Sternwarte Neumarkt

Orientierung am Himmel

NEUMARKT. Am Freitag um 19 Uhr wird auf der Fritz-Weithas-Sternwarte wieder einer der beliebten Kinderabende unter der Leitung von Gerald Reiser veranstaltet.

Viele Kinder sind von einem schönen Sternenhimmel fasziniert und möchten mehr über die Sterne erfahren. Insbesondere die Orientierung am Himmel ist nicht für die Kleinen schwierig. Gerald Reiser will hier weider helfen.

Im Laufe des Abends sollen die Kinder lernen, daß der Sternenhimmel während des Jahres sein Aussehen verändert. So muß man sich je nach Jahreszeit an anderen Sternbilder orientieren. Reiser wird auch verraten, wie man jederzeit den Polarstern finden kann. Dann weiß man auch , wo Norden, Süden, Westen und Osten ist.

Gerade wenn die Kinder zu Weihnachten ein Teleskop bekommen haben, ist es wichtig zu wissen, wie man überhaupt die Himmelsobjekte wie den Orionnebel oder die Andromedagalaxie finden kann.

Gerald Reiser wird bei sternenklarem Himmel den theoretischen Teil des Kinderabend so kurz wie möglich gestalten, um viel Zeit für die Erklärungen am echten Himmel zu haben. Dann können die Kinder sofort ihr neues Wissen in die Tat umsetzen.

Dieser Abend findet auch bei schlechtem Wetter im beheizten Vortragsraum der Sternwarte Neumarkt statt. Bei den Beobachtungen unter klarem Himmel wird sehr warme Kleidung empfohlen, da die Nächte sehr kalt werden können.
04.03.10

Filmemacher ist vor Ort


Sebastian Voltmer
NEUMARKT. Wann hat man schon die Gelegenheit, einen Kinofilm zusammen mit dem Filmemacher anzuschauen ? In der Neumarkter Sternwarte wird der Streifen "Die Wiederkehr des Mars - So nah wie seit 56 000 Jahren nicht mehr" gezeigt.

Am Freitag, 19. März, um 20 Uhr wird der Astrofotograf und Filmemacher Sebastian Voltmer persönlich anwesend sein, um Erläuterungen zu seinem mit Auszeichnung bewerteten Kino-Film zu geben und Fragen zu beantworten.

"Die Wiederkehr des Mars - So nah wie seit 56 000 Jahren nicht mehr" wird im Vortragsaal der Fritz-Weithas-Sternwarte auf der 15-Quadratmeter- Leinwand gezeigt. Für Technik-Interessierte: der Vortragsraum ist mit dem legendärem Lautsprecher Teufel Theater 8 THX Ultra , die Urversion der THX Lautsprecher, die in Größe dem heutigem Theater 10 entsprechen, inklusive dem M 12000 Subwoofer "Uncle Doc" bestückt. Gezeigt wird der Film mittels einem Full HD LCD 1920x1080P-Beamer, der dem neuesten technischen Stand entspricht.

Der Film zeigt die interessantesten kosmischen Ereignisse der letzten zwölf Jahre. Eingebettet sind sie in die "Wiederkehr des Mars" bis zur größten Annäherung des Roten Planeten an die Erde im Jahr 2003 – so nah wie seit 56 000 Jahren nicht mehr.

Im Film nimmt der Autor die Zuschauer mit auf eine Entdeckungsreise. Man wird Zeuge verschiedener Veränderungen auf dem Mars, erlebt einen gewaltigen Staubsturm, sieht den mit Eis überzogenen Südpol und sein Abschmelzen, entdeckt blaue Eiskristallwolken über dem Nordpol.

Die Zuschauer teilen mit dem Autor beeindruckende Beobachtungsnächte in Namibia, reisen mit ihm zur Sonnenfinsternis nach Sambia oder zum Leonidenschauer in die Mandschurei, konfrontieren sich mit der faszinierenden Marsforschung, und erleben die Fahrten der Marsrover Spirit und Opportunity.

Der Film lebt von Impressionen dunkler Nächte, den faszinierenden Animationen der Vorgänge am Himmel, die aus Abertausenden von Einzelfotos erstellt wurden, und den beeindruckenden Aufnahmen vor Ort. Er spannt einen dramaturgischen Bogen von den der Erde immer näher kommenden Marsoppositionen 1995 bis zur größten Annäherung 2003. Dabei wird auf verschiedene Weise versucht, sich diesem rätselhaften Planeten anzunähern. So werden zum Beispiel Szenen von der Erde neben solche der Marsmissionen der NASA gestellt.

Die Filmmusik dazu wurde teilweise selbst komponiert.

Der Film wurde von der Hessischen Filmförderung finanziell unterstützt. Er ist gleichzeitig Abschlussarbeit des Filmautors an der Kunsthochschule Kassel. Sebastian Voltmer bestand damit Anfang Februar 2009 sein Examen mit Auszeichnung (Master of Fine Arts).

Sebastian Voltmer, Jahrgang 1981, studierte ab dem Jahr 2000 an der Kunsthochschule Kassel, zunächst als Schüler von Floris Neusüss im Fachbereich Fotografie sowie Nicolaus Ott und Bernard Stein in Grafikdesign. Sein Studium absolvierte er als Schüler von Yana Drouz mit dem Film "Wiederkehr des Mars – so nah wie seit 56 000 Jahren nicht mehr" mit Auszeichnung.

