Schach

Schilay-Quartett erfolgreich


Eine Familie - vier junge Schach-Asse: Lorenz, Eva, Vinzenz und Maria Schilay (v.l.) in den Niederlanden

NEUMARKT. Der Nachname bleibt gleich, Alterklassen und Vornamen wechseln, wenn es um internationale Erfolge der Neumarkter Schachjugend geht.

Im Jahr 2011 haben die Geschwister Schilay schon einmal an der Offenen Niederländischen Jugendschachmeisterschaft in Borne teilgenommen. Vier Jahre später hat es nun zeitlich wieder einmal gepasst, dem international besetzten Turnier mit 265 Teilnehmern aus acht Nationen einen Besuch abzustatten.


In der Alterklasse U16 sorgte Eva Schilay gleich zu Beginn für eine große Überraschung und bezwang die mehrfache Niederländische Meisterin Lydia Dubbeldam nach hartem Kampf. In Runde zwei stand Eva Schilay gegen den deutlich favorisierten Sam Baselmans vor dem nächsten Coup, ließ sich nach einem Blackout aber noch die Butter vom Brot nehmen. Diese ärgerliche Niederlage brachte sie total aus dem Gleichgewicht und so gab es aus den folgenden fünf Runden nur einen Sieg. Mit zwei Erfolgen zum Abschluss kämpfte sich Eva Schilay mit vier Punkten noch auf Rang 25 nach vorne und landete somit knapp hinter ihrem Setzlistenplatz. Besonders ärgerlich war dabei die Tatsache, dass sie punktgleich mit der Drittplatzierten das Podest in der Mädchenwertung aufgrund der schlechteren Zweitwertung verpasst hatte.

Lorenz Schilay gehörte in der U14 zum Favoritenkreis, obwohl er sich im jüngeren Jahrgang befindet. In den ersten vier Runden gab er nun ein Remis ab und lag damit in Führung. Es folgten zwei weitere Unentschieden darunter auch gegen den späteren Meister Luuk Baselmans, bei denen Lorenz Schilay jeweils am Drücker war, in Zeitnot aber den Gewinnweg nicht fand. Die siebte Runde gestaltete er siegreich und befand sich als Zweiter in aussichtsreicher Position. Gegen den punktgleichen Belgier Thijs De Bock setzte Lorenz Schilay in einer komplizierten Stellung mit zwei Türmen gegen die Dame alles auf eine Karte, riskierte dabei zu viel und musste die einzige Niederlage im Turnier quittieren. Damit war er als Fünfter raus aus dem Titelrennen, aber die Hoffnung auf einen Podestplatz bestand noch. Zwar gewann er die letzte Partie, aber die anderen Paarungen endeten allesamt ungünstig für ihn. Somit belegte Lorenz Schilay einen halben Zähler hinter dem Spitzenquartett mit 6,5 Punkten einen sehr guten fünften Rang.

Im mit 63 Teilnehmern größten Feld in der U12 befand sich Maria Schilay, die vor vier Jahren an selber Stelle sensationell den Titel bei den U8-Mädchen gewonnen hatte. Sie kämpfte auch mit der ungewohnten Bedenkzeit, so dass sich in den 13 Runden Licht und Schatten abwechselten. Nach sieben Runden war Maria Schilay mit vier Zählern im vorderen Mittelfeld zu finden und punktgleich mit der Zweiten der Mädchenwertung. Durch zwei Niederlagen fiel sie hier aber bis auf Rang zehn zurück, ehe sie zu einem starken Schlussspurt ansetzte. Dank zweier Siege sowie zweier Unentschieden, auch gegen die niederländische Nationalspielerin Eva van Harten, belegte Maria Schilay mit sieben Punkten am Ende Rang 26 und lag damit knapp vor ihrer Setzlistenposition. Besonders bitter jedoch: die Dritte der Mädchenwertung klassierte sich eine Position vor ihr, da diese in der Zweitwertung mit 85 zu 84,5 hauchdünn vorne lag.

