Christlich Soziale Union
Silber für Alois Karl

Staatsminister Günther Beckstein (r.) überreichte MdB Alois Karl
im Innenministerium die Kommunale Verdienstmedaille.
NEUMARKT. Als eine von 17 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens erhielt der Stimmkreisabgeordnete für Amberg-Sulzbach-Neumarkt und frühere Oberbürgermeister Alois Karl die Kommunale Verdienstmedaille in Silber.
Innenminister Dr. Günther Beckstein, der die Ordensverleihung in München vornahm, würdigte in seiner Laudatio ausführlich die Leistungen des Neumarkters.
Alois Karl habe in den Jahren als Oberbürgermeister viele zukunftsweisende Projekte auf den Weg gebracht. Hervorzuheben sei besonders die gelungene und erfolgreiche Landesgartenschau im Jahr 2000, die in Rekordzeit auf die Beine gestellt werden musste, weil Neumarkt für einen anderen Bewerber kurzfristig eingesprungen war. Die damals errichteten Anlagen, wie z.B. sieben neue Kinderspielplätze, der Hildegard-von-Bingen-Garten und renaturierte Gewässerlandschaften, bereicherten nun die Stadt. Mit der Altstadtsanierung und verkehrsberuhigenden Maßnahmen wurde die Attraktivität der Stadt Neumarkt ebenfalls erheblich gesteigert, begründete Bayerns Innenminister Günther Beckstein die Verleihung.
Auch kulturell sei die Stadt wesentlich aufgewertet worden: Die Stadtbücherei, die Säle der Residenz und das Stadtmuseum seien saniert, das Museum "Lothar Fischer" geschaffen worden. Zahlreiche Veranstaltungsreihen, wie das Altstadtfest, der "Sommer im Park" und "Kleinkunst in der Residenz" seien von Alois Karl ins Leben gerufen worden. Im Schulwesen sei ein neues Schulkonzept umgesetzt und es fast alle Schulen neu gebaut oder aufwändig saniert worden. Mit der Schaffung eines gut funktionierenden Stadtbussystems mit Integration in den VGN und den RVV sei die notwendige Anbindung an größere Wirtschaftsräume erreicht worden.
Als ehemaligem Vorsitzenden des Kreisjugendrings lag Karl besonders die Jugendarbeit am Herzen, sagte Beckstein. Er habe ein personell und finanziell gut ausgestattetes Jugendbüro geschaffen, das sich auch um die Randgruppen der Jugendlichen kümmere. Unter seiner Führung seien im Stadtgebiet mehrere Plätze für Jugendliche, wie die Inline-Bahn, Basketballplätze oder die Streethockeybahn und vereinsgeführte, aber auch kommunale Jugendräume entstanden. Auch für die Senioren sei das Angebot deutlich ausgeweitet worden. "So entstand unter seiner Führung ein Haus für Betreutes Wohnen mit Tagespflege und das BRK-Seniorenheim; ferner wurden weitere Angebote für Senioren ins Leben gerufen", so Günther Beckstein weiter.
Beckstein: "In Zahlen ausgedrückt hatte Neumarkt während der 15 Jahre Amtszeit von Alois Karl bei einer Investitionssumme von 430 Millionen Euro den übernommenen Schuldenstand halbiert und die Rücklagen verdoppelt. Die solide Finanzwirtschaft verschaffte der Stadt Neumarkt eine der niedrigsten Schuldenstände vergleichbarer Städte und ein solides Rücklagenpolster."
Mit der Medaille werden Persönlichkeiten geehrt, die sich im besonderen Maße um die kommunale Selbstverwaltung verdient gemacht haben.
18.07.06
Netzwerke für Familien
NEUMARKT. Um "Netzwerke für Familien" geht es bei einer Info- und Diskussionsveranstaltung der CSU am Mittwoch in Neumarkt.
Ursula Seitz, Stadträtin und Referentin für Kinderbetreuung der Stadt Neumarkt, und Alois Scherer, Bürgermeister der Gemeinde Deining, sind zu Gast beim CSU-Stadtverband in Neumarkt.
Stadtverbandsvorsitzender Helmut Jawurek nannte beide Referenten "ausgewiesene Kenner gemeindlicher Familienpolitik". Das fortschrittliche Familiennetzwerk der Gemeinde Deining werde durch Bürgermeister Alois Scherer vorgestellt.
Kinderbetreuung, Baukindergeld und andere Leistungen seien inzwischen wichtige Standortfaktoren für die Zukunftsfähigkeit der Städte und Gemeinden und ein wichtiges Thema, insbesondere für Familien mit Kindern.
