Freie Liste Zukunft
"Gleiches Recht"
NEUMARKT. "Gleiches Recht für alle" wünschen sich Voggenthaler Bürger bei der Abwassersituation in ihrem Ortsteil.
In einer Versammlung von FLitZ erinnerten zahlreiche Anwesende daran, dass ihnen ein Anschluss an die Neumarkter Kläranlage von OB Karl versprochen worden sei - also eine Gleichbehandlung mit den anderen Ortsteilen. Jetzt aber wolle man seitens der Stadt die Hauseigner verpflichten, jeweils einzelne Kleinkläranlagen zu schaffen, die jedoch trotz Bezuschussung, nach Aussage eines Teilnehmers "ganz stark ins Geld gehen". Er rechne mit Kosten von etwa 1000 Euro pro Jahr, allein für sein Haus.
Unterstützung bekamen die gut 30 Anwesenden von Stadtrat und OB-Kandidat Johann Georg Gloßner, der die in dieser Sache getätigte Eingabe der Bürger an den Landtag in München begrüßte. Er wolle dafür sorgen, dass diese Petition in der nächsten Bausenatssitzung zur Sprache komme.
Außerdem wolle er noch mal an seinen in der letzten Sitzung gestellten mündlichen Antrag erinnern, eine kleine Sammelkläranlage vor Ort zu prüfen, auch um so eventuell Kosten zu sparen. Finanzielle Nachteile dürften dabei den Bürgern Voggenthals, im Vergleich zu den übrigen Neumarktern gesehen, keinesfalls entstehen.
Im Falle, "daß einzelnen Unterzeichnern wegen der getätigten Eingabe an den Bayerischen Landtag Nachteile entstehen sollten", etwa derart, "dass der Arbeitgeber deshalb angeschrieben werden", bat Stadtrat Hans-Jürgen Madeisky die Bittsteller, ihn "sofort in Kenntnis zu setzen". Er spielte dabei auf den inzwischen gerichtsmassigen Streit zwischen Flitz-Vorstand Ries und der Stadt Neumarkt (
wir berichteten) an.
08.11.05
"Nicht Sonnenkönig"
NEUMARKT. Von einer gelungenen Versammlung sprach man bei der Freien Liste Zukunft (FLitZ) nach der öffentlichen Zusammenkunft am Freitag im Gasthaus Ehrnsberger in der Maria-Hilf-Straße - auch wenn man sich etwas mehr Teilnehmer erhofft hatte.
Breit war die debattierte Themenpalette und reichte von Kanaluntersuchungen bis hin zu der Frage, "ob man sich das Sterben angesichts der hohen Kosten, zum Beispiel für die Bestattung, überhaupt noch leisten könne?"
Insbesondere interessiert zeigten sich die Zuhörer verständlicherweise an Informationen bezüglich der Großbaustelle in ihrer Straße. Bedenken äußerten die anwesenden Bürger wegen der zu erwarteten Abrechungen. Sie forderten die klare Kostenabtrennung von Maßnahmen für die Allgemeinheit, zum Beispiel dem gebauten Regenrückhaltebecken. Bedauern wurde geäußert darüber, dass Gehsteige, "die noch voll in Schuss waren" einfach so beseitigt wurden, ebenso wie Beton- und Pflastersteine, die jetzt spurlos verschwunden seien.
Wachsamkeit empfahl OB-Kandidat Johann Georg Gloßner bei der anstehenden Abrechnung. Echte Verbesserungen für verschiedene Anlieger, zum Beispiel breitere oder zusätzliche Einfahrten, dürften seiner Meinung nach nicht mit in die Gesamtrechnung einfließen. Er habe durchaus Verständnis für die vorhandenen Ärgernisse und bemängelte die "fehlenden Informationen seitens der Stadt".
Mehr Gespräche mit den Bürgern, besonders im Vorfeld, seien nötig und nützlich. Dies soll in Zukunft praktiziert werden, versprach Johann Georg Gloßner, "wenn der Wechsel an der Stadtspitze vollzogen" werde. Verantwortlich für die geschilderten Gegebenheiten ist laut Gloßner nämlich der Chef der Behörde,der OB, dessen Hauptaufgabe eigentlich darin bestehen müsse, für die Bürger da zu sein und Partnerschaft zu pflegen und nicht "den Sonnenkönig zu imitieren".
Gloßner steht auf dem Standpunkt, dass die Maria-Hilf-Straße, innerstädtisch gesehen, längst die Funktion einer übergeordneten Straße habe, und die Abrechnung entsprechend günstiger für die Bürger ausfallen müsse. Von Seiten der Bürger werde hierzu eine Eingabe an den Bausenat der Stadt erfolgen.
Die hohen Kosten auf dem städtischen Friedhof, sprach ein anderer Teilnehmer an. Folge sei für ihn "offensichtlich zunehmende Leerstände, weil viele sich größere Grabstellen nicht mehr leisten können". Ein Stück Kultur gehe damit verloren. Die FLitZ-Stadträte versprachen, dies im Rahmen der anstehenden Debatte über den städtischen Haushalt und die Gebühren anzusprechen, die "eigenartigerweise in den Vorberatungen "erneut rechtswidrig nichtöffentlich" abgehalten werden sollen.
