Kirchen
Knabenchor kommt
NEUMARKT. Auf Einladung der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde wird der Windsbacher Knabenchor am 14. Oktober um 19 Uhr erneut im Historischen Reitstadel zu Gast sein.
Anlass ist das 150jährigen Jubiläums der Christuskirche als evangelischer Kirche. Der Reinerlös des Konzertes kommt der dringend nötigen Sanierung des Kirchturmdaches der Christuskirche zugute.
Motetten, Lieder und Lieder ohne Worte – unter diesem Thema steht das Konzert. Zur Aufführung gelangen unter anderem Motetten von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Johann Sebastian Bach und Heinrich Schütz, außerdem Volkslieder von Franz Schubert, Johannes Brahms und Friedrich Silcher. Gemeinsam mit dem Pianisten Paul Sturm wird der Windsbacher Knabenchor unter Leitung von Karl-Friedrich Beringer das Konzert im Reitstadel bestreiten.
Der Windsbacher Knabenchor gilt als Aushängeschild der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Konzertreisen führten in den vergangenen Jahren unter anderem nach Südamerika und Asien. Der Schwerpunkt der musikalischen Tätigkeit liegt im Bereich der geistlichen Musik. Darüber hinaus verfügt der Chor über ein weit gefächertes Repertoire, das alle Epochen der Musikgeschichte von der Renaissance bis zur Moderne abdeckt. Einladungen zu wichtigen Festivals wie dem Rheingau Musikfestival, aber auch zahlreiche Konzertreisen und CD-Produktionen spiegeln die herausragende Bedeutung des Ensembles.
Eintrittskarten gibt es ab sofort im Vorverkauf zum Preis von 30, 25 und 17 Euro (Schüler und Studierende 25, 20 und 12 Euro) im evangelischen Pfarramtsbüro, Telefon 09181/407-390, außerdem in der Galeria Sparkasse und in der Tourist-Information Neumarkt, Telefon 09181/255-125.
28.08.05
Thema:" Radikalismus"
NEUMARKT. Das diesjährige „Evangelische Forum“ des Evangelischen Bildungswerkes Neumarkt beschäftigt sich an drei Abenden mit dem Thema „Radikalismus und Rechtsextremismus“.
- Am Freitag, 11. November liest das ehemalige NPD-Mitglied Jan Zobel aus Hamburg aus seinem Buch „Volk am Rand - NPD: Politik und Perspektiven der Antidemokraten“.
- Am Donnerstag, 17. November spricht Kirchenrat Dr. Wolfgang Behnk, München, Beauftragter für Sekten- und Weltanschauungsfragen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern zum Thema „Religiöser Radikalismus - Gefahren durch Fundamentalismus und Sektierertum“.
- Am Montag, 21. November spricht zum Thema „Der Rechtsextremismus und die Kirchen“ Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern und Vizepräsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland.
An die Vorträge schließt sich jeweils eine Diskussion an. Danach ist für die Besucher die Gelegenheit bei einem Glas Prosecco ins Gespräch zu kommen.
Alle Veranstaltungen finden jeweils um 20 Uhr im Saal des Landratsamtesstatt. Der Eintritt ist frei.
26.08.05
„Stiften gehen“
NEUMARKT.
"Stiften gehen" – oder: "Wann macht Geld glücklich?" ist der Titel einer Ausstellung der Evangelisch-Lutherischen Landeskirchenstelle Ansbach in Zusammenarbeit mit der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Neumarkt vom 1. bis 16. Oktober im Foyer des Reitstadels Neumarkt.
Das neu in der evangelischen Kirche erwachende Interesse an Stiftungen hat eine lange und segensreiche Geschichte. Die Ausstellung zeigt dies über einen Zeitraum von nahezu zwölfhundert Jahren auf. Stiftungen zeugen heute noch von der Lebendigkeit und Vielfalt des kirchlichen Stiftungswesens. Über 20 Stiftungen, darunter auch die 100. Stiftung der Neumarkterin Christa Gebhardt zugunsten der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Neumarkt, werden in der Ausstellung portraitiert.
Stiftungen fördern nur aus dem Ertrag ihres gestifteten Vermögens den von dem Stifter gewünschten Zweck. Mit dem eigenen Namen oder dem einer geschätzten Person verbunden und als Dank für ein erfülltes Leben wirkt der Wille von Stiftenden – nach deren Vorstellung ausgestaltet – weit über den Tod hinaus zum Wohle der Gesellschaft deshalb über Jahrzehnte, zum Teil über Jahrhunderte. Stiftungen bringen also den wohlverstandenen Eigennutz mit dem Gemeinnutz in segensreichen Einklang, heißt es in der Einladung: "Dann macht Geld glücklich!"
Ausstellungseröffnung ist am Freitag, 30. September um 19 Uhr im Foyer des Neumarkter Reitstadels Neumarkt. Im Rahmen der Ausstellungs-Eröffnung wird in Anwesenheit des Präsidenten des Diakonischen Werkes Bayern, Dr. Ludwig Markert, die „Diakoniestiftung Lebens-Wert des Diakonischen Werkes Neumarkt e.V.“ gegründet.
23.08.05
"Sonntag gehört Gott"
NEUMARKT. (pde) -Mit einem leidenschaftlichen Appell ermunterte der Eichstätter Bischof Dr. Walter Mixa die Jugendlichen beim Weltjugendtag, regelmäßig die Heilige Messe zu besuchen.
Mixa zeigte sich im Rollstuhl, nachdem er vor einigen Wochen bei einem Treppensturz verunglückt war (
wir berichteten)

"Wer ein Freund von Jesus ist, der kommt", meinte er bei der Katechese in der vollbesetzten Kölner Kirche St. Stephan, an der auch rund 300 Jugendlichen aus dem Bistum Eichstätt teilnahmen. Die Ansprache am Donnerstag stand unter dem Motto "Christus in der Eucharistie begegnen." Dabei zeigte Mixa Verständnis dafür, dass Jugendliche den Gottesdienst manchmal als langweilig empfinden würden. Aber die Messfeier sei lebensnotwenig. "Ohne sie können wir nicht leben".
Deutlich wies der neu ernannte Bischof von Augsburg auf den Unterschied zwischen dem Abendmahl Jesu und dem Mahl mit den Sündern hin. Allen Bestrebungen, die Eucharistie zu verwässern, erteilte er eine Absage. Auch eine Einladung an evangelische Christen sei nicht möglich, da die Eucharistiegemeinschaft die Kirchengemeinschaft voraussetze. So müsse man nämlich bedenken: "Wer zur Kommunion geht, isst den Papst mit, isst den Bischof mit, isst die ganze katholische Glaubenslehre."
In seiner Katechese ging Bischof Mixa auch auf die "Sehnsucht vieler Menschen nach Liebe und Beheimatung ein". Diese Sehnsucht sie es auch gewesen, die die Heiligen Drei Könige aus dem Osten voran getrieben habe. Deswegen folgten sie dem Stern. Gefunden haben sie ein kleines Kind in einem Stall von Betlehem. Mit ihm sei ein neues Zeitalter der Hoffnung angebrochen. "Dieser Stern ist nicht untergegangen wie eine Sternschnuppe", meinte der Bischof. Auch heute noch könne Jesus die Menschen von ihren Ängsten befreien, weil er da sei für die anderen. Das erfülle sich gerade in der Eucharistie, in der Jesus nicht nur Brot und Wein verwandelt, sondern auch die Menschen. "Wir gehen anders aus der Kirche heraus, als wir herein gekommen sind", so der Bischof.
18.08.05
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