Voltmer ist begeisterter Amateurastronom und bekannter Astrofotograf und Bundespreisträger von "Jugend forscht" im Jahre 2000. Seit 1996/97 werden seine Astrofotografien in vielen Zeitschriften, Kalendern und Büchern veröffentlicht. Seit Januar 2007 ist er für die Astronomie-Seite der Zeitschrift "Natur und Kosmos" verantwortlich.

Vorreservierung sind unter unter info@sternwarte-neumarkt.de möglich. Platzkarten kosten 6 Euro für Erwachsene und 3 Euro für Kinder. Es steht nur eine begrenzte Anzahl an Sitzplätzen zur Verfügung.
17.03.10

Die Wintersternbilder


Mit einem extremen Weitwinkelobjektiv aufgenommen; die Venus über Neumarkt am 15.Januar 2009
Fotos: Harald Liederer/Sternwarte Neumarkt

NEUMARKT. Am Freitag um 19 Uhr wird auf der Fritz-Weithas-Sternwarte wieder einer der beliebten Kinderabende unter der Leitung von Gerald Reiser veranstaltet.

Gerade die kalten, aber klaren Winternächte ermöglichen einen freien Blick auf die Sternbilder. Wenn man dann noch das Glück hat, daß man wenig Umgebungslicht hat, wundert sich jedes Kind, wie viele Sterne es gibt. Gerald Reiser will den jungen Besuchern wieder mit Spielen und kindgerechten Anschauungsmaterial die wichtigsten Sternbilder näherbringen.

An dem Kinderabend werden die Sternbilder Orion, Hund und Stier die Hauptrollen spielen. Nicht nur die kleinen Besucher werden überrascht sein, welche spannenden Sagen und Mythen zu diesen Himmelsobjekten gehören. Diese Geschichten stammen aus dem alten Griechenland oder sind teilweise noch viel älter. Danach werden die Namen der Sternbilder viel verständlicher sein und man wird sie sich besser einprägen können. hieß es.

Daneben wird Gerald Reiser auch berichten, welche interessante Beobachtungsobjekte sich in den Sternengebilden befinden. So ist der Orionnebel einer der schönsten und hellsten Objekte des nördlichen Himmels, den man sogar schon mit bloßen Augen sehen kann. Die kleinen Besucher sollen nach diesem Kinderabend den Himmel mit ganz anderen Augen sehen.

Gerald Reiser wird bei sternenklarem Himmel den theoretischen Teil des Kinderabend so kurz wie möglich gestalten, um viel Zeit für die Erklärungen am echten Himmel zu haben. Dann können die Kinder die Beobachtungsobjekte in den Sternbilder mit eigenen Augen sehen.

Dieser Abend findet auch bei schlechtem Wetter im beheizten Vortragsraum der Sternwarte Neumarkt statt. Bei den Beobachtungen unter klarem Himmel wird sehr warme Kleidung (zum Beispiel eine dicke Jacke, Schal, Handschuhe und Mütze) empfohlen, da die Nächte wieder sehr kalt werden können.
11.02.10

Lichtstrahl erwartet


Der Mond mit dem Hesiodusareal (Kasten)
Foto:Harald Liederer, Sternwarte Neumarkt
NEUMARKT. Am 22. Februar fällt ein Lichtstrahl in einen bestimmten Mondkrater - am Freitag gibt es dazu einen Vortrag auf der Sternwarte.

So etwa ein bis zweimal im Jahr kann man von Europa aus auf dem Erdmond ein Ereignis beobachten, bei dem ein Lichtstrahl der Sonne durch den Kraterwall von zwei Mondkratern auf den noch verdunkelten Boden eines dieser Krater fällt. Die zwei Krater heißen Hesiodus und Pitatus. Die Sonne muss dabei recht niedrig über dem Mondhorizont stehen.

Laut Berechnung fällt am Montag, 22.Februar 2010 um etwa 23.30 Uhr (MEZ) ein spitzer, dreieckiger Lichtstrahl der aufgehenden Sonne durch einen Einschnitt des Kraterwalls von Hesiodus und Pitatus auf den verdunkelten Boden des Kraters Hesiodus. Dieses Ereignis kann für etwa zwei Stunden beobachtet werden.

Die beteiligten Krater liegen am Südrand des Wolkenmeeres (Mare Nubium), nahe der langen Wand (Rupes Recta). Kurz bevor die Sonne über Hesiodus aufgeht, scheint das Licht der aufgehenden Sonne durch einen Spalt der Kraterwand, die Hesiodus und Pitatus trennt. Hierdurch wird der Kraterboden in zwei Hälften geteilt Das ist ein seltener und sehenswerter Anblick, heißt es von der Neumarkter Sternwarte.

Andreas Viertel erklärt am Freitag um 20 Uhr die Vorgänge auf dem Mond genau und gibt Tipps, wie und mit welchen Mitteln das Ereignis erfolgreich beobachtet werden kann.

Das erste Anzeichen des Lichtstrahls ist eine kleine beleuchtete Stelle auf Hesiodus' westlicher Innenseite. Der Kraterboden liegt zu diesem Zeitpunkt noch völlig im Dunkeln. Der Lichtstrahl schiebt sich langsam über einen Zeitraum von zwei Stunden bis zum Durchbruch im Wall.

Mit den Fernrohren der Sternwarte kann dieses Ereignis bei klarem Wetter gesehen werden. Die Sternwarte wird an diesem Tag für die Öffentlichkeit nur bei klarem Wetter ab 23.15 Uhr geöffnet haben.
26.01.10


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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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