06.11.05
Gespräche mit Bürgern
NEUMARKT. Der Wahlkampf der Freien Liste Zukunft (FLitZ) nimmt Fahrt auf. In der nächsten Woche hat OB-Kandidat Johann Georg Gloßner fünf Termine auf dem Programm.
Die Staufer besucht der FLitZ-Kandidat am Dienstag. Im Sportheim um 19 Uhr gehts um Gespräche über die zukünftigen "großen und kostenintensiven Entscheidungen" in Neumarkt.
Am Mittwoch, wird Gloßner mit seiner Mannschaft um 19 Uhr im Sportheim in Holzheim zu Gast sein. Themen dabei werden wohl die Umgehungsstraße und möglicher Lärmschutz und der Bebauungsplan am Klägerweg sein. Gerade auch in Holzheim hoffe Gloßner auf rege Debattenbeiträge über die Weichenstellungen in der zukünftigen Neumarkter Politik, heißt es in der FLitZ-Ankündigung.
Im Stadtsüden sprechen Gloßner und die Mitglieder der Freien Liste Zukunft am Freitag um 19 Uhr mit den dortigen Anwohnern. Versammlungslokal ist die ASV-Sportgaststätte. Insbesondere wird Gloßner hier die Problematik Abwasserkanäle und die damit eventuell verbundenen Kosten ansprechen, sicher auch die lufthygienische Situation.
Bewährt haben sich laut Freier Liste Zukunft die Infostände. Am Samstag, den 12.November, findet das fünfte
Bürgerforum vor dem Rathaus statt. Gesprächsthema könnte sein: "Die Innenstadt soll leben". Von Großprojekten, wie zum Beispiel einem Einkaufszentrum am Unteren Tor, rät Gloßner ab. Für die Struktur in der Innenstadt wäre das seiner Meinung nach "gefährlich und letztlich zerstörerisch".
Am Samstagabend um 19 Uhr wird dann eine Veranstaltung in Woffenbach im Gasthaus Hiereth abgehalten. Gloßner will auf die Frage "Soziale Politik in Neumarkt?" genauer eingehen. "Die immer teurer werdende Stadthalle und die Maßnahmen im Umfeld werden ein Gutteil der Neumarkter Finanzkraft rauben", sagte er. Es seien aber natürlich auch Diskussionsbeiträge zu anderen Themen erwünscht.
05.11.05
Teurer Abschied ?
NEUMARKT. Die Abschiedsfeier für Ex-OB Karl hat 12.416,70 Euro gekostet, erfuhr FLitZ-Stadtrat Madeisky von der Stadt.
Allerdings wurde ein Großteil der Kosten durch Spenden aus der Neumarkter Wirtschafts abgedeckt.
Stadtrat Hans-Jürgen Madeisky (FLitZ) hat jetzt vom leitenden Verwaltungsdirektor Josef Graf Auskunft zur Frage erhalten, was denn der Abschied von Alois Karl in der Kleinen Jurahalle (wir berichteten ausführlich) kostete. Im Auftrag von Bürgermeisters Arnold Graf wurden die Zahlen genannt, teilte Madeisky in einer Presseerklärung mit.
Die Abschiedsveranstaltung kostete demnach 12.416,70 Euro. Eingerechnet seien auch die in den Tageszeitungen geschalteten Anzeigen und das von der Stadt Neumarkt überreichte Geschenk in Form eines Bildes, teilte Josef Graf laut Madeisky mit. An Spenden seien 10.000 Euro von der Neumarkter Wirtschaft zugesagt und auch bezahlt worden.
Viele Institutionen und Privatpersonen hätten bei der Feier ehrenamtlich vorbereitend und betreuend mitgewirkt. In der Vorbereitung wären allerdings auch städtische Bedienstete mit einbezogen gewesen. "Ein Stundennachweis wurde nicht geführt, so dass insoweit über die Kosten keine Angaben gemacht werden können", teilte Josef Graf laut Madeisky mit.
Verwaltungsdirektor Graf verwies außerdem darauf, dass im Rahmen einer Fraktionsvorsitzendenbesprechung auch Sieglinde Harres (Grüne) für die Veranstaltung und einen eventuell verbleibenden Finanzierungsanteil der Stadt "grünes Licht" gegeben habe.
Dies sei ihr gutes Recht, meint Hans-Jürgen Madeisky in seiner Presse-Mitteilung. In der Fraktionsgemeinschaft aus Grünen und der Freien Liste Zukunft(FLitZ) gäbe es keine "Befehl und Gehorsam-Struktur".
Die Kosten für das Abschiedsfest und "die zusätzlich angetragenen Ehrenbürgerwürde" für Alois Karl veranlaßten Madeisky zu der Aussage: "All zuviel ist ungesund". Das gelte "im Bereich des Personenkults" ebenso wie in Bezug auf "in Neumarkt geplante Paläste".
04.11.05
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