NEUMARKT. Am Freitag wird Hans-Werner Neumann um 19 Uhr in der Sternwarte im Rahmen des Kindertages über den Stern von Bethlehem und seine Deutungen sprechen.
Seit Beginn des 14. Jahrhunderts stellen Künstler den Stern von Bethlehem als Kometen dar. Einer der ersten war Giotto, der ihn in dem Fresko „Anbetung der Könige“ in der Kapelle in Padua malte. Gegen die Kometentheorie spricht aber, dass um die Zeit 7 bis 4 vor Christus, zu der Jesus Geburt angesetzt wird, keine Kometenerscheinung beschrieben wurde und Kometen schon immer mit Unheil, Krankheiten oder Kriegen verbunden wurden, aber nicht mit einem Heilsbringer.
Heute glaubt man eher, dass es sich dabei um eine sehr seltene dreifache Jupiter-Saturn-Konjunktion im Sternbild der Fische handelte. Jupiter war der Stern eines babylonischen Gottes, und Saturn galt als Planet des jüdischen Volkes. Die drei Konjunktionen ereigneten sich im Abstand von einigen Monaten, so dass die Weisen aus dem Morgenland genug Zeit für eine Reise nach Judäa hatten.
Am 12. November 7 v. Chr. standen die Planeten Jupiter und Saturn in der Abenddämmerung sichtbar von der Straße von Jerusalem in Richtung Bethlehem. Nach dem Vortrag besteht die Möglichkeit der Himmelsbeobachtung mit den Teleskopen.
16.12.16
Weihnachtsrätsel gelöst
Die drei Gewinner beim Weihnachtsrätsel
Foto: Benedikt Schnuchel
NEUMARKT. Bei der Weihnachtsfeier der Neumarkter Sternwarte wurden das bevorstehende Programm besprochen und Rätsel-Sieger ausgezeichnet.
Das traditionelle Weihnachtsrätsel drehte sich um Fragen über die allgemeine Astronomie und Raumfahrt und Ereignisse im aktuellen und kommenden astronomischen Jahr. Bei dem anspruchsvollen Rätsel gelang Andreas Leonhardt die beste Lösung, gefolgt von Hans-Werner Neumann und Ellen Endig.
Wie üblich muss der Erstplatzierte das nächste Weihnachtsrätsel vorbereiten. Die sehr große Beteiligung der Mitglieder bei dem Rätsel spricht für die Aktivitäten in der Sternwarte, hieß es bei der Weihnachtsfeier.
Richard Pragner untermalte den geselligen Abend mit Zithermusik.
15.12.16
Mission zum Ursprung
NEUMARKT. Am Freitag referiert Dr. Hermann Böhnhardt vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen im Rahmen des öffentlichen Veranstaltungsprogramms der Sternwarte Neumarkt ab 18 Uhr im Neumarkter Bürgerhaus zum Thema „Rosetta - Europas Mission zum Ursprung des Sonnensystems“.
Der Referent ist der wissenschaftliche Leiter des Moduls Philae, dem im Jahr 2014 die erste weiche Landung auf einem Kometenkern gelang. Zusammen mit seinem Mutterschiff Rosetta hat Philae das Wissen über Kometen und ihre Bedeutung für das Leben auf der Erde nachhaltig beeinflusst.
Rosetta und ihr Lander Philae sind seit dem 30.9.2016 ganz junge Wissenschaftsgeschichte. Für die Öffentlichkeit boten Rosetta und Philae dramatische Momente der Raumfahrt zum Mitfiebern von der Landung von Philae bis zum Aussetzen der Stromversorgung und erneuter Reaktivierung.
Der Vortrag versucht eine Gesamtdarstellung der über elf Jahre dauernden Mission, der wichtigsten Resultate und der spannenden, glücklichen wie unglücklichen Momente für Rosetta und Philae zu zeigen.
Wegen des großen Interesses findet die Veranstaltung entgegen der ursprünglichen Planung anstatt in den Räumlichkeiten der Sternwarte auf dem Mariahilfberg im Neumarkter Bürgerhaus statt. Nach der Veranstaltung besteht dennoch die Möglichkeit zur Besichtigung der Sternwarte sowie – entsprechende Wetterverhältnisse vorausgesetzt – zur Beobachtung des Himmels mit den Geräten der Sternwarte.
Es wird ein Unkostenbeitrag in Höhe von 4 Euro (2 Euro für Kinder/Jugendliche bis 18 Jahre) zugunsten der Sternwarte erhoben. Anmeldung mit Angabe der Personenanzahl per Email an leonhardt.vorstand@sternwarte-neumarkt.de oder per Telefon
Telefon 0152/58927114.
17.11.16
Der rote Planet
NEUMARKT. Andreas Leonhardt wird am Freitag ab 19 Uhr einen spannenden Kinderabend auf der Fritz-Weithas-Sternwarte veranstalten.
Dieses Mal geht es um den roten Nachbarplaneten, den Mars.
Zuerst wird Leonhardt mit einem bildlichen Größenvergleich zwischen Erde und Mars starten. Aber auch die anderen Geschwister der Erde werden gezeigt und kurz erklärt. Mit Hilfe eines bewegten Modells wird dann der Umlauf der Planeten um die Sonne sowie die Entstehung der Jahreszeiten, von Tag und Nacht und von Finsternissen kindergerecht veranschaulicht.
Danach zeigt der Referent, wie es auf Mars aussieht und woher die schöne rote Farbe kommt. Andreas Leonhardt wird erklären, dass es die „kleinen, grünen Männchen“ nicht geben kann, weil der Mars im Wesentlichen ein Wüstenplanet in Froststarre ist. Zur Veranschaulichung werden Bilder und Videos gezeigt.
Nach dem Vortrag besteht die Möglichkeit der Sternen- und Planetenbeobachtung und dessen Erklärung.