Gesundheit
Thema: Patientenverfügung
NEUMARKT. Beim
6. Neumarkter Gesundheitsgespräch geht es um "Selbstbestimmen in Alter und Krankheit".
"Selbstbestimmen in Alter und Krankheit - Patientenverfügung - Vorsorgevollmacht" heißt das Thema der Veranstaltung am Mittwoch, 16.November, in der Aula des Landratsamtes.
Beginn ist um 19.30 Uhr, der Eintritt ist frei.
Das Thema Patientenverfügung wird von den Medien, aber auch von vielen Organisationen in der letzten Zeit aufgegriffen, auch der Gesetzgeber hat sich damit beschäftigt, heißt es in der Einladung des Neumarkter Gesundheitsamtes. Viele Fragen werden dabei aufgeworfen: Ist es für mich persönlich wichtig, dass ich festlege, was mit mir geschehen soll, wenn ich durch Alter, Krankheit und Unfall endgültig zu einem Pflegefall geworden bin? Oder kann ich das, was dann auf mich zukommt, getrost den behandelnden Ärzten und meinen nahen Angehörigen überlassen?
Das Gesundheitsamt möchte in diesem Grenzbereich von Recht und Medizin fachkompetente Informationen anbieten und hat dabei mehrere Fach-Referenten aus Neumarkt eingeladen.
- Welche Möglichkeiten habe ich überhaupt, im Voraus für mich zu entscheiden. In welcher Form muss das geschehen? Wer ist dann an meine Vorgaben gebunden? Diesen Themenkomplex wird der Leiter des Amtsgerichts Neumarkt, Dr. Baier, fachkompetent erörtern.
- Dr. Bauer, Arzt für Allgemeinmedizin, wird dann aus der Sicht des Hausarztes darstellen, für wen eine Patientenverfügung sinnvoll sein kann, welche Hilfestellung der Arzt geben kann bei der Erstellung einer Patientenverfügung und wie eine vorliegende Verfügung die Behandlung eines Patienten beeinflusst.
- Prof. Thympner, Chefarzt der medizinischen Klinik II am Klinikum Neumarkt, wird dann berichten, wie die Klinikärzte, auch die Intensivmediziner, mit vorliegenden Patientenverfügungen umgehen, wie sie ihre Entscheidungen beeinflussen und auch welche Probleme sich dabei ergeben.
10.11.05
Auf Füße achten
NEUMARKT. Diabetiker sollten besonders auf ihre Füße achten und schon kleinste Veränderungen ernst nehmen. Das raten die Apotheker des Landkreises Neumarkt anläßlich des bevorstehenden Welt-Diabetes-Tages am Montag.
Durch zu hohe Blutzuckerspiegel werden die Nerven und die Durchblutung geschädigt. Dadurch bildet sich bei 70 Prozent aller Diabetiker weniger Fußschweiß, die Haut wird trocken und spröde. Die ausgetrocknete, spröde Haut reißt leichter ein, in diesen Hautverletzungen nisten sich leicht Bakterien oder Pilze ein. Hinzu kommt, dass Verletzungen oft erst spät bemerkt werden, da durch die Nervenstörung das Schmerzempfinden fehlt. Auch tiefe Geschwüre schmerzen nicht. Um Verletzungen zu vermeiden, sollten Diabetiker nie barfuss laufen.
Eine weitere Folge der Zuckerkrankheit: Muskelmasse wird abgebaut, an Ballen und Ferse fehlen Druckpolster. Um dies auszugleichen, bildet die Haut mehr Hornhaut. Diabetiker sollten auf keinen Fall Hornhauthobel anwenden, denn sie verletzen leicht die Haut - was durch das mangelnde Schmerzempfinden oft unbemerkt bleibt. Diese kleinen Verletzungen heilen schlecht, das Gewebe kann absterben.
Diabetiker sollten ihre Füße täglich auf kleine Verletzungen kontrollieren, am besten mit einem Spiegel. Jede Wunde sollte sorgfältig beobachtet werden. Bei Verletzungen sollte die betroffene Hautstelle von Druck entlastet werden, denn sonst kann die Wunde nicht heilen. Für die Fußpflege gibt es in der Apotheke spezielle Pflegecremes, die gleichzeitig fettend und feuchtigkeitsspendend sind.
Um Druckstellen zu verhindern, sollten Diabetiker gut sitzende Schuhe aus weichem Leder tragen, hohe Absätze sind nicht empfehlenswert. Kleine Blutungen lassen sich in weißen Socken am besten erkennen. Sie sollten aus Baumwolle sein, damit sie gekocht werden können.
Extra-Tipp : Socken auf links tragen, so sind die Nähte außen und können nicht drücken. Aber auch bei der besten Fußpflege: Eine gute Einstellung des Blutzuckers und regelmäßige Kontrollen haben Vorrang.
10.11.05
Alte Pillen zurückbringen
NEUMARKT. Unbrauchbare oder nicht mehr benötigte Arzneimittel sollte man in die Apotheke zurückbringen. Hier werden sie fachgerecht entsorgt.
Die Apotheker im Landkreis Neumarkt raten auch, die Hausapotheke einmal im Jahr zu überprüfen. Auf jedem Arzneimittel ist ein Verfallsdatum vermerkt - ist dieses überschritten, sollten die Medikamente nicht mehr angewendet werden. Auch wenn ein Arzneimittel nicht mehr einwandfrei aussieht, wenn es sich verfärbt hat, die Verpackung gerissen ist oder wenn eine Salbe komisch riecht, sollte man es entsorgen.
Mehr als 90 Prozent der Medikamentenabfälle sind Verpackungen. Karton und Beipackzettel gehören zur Altpapiersammlung, leere Tablettendurchdrückverpackungen in den gelben Sack. Altmedikamente sollten nicht in die Toilette geworfen werden. Wirkstoffe wie Antibiotika oder weibliche Hormone können die Bakterien in den Kläranlagen schädigen. Außerdem können sie in Kläranlagen teilweise nicht vollständig abgebaut werden und gelangen so in die Gewässer.
Ein Teil des Medikamentenabfalls entsteht auch, weil verordnete Arzneimittel aus Angst vor Nebenwirkungen nicht eingenommen werden. Im Beipackzettel müssen alle jemals beobachteten Nebenwirkungen aufgeführt sein - auch wenn sie nur in Einzelfällen aufgetreten sind. Verbraucher sollten sich daher beim Apotheker darüber informieren, wie wahrscheinlich welche Nebenwirkungen sind.
07.11.05
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