Christlich Soziale Union

"Jahr der Neuorientierung"


Von der Adventsmusik bis zum "Glashüttenlandler" zog das "Freundeskreis-Ensemble" alle Register
seines musikalischen Könnens.


55 Jahre Mitgliedschaft in der CSU: Oberbürgermeister a.D.
Kurt Romstöck, beglückwünscht von seinem Nachfolger im Amt
und MdB Alois Karl, Stadtverbandsvorsitzendem Helmut Jawu-
rek und MdL Herbert Fischer (von links).
Fotos: Erich Zwick
NEUMARKT. Die traditionelle Weihnachtsfeier der im Stadtverband Neumarkt zusammengeschlossenen CSU-Ortsverbände nutzte deren Vorsitzender Helmut Jawurek, um Rückschau auf ein "Jahr der Neuorientierung" zu halten. Gleichzeitig tat er einen Blick nach vorne, damit die CSU ein "stabiler, verlässlicher Faktor und Motor in der politischen Arbeit in der Stadt bleibt."

So wird das Jahr 2007 ganz im Zeichen der Kandidatenaufstellung für die Stadtratswahl am 2. März 2008 stehen, wobei den Wählern, wie es Stadtratsfraktionsvorsitzender Ferdinand Ernst in seinem Grußwort zum Ausdruck brachte, "Persönlichkeiten empfohlen werden, die in der Bevölkerung tief verankert sind" - junge Leute wie erfahrene, deren Politik geprägt ist von "Tradition und Vision".

Die Tradition prägte dann doch mehr die Weihnachtsfeier als die Vision; denn nach einem von MdL Herbert Fischer eingeführten Ritual versammelten sich die der Kirche nahe stehenden Parteimitglieder zu einem gemeinsamen Gottesdienst in St. Johannes, wo Stadtpfarrer Norbert Winner trotz einer sich abzeichnenden Grippe die Botschaft von der Krippe verkündete. Und nach alter Sitte standen die Jubilare im Mittelpunkt der vorweihnachtlichen Feier: fast 100 konnten auf eine zehn- bis 60jährige Mitgliedschaft zurückblicken.

Die beiden "Sechziger", Hildegard und Hubert Bösl, waren jedoch verhindert, so dass Oberbürgermeister a.D. Kurt Romstöck mit 55 Jahren Parteizugehörigkeit der Senior unter den Jubilaren war. Ihm folgten vier "Fünfziger": Franziska Mayer, Alois Karl (Vater des Bundestagsabgeordneten), Josef Fürst und Dr. Hans Ebert. Michael Gruber und Alfred Mauerer halten der Partei seit 45 Jahren die Stange und fünf Getreue sind seit 40 Jahren dabei: Dr. Karl Stosiek, Hermann Endres, Josef Hobl, Michael Beyer und Josef Burzdzius. Die anderen Ausgezeichneten tragen seit zehn Jahren (14 Mitglieder), 15 Jahren (5), 20 Jahren (7) und 25 Jahren (5) das CSU-Parteibuch.


Stadtverbandsvorsitzender Helmut Jawurek und seine Stellver-
treterin Gisela Burger bedanken sich mit Blumen bei den pflicht-
bewussten "Seelen" der CSU-Büros.
Voraus gegangen war eine Dankesgeste an verdienstvolle Mitarbeiter. Aus den CSU-Büros erhielten Blumen Claudia Gonsior, Rosemarie Fürst und Renate Hiltner. Stadtverbandsvorsitzender Helmut Jawurek und seine Stellvertreterin, Stadträtin Gisela Burger, dankten der "Damenriege" für ihren nimmermüden Einsatz.

Einen ebenso herzlichen Dank durfte das Redaktionsteam der "Raute" mit Harald Frank als verantwortlichen Schriftleiter an der Spitze entgegennehmen. Statt Blumen gab's für sie eine Flasche erlesenen Weines: Dem Team gehören neben Harald Frank weiter Jürgen Bäuml, Irmgard Wanke, Roland Häberl, Alexander Ströber, Ludwig Stepper, Albert Körner und Gerlinde Wanke an.

So wie das Heu in der Krippe des Stalls von Betlehem sicherlich gepiekst hat, so konnte sich Helmut Jawurek eingangs auch ein paar Nadelstiche in Richtung Oberbürgermeister, UPW und den "Dauerverhinderern" Madeisky, Glossner, Kopp & Co. nicht verkneifen. "Der neue Oberbürgermeister konnte und musste sehen, dass mit seiner UPW-Truppe kein Staat zu machen ist", steuerte er einen verbalen "Pfefferkuchen" zu den auf den Tischen des Johanneszentrums angebotenen Lebkuchen und Plätzchen bei.

Er erinnerte an die von der CSU in großer Geschlossenheit vorangebrachten wichtigen Themen in der Stadtpolitik: Unteres Tor mit Einkaufszentrum (positiv), Unteres Tor mit Ärztehaus (auf gutem Weg), Stadtpark mit Stadthalle (Dialogphase 2) und Maibach-Museum. "Mit der UPW wäre keines dieser Projekte vorangebracht worden", gab sich der Stadtverbandsvorsitzende selbstbewusst. Und in Nikolaus-Manier hatte er auch noch für den Oberbürgermeister einen Rat parat: "Er darf sich nicht scheuen, seine eigenen Freunde zur Ordnung zu rufen" und "der Stadtrat darf nicht zu einem Komödienstadel verkommen."