In der U8 machte der erst Fünfjährige Vinzenz Schilay seine ersten internationalen Erfahrungen. Gegen die zumeist ältere und erfahrenere Konkurrenz hielt er gut mit und konnte drei der neun Partien für sich entscheiden, womit er auf Rang 27 kam.

Da die Jüngsten mit deutlich weniger Bedenkzeit spielten und daher schon nach der Hälfte der sechs Tage ihre Meister gekürt hatten, gab es noch ein zweites Turnier zusammen mit den U9-Spielern. Hier konnte Vinzenz Schilay vier der elf Partien siegreich gestalten und dabei auch zwei Nachwuchstalente aus der Schachnation Aserbaidschan bezwingen, was für Platz 38 gut war.

Endstand U16:
1. Xander Pauwels BEL 7,0
2. Bas De Feijter NED 6,5
3. Fabio De Block BEL 6,5
9. Lydia Dubbeldam NED 5,5 (1.U16w)
25. Eva Schilay GER 4,0
Endstand U14:
1. Luuk Baselmans NED 7,0
2. Job Emans NED 7,0
3. Thijs De Bock BEL 7,0
4. Vlad Omota NED 7,0
5. Lorenz Schilay GER 6,5
Endstand U12:
1. Wing Ki Kwong HKG 10,5
2. Gilian Honkoop NED 10,5
3. Nathaniel Faybish BEL 9,5
10. Janne Allaart NED 8,0 (1.U12w)
26. Maria Schilay GER 7,0
Endstand U8:
1. Jin Wen Bao HKG 8,0
2. Wendy Huang NED 7,0
3. Karl Böhm GER 6,5
27. Vinzenz Schilay GER 3,0

02.09.15

Gute Platzierungen


Radena Burger, Eva Schilay, Vinzenz Schilay, Maria Schilay, Daiana Burger und Lorenz Schilay (v.l.)

NEUMARKT. An der diesjährigen Bayerischen Rapidserie nahmen insgesamt knapp 600 Spieler in fünf Alterklassen teil, darunter auch 20 Nachwuchstalente des Schachklubs Neumarkt.

Von den sieben Turnieren gingen die vier besten Resultate in die Gesamtwertung ein, in der die Neumarkter gute Platzierungen erzielten.

In der U8 klassierten sich die erst fünfjährigen Vinzenz Schilay und Leonhard Franke mit guten Ergebnissen auf den Gesamträngen zehn und fünfzehn.


Josef Franke verpasste in der U10 als Vierter beim Turnier in Neumarkt nur hauchdünn das Podest und belegte in der Gesamtwertung Platz 14. Direkt dahinter rangierte Radena Burger, die damit Dritte der Mädchenwertung wurde. In der U12 war Maria Schilay stets in der erweiterten Spitze zu finden und gewann als Gesamtneunte die Mädchenwertung.

Lorenz Schilay klebte nach zwei Gesamtsiegen in der U12 in seinem ersten Jahr in der U14 mitunter das Pech an den Händen. Dennoch holte er als Zweiter in Bamberg und Neumarkt sowie als Dritter in Regensburg drei Podestplätze und stand auch in der Gesamtwertung als Dritter auf dem Podium.

Eine starke Saison gekrönt von Rang in Bamberg spielte Paul Neppert als Neunter der Gesamtwertung. Auch Eva Schilay befand sich in der U16 meist im Vorderfeld und erzielte Platz fünf in der Gesamtwertung gleichbedeutend mit Rang zwei in der Mädchenwertung.
25.08.15

Jung-Könige gesucht

NEUMARKT. Der Schachklub Neumarkt veranstaltet in Kooperation mit dem Jugendbüro der Stadt Neumarkt einen Ferienkurs für interessierte Kinder und Jugendliche von sechs bis 18 Jahren im Gesindehaus in Woffenbach.

