Landwirtschaft
Mehrfachantrag online
NEUMARKT. Das Amt für Landwirtschaft und Forsten bietet im Rahmen der Mehrfachantrag-Stellung die Möglichkeit an, dies onlinezu tun.
Eine Schulung der Antragstellung erfolgt in der Schulanlage am Amt für Landwirtschaft und Forsten.
Vorteil beim MFA-online ist die jederzeitige Verfügbarkeit des Antrags und die Plausibilitätsprüfung des Antrages (Fehlervermeidung).
Anmeldung am Amt für Landwirtschaft und Forsten Neumarkt unter 09181/4508-400.
10.03.07
"Ohne Schikane"
NEUMARKT. "Öffentliche Mittel müssen sinnvoll und rechtmäßig eingesetzt werden. Dass die Vergabe dieser Mittel kontrolliert werden muss, ist unstrittig. Diese Kontrollen dürfen aber nicht zur Schikane ausarten", so Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der CSU-Europagruppe.
Damit bezieht sich Albert Deß auf die Kontrollen bei
Cross-Compliance. "Wir brauchen eine spürbare Vereinfachung", so Deß. Bei den Mitgliedstaaten der EU bestehe große Einigkeit, dass die Vorgaben bei
Cross-Compliance praxistauglicher gestaltet werden müssen.
Albert Deß hat sich mit seinen Forderungen für eine Änderung bei den Kontrollen in der Landwirtschaft an die EU-Agrarkommissarin Fischer Boel gewandt: "Es muss auch hier der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gelten und es muss Bagatellgrenzen geben. Eine fehlende Ohrmarke darf nicht dazu führen, dass einem landwirtschaftlichen Betrieb eine unverhältnismäßig hohe Strafe droht." Die Kontrollen auf den Höfen müssen effizient und fair durchgeführt werden. Gerade auch in Dänemark, dem Herkunftsland der Agrarkommissarin, erwarten die Landwirte, dass
Cross-Compliance klarer gefasst wird und dass Bagatellgrenzen mit der Möglichkeit zur Nachbesserung vorgesehen sind.
Zur Sicherung eines hohen Qualitätsniveaus bei Agrarrohstoffen sollten verstärkt "Flaschenhalskontrollen" angewandt werden. Seit Jahrzehnten werde das bei der Milch erfolgreich praktiziert. Eine zentrale Erfassung sei auch bei der Anlieferung von Tieren am Schlachthof möglich. Wenn dort die angelieferte Tierqualität stimme, dann müsse der Zustand der Tiere auch beim abgebenden Landwirte in Ordnung gewesen sein.
In Vorausschau auf den "Gesundheits-Check" der EU-Agrarreform tritt Albert Deß vor allem für den Bürokratieabbau ein. Seine Forderungen lauten:
- Aufhebung der verpflichtenden Flächenstilllegung,
- Einbindung der Energiepflanzenprämie in eine nationale Flächenprämie,
- Abschaffung des 10-Monatszeitraums bei der Verfügbarkeit über landwirtschaftliche Flächen.
Eine vernünftige Vereinfachung von
Cross-Compliance ist ein wichtiger Beitrag für eine verlässliche EU-Agrarpolitik. "Damit kommen wir unserem Ziel ein Stück näher, Europa für Verbraucher und Landwirte wieder sympathischer zu machen", so Albert Deß abschließend.
08.03.07
Anträge stellen
NEUMARKT. Ab sofort können beim Amt für Landwirtschaft und Forsten Neumarkt die Anträge für das Bayerische Kulturlandschaftsprogramm (Kulap-A), den Vertragsnaturschutz (VNP) und den Erschwernisausgleich (EA) gestellt werden.
Bei Kulap ist die Antragstellung für ökologischen Landbau (Maßnahme A 11), mehrgliedrige Fruchtfolge (Maßnahme A 31), Grün-landprämie (A 21 - A 27), Winterbegrünung (Maßnahme A 32) und Mulchsaatverfahren
(A 33) möglich. Die Antragsfrist läuft bis zum 15. März 2007. Mitbringen muß man Unterlagen des Mehrfachantrages von 2006 (FNN, Viehverzeichnis, Feldstückskarten). Für Pachtflächen von öffentlichen Trägern (z. B. Gemeinde, Stadt, Wasserzweckverbände, Wasserwirtschaftsamt, Straßenbauamt, Wasser- und Schifffahrtsamt) muß man gültige Pachtverträge vorlegen.
Weitere Informationen unter den Telefon 09181/4508-101, 103, 108, 113 und 117. Vor der Antragstellung VNP/EA ist es notwendig, mit der Unteren Naturschutzbehörde die Förderung abzusprechen.
23.02.07
Bürokram immer wichtiger

Der Bereich Internet stand hier im Mittelpunkt. Auf dem Gruppenfoto die Teilnehmerinnen, sowie Referent Thomas Schröder, die Lehrgangsleiterin Sabine Pfeiffer (4. von links) und die stellvertretende Kreisbäuerin Sieglinde Hollweck.
NEUMARKT. Glückliche Kühe auf eigener Scholle ? Jenseits aller Bauern-Romantik haben sich Landmänner und - vor allem - Landfrauen mit PC und Bürokram herumzuschlagen. Jetzt haben sich im Landkreis Neumarkt 25 Bäuerinnen als "Agrarbürofachfrauen" qualifiziert.
"Der Bürokram im landwirtschaftlichen Betrieb wird immer mehr" - das ist eine der wichtigsten Erkenntnisse, die die 25 Frauen aus den Landkreisen Neumarkt, Nürnberger Land und Amberg-Sulzbach dazu bewogen hat, eine Qualifizierung zur "Agrarbürofachfrau" anzufangen. In Zusammenarbeit mit dem BBV Oberpfalz, der Strukturentwicklungsgruppe
Oberpfalz und dem Amt für Landwirtschaft und Forsten Neumarkt organisierte die Lehrgangsleitung, Fachlehrerin Sabine Pfeiffer, diese 17tägige Qualifizierung für die engagierten Bäuerinnen.
Denn soviel steht für Sabine Pfeiffer fest: eine ordnungsgemäße Erledigung des Papierkrams sei heute eine entscheidende Voraussetzung für eine erfolgreiche Betriebsführung. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, erlernen die Frauen in der Theorie und Praxis für ihre Betriebe Büroorganisation und -Kommunikation, Datenverarbeitung am PC, Wirtschafts-, Sozial- und Arbeitsrecht, Buchführung und Steuerrecht, sowie Förderungs- und Verwaltungsaufgaben in der Landwirtschaft.
Der Lehrgang wird mit Mitteln des Freistaats Bayern und der Europäischen Union (ESF) finanziert.
Interessierte Frauen für einen neuen Lehrgang im Herbst können sich am Amt für Landwirtschaft und Forsten Neumarkt unter der Telefonnummer 09181/4508-305 bei Sabine Pfeiffer melden.
13.02.07
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