NEUMARKT. Landwirte im Landkreis Neumarkt sollen auch in Zukunft für „naturverträgliche Bewirtschaftung“ mit Geld belohnt werden.
Der kooperative Naturschutz des heimischen Naturreichtums und der vielfältigen Kulturlandschaften durch freiwillige Maßnahmen von Landwirten habe sich seit Jahrzehnten bewährt, hieß es aus dem Landratsamt. Seit Mitte der 1990er Jahre besteht deshalb für Landwirte im Landkreis die Option, im Rahmen des Bayerischen Vertragsnaturschutzprogramms die naturverträgliche Bewirtschaftung von ökologisch wertvollen Wiesen, Weiden und auch Äckern finanziell fördern zu lassen.
Der nächste Antragszeitraum ist vom 11. Januar bis 24. Februar. Anders als in den Vorjahren ist aber keine persönliche Vorsprache bei der unteren Naturschutzbehörde möglich. Die Antragstellung wie auch die Beratung erfolgen ausschließlich telefonisch oder auf elektronischem Wege per Email oder als Online-Besprechung.
Landwirte sollen sich deshalb direkt mit der zuständigen Fachkraft in Verbindung setzen: für die Gemeinden Berg, Lauterhofen, Mühlhausen, Pyrbaum, Seubersdorf oder Sengenthal über Telefon 09181/470-235 oder per Email , für Berngau, Hohenfels, Lupburg, Parsberg, Pilsach, Postbauer-Heng oder Velburg unter Telefon 09181/470-269 oder per Email und für Berching, Breitenbrunn, Deining, Dietfurt oder Freystadt unter Telefon 09181/470-273 oder per Email.
Daneben gibt es 2021 weiterhin Fördermöglichkeiten für Landwirte im Rahmen des Bayerischen Kulturlandschaftsprogramm. Landwirte können ihre Anträge beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten ebenfalls im Zeitraum vom 11. Januar bis zum 24. Februar online stellen.
05.01.21
Eisenstange im Feld
NEUMARKT. Mit einer in einem Feld versteckten Eisenstange hat ein Unbekannter bei Freystadt rund 40.000 Euro Sachschaden angerichtet.
Nach Angaben der Polizei führte ein Dienstleister am Dienstag-Vormittag mit seiner selbstfahrenden Arbeitsmaschine Häckselarbeiten auf einem Feld im Gemeindebereich Freystadt durch.
Dabei gelangte eine Eisenstange, die offenbar mutwillig in das Feld geworfen worden war, in das Schneidewerk und zerstörte es beinahe komplett.
Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 40.000 Euro.
Die Neumarkter Polizei bittet um Hinweise unter Telefon 09181/4885-0.
16.09.20
Regional vermarkten
NEUMARKT. Zur Unterstützung der Regionalvermarktung im Landkreis Neumarkt soll heuer wieder eine Direktvermarkterbroschüre erscheinen.
Sie wird von der Regina GmbH und dem Landwirtschaftsamt seit 2012 herausgegeben.
In der Borschüre sollen Verkaufsstellen im Landkreis zusammengestellt werden, in denen regional erzeugte Produkte erworben werden können.
Interessierte Produzenten und Anbieter können noch bis 15. September in die Broschüre eingetragen werden.
03.09.20
Weniger Rindviecher
Die Zahl der Rinder ist im Landkreis zurückgegangen
Foto:Archiv
NEUMARKT. Die Zahl der im Landkreis Neumarkt gehaltenen Rinder und der Rinder-Stallungen ist im letzten Jahr deutlich zurückgegangen.
Im Mai zählte das Bayerische Landesamt für Statistik nur mehr 44.876 Tiere, darunter 17.784 Milchkühe. Anderthalb Jahre zuvor waren es noch 46.730 Rinder, darunter 18.235 Milchkühe. Die Zahl der Haltungen sank von 615 auf 571.
Bei den mit großem Abstand häufigsten Rindern im Landkreis handelt es sich um Fleckvieh. Die „Doppelnutzungsrasse“, die für Milch- und Fleischproduktion genutzt wird, hat in der Oberpfalz einen Anteil von 90,6 Prozent. Fleckvieh wird auch in den bayerischen Regierungsbezirken Oberbayern, Niederbayern, Oberfranken und Mittelfranken überdurchschnittlich oft gehalten.
In Schwaben dagegen liegt der Anteil des Fleckviehs am Gesamtbestand bei nur 42,9 Prozent (276 324 Rinder). Beliebt ist dort auch Braunvieh (ebenfalls eine Doppelnutzungsrasse) mit 28,2 Prozent (181.613 Rinder) und Holstein-Schwarzbunt mit 12,3 Prozent (79.047 Rinder). In Unterfranken zählt neben dem Fleckvieh mit 59,9 Prozent (65.790 Tiere) vor allem das Holstein-Schwarzbunt (11,9 Prozent; 13.049 Tiere) zu den am meisten gehaltenen Rassen.
In Bayern hat das Landesamt für Statistik einen Rinderbestand von knapp drei Millionen Tieren (genau: 2.963.812) in 42.085 Haltungen ermittelt.
Auf Kreisebene werden mit 130.584 Tieren die meisten Rinder im Landkreis Ostallgäu gehalten, gefolgt vom Landkreis Unterallgäu mit 130.055 Tieren und dem Landkreis Rosenheim mit 129 495 Tieren.
Wie sich die Rinder im Landkreis Neumarkt auf die Gemeinden verteilen, veröffentlichte das Landesamt heuer nicht. Im Jahr 2015 gab es die meisten Tiere in Berching, Velburg und Freystadt. Und auch im Neumarkter Stadtgebiet hielten noch 51 Betriebe fast 2300 Rindviecher.