Beschaffung" soll neben Beiträgen aus der Praxis vor allem der Austausch
und die Diskussion zwischen den Teilnehmern ermöglicht werden.
Nach der Begrüßung durch
Oberbürgermeister Thomas Thumann ist eine Einführung in das Thema "Nachhaltige Beschaffung in Kommunen"
durch Dr. Alexander Fonari vom
Eine Welt Netzwerk Bayern e.V. geplant. Über die "Rahmenbedingungen" spricht Vivien Führ von
Earthlink e.V., Einblicke in die Praxis gibt
Richard Geiger vom Umweltamt der Stadt Landshut.
Anschließend sind Fragen an die Referenten und eine Diskussion geplant, die Ralf Mützel vom Bürgerhaus Neumarkt moderiert.
Anmeldungen bis spätestens 2. Februar bei Ralf Mützel im Bürgerhaus, Telefon 09181/511038, Fax 09181/510852, E-Mail:
buergerhaus@neumarkt.de.
29.01.07
40.000 Euro jährlich

Vera Finn, Ruth Dorner, OB Thumann und Ralf Mützel (v.l.) stellten die Aufnahme in das Förderprogramm vor.
NEUMARKT. Das Neumarkter Bürgerhaus ist in das
Mehrgenerationen-Programm des Bundesfamilienministeriums aufgenommen worden.
Nachdem
neumarktonline darüber bereits
vor einer Woche berichtet hatte, wurde der Erfolg jetzt auch offiziell von Oberbürgermeister Thomas Thumann, der Agendabeauftragten Stadträtin Ruth Dorner, der Freiwilligenagentur-Vorsitzenden Vera Finn und von Ralf Mützel vom Bürgerhaus vorgestellt.
Mit der Aufnahme in das Programm sind 40.000 Euro an jährlichen Fördermitteln verbunden, die zunächst für den ersten Förderzeitraum in den Jahren 2007 und 2008 gedacht seien. Ziel des Programms sei es, dass bis Ende 2007 in jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt solche
Mehrgenerationenhäuser entstehen sollen. Dort will man dann jeweils ein Generationen übergreifendes Netzwerk installieren.
Das Bürgerhaus mit seinen bestehenden Angeboten soll dazu noch weitere Aktivitäten entwickeln, die dem Ansatz über Generationen hinweg noch mehr hervorbringen, sagte Thumann bei dem Presse-Termin.
Der Oberbürgermeister erinnerte daran, daß das Bürgerhaus seit seiner Eröffnung am 3. Oktober 2004 das Leben in der Stadt bereichert habe. Thumann: "Ja, es hat sich zu einem richtigen Bürgerzentrum mit attraktiven Angeboten entwickelt!"
Seither haben schon über 18.000 Besucher und Teilnehmer die dortigen Angebote, Veranstaltungen und Projekte genutzt. Das Bürgerhaus sei damit zu einer sehr erfolgreichen Einrichtung für die Neumarkter geworden - mit über 700 Veranstaltungen, 100 Gruppen und Initiativen, die es nutzen, 68 umgesetzten Projekten und mit der stolzen Zahl von 136 gemeldeten Freiwilligen in der Freiwilligenagentur.
Neben den anwesenden Mitstreitern dankte OB Thumann ausdrücklich auch seinem Vorgänger, MdB Alois Karl, der Ruth Dorner im letzten Jahr auf das Programm aufmerksam gemacht habe.
18.01.07
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