Christlich Soziale Union

"Grüne Lunge erhalten"


CSU-Ortsverband und Vereinsvorstände fanden sich zu einem Ortstermin in Woffenbach ein.
Fotos: woffenbach.de
NEUMARKT. Das ehemalige Stadtgärnerei-Gelände müsse als "Grüne Lunge" für Woffenbach erhalten bleiben, hieß es bei einem CSU-Termin.

Der CSU-Ortsverband Woffenbach mit seinem Vorsitzenden Federhofer hatten am Samstag zu einem Ortstermin den Fraktionsvorsitzenden Ferdinand Ernst (CSU), Stadtbaumeister Rudolf Müller-Tribbensee und die Vereinsvorsitzenden der Woffenbacher Vereine zu einem Ortstermin in das Areal der früheren Stadtgärtnerei eingeladen.

Thema war der "Erhalt der Grünen Lunge von Woffenbach". In einem ersten Entwurf war 2003 war eine "privilegierte Bebauung" auf dem Areal der früheren Stadtgärtnerei vorgesehen. In einem Vereinsgespräch im Oktober 2006 hatten sich alle anwesenden Vereinsvorsitzenden für eine Parkanlage für das Altenheim, die Schützen und Pfadfinder ausgesprochen, die mit einer Brücke über den vorhandenen Bach auch das Theo-Betz-Wohnheim mit anbinden könnte.

Das Areal war vom früheren Schlossbesitzer Baron von Gemmingen seinerzeit der Gemeinde Woffenbach für gemeindliche Zwecke geschenkt worden; er hatte damals ein Angebot der Firma Pfleiderer nicht angenommen.

Vorsitzender Federhofer stellte nach seiner Begrüßung nochmals die Meinung der Woffenbacher vor . Die Grünzone im Herzen von Woffenbach sei ein kleines Naherholungsgebiet und müsse erhalten bleiben - man sei dies auch zukünftigen Generation schuldig.

Stadtbaumeister Müller-Tribbensee stellte den derzeitigen Stand der Planungen vor, demnach ist "vorerst" keine Bebauung der Fläche vorgesehen. In diesem Jahr werde noch der Abbau der Glashäuser erfolgen, auch die vorhandenen Wege zwischen den Glashäusern würden beseitigt. Danach werde eine "Bestockung" erfolgen, das heißt, es werden auf der Fläche Christbäume angepflanzt. Die bestehende Einzäunung bleibe vorerst erhalten. Der Weg hinter dem Altenheim wird nach dessen Fertigstellung wieder hergestellt.

Auch für den Spielplatz sei eine Verbesserung geplant. Außerdem soll er einen Namen erhalten; man könne sich vorstellen, ihn als "Schloss-Spielplatz" zu benennen.

Bei einem weiteren Orttermin wurde angesprochen, den Dorfplatz in Woffenbach mit der Sanierung der Schlossstraße zu gestalten.

Fraktionsvorsitzender Ferdinand Ernst bedankte sich für den Engagement beim CSU-Ortsverband und bei den Vereinsvorsitzenden. Er stehe immer als Ansprechpartner bereit.
26.11.06

Licht im Dschungel

NEUMARKT. In der CSU-Stadtmitte versuchte man Licht in den Paragraphendschungel der neuen Rentenbesteuerung bringen.

Wohl keine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts hat soviel Unruhe bei den Rentnern ausgelöst wie die Neuregelung der Rentenbesteuerung. Um nachträglich - das Gesetz ist bereits ab 1.1.2005 in Kraft - noch etwas Klarheit in den "teilweise noch recht verworrenen Informationsstand" zu bringen, hatte Ortsvorsitzende Gisela Burger die Mitglieder des CSU-Ortsverbandes Stadtmitte zu einen Informationsabend eingeladen.

Josef Dunkes, Direktor der Raiffeisenbank Neumarkt, hatte sich bereit gefunden, etwas Licht in diesen Paragraphendschungel zu bringen.
23.11.06

"Einheitliche Öffnungszeiten"

NEUMARKT. Die CSU-Stadtratsfraktion begrüßt es, dass der bayerische Landtag die Ladenschlusszeiten nicht freigegeben hat, sondern erst einmal die Erfahrungen der Länder abwarten will, die die Ladenschlusszeiten freigegeben haben.

