NEUMARKT. Der Europa-Abgeordnete Albert Deß begrüßte die Bemühungen der Hanns-Seidel-Stiftung, weitere Perspektiven der bayerisch-tschechischen Kooperation aufzuzeigen. Zum organisierten Mittagstisch in Brüssel erschienen hochrangige Vertreter der NATO, der bayerischen Vertretung in Brüssel sowie des europäischen und des tschechischen Parlaments.
„Bayern und Tschechien haben schwere Krisen hinter sich gebracht. Umso wichtiger ist es, nun eine enge Beziehung zu unserem Nachbarn zu pflegen, sowohl auf politischer, wie auch auf wirtschaftlicher, kultureller und sozialer Ebene“, so Albert Deß. Erst 2010 kam es, vorangetrieben durch den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer und dem damaligen tschechischen Ministerpräsidenten Petr Necas, zu einer Aussöhnung beider Nationen. Bis zu diesem Zeitpunkt galt die Situation durch die Verbrechen in der Hitlerzeit, aber auch durch die Vertreibung der Sudentendeutschen aus Tschechien als sehr angespannt.
Seit der Annäherung hätten beide Nationen durch viele Projekte Verknüpfungspunkte gefunden. So wurde Anfang Oktober in Nürnberg die historische Ausstellung Karl IV. eröffnet, die zuvor bereits in Prag zu sehen war. Im Dezember jährt sich die Eröffnung der Repräsentanz des bayerischen Freistaates in Prag bereits zum zweiten Mal. Deß bezeichnet die Institution als sichtbares Monument der Freundschaft und Zusammenkunft.
Doch auch auf bayerischer Seite konnten sich viele Projekte mit dem Nachbarland etablieren. Bereits seit zwei Jahrzehnten setzen sich Bürger und Gemeinden der Partnerstädte Regensburg und Pilsen für Kooperation und Verständigung ein.
11.11.16
Zur „Grünen Woche“
NEUMARKT. Auch im nächsten Jahr besteht wieder die Möglichkeit, in Berlin die größte Verbraucher- und Landwirtschaftsmesse Europas im Rahmen einer politischen Informationsfahrt zu besuchen.
Neben dem Messebesuch steht auch eine Besichtigung des Reichtstages auf dem Programm, eine Stadtrundfahrt und der Besuch einer geschichtlichen Gedenkstätte.
Angeboten werden zwei Fahrttermine, und zwar von 22. bis 24. Januar und vom 25. bis 27. Januar. Die Fahrt mit Übernachtung/Frühstück, allen Eintritten und Programmpunkten kostet 215 Euro.
Anmeldungen nimmt ab sofort das Europabüro Albert Deß, Telefon 09181/22641, entgegen.
09.11.16
800 Millionen hungern
NEUMARKT. Die Bedrohung durch Hunger ist nach Angaben den MdEP Albert Deß in den Entwicklungsländern in den letzten Jahren um fast 30 Prozent zurückgegangen.
Besonders erfolgreich verlief die Hungerbekämpfung in Ruanda, Kambodscha und Myanmar, heißt es in einer Mitteilung der Welthungerhilfe. Der agrarpolitische Sprecher der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament begrüßt diese Entwicklung anlässlich des Welternährungstages, der jedes Jahr am 16.Oktober stattfindet. „Solange immer noch fast 800 Millionen Menschen auf der Erde hungern müssen, bleibt der Welthunger ein Thema“, so Deß weiter.
Angesichts einer stetig wachsenden Weltbevölkerung ist es Aufgabe von allen, dafür zu sorgen, dass die Menschen ausreichend mit hochwertigen Nahrungsmitteln versorgt werden können. Dabei spiele Europa eine wichtige Rolle. „Europa ist eine der wichtigsten Agrarregionen. Deshalb tragen wir eine Verantwortung, die nicht an den europäischen Grenzen endet, sondern weit darüber hinausgeht“, so Deß. Gerade für Deutschland als exportorientiertes Land sei es notwendig, dass die Wirtschafts-, Landwirtschafts- und Entwicklungshilfepolitik noch besser aufeinander abgestimmt würden.
Dass weltweit noch so viele Menschen Hunger leiden müssen, sei vor allem ein politisches Problem. Gewaltsame Konflikte und korrupte Regierungen gehörten zu den Hauptverursachern von Hunger in vielen Ländern. Viele der Hungernden seien Kleinbauern, denen es oft an Wissen über nachhaltige Bodenbearbeitung, richtige Düngung, wirkungsvollen Pflanzenschutz und die Verwendung von besserem Saatgut fehle, glaubt Deß. Die Entwicklungshilfepolitik Europas und auch der Nationsstaaten könne hier einen großen Beitrag leisten, um diese Defizite zu beheben.