Christlich Soziale Union
"Zukunftsfähiges Neumarkt"
NEUMARKT. "Neumarkt 2020" - unter diesem Arbeitstitel haben CSU-Stadtratsfraktion und CSU-Stadtverband verschiedene Arbeitsgruppen gegründet.
"Wir wollen Neumarkt zukunftsfähig aufstellen. Dies erfordert langfristig denken und handeln", so der Vorsitzende der CSU-Fraktion, Ferdinand Ernst, zur Intension der Arbeitskreise.
Die CSU wolle Zukunftsthemen weiter aktiv bearbeiten. Neben einer Bestandsanalyse werden die Arbeitskreise Zielvorstellungen für Neumarkt beschreiben. Die Wege zu deren Realisierung und Umsetzung sollen dann in den Stadtrat eingebracht werden.
Wichtig für die Entwicklung einer Stadt seien auch die Prognosen zum demographischen Wandel. Demographie beschäftigt sich mit voraussichtlichen Veränderungen bezüglich Bevölkerungsentwicklung (Geburten, Todesfälle) Bevölkerungsbewegung (Zu- und Wegzug) sowie Strukturveränderungen (Haushaltsgrößen). Der Bevölkerungsrückgang in Deutschland von heute 83 Millionen Einwohnern auf 70 Millionen im Jahr 2050 hat auch auf alle Bereiche des Lebens einer Stadt Auswirkungen.
Deshalb ist es für die Zukunft von Neumarkt wichtig, sich mit den aktuellen Studien zu beschäftigen, und daraus Handlungskonsequenzen abzuleiten. Die Bertelsmannstiftung ermuntert die politischen Entscheidungsträger dazu, dieser Entwicklung durch entsprechende politische Maßnahmen zu begegnen.
"Ziel ist es", so der Leiter des entsprechenden Arbeitskreises, Stadtrat Dr. Heinz Sperber, "nicht nur auf die Prognosen zu reagieren, sondern diese rechtzeitig positiv zu beeinflussen. Wir müssen uns dem künftigen Wettbewerb um junge Menschen stellen und diesen engagiert begleiten."
Aufgrund ihrer Bedeutung für die Zukunft junger Menschen stehe auch Bildung für die CSU im Fokus. Die stellvertretende Vorsitzende der CSU-Fraktion, Gisela Burger, will daher in ihrem Arbeitskreis diesen Themenkomplex bearbeiten. Dabei soll analysiert werden, ob und wie die Kommune den Bildungsprozess wirksam unterstützen könne. Bildung stelle die Grundlage für eine sinnvolle Lebensgestaltung. Um dieses Ziel zu erreichen, müsse sich Bildung immer an den Herausforderungen der Zeit orientieren.
Der Klimaschutz steht bei der EU Präsidentschaft von Angela Merkel ganz oben auf der Tagesordnung. 94 Prozent der Deutschen wollen, dass Deutschland Vorreiter in Sachen Klimaschutz wird. Konkreter Klimaschutz sei aber nur unter Einbindung der Kommunen und jeden einzelnen Bürgers umzusetzen, hieß es.
Die aktuellen wissenschaftlichen Prognosen zur Erderwärmung seien erschreckend. Es bestehe dringender Handlungsbedarf bezüglich Energieeinsparung, alternativer Energieerzeugung, Verkehr oder Konsumgewohnheiten. Der Arbeitskreis Klimaschutz unter der Leitung der Agenda 21-Beauftragten des Stadtrates, Ruth Dorner, will sich dieser wichtigen Thematik stellen und entsprechende konkrete Schritte erarbeiten. "Wir stehen in der Pflicht, wenn uns unsere Kinder und Enkel einmal fragen: Ihr habt es gewusst, warum habt ihr nichts getan!", so Ruth Dorner.
Wege, wie sich Neumarkt auch künftig im Wettbewerb mit anderen Kommunen als Wirtschaftsstandort behaupten kann, will CSU-Stadtverbandsvorsitzender Helmut Jawurek in einer gesonderten Arbeitsgruppe diskutieren und aufzeigen. Vergleichsweise niedrige Arbeitslosenzahlen und eine starke Wirtschaftskraft seien Ergebnis einer bisher erfolgreichen Politik. "Nur wenn die Menschen einen Arbeitsplatz vor Ort haben, werden wir zu den Wachstumsregionen zählen können", sagte Jawurek. Politik, Wirtschaft und Verwaltung müssten auch künftig an einem Strang ziehen, um mit aller Kraft das Machbare zu realisieren. Eine funktionierende Infrastruktur sei eine unabdingbare Voraussetzung für einen interessanten Wirtschaftsstandort.
Weil zu einer attraktiven Stadt ein angenehmes Wohnumfeld gehört, will sich Bürgermeister Erich Bärtl dieses Themas annehmen. Als Vorsitzender des Wohnungsausschusses sei er mit der Materie vertraut. Neben dem steigenden Wohnflächenbedarf je Einwohner sei günstiger Wohnraum und die Möglichkeit der Entwicklung von Bestandsimmobilien für den Arbeitskreis von Bedeutung.