Damit gilt das bisherige Bundesgesetz, das vorsieht, dass die Geschäfte an Werktagen bis maximal 20 Uhr geöffnet haben dürfen. Um Neumarkt als Einkaufsstadt attraktiver zu machen, sei vor allem eine Vereinheitlichung der Öffnungszeiten wichtig, hieß es am Donnerstag in einer Presse-Mitteilung der CSU-Stadtratsfraktion. Für 2007 will die CSU während der Adventszeit außerdem Platz für einen zusätzlichen Kunsthandwerkermarkt am Unteren Markt geschaffen wissen.

Die Beibehaltung der Landenschlusszeiten sei für die CSU-Fraktion ein positives Zeichen vor allem für die kleineren Geschäfte, die bei Öffnungszeiten bis 22 Uhr "die Verlierer" wären. Während die Filialisten ganz andere Möglichkeiten hätten, das Personal einzuteilen, könnten Familienbetriebe hier nicht mithalten. Fraktionsvorsitzender Ferdinand Ernst ist sich sicher, dass durch eine Ausweitung auch keine neuen Arbeitsplätze geschaffen würden. Das vorhandene Personal werde vielmehr auf die verlängerte Zeit verteilt und das wiederum ginge auf Kosten des Services.

"Wer heute im Verkauf tätig ist, weiß, was es heißt, flexibel sein zu müssen", so Uraula Seitz: "Anruf um 9 Uhr, Dienstbeginn um 10 Uhr. Dann wieder tagelang kein Anruf." Für Frauen, die Kinder haben, sei eine gewisse Planung notwendig. Einkaufen bis 22 Uhr sei für die CSU "absolut familienfeindlich und würde sich mit einer familienfreundlichen Stadt nicht vereinbaren lassen". "Wir wollen ja schließlich nicht einkaufen bis zum Umfallen", so Lissy Walter.

Auch der "lange Donnerstag" oder die freigegebenen Öffnungszeiten zur Fußballweltmeisterschaft hätten nicht das gebracht, was man sich erhofft hat, erinnert Bürgermeister Arnold Graf.

Bürgermeister Erich Bärtl berichtete vom Ausflug der Kreistagsfraktion nach Kulmbach, wo man das dortige Einkaufszentrum besichtigte. Bei "gleicher Situation" wie in Neumarkt ("ganz nah an der Altstadt, Kaufland als Ankermieter, 16000 Quadratmeter Verkaufsfläche - bei uns 11000 Quadratmeter -, 950 Stellplätze mit 6000 Einfahrten täglich und weitere gute Mieter") würde das Einkaufzentrum "boomen, ohne die Altstadt auszubluten".

Das allerwichtigste aber seien, so der dortige Manager, "verlässliche Einkaufszeiten". "Der Kunde muss wissen ob er noch zum Einkaufen fahren kann oder ob nicht die Hälfte der Geschäfte schon geschlossen hat", so Erich Bärtl in seinem Bericht. Das Einkaufszentrum habe von 9 bis 19 Uhr geöffnet und das sei nach Angaben des Managers ausreichend.

Statt langen Verkaufszeiten plädiert die CSU dafür, sich auf einheitliche Öffnungszeiten der Geschäfte zu einigen. "Keiner weiß mehr, wer wann wie lange offen hat, vor allem was die Samstage betrifft," so Ferdinand Ernst.

Um eine Stadt als Einkaufsstadt attraktiv zu gestalten, gehöre mehr als die verlängerten Öffnungszeiten dazu. Deshalb hofft die CSU Fraktion darauf, dass die Stadtverwaltung für nächstes Jahr die Verträge mit den Standbetreibern am Donnerstagmarkt dahingegen verändert, dass an den Adventswochenenden "unterhalb des Rathauses" ein attraktiver Kunsthandwerkermarkt stattfinden kann. Ein entsprechender Antrag sei bei der Stadt gestellt.

Es sei ein Glücksfall, eine engagierte und motivierte Gruppe von Kunsthandwerkern zu haben, die sich für ihre Stadt engagieren will und auch bereit ist in neue Buden zu investieren. "Das vorgelegte Konzept ist absolut überzeugend und wäre eine wirkliche Bereicherung", so Ruth Dorner.
23.11.06


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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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