NEUMARKT. Das Europaparlament fordert nach Angaben von MdEP Albert Deß mit großer Mehrheiten Maßnahmen, um gegen Preisschwankungen vorzugehen.
Die vertraglichen Beziehungen zwischen den Landwirten und Handelsketten sollen durch die Anpassung der wettbewerbs- und kartellrechtlichen Maßnahmen verbessert werden.
Die Landwirtschaft ist stärker als andere Wirtschaftsbereiche größeren Preisschwankungen ausgesetzt. Eine große Rolle spielen auch externe Faktoren ungünstige Witterungsverhältnisse oder schwankende Wechselkurse. Auch Pflanzenkrankheiten oder Tierseuchen wirken sich erheblich auf die Preise für Agrarerzeugnisse aus. „Deshalb müssen die bestehenden Maßnahmen für das Krisen- und Risikomanagement angepasst werden. Die Kontrollinstrumente für eine größere Markttransparenz müssen weiterentwickelt werden, “ so swe agrarpolitische Sprecher der EVP-Fraktion, Albert Deß.
Das Europaparlament hat die Kommission aufgefordert, einen EU-Rechtsrahmen einzurichten, um den ungerechten Handelspraktiken in der Lebensmittelversorgungskette entgegenzuwirken.
Bereits im Juni hat die EVP-Fraktion in ihrem fast einstimmig beschlossenen 15-Punkte-Papier die Einführung eines effektiven rechtlichen Rahmens gefordert. Dadurch soll die Teilhabe der Landwirte an der Einkommensentwicklung gesichert und ihre Rolle in der Lebensmittelversorgungskette verbessert werden.
„Diese Fraktions-Position wurde diese Woche im Plenum mit großer Mehrheit unterstützt“, so Albert Deß.
17.12.16
Hilfe bei Hochwasser
NEUMARKT. Das Europäische Parlament hat die Finanzhilfen in Höhe von 31,5 Millionen Euro aus dem EU-Solidaritätsfonds im Zusammenhang mit den Überschwemmungen in Niederbayern im Frühling 2016 gebilligt.
Der Europa-Abgeordnete Albert Deß freut sich über die vorgeschlagene Unterstützung: „Mit den Finanzhilfen will die EU bei der Bewältigung der Naturkatastrophen helfen. Das EU-Geld kann für den raschen Wiederaufbau wichtiger Infrastruktur und öffentlicher Gebäuden, für die Bewältigung der Schäden in Unternehmen und in der Landwirtschaft sowie für die Kostendeckung der Hilfsmaßnahmen verwendet werden.“
Der Rat hat die Hilfsgelder bereits am 15. November gebilligt. Mit der Zustimmung im Plenum des Europäischen Parlaments können die Finanzmittel binnen Wochen verfügbar sein.
Der EU-Solidaritätsfonds wurde 2002 als Reaktion auf die schweren Überschwemmungen in Mitteleuropa im Sommer 2002 eingerichtet. Seitdem wurde die Bewältigung der Schäden von mehr als 70 Naturkatastrophen – darunter Überschwemmungen, Waldbrände, Erdbeben, Stürme und Dürreperioden – in mindestens 24 europäischen Ländern mit insgesamt mehr als 3,7 Milliarden Euro durch den Fonds unterstützt.
05.12.16
„Standards bewahren“
NEUMARKT. „Faire und ausgewogene Handelsabkommen für die europäische Landwirtschaft sind unverzichtbar“, sagte Albert Deß bei einer Sitzung des Agrarausschusses mit Agrarkommissar Phil Hogan und Handelskommissarin Cecilia Malmström.
„Der internationale Handel ist eine große Chance für unsere Landwirte in Europa. Bei allen Handelsabkommen muss aber darauf geachtet werden, dass unsere Standards beim Verbraucher-, Tier- und Umweltschutz sowie soziale Mindeststandards eingehalten werden“, forderte der agrarpolitische Sprecher der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament.
Albert Deß lobte qualitativ hochwertige Agrarerzeugnisse in Europa, wie zum Beispiel Wein, Fleisch und Käse. Deß betonte: „Unsere bewährten Regionalprodukte mit geschützten geografischen Angaben müssen Bestand haben“.
Bereits im Herbst 2010 hat Albert Deß einen „Qualitätsaußenschutz“ gefordert. Die Einfuhren aus Nicht-EU-Staaten müssen demnach den hohen europäischen Standards für Verbraucher-, Tier- und Umweltschutz sowie sozialen Standards entsprechen. Ein entsprechender Antrag, den Albert Deß mit 76 Kolleginnen und Kollegen im Plenum stellte, wurde mit großer Mehrheit vom Europäischen Parlament angenommen. „Dieser Beschluss ist noch heute die Grundlage für bilaterale Handelsverträge der Europäischen Union“, so Deß.