Nach dieser Schelte gab's dann wieder Lob - selbstverständlich für die Parteifreunde, wobei er namentlich Hela Buchner, Gisela Burger, Ulrike Rödl, Heidi Dorfmüller, Irmgard Wanke, Markus Ochsenkühn und Dr. Alexander Ströber hervorhob. "Bei letzterem stehen in den nächsten Wochen wichtige personelle Weichenstellungen an", gab Jawurek andeutungsweise bekannt.

Konkreter wurde der Vorsitzende bei der Ankündigung des Neujahrsempfangs am 12. Januar 2007 im Festsaal des historischen Reitstadels. Als Hauptredner konnte dazu der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Michael Glos, gewonnen werden - ein "Top-Politiker" also.

Er wird sicherlich auch einiges dazu vertiefen können, was CSU-Kreisvorsitzender Albert Füracker ("Ich bin zum ersten Mal als Kreisvorsitzender zu einer Weihnachtsfeier des CSU-Stadtverbandes eingeladen") in seinen Grußworten auf den Punkt brachte: "Wir müssen den Menschen die Angst nehmen und dafür sorgen, dass wieder Zuversicht einkehrt."

Dorthin sei man bereits auf einem guten Weg, nahm Bundestagsabgeordneter Alois Karl den ihm zugespielten Ball auf: die Verringerung der Arbeitslosigkeit und die Steigerung des Bruttosozialproduktes seien sichtbare Anzeichen. Mit der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im kommenden Jahr würde das Ansehen Deutschlands in der Welt gemehrt.

Damit nicht noch mehr große und kleine Probleme gewälzt wurden und die Weihnachtsfeier nicht die Züge eines politischen Frühschoppens annahm, sorgte das "Freundeskreis-Ensemble" mit adventlichen Klängen, Georg Zeltner mit einer atemberaubenden Multivisionsschau, die in die "weihnachtlich-verschneite Bergwelt" führte, und das gemeinsam gesungene "O du fröhliche" für einen festlich-besinnlichen Abend.
Erich Zwick


Die Zeiten haben sich gewandelt - die Jubiläumsfotos (erste Reihe sitzend, zweite stehend) sind gleich geblieben. Hier die Jubilare, die schon die Lebensmitte überschritten haben…


…und hier jene, die in den nächsten zehn, 15 oder 20 Jahren wieder auf die Bühne gebeten werden.

18.12.06

Ex-Stadtrat feiert 75.


Helmut Jawurek und Ferdinand Ernst (stehend) gratulierten
ihrem Parteifreund Josef Fink.
NEUMARKT. Mit vielen Glückwünschen zu seinen 75. Geburtstag wurde am Mittwoch Josef Fink von seiner Familie und Freunden bedacht.

Der fünffache Familienvater und Opa von elf Enkelkindern feierte erst vor zwei Wochen goldene Hochzeit mit seiner Ehefrau Clara. Als Gratulanten kamen auch der CSU-Stadtverbandsvorsitzende Helmut Jawurek und der CSU-Fraktionsvorsitzende Ferdinand Ernst, weil der Jubilar seit fast 50 Jahren der CSU angehört. Jawurek hob besonders das außerordentliche soziale Engangement seines Freundes und Kollegen hervor.

Fink gehörte 25 Jahre lang dem Stadtrat an und setzte sich damals mit ganzer Kraft für die Arbeitnehmerschaft ein. Für diese Tätigkeit wurde ihm die Goldene Stadtmedaille überreicht.

Auch Vertreter der Katholischen Arbeitnehmerbewegung gratulierten dem lebensfrohen und rüstigen Jubilar.
07.12.06

"Nachfrage ist groß"


CSU-Ortsverband Stadtsüden und Stadtratsfraktion besichtigten die Wohnbauanlage.

NEUMARKT. Der CSU-Ortsverband Stadtsüden und die Stadtratsfraktion besichtigten die Wohnbauanlage Schönwerthgarten.

Ziel des Projekts, so Fraktionsvorsitzender Ferdinand Ernst, seien "von Anfang an günstige Eigenheime für junge Familien" gewesen. Man wolle damit Familien stärken. Im Rahmen der Initiative "Neumarkt - die familienfreundliche Stadt" hat die Stadt ein Förderprogramm aufgelegt, erläuterte CSU-Ortsvorsitzende Ursula Seitz. 10.000 Euro Zuschuss je Kind unter 14 Jahren erhalten die Eltern beim Kauf eines Hauses im Schönwerthgarten.

Unterstützt werde die Familienfreundlichkeit durch den Ausbau der Schönwerthstraße in diesem Bereich als Spielstraße. Ferdinand Ernst unterstrich, dass das Konzept bereits greife. Er berichtete von Familien, die sich bei der Entscheidung zwischen einem Kauf im Schönwerthgarten oder einem Bau im Umland für Neumarkt entschieden hätten. Insbesondere die kurzen Wege in der Stadt und die guten Freizeit- und Einkaufsmöglichkeiten hätten den Ausschlag für Neumarkt gegeben. Teilweise könnte auf ein zweites Auto verzichtet werden.

"Bereits 65 Prozent des ersten Bauabschnittes sind verkauft", wusste Willi Kirsch von der Immobilienfirma zu berichten, der von der Baufirma Bögl mit der Vermarktung der Häuser beauftragt ist. Jürgen Kotzbauer, Pressesprecher der Firma Bögl, verwies auf das langfristige Invest: durch Einsatz von Niedrigenergietechnik würde der Energieverbrauch und damit die Nebenkosten eingedämmt.

Am Sonntag ist die Bevölkerung im Rahmen eines Tags der offenen Tür von 13 bis 16 Uhr zur Besichtigung der Häuser, die teilweise bereits kurz vor dem Bezug stehen, eingeladen.
06.12.06


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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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