Der Kurs ist kostenlos und findet am Dienstag, 8. September, und Donnerstag, 10. September, jeweils von 16 bis 17.30 Uhr statt. Dabei werden die Gangart der Figuren und die Schachregeln erklärt sowie elementare Angriffs- und Verteidigungsmöglichkeiten vorgestellt.


Teilnehmen können sowohl absolute Neulinge ohne jegliche Vorkenntnisse wie auch Fortgeschrittene, die bereits Erfahrungen im „Königlichen Spiel“ sammeln konnten. Der Schwierigkeitsgrad wird auf die Teilnehmer abgestimmt, die je nach Vorkenntnissen in zwei oder drei Gruppen aufgeteilt werden.

Anmeldungen nimmt der 1. Vorsitzende des Schachklubs Neumarkt, Sebastian Mösl unter Telefon 31443 oder Email sebastian.moesl@t-online.de entgegen.
21.08.15

Gleiche Reihenfolge


Die besten Fünf (v.l.): Martin Simon (1.), Maximilian Lutter (3.), Wolfgang Brunner (2.), Sebastian Mösl (4.) und Jozef Smyk (5.)

NEUMARKT. Beim traditionellen Lenz Wastl-Gedächtnisturnier des Schachklubs Neumarkt standen wieder drei Schnellschach-Turniere zu je fünf Runden auf dem Programm, wobei die beiden besten Turnierergebnisse in die Gesamtwertung eingingen.

Das erste Turnier entschied Martin Simon mit 4,5 Zählern für sich gefolgt von Wolfgang Brunner mit 4 Punkten sowie Maximilian Lutter mit 3,5.


Spannend bis zur letzten Minute verlief Turnier zwei: in der letzten Runde kämpften Maximilian Lutter und Sebastian Mösl in einem zähen Leichtfigurenendspiel um den Turniersieg. Zwar gelang es Letzterem den gegnerischen Läufer zu erobern, aber mit nur noch fünf Sekunden Bedenkzeit auf der Uhr schaffte er es nicht mehr, die verbliebenen gegnerischen Bauern vom Brett zu bekommen um das notwendige Remis zu erreichen. Somit gewann Maximilian Lutter die Partie und den Tagessieg mit 4 Punkten vor Martin Simon (4) und Sebastian Mösl (3,5).

Die Entscheidung über den Tagessieg von Turnier drei und damit auch in der Gesamtwertung fiel in der letzten Runde zwischen Martin Simon und Maximilian Lutter im direkten Duell. Martin Simon hatte schon früh ein komfortables Zeitpolster, Maximilian Lutter fand kein Durchkommen und wurde mit ablaufender Bedenkzeit zusehends unter Druck gesetzt bis er die Waffen strecken musste. Somit sicherte sich Martin Simon mit 5 Punkten den Tagessieg vor Wolfgang Brunner mit 4 Zählern sowie Sebastian Mösl mit 3,5.

Im Endklassement lagen dieselben vier Spieler in der exakt gleichen Reihenfolge wie im Vorjahr an der Spitze: Martin Simon holte mit 40 Punkten den dritten Titel in Folge vor Maximilian Lutter und Wolfgang Brunner mit je 38 Punkten sowie Sebastian Mösl mit 36. Rang fünf belegte Neuzugang Jozef Smyk mit 34 Zählern.

Endstand:
01. Martin Simon 40
02. Maximilian Lutter 38
03. Wolfgang Brunner 38
04. Sebastian Mösl 36
05. Jozef Smyk 34
06. Thomas Hummel 32
07. Erwin Hirn 30
08. Rudolf Appl 29
09. Christian Junker 26
10. Wolfgang Heider 22
11. Josef Lehmeier 20,5
12. Josef Steinleitner 20
13. Stefan Jaretzki 18,5
14. Gertraud Schilli 14
15. Franz Xaver Beer 12
15. Zlatko Zidar 12
17. Lothar Beyer 11
18. Hans-Dieter Queitsch 10

11.08.15


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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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