Auch Anregungen von Bürgern zu den angesprochenen und auch anderen Themen werden von der CSU "gerne entgegengenommen", heißt es in einer Pressemitteilung:
stadtverband@csu-neumarkt.de11.01.07
Bundesminister kommt

Michael Glos
NEUMARKT. Wirtschaftsminister Michael Glos ist Festredner beim Neujahrsempfang der Neumarkter CSU am Freitag.
Mit dem festlichen Neujahrsempfang will die CSU die Tradition des Meinungs- und Informationsaustausches zwischen Politik, Kirche, Wirtschaft, Sport und Vereinen fortsetzen, heißt es in der Einladung zu der Veranstaltung am Freitagabend im Historischen Reitstadel.
Als Festredner konnte man in diesem Jahr einen Top-Politiker gewinnen: Michael Glos, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie wird das Hauptreferat halten. Die Veranstaltung wird mit der Begrüßung durch CSU-Stadtverbandsvorsitzendem Helmut Jawurek eröffnet. Grußworte sind auch von Landrat Albert Löhner und MdB Alois Karl geplant.
11.01.07
"Stadt-Platz" vor dem Rathaus
NEUMARKT. Die CSU-Stadtratsfraktion will die Umgestaltung des Fußgängerbereichs der Marktstraße zu einem Platz angehen.
Eine entsprechende Vorlage zur Behandlung im Stadtrat habe man an die Stadtverwaltung weitergeleitet. Dies gab CSU-Fraktionsvorsitzender Ferdinand Ernst in einer Pressemitteilung bekannt. Der zu schaffende Platz solle mit Grünzonen und Spielgeräten attraktiv gestaltet werden.
"Das Herzstück einer Stadt ist ihr Zentrum - in Neumarkt der historische Stadtkern um Rathaus und Marktstraße", heißt es in der Pressemitteilung. Hier müsse das Leben pulsieren und der Ort gleichzeitig zur Begegnung und zum Austausch einladen. "Dies zeichnet eine attraktive Innenstadt aus", so Ferdinand Ernst. Die große Kreisstadt Neumarkt sei gekennzeichnet durch ihre Zentralitätsfunktion als Einkaufs,- Bildungs- und Freizeitstandort. Die Konkurrenzsituation mit anderen Städten erfordere jedoch eine stetige, zielgerichtete Weiterentwicklung.
Die Markstraße sei nun seit 16 Jahren rund um das Rathaus für den Durchgangsverkehr gesperrt. Aus Sicht der CSU sei dies der richtige Schritt gewesen. Sie hält daher die Zeit für gekommen, den Straßencharakter der Fußgängerzone aufzuheben. Statt dessen solle zwischen Oberem und Unterem Markt ein großzügiger Platz gestaltet werden.
Forderungen, die Marktstraße, eventuell als Einbahnstraße, für den Verkehr freizugeben, hält die CSU für falsch. "Durch die Neugestaltung soll eine Kommunikationsfläche entstehen, die einen regen Austausch zwischen den beiden Straßenseiten zulässt", wird CSU-Vorsitzender Helmut Jawurek zitiert. Integrierte Grünzonen sollten eine angenehme Atmosphäre schaffen und Spielgeräte für Kinder eine willkommene Abwechslung in der Innenstadt bieten.
Die CSU-Fraktion hat daher beantragt, unter Einbindung der Gewerbetreibenden wie Einzelhandelsverband und Werbegemeinschaft aber auch der Altstadtfreunde, eine Arbeitsgruppe einzurichten. Diese Gruppe soll mit Verwaltung und politisch Verantwortlichen unter Beiziehung von Planern Gestaltungsvorschläge erarbeiten um die Attraktivität der Innenstadt zu steigern. Dabei sei dem notwendigen Flächenbedarf zum Beispiel für Altstadtfest, Wochen- oder Weihnachtsmarkt Rechnung zu tragen. Der städtische Finanzhaushalt 2007 werde entsprechende Mittel für Planungskosten enthalten.
Auch die Busse sollten künftig den Marktplatz weiter anfahren können. Schließlich sollen sie die Kunden in die Stadt bringen und den Käufern den problemlosen Transport ihrer Ware ermöglichen. Einen Widerspruch zu der Fußgängerzonen sieht die CSU in den Bussen nicht. Im Gegenteil werde sich die gelegentlich kritisierte Fahrgeschwindigkeit der Busse durch die Auflösung des Straßencharakters reduzieren.
Mit der Neugestaltung, so die stellvertretende CSU-Vorsitzende Gisela Burger, wolle man auch die aktuellen Veränderungen am Unteren Markt begleiten. Mit der Altstadtpassage, dem Oschmann-Anwesen und
KMK-Mode hätten sich dort neue Projekte entwickelt. Die Maßnahmen zur Platzgestaltung sollten daher in engem zeitlichen Zusammenhang realisiert werden. Dadurch soll auch die lange geforderte Belebung des Unteren Marktes unterstützt werden.
05.01.07
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