Christlich Soziale Union
CSU im Kindergarten

Die Pöllinger CSU stattete dem Kindergarten St. Martin einen Besuch ab.
NEUMARKT. Im Rahmen der "politischen Wochen" des Stadtverbandes besuchte der Pöllinger CSU-Ortsverband den Kindergarten St. Martin.
Vorsitzender Günther Braun und seine Mitglieder wollten sich vor Ort aus erster Hand über die bevorstehenden Umbaumaßnahmen sowie über die aktuelle Situation in der Kinderbetreuung informieren. Auch Kindergartenreferentin Ursula Seitz nahm an dem Treffen teil.
Pfarrer Albert Ott als Hausherr wies die Besucher darauf hin, dass das Haus im Jahre 1971 erbaut worden ist und seitdem schon verschiedene Reparaturen nötig wurden. Insbesondere mit dem Flachdach habe es immer wieder Schwierigkeiten gegeben, da Regenwasser eingedrungen sei. Aber auch durch viele undichte Stellen an den Fenstern gehe Wärme verloren, was zu erhöhten Heizkosten führe. Eine bessere Dämmung, neue Fenster und eine neue energiesparende Heizungsanlage sollen zu einer Kostensenkung führen.
Nach einer Gebäudenutzung von über 30 Jahren sei eine Generalsanierung unbedingt notwendig, war Pfarrer Ott überzeugt. Die Kosten hierfür belaufen sich auf rund 373.000 Euro, wovon die Pfarrei Pölling 40.000 Euro zu schultern habe. Die Pläne liegen derzeit der Regierung zur Genehmigung vor.
Die Leiterin des Kindergartens, Schwester Vianette, schilderte die aktuelle Situation der Einrichtung. Zur Betreuung der Kinder sind drei Erzieherinnen und drei Pflegerinnen tätig. Es werden Vormittags-, Nachmittags- und Ganztagsgruppen sowie einmal in der Woche eine Projektgruppe für die Zeit von 14 bis 17 Uhr angeboten. Aufgenommen werden auch schon Kleinkinder unter drei Jahren. Die Betreuungszeiten beginnen um 7 Uhr in der Früh.
Sie sei bemüht, so weit wie möglich auf die Wünsche der Eltern einzugehen und die Betreuung so flexibel wie möglich zu gestalten, sagte Schwester Vianette. Ihr bereitet vor allem der Rückgang an Kindern Sorge. Sind es im laufenden Jahr noch 74 Kinder, so werden es im nächsten Jahr nur noch 63 sein. Da für die staatliche Förderung die Zahl der Kinder maßgebend sei, bedeute dies verminderte Fördermittel.
Günther Braun regte im Interesse von Unternehmern und Mitarbeiterinnen mit Kleinkindern die Einrichtung einer Kinderkrippe an. Damit wäre beiden Seiten geholfen. Die Firmen könnten wertvolle Arbeitskräfte gewinnen und die Mütter sich einen Arbeitsplatz sichern. Beim anschließenden Gang durch den Kindergarten waren die Besucher, trotz der geschilderten baulichen Mängel, überrascht von der Sauberkeit und der geschmackvollen, optimalen Ausstattung der Räume, in denen sich Kinder wohlfühlen könnten und das Spielen, aber auch das frühkindliche und vorschulische Lernen Freude mache.
Günther Braun bedankte sich im Namen der CSU Pölling-Rittershof bei den Gastgebern und überreichte eine Spende von 300 Euro.
28.06.07
"Ein Stück Unabhängigkeit"

Viele Gäste kamen zur Podiumsdiskussion der CSU.
NEUMARKT. Im restlos gefüllten großen Nebenzimmer des Pfarrheims an der Saarlandstraße konnte CSU-Ortsvorsitzender Dr. Peter Donauer die Gäste zur CSU-Diskussionsveranstaltung "Biomasseheizkraftwerk Neumarkt - Beitrag für den Klimaschutz" begrüßen.
In der Diskussion unter Leitung von Fraktionsvorsitzenden Ferdinand Ernst wurde das Thema durch die Referenten Manfred Tylla (Stadtwerke), Volkmar Schäfer (
eta-Energieberatung), stellvertretender Landrat Ludwig Fürst, Lorenz Widmann (
Lammsbräu) und Holzhändler Hans-Jörg Wechselberger umfassend beleuchtet und die Fragen der Anwesenden beantwortet.
In seiner Einführung betonte Ferdinand Ernst, dass die Energie und der Preis, der dafür zu bezahlen ist, für die Menschen und die Wirtschaft ein ganz wichtiger Faktor sei. In den vergangenen Jahren habe trotz der Liberalisierung des Strommarktes ein starker Konzentrationsprozess bei den Energieerzeugern stattgefunden. In Deutschland seien mittlerweile nur mehr vier Erzeuger am Markt und die Strompreise seien erheblich gestiegen. Großunternehmen wären nur einer hohen Rendite und ihren Aktionären verpflichtet.