Die Informations- und Diskussionsveranstaltung findet am Mittwoch, 19. Juli, um 19.30 Uhr im Pfarrheim an der Saarlandstraße in Neumarkt. Die Bevölkerung ist eingeladen.
17.07.06
"Aus neuer Situation lernen"
NEUMARKT. Die Parteibasis soll stärker auch in personelle Entscheidungen einbezogen werden, heißt es von der CSU nach der Auswertung einer Mitgliederbefragung.
Als "unerhofft positive Resonanz" bezeichnet der Stadtverband Neumarkt die durchgeführte Mitgliederbefragung zur letzten Oberbürgermeisterwahl. Weit über ein Viertel der 860 Mitglieder haben einen von den Stadtvorstandsmitgliedern Dr. Peter Donauer, Pfarrer Ernst Herbert und Markus Ochsenkühn konzipierten Fragebogen zurückgeschickt. Diese hatten die in drei Stadtausschußsitzungen am häufigsten genannten Ursachen für die Wahl-Pleite zu "Thesen" zusammengefasst und den Mitgliedern zur Beurteilung und Bewertung überlassen.
CSU-Stadtverbandsvorsitzender Helmut Jawurek freute sich über die große Resonanz, die diese Aktion bei der Basis gefunden hat. Es war dies die erste Befragung aller Mitglieder der CSU in Neumarkt.
"Wir sind sehr angenehm überrascht, wie offen und auch selbstkritisch die Basis deutlich Stellung bezogen hat. Viele Mitglieder haben zudem nicht die vorgesehene Anonymität der Fragebogenaktion gewählt, sondern offen ihren Namen hinzu geschrieben oder gar mit persönlichen Begleitbriefen Ergänzungen hinzugefügt", so Helmut Jawurek.
Auch Fraktionsvorsitzender Ferdinand Ernst begrüßte die Mitgliederbefragung, weil dadurch ein "breites Meinungsbild innerhalb der CSU abgebildet worden ist".
Die beiden stellvertretenden Stadtverbandsvorsitzenden Dr. Peter Donauer und JU-Ortsvorsitzender Markus Ochsenkühn stellen die Auswertung der Befragung dem Stadtausschuß zur Diskussion vor, wo eine "genaue Analyse aller Antworten und auch der individuellen Anmerkungen" durchgeführt wurde.
Es gehe bei der Umfrage nicht um Schuldzuweisungen gegen einzelne Personen, sondern um ein Lernen für die Zukunft, sagte Jawurek.
Allerdings heißt es in der Analyse auch deutlich, daß die "neue Situation" auf die "sehr starke Fixierung der CSU auf das Amt des Oberbürgermeisters" zurückzuführen sei.
"Erst recht" sei die Umfrage keine Kritik am Kandidaten, erklärte Jawurek. CSU-Oberbürgermeisterkandidat Arnold Graf sei von der Fraktion und den Parteigremien jeweils "fast einstimmig und mit großer Zuversicht" nominiert worden.
Jawurek stellte es als sehr wichtig heraus, künftig die Parteibasis "stärker und breiter in inhaltliche und personelle Entscheidungen einzubeziehen". Die Betragung habe gezeigt, dass man motivierte und engagierte Mitglieder habe, die sich gerne stärker einbringen würden. "Wir wären unklug und dumm, wenn wir dieses kritische Potential nicht stärken nutzen würden", so der CSU-Stadtverbandsvorsitzende.
Jawurek kündigt an, schon bei der Listenaufstellung zu Kommunalwahl 2008 stärker die einzelnen Mitglieder und Ortsverbände an der Willensbildung zu beteiligen. Listenaufstellungen, die "im kleinsten Zirkel um das Rathaus erfolgt sind, gehören der Vergangenheit an".
Die Mitglieder würden klar eine eigenständige Politik von Fraktion und Partei erwarten und nicht das Fügen gegenüber dem Führungsanspruch "einzelner Personen oder Verwaltungsstrukturen". Bisher seien Partei und Fraktion "60 Jahre lang sehr stark auf das Amt des Oberbürgermeisters und die Rathausverwaltung fixiert" gewesen.
Aus der "neuen Situation", "die auch auf diese Fixierung zurückzuführen ist", gelte jetzt zu lernen und stärker als bisher als CSU Profil zu zeigen. In der neuen Situation mit einem Nicht-CSU-Oberbürgermeister sehe die CSU auch eine Chance zu einer stärker eigenständigen Politik.
14.07.06
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