Christlich Soziale Union
Diskussionen anstoßen

KV-Kreisvorsitzender Alois Scherer (2.v.l.) hatte nach Postbauer-Heng eingeladen.
NEUMARKT. Um Familienpolitik im ländlichen Raum ging es bei einer Diskussionsrunde der Kommunalpolitischen Vereinigung (KV).
Der KPV-Kreisverband hat zu einem Diskussionsforum mit vorheriger Besichtigung des Kinderhortes nach Postbauer-Heng eingeladen. Neben CSU-Kreisvorsitzenden Albert Füracker und vielen Bürgermeistern und Ratsmitgliedern der einzelnen Gemeinden konnte der Kreisvorsitzende Bürgermeister Alois Scherer die Bürgermeisterin der Gemeinde Kinding, Rita Böhm, begrüßen.
Die langjährige Kommunalpolitikerin referierte über das komplexe Thema "Familienpolitik im ländlichen Raum". Wegen der rückgängigen Geburtenzahlen sei es erforderlich, dass der ländliche Raum sein positives Image besser nach außen hin verkaufe, hieß es. Nur so könnten die Wanderungsbewegungen positiv beeinflusst werden. Außerdem sei es wichtig, die Familie auch idiell zu stärken. Gefordert sei aber auch die Wirtschaft, ein familienfreundliches Umfeld zu schaffen.
Mit dieser Veranstaltung, so Kreisvorsitzender Scherer, wolle man Diskussionen in den einzelnen Gemeinden anstoßen. Vieles sei bereits im Landkreis und in den Gemeinden in Richtung Familienpolitik geleistet worden. Nun gelte es, dieses hohe Niveau zu halten und zu optimieren.
Zum Schluss bedankte sich Scherer auch im Namen seiner beiden Stellvertreter, Bürgermeister Bernhard Kraus und stellvertretender Bürgermeister Horst Kratzer, bei der Referentin und überreichte ein kleines Präsent.
02.02.07
"Mehr Dynamik" gefordert
NEUMARKT. In der aktuellen Diskussion sieht sich die CSU-Fraktion in ihrer Forderung nach einer Stadthalle bestätigt.
Mit dem Bau einer Stadthalle wolle man ein gehobenes Kulturangebot bedienen, für das die Jurahalle nicht geeignet ist. Der Zweck der Jurahallen entspreche hierfür nicht allen Anforderungen. Deshalb fordert die CSU seit Jahren den Bau einer Stadthalle, um die Nische zwischen Jurahallen und Reitstadl zu schließen.
Allerdings wäre es zu wenig, nur für dieses Kulturangebot eine Stadthalle zu bauen. Mit der bereits beschlossenen Konzeption sei eine multifunktionale Ausnutzung gegeben, die Tagungen, Betriebsfeiern, Messen ermöglicht. "Dadurch, dass wir das PPP-Verfahren gewählt haben, können wir sicher sein, dass sich der Betreiber an der Nachfrage am Markt orientiert, um wirtschaftlich arbeiten zu können", so CSU-Stadtverbands-Chef Helmut Jawurek.
Durch die Multifunktionalität wolle man zusätzliche, mehrtägige Besucher nach Neumarkt bringen, erläuterte Fraktionsvorsitzender Ferdinand Ernst. Der gewählten Standort im Stadtpark führe die Besucher mitten in die Stadt. "Wir wollen keine Halle außerhalb des Zentrums, wo die Besucher nach den Veranstaltungen in alle Himmelsrichtungen davonfahren", so Ernst. Die Stadthalle solle für Innenstadt und Gastronomie einen Zusatznutzen bringen.
Er mahnte jedoch "mehr Dynamik seitens der Stadt" in Sachen Stadthalle an. Die Bieter und die Stadtverwaltung befänden sich derzeit in der Dialogphase. Hier sei verstärkt der vom Stadtrat berufene Lenkungsausschuß einzubinden, der die Zielvorstellungen und politischen Vorgaben für die Stadthalle vorarbeite.
Die Finanzbeteiligung der Stadt an dem Stadthalleninvestment sei fraktionsübergreifend gedeckelt worden. Ernst wies daher "Spekulationen und Horrorszenarien anderer Parteien" als haltlos zurück. Eine attraktive Stadthalle mit breitem kulturellen Angebot auf der einen und Tagungstourismus auf der anderen Seite werde für den Standort Neumarkt einen großen Impuls darstellen. Daher gelte es, das Projekt beschleunigt umzusetzen.
01.02.07
Schon heute nachdenken

Dr. Erwin Baier sprach bei einem Vortrag der CSU Altenhof.
NEUMARKT. Wer soll nach einem Unfall oder einer schweren Erkrankung die Entscheidungen treffen ? Daran sollte man schon jetzt denken, meint Amtsgerichts-Chef Dr. Erwin Baier bei einem Vortrag.
Vorsorge für Unfall, Krankheit und Alter
Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung gehen jeden etwas an
Viel zu wenige Menschen denken daran, Vorsorge für weniger gute Zeiten zu treffen – nämlich für den Fall, dass sie infolge eines Unfalls, einer schweren Erkrankung oder auch durch Nachlassen der geistigen Kräfte im Alter ihre Angelegenheiten nicht mehr selbst wie gewohnt regeln können. Dabei ist in anderen Bereichen Vorsorge eigentlich selbstverständlich.
Allerdings sollte sich jeder auch einmal die Frage stellen, wer im Ernstfall Entscheidungen für ihn treffen soll, wenn man hierzu nicht mehr selbst in der Lage ist.
Zur Thematik "Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreungsverfügung" referierte der Leiter des Amtsgerichtes Neumarkt, Dr. Erwin Baier. Auf Einladung der CSU Altenhof und des Stadtrates Dr. Heinz Sperber waren etwa 300 Gäste in das Johanneszentrum gekommen, um sich "aus erster Hand" durch einen Amtsrichter zu informieren.
Dr. Erwin Baier mahnte in seinem Vortrag ausdrücklich an, dass "Vorsorge in diesem Bereich nicht verdrängt oder auf einen späteren Zeitpunkt hinausgeschoben werden dürfe". Dabei kann niemand sicher davor sein, vielleicht schon morgen durch einen schweren Unfall dauerhaft das Bewusstsein zu verlieren und darauf angewiesen zu sein, dass ein anderer für ihn spricht.
Falls hierfür keine Vorsorge getroffen wurde, wird das Vormundschaftsgericht einen Betreuer zur gesetzlichen Vertretung bestellen. Das Gericht wird hierbei prüfen, ob der Betreuer vorrangig aus dem Kreis der Angehörigen ausgewählt werden kann. Ist dies nicht möglich, können auch familienfremde Personen zum Betreuer bestellt werden. Bundesweit werden derzeit mehr als eine Million Betreuungen geführt.
Kostenlose Beratung zum Thema "Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreunungsverfügung" bietet übrigens die Betreungsstelle des Landratsamtes(09181/4700).
01.02.07
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