"Die Stadtwerke dagegen arbeiten für die Bürger und für die Region - sie betreiben, defizitäre Einrichtungen wie Freibad, Stadtbus, Parkhäuser und Eislauffläche. Ihre Aufträge gehen an Firmen aus der Region und stärken den regionalen Wirtschaftskreislauf", so Ernst weiter.
Da sie im Stromeinkauf jedoch von den vier Stromerzeugern abhängig seien und auch die C02- Diskussion immer stärker in den Mittelpunkt rücke, habe Oberbürgermeister Alois Karl gemeinsam mit dem Direktor der Stadtwerke Manfred Tylla bereits 2005 Überlegungen zum Bau eines eigenen Biomassenheizkraftwerkes angestellt.
"Ein Einstieg in die Stromproduktion und damit ein Stück weit in die Unabhängigkeit", sei die Zielsetzung des Projekts und die Stadtwerke seien daher nach immer weiter konkretisierten Studien vom Stadtrat beauftragt worden, mit Abnehmern für die Wärme und mit Lieferanten entsprechende Vorverträge abzuschließen, auf deren Basis das Kraftwerk betrieben werden könnte.
Tylla und Schäfer stellten den Stand der Planung und die Erfahrungen mit dem Werk in Pfaffenhofen vor, das ebenfalls von
eta entwickelt wurde. Das Werk in Pfaffenhofen sei von privaten Investoren errichtet worden und laufe offensichtlich zu deren Zufriedenheit. Das Interesse an einer Fernwärmeversorgung habe sich seit den ersten Betriebsjahren noch erheblich erhöht.
Stellvertretender Landrat Fürst betonte die Notwendigkeit der regenerativen Energien für eine gesicherte Versorgung und konnte mitteilen, dass nach seiner Meinung der Landkreis für seine Kreiseinrichtungen ein Abnehmer von Fernwärme sein könnte, sofern der Preis mit der derzeitigen Energieversorgung konkurrieren könne.
Aus Sicht von Hans-Jörg Wechselberger ist in der näheren Umgebung ausreichend Holz zur Versorgung des Kraftwerkes vorhanden. Es soll insbesondere Holz - wie zum Beispiel Äste und Kronen - verwendet werden, für das es sonst praktisch keine Abnehmer gibt.
Für die
Lammsbräu sagte deren technischer Geschäftsführer Lorenz Widmann, daß die Brauerei ein sehr hohes Interesse an einer Fernwärmeversorgung durch ein Biomasseheizkraftwerk habe. Unabhängig davon, dass diese Art der Energieversorgung in das Ökologische Konzept des Unternehmens passe, müsse man immer bedenken, dass ein Unternehmen auch derzeit Energie verbrauche und Abgase produziere.
Nach einer sehr intensiven Diskussion über die technische und wirtschaftliche Machbarkeit der Anlage, sagte Ferdinand Ernst, daß ein Heizkraftwerk nur dann gebaut wird, wenn es wirtschaftlich ist. Er habe dazu erst kürzlich zusammen mit den Stadtwerken ein Gespräch mit dem bayerischen kommunalen Prüfungsverband geführt.
27.06.07
"Letzte Ausnahme"
NEUMARKT. Die Baumaßnahme Kanalisation- und Straßenneubau in Frickenhofen soll genau so abgerechnet werden wie in den beiden Nachbarorten Lippertshofen und Lampertshofen, heißt es von der CSU.
Das bedeutet 60 Prozent der Kosten tragen die Anlieger und 40 Prozent der Kosten trifft die Stadt Neumarkt, heißt es in einer Presseerklärung der CSU am Dienstag.
"Eine Gleichbehandlung von Lampertshofen, Lippertshofen und Frickenhofen wurde bei Beginn der Arbeiten angekündigt. Darauf müssen sich die Bürger verlassen können", so CSU-Stadtverbandsvorsitzender Helmut Jawurek.
Auch wenn zwischenzeitlich einen neue Gebührensatzung in Neumarkt gilt, die eine 80 zu 20 Kostenteilung vorsieht, soll für Frickenhofen eine letzte Ausnahme gelten. "Schließlich sind die Bürger in Frickenhofen nicht dafür verantwortlich, dass die Baumaßnahme erst jetzt realisiert wird", stellt CSU-Fraktionsvorsitzender Ferdinand Ernst fest.
Der Ortsvorsitzender der CSU-Pelchenhofen Josef Götz hatte in den letzten Tagen verschiedene Gespräche mit den betroffenen Bürgern geführt und war immer wieder auf die Zusage der Stadt in der vorbereitenden Bürgerversammlung hingewiesen worden.
CSU-Chef Helmut Jawurek: "Wir stehen zu dieser Zusage und werden im Stadtrat einen entsprechenden Antrag einreichen und für die Bürger in Frickenhofen stimmen."
26